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Current mood:  catalyzed
Letztes Jahr im Juli sind wir das erste Mal mit Total Konfus im Osten Europas gewesen. Damals sind wir, auf Einladung der Band Doping aus Uzgerodt, Ukraine, zusammen in zwei Wochen über 9.000 Kilometer gefahren (östlichster Punkt: Moskau). Zwei Wochen randgefüllt mit völlig neuen Eindrücken und Erfahrungen. Die sicher abgefahrenste Situation war, dass wir unseren Bassisten Heinrich Wilhelm ohne Kontakt zu ihm in Moskau zurücklassen mussten, weil er seinen Reisepass verloren hatte. Anyway.. vieles wurde sicher schon vergessen, nun machen wir uns also wieder auf den Weg, denn das muss ich sagen: Seit diesen zwei Wochen habe ich immer wieder richtiges Fernweh.
03.09.09.Dresden/AZ Conni Wir starten unsere diesjährige Osteuropa-Tour in Dresden. DOPING sind wieder mit von der Partie und wir freuen uns wie Hanne! Während wir die letzten Vorbereitung treffen (Bus versichern, Tour-CD abmischen, das Konzert in Dresden vorbereiten) sind DOPING seit früh halb sieben mit dem Zug nach Prag unterwegs, wo wir sie abholen. Wie immer läuft alles schief, was schief laufen kann, aber irgendwie klappt es trotzdem... jedenfalls so halbwegs. Gute Freunde von uns haben für das Konzert extra eine Vokü organisiert, es gibt veganes Gulasch. Die befreundete Band Eleanor Lance starten den Abend und wie gewohnt widerlegen sie auf ein Neues, dass die „erste Band“ nur Kanonenfutter sei. Sie rocken wieder mal den ganzen Saal und wir lieben sie dafür! Halb neun kommen DOPING in Prag an, um neun hauen Eleanor Lance rein, von Dresden nach Prag braucht Mensch zwei Stunden via Auto und um zwölf muss im AZ Conni zick sein, es wird verdammt eng. Kurz vor zehn sind Eleanor fertig, nun sind wir dran. Nach einer dreiviertel Stunde spielen werden wir langsam ungeduldig. DOPING waren, nach aktuellstem Stand siebzig km hinter Prag und die Zeit läuft uns weg. Halb zwölf dann die Schreckensmeldung: DOPING wurden von den Cops angehalten und werden nun ordentlich gefilzt, eine knappe halbe Stunde später ist klar: die Jungs kommen nicht rechzeitig an. Wir hören auf zu spielen und sind niedergeschlagen. Kurz nach zwölf treffen DOPING dann ein, wir froh, alle saufen, gehen tanzen, DOPING kickern das erste Mal überhaupt (das wird die nächsten Wochen ihre Lieblingsbeschäftigung) und kurz nach Sonnenaufgang hauen wir uns dann in die Federn, gute Nacht! 04.09.09 Nürnberg/Kunstverein Das Konzert im Kunstverein wurde erst super spät bestätigt (wie einige andere auch), sodass wir auch nicht angekündigt wurden, sondern nur in ein bereits geplantes Konzert reingerutscht sind. Nach Kaffee und Kuchen laden wir in Dresden den Bus ein (den wir extra für die Tour gekauft haben) und dann geht’s los! Der Kunstverein ist uns bekannt, insgesamt das dritte Konzert in Nürnberg, aber diesmal kommen irgendwie kaum Leute, egal, die Menschen vor Ort sind super nett, das Essen gut, DOPING stehen wie in Trance stundenlang am Kicker und wir verkaufen sogar ein bisschen Merch. Unsere Rote Hilfe Soli Shirts bleiben in Nürnberg ein Ladenhüter. Sehr familiäre Stimmung im Kunstverein, wir verabschieden uns am Nachmittag des nächsten Tages mit der Gewissheit auf Wiederkehr, und freuen uns darauf! 