Das Heilende
Harz
In der
indischen Ayurveda-Medizin wird Weihrauchharz bereits seit
Jahrtausenden erfolgreich gegen chronischen entzündungen wie zb. Arthritis und chronische
Bronchitis eingesetzt. In neuerer Zeit wurde die Wissenschaft in
Europa auf die Erkenntnisse der Ayurveda aufmerksam.
Weihrauch
botanisch
Weihrauch ist
das natürliche Harz (Olibanum) des Weihrauchstrauches. Man
unterscheidet dabei den indischen Weihrauch Boswellia serrata vom
arabischen Boswellia sacra. Um das Harz zu gewinnen wird die Rinde
der Bäume angeritzt, der austretende Pflanzensaft erstarrt an
der Luft und bildet rot-gelbliche oder bräunliche Körner.
Bei normaler Temperatur sind diese Körner fast geruchlos, beim
Verbrennen entsteht jedoch ein stark aromatischer Duft.
Weihrauch
lässt sich nicht in beliebigen Mengen ernten. Die Pflanze
gedeiht nur in den außergewöhnlichsten Regionen unserer
Erde, wo lebensfeindliche Wüste und regenbringende Berge
einander begegnen - seine Wachstumsbedingungen sind also extrem
anspruchsvoll!
Weihrauch
geschichtlich
Schon vor
7000 Jahren wurde den orientalischen Göttern Weihrauch geopfert.
Auch die Ägypter verwendeten Weihrauch zum Einbalsamieren, als
Räuchermittel und vor allem auch zu desinfizierenden Zwecken. In
der indischen Volksmedizin,
wurde wohl
keine Pflanze so genau untersucht wie der Weihrauch. Wie Olibanum
wirkt, ist noch nicht endgültig wissenschaftlich nachgewiesen,
aber dass es wirkt ist bestätigt. Weihrauch
hat - natürlich rituell gebunden - eine gewisse religiöse
Tradition , die bis in den Gottesdienst der Kirche hineinreicht.
Vor
diesem breiteren Hintergrund wirkt es nicht mehr ganz so skandalös,
festzustellen, daß es eine Verbindung zwischen Weihrauch und
Cannabis gibt. Chemische Analysen des Harzes vom
Boswellia-serrata-Strauch haben ergeben, daß Weihrauch die
Stoffe Olivetol und Verbenol enthält, die sich durch Reaktion im
Zuge der Räucherung verbinden können zu dem
Haschischwirkstoff Tetra-hydro-cannabinol (THC).Durch
den Hinweis auf THC aber werden unscharfe Formulierungen der
Meditationsliteratur verständlicher; dort schreibt man dem
Weihrauch z.B. eine "tiefentspannende und zentrierende Wirkung"
zu.
Weihrauch
– wieder entdeckt
Das Harz des
Weihrauches enthält neben bekannten Inhaltsstoffen wie z.B.
ätherischen Ölen oder Gerbstoffen auch 5 - 8% der
Boswellia-Säuren.
Entzündungen
werden im Körper durch ein bestimmtes Enzym (5-Lipoxygenase)
verursacht. Dieses Enzym veranlasst die Bildung der so genannten
Leukotriene. Leukotriene sind Stoffe, die der Körper bei
Entzündungen erzeugt und die für die Aufrechterhaltung von
chronischen Entzündungen verantwortlich sind.
Klinische
Untersuchungen weisen darauf hin, dass die aus dem Harz des
Weihrauchbaums gewonnenen Boswellia-Säuren eine stark
entzündungshemmende Wirkung bei chronischen Entzündungen
wie Rheuma und Polyarthritis haben. Diese Hinweise auf eine Hemmung
der Entzündungsmechanismen konnte - ebenfalls in klinischen
Untersuchungen - bei Patienten mit chronisch entzündlichen
Darmerkrankungen (Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn) aufgezeigt
werden.
Medizinisch
gesehen ist in Deutschland die Heilwirkung
von
Weihrauch nur in einem sehr kleinen
Kreis
bekannt. Die Pharmaindustrie hat offensichtlich kein Interesse,
Weihrauch als Medikament in ihre Medikamentensortimente einzureihen.
Es ist zu wenig Geld damit zu verdienen! Und so werden keine
Zulassungsanträge gestellt und keine Wirksamkeits-
Untersuchungen etc. durchgeführt. Deshalb gibt es keine
zugelassenen Mittel, obwohl
Wirksamkeit,
Verträglichkeit und Nebenwirkungsfreiheitevtl. viel besser wäre,
als bei manchen teuren Medikamenten. Im Übrigen werden den
Patienten Nebenwirkungs-ärmere Therapeutika, die zumindest
teilweise z.B. das Cortison ersetzen könnten, vorenthalten. Der
Autor, Dr. Gerhardt vom Universitätsklinikum in Mannheim, hat in
mehr als 10 Jahren viel Erfahrung gesammelt mit dem Einsatz von
Weihrauch als „Versuchs- Medikament“. Wir sind dankbar, dass wir
eine Zusammenfassung seiner Erfahrungen abdrucken
dürfen.
Weihrauch
(Boswellia serrata) bietet sich bei folgenden Indikationen an:
Haut:
Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte),
Akne,
Rosazea
Lunge:
Asthma bronchiale, spastische Bronchitis,
Mucoviscidose,
Silicose u.ä.
Magen-Darm:
Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Gastritis,
Pankreatitis
Gelenke:
rheumatoide Arthritis, Polymyalgia rheumatica, chronische Arthritis,
Gelenk Entzündungen
Urologisch:
interstitielle Zystitis, Prostatitis
Neurologisch:
Hirntumoren: Astrozytom, Glioblastom,
multiple
Sklerose (MS)
Pharmakologisch
wurden bei Boswellia serrata entzündungshemmende,
angstlösende, antidepressive,
schmerzstillende,
antimikrobielle -
gegen
Bakterien, Pilze und Viren gerichtete -, allgemein zellschützende,
aber auch gegen Tumore gerichtete Eigenschaften -
Topoisomerase-Hemmung - nachgewiesen.
In
unseren klinischen Studien fanden wir neben Wirksamkeit und guter
Verträglichkeit auch bewiesene
Lebensqualitätsverbesserungen.Überzeugend ist die Breite
der Einsatzmöglichkeiten dieses pflanzlichen Arzneimittels. Sie
ergibt sich aus seiner sehr guten Verträglichkeit, die seit
Jahrhunderten übereinstimmend beschrieben wird. Über
schwerwiegende unerwünschte Begleiterscheinungen können wir
nicht berichten; Laborwerte hielten sich stabil im Normbereich. Bei
unseren Therapien beiPatienten mit chronisch entzündlichen
Erkrankungen beobachteten wir Patienten, die sehr schnell auf
Boswellia-serrata ansprachen und beschwerde frei wurden; einige
Patienten zeigten ein verzögertes Ansprechen und eine geringere
Wirksamkeit. Nurwenige beobachteten keine Wirkung. Die Ursache für
das unterschiedliche Ansprechen ist wohl in der unterschiedlichen
genetischen Grundausstattung vonMensch zu Mensch zu suchen und in den
unterschiedlichen Ursachen der Erkrankungen . Alle Patienten betonten
übereinstimmend die gute Verträglichkeit von Boswellia
serrata.
