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AZMUTO



Last Updated: 12/22/2009

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Tuesday, October 27, 2009 
Das Heilende Harz








In der indischen Ayurveda-Medizin wird Weihrauchharz bereits seit Jahrtausenden erfolgreich gegen chronischen entzündungen wie zb. Arthritis und chronische Bronchitis eingesetzt. In neuerer Zeit wurde die Wissenschaft in Europa auf die Erkenntnisse der Ayurveda aufmerksam.

Weihrauch botanisch

Weihrauch ist das natürliche Harz (Olibanum) des Weihrauchstrauches. Man unterscheidet dabei den indischen Weihrauch Boswellia serrata vom arabischen Boswellia sacra. Um das Harz zu gewinnen wird die Rinde der Bäume angeritzt, der austretende Pflanzensaft erstarrt an der Luft und bildet rot-gelbliche oder bräunliche Körner. Bei normaler Temperatur sind diese Körner fast geruchlos, beim Verbrennen entsteht jedoch ein stark aromatischer Duft.

Weihrauch lässt sich nicht in beliebigen Mengen ernten. Die Pflanze gedeiht nur in den außergewöhnlichsten Regionen unserer Erde, wo lebensfeindliche Wüste und regenbringende Berge einander begegnen - seine Wachstumsbedingungen sind also extrem anspruchsvoll!

Weihrauch geschichtlich

Schon vor 7000 Jahren wurde den orientalischen Göttern Weihrauch geopfert. Auch die Ägypter verwendeten Weihrauch zum Einbalsamieren, als Räuchermittel und vor allem auch zu desinfizierenden Zwecken. In der indischen Volksmedizin,
wurde wohl keine Pflanze so genau untersucht wie der Weihrauch. Wie Olibanum wirkt, ist noch nicht endgültig wissenschaftlich nachgewiesen, aber dass es wirkt ist bestätigt. Weihrauch hat - natürlich rituell gebunden - eine gewisse religiöse Tradition , die bis in den Gottesdienst der Kirche hineinreicht.
Vor diesem breiteren Hintergrund wirkt es nicht mehr ganz so skandalös, festzustellen, daß es eine Verbindung zwischen Weihrauch und Cannabis gibt. Chemische Analysen des Harzes vom Boswellia-serrata-Strauch haben ergeben, daß Weihrauch die Stoffe Olivetol und Verbenol enthält, die sich durch Reaktion im Zuge der Räucherung verbinden können zu dem Haschischwirkstoff Tetra-hydro-cannabinol (THC).Durch den Hinweis auf THC aber werden unscharfe Formulierungen der Meditationsliteratur verständlicher; dort schreibt man dem Weihrauch z.B. eine "tiefentspannende und zentrierende Wirkung" zu.

Weihrauch – wieder entdeckt

Das Harz des Weihrauches enthält neben bekannten Inhaltsstoffen wie z.B. ätherischen Ölen oder Gerbstoffen auch 5 - 8% der Boswellia-Säuren.

Entzündungen werden im Körper durch ein bestimmtes Enzym (5-Lipoxygenase) verursacht. Dieses Enzym veranlasst die Bildung der so genannten Leukotriene. Leukotriene sind Stoffe, die der Körper bei Entzündungen erzeugt und die für die Aufrechterhaltung von chronischen Entzündungen verantwortlich sind.

Klinische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die aus dem Harz des Weihrauchbaums gewonnenen Boswellia-Säuren eine stark entzündungshemmende Wirkung bei chronischen Entzündungen wie Rheuma und Polyarthritis haben. Diese Hinweise auf eine Hemmung der Entzündungsmechanismen konnte - ebenfalls in klinischen Untersuchungen - bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn) aufgezeigt werden.

Medizinisch gesehen ist in Deutschland die Heilwirkung
von Weihrauch nur in einem sehr kleinen
Kreis bekannt. Die Pharmaindustrie hat offensichtlich kein Interesse, Weihrauch als Medikament in ihre Medikamentensortimente einzureihen. Es ist zu wenig Geld damit zu verdienen! Und so werden keine Zulassungsanträge gestellt und keine Wirksamkeits- Untersuchungen etc. durchgeführt. Deshalb gibt es keine zugelassenen Mittel, obwohl
Wirksamkeit, Verträglichkeit und Nebenwirkungsfreiheitevtl. viel besser wäre, als bei manchen teuren Medikamenten. Im Übrigen werden den Patienten Nebenwirkungs-ärmere Therapeutika, die zumindest teilweise z.B. das Cortison ersetzen könnten, vorenthalten. Der Autor, Dr. Gerhardt vom Universitätsklinikum in Mannheim, hat in mehr als 10 Jahren viel Erfahrung gesammelt mit dem Einsatz von Weihrauch als „Versuchs- Medikament“. Wir sind dankbar, dass wir eine Zusammenfassung seiner Erfahrungen abdrucken
dürfen.

Weihrauch (Boswellia serrata) bietet sich bei folgenden Indikationen an:

Haut: Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte),
Akne, Rosazea
Lunge: Asthma bronchiale, spastische Bronchitis,
Mucoviscidose, Silicose u.ä.
Magen-Darm: Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Gastritis,
Pankreatitis
Gelenke: rheumatoide Arthritis, Polymyalgia rheumatica, chronische Arthritis, Gelenk Entzündungen
Urologisch: interstitielle Zystitis, Prostatitis
Neurologisch: Hirntumoren: Astrozytom, Glioblastom,
multiple Sklerose (MS)

Pharmakologisch wurden bei Boswellia serrata entzündungshemmende,
angstlösende, antidepressive,
schmerzstillende, antimikrobielle -
gegen Bakterien, Pilze und Viren gerichtete -, allgemein zellschützende, aber auch gegen Tumore gerichtete Eigenschaften - Topoisomerase-Hemmung - nachgewiesen.
In unseren klinischen Studien fanden wir neben Wirksamkeit und guter Verträglichkeit auch bewiesene Lebensqualitätsverbesserungen.Überzeugend ist die Breite der Einsatzmöglichkeiten dieses pflanzlichen Arzneimittels. Sie ergibt sich aus seiner sehr guten Verträglichkeit, die seit Jahrhunderten übereinstimmend beschrieben wird. Über schwerwiegende unerwünschte Begleiterscheinungen können wir nicht berichten; Laborwerte hielten sich stabil im Normbereich. Bei unseren Therapien beiPatienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen beobachteten wir Patienten, die sehr schnell auf Boswellia-serrata ansprachen und beschwerde frei wurden; einige Patienten zeigten ein verzögertes Ansprechen und eine geringere Wirksamkeit. Nurwenige beobachteten keine Wirkung. Die Ursache für das unterschiedliche Ansprechen ist wohl in der unterschiedlichen genetischen Grundausstattung vonMensch zu Mensch zu suchen und in den unterschiedlichen Ursachen der Erkrankungen . Alle Patienten betonten übereinstimmend die gute Verträglichkeit von Boswellia serrata.