"Was brauchts schon mehr als Mut und Herz und Verstand und
ne Gitarre in der Hand?"
Mehr als seine Stimme, eine akustische Gitarre und eine ordentliche Portion
Herzblut braucht Hannes Wittmer alias Spaceman Spiff tatsächlich nicht, um zu
überzeugen. Zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Aufgeben und Weitermachen,
zwischen großen Enttäuschungen und dem kleinen Glück bewegen sich die elf
Stücke, die der mittlerweile in Hamburg lebende Würzburger auf seinem ersten
Solo-Album "Bodenangst" zum Besten gibt. Ganz neu ist das zwar alles nicht
unbedingt, aber Hannes Wittmer hat nicht nur eine angenehme Stimme, der man
gerne zuhört, sondern vor allem auch ein feines Gespür für nachdenkliche und
berührende Texte, die in ihren besten Momenten sogar einem Gisbert zu
Knyphausen das Wasser reichen können. "Bodenangst" jedenfalls ist eine sehr
schöne Platte, die perfekt zu den Situationen im Leben passt, in denen man am
liebsten mal wieder an der Welt verzweifeln möchte. Dann geben einem die Songs
von Spaceman Spiff das Gefühl, verstanden zu werden - und "geteiltes Leid ist
auch Scheiße, aber nicht mehr ganz so schlimm".
rote raupe