05.09.09 Lindau(Bodensee)/Day off @ Nature Für heut hatte ich kein Konzert gefunden, scheiß Situation im übersättigtem Deutschland. Wir spacken durch Lindau, der Riemen für die Servolenkung ist gerissen, ein Teil macht sich gegen Abend auf die suche nach Ersatz, ich geh mit DOPING auf Foodjagd. Nach langem hin und her, ob wir nun in Lindau bleiben oder weiter nach Zürich fahren, wo wir auch ein Schlafplatz hätten, kurz vor Mitternacht die Entscheidung: wir bleiben und schlafen am See! DOPING pennen im Auto (wenig Platz in dem T4 für vier Personen), weil sie ihre Schlafsäcke vergessen haben und wir machen ein schönes Feuer am See, Grillen darüber Mais und erzählen uns unter sternenklarem Himmel Geschichten aus längst vergangenen Tagen. 06.09.09 Basel – Villa Rosenau Gegen früh starten wir nach Basel, Essen gibt es vom Bäcker (Hallo Bäckerfrau, wir haben dich wirklich nicht beschissen mit dem Kaffee, ehrlich!). Die Reise ist bequem und wir kommen viel zu zeitig an, also ab in die Innenstadt. DOPING machen mehr Bilder und Videos von architektonischen Ergüssen in der Innenstadt als alle Japaner die ich je gesehen habe. Am Rhein ist Volksfest (Willi sagt dazu immer: Geldfest, das find ich treffender), in der Innenstadt hängen Plakate mit dem Slogan „Basel lebt“. Wir als alte Antinationalisten machen uns die nächsten Tage nur darüber lustig (Basel klebt, Basel webt, Basel schwebt, Basel muss leben damit wir sterben können, etc.), im Zentrum entdecken wir ein lustiges Wasserspiel für Kinder. Nachdem wir die Kinder verjagten, haben wir unseren Spaß mit dem kühlen Nass (Benni, unser Schlagzeuger, interessiert sich brennend für die physischen Eigenschaften der Wellen). DOPING entdecken im Jugendtreff um die Ecke einen Kicker und bitten darum, ihre Sucht zu befriedigen. Wir teilen uns: die Kickerjunkies aus der Ukraine zocken weiter, wir laufen wieder Richtung Villa. Das Squat „Villa Rosenau“ wirkt syrial. Um das alte Gebäude gibt es kaum vier Meter Grünfläche, dann folgt ein Zaun, der das Gelände umgibt, und hinter diesem erstreckt sich enorm lebensfeindliches Industriegebiet, eine Mischung aus Schnellstraßen, Fabriken, einer Grenzstation und dem Flughafen, ich komm mir vor wie in Asterix und Obelix. Gegen zehn startet dann das Konzert, ganze sechs zahlende Gäste lauschen uns. Hey besser als nix, wir freuen uns und verscherbeln wieder ein paar Platten, DOPING kickern die ganze Nacht, saufen wie die Bekloppten, Andrew und Vova (Sänger und Bassist von DOPING, original Namen: Andrucha, Voladimir) versuchen sich die halbe Nacht am weißen Klavier an einem ihrer Songs. From HC to Mozart. 07.09.09 Zürich – Provitreff (Zum Bingoabend) Das Konzert in Zürich war seit der Tourplanung so wacklig, dass es quasi gar nicht wirklich existierte. Die Squats in der Stadt hatten entweder Sommerpause oder soviel Party im Vorfeld, dass sie einfach kaputtgefeiert waren. Ein guter Freund, der uns auch das Konzert in Basel klargemacht hat, beherbergte uns und wir cruisten zusammen mit seiner Freundin in die City. Von ihm kam auch die geile Idee, ein paar Kneipen in Zürich abzuklappern, in der Hoffung, kurzfristig noch was gerissen zu bekommen, und Tatsache! Die erste Kneipe „Provitreff“ nahm uns auf, obwohl schon Bingo am selben Abend war, klasse! Das Konzert war geil, zwei Menschen gingen mit einem Spendenhut rum, in dem auch echt was hängen blieb! Ein toller Abend und wir danken den Menschen der Kneipe genauso wie unseren neu gewonnen Freunden in Zürich!! 08.09.09 Wien – Arena Heut folgt die bislang weiteste Strecke, sechshundert Kilometer in zehn Stunden Fahrt, auf jeden Fall grenzwertig (Bei unserer ersten Tour das härteste: Moskau - Dresden in drei Tagen, mit vier Stunden Kurzstopp in Kiew). Unterwegs noch mal frisch machen am Chiemsee, kurz nach sieben kommen wir in der Arena an, um Acht soll Einlass sein, also Soundcheck in Superspeed! Heut noch eine Wiener Vorband am Start - nette Menschen, die auch einen großen Teil des Publikums angeschleppt haben. Grisu, dem sehr netten und fürsorglichem Veranstalter am Abend, hab ich noch eine Eleanor Lance CD gebrannt („das ist der geilste Scheiß, der je aus Dresden kam!“). Das Konzert war klasse, Wien gefällt uns, und ich glaub, irgendwie gefallen wir auch ein bisschen Wien (jedenfalls dem Punkerabschaum). Bei „Haut zu Stein“ ging ein Raunen durch die Massen („Murmelmurmel...sie spielen Slime...“) Nach dem Konzert war im Schlafsaal Filmabend angesagt, mit englischen Untertitel für DOPING, und ich hatte meine erste lange Schulstunde in ukrainisch, nasdrowiä! 09.09.09 – Debrezen – Day off Nach langem Schlafen, Duschen und Frühstücken haben wir DOPING zum Fotos knipsen in Wien - City abgeladen („We to the center to making photos?“ „jeeeesss....“) und am Auto gewartet, bis sie wieder eintrudeln. In den Stunden der Warterei fiel uns ein Platter am Bus auf, also erstmal Rad wechseln. Als DOPING wiedergekommen sind, ging’s nun in Richtung Ungarn. Bis in die späten Abendstunden waren wir on the Road. Gegen Mitternacht dann im Hotel Phönix in Debrezen eingecheckt (das Hotel zu buchen war Vorraussetzung für DOPING, um an das Euro Visum zu kommen), auf dem Zimmer weitere Lehrstunden in Ukrainisch und Büchsenbier. 10.09.09 – Debrezen – Zenei Klub Erstmal mussten wir (also TOTAL KONFUS + Roadygirl Laura) halb sechs aus dem Hotel raus, weil dann der Dienst abgelöst wurde und der neue Dienstmensch nicht wusste, dass DOPING unbezahlten Besuch auf dem Zimmer beherbergte. Wir schliefen also im Bus weiter und gegen Mittag gab es Frühstück im Park. Nach dem Essen ging ich diesmal mit Andrew und Vova „To the Center“. Bilder haben wir nicht so viele gemacht, dafür musste ich aber den Versuch, meine Füße im Brunnen zu waschen, nach knapp fünfzig Sekunden abbrechen, da das im Wasser gelöste Chlor neben dem Dreck auch die Haut von den Füßen zu ätzen begann („Sagt mal: Sind das da Chlortabletten im Wasser? Und die Tauben saufen draus?“). Nach Innenstadtbesichtigung und Mittagsschlaf ging’s dann zum Konzert, heut spielen vor uns noch zwei lokale Bands, ansonsten keine weiteren Vorkommnisse. Nach dem Konzert geht’s zum Schlafplatz. Vorm Einschlafen noch original ungarisches Letscho mit Brot und frischer Peperoni. 11.09.09 – Eger – Club Eger Nach dem Aufstehen geht’s nach Eger. Also Eger ist voll kuhl. Schöne alte Innenstadt und mitten im bekanntesten Weinanbaugebiet Ungarns. Auf dem Außengelände des Clubs gibt es einen kleinen Skatepark, auf dem sich auch allerhand junges Gemüse auf Rädern tummelt. Wir looken den krassen Moves und springen auf dem Riesentrampolin. Gegen Abend fällt mir auf, dass sich scheinbar ein Großteil der alternativen Jugendszene im Club aufhält. Das ist nicht nur ein Konzertort, sondern viel mehr ein Jugendclub. Nach dem Konzert zerkloppt Willi (unser Bassist) seine Bassgitarre. Wir suchen überall nach Alk, wollen aber nichts kaufen, und ich mal mir im Suff dann später zusammen mit Sam (Schlagzeuger von DOPING) Kreuze auf die Hand, leider keine Streit-Eger anwesend, wir saufen weiter. Mitten in der Nacht wird mein törichter Versuch, noch mal im Rausch Trampolin zu springen, damit bestraft, dass ich aus guter Höhe einfach neben das dämliche