Throat-Cut-War
Criminal
9 Songs - 27:38
Eigenveröffentlichung
Hat mich deren MCD „End Of The Line“ schon aus den Latschen
geworfen und mit offenem Munde dastehen lassen, bin ich jetzt umso mehr
erfreut, dass nun endlich das erste volle Album der Deathcore Band aus Goslar
vorliegt. Throat-Cut spielen eine wirklich fett produzierte Mucke, die irgendwo
zwischen brutalem, aggressionsgeladenem Death Metal und verdammt wütendem
Hardcore eingeordnet werden kann. Throat-Cut haben einen angenehmen Groove in
ihren Liedern, und auch so bietet das Teil allerhand Abwechslung. Sänger
Markus, der einigen von seinen ehemaligen Bands Drecksau und Dogma bekannt sein
dürfte, hat meiner Meinung nach eine der wohl variabelsten Growlstimmen in
diesem Genre überhaupt. Wer auf den rotzigen Gesangsstil von Dying Fetus (zu
„Destroy The Oppossition“ Zeiten) steht, den groovigen Sound von Moker addiert
und noch ein paar Schreipassagen aus dem HC-Lager zulässt, der weiß in etwa,
wie die Jungs ticken. Aber auch in Sachen Gitarrenarbeit kann man ordentlich
punkten: Man agiert hier zwar eher im mittleren Tempo, kommt dafür aber umso
druckvoller daher. Schlagzeugberserker Ede beherrscht sein Handwerk ebenfalls
sehr gut, denn auch hier wird zwischen langsamen Passagen und
Auf-die-Fresse-Blastbeats einiges abgedeckt, was mich echt beeindruckt.
Textlich geht es eher in die sozialkritische Richtung, was dem Ganzen noch mehr
Pfeffer gibt. Für mich ist diese Scheibe einfach nur geil und für jeden Death
Metaller, der keine angeborenen Scheuklappen hat, sicher ein originelles Teil.
Wirklich klasse Album, Top! Kontakt: www.throat-cut.com (rayk)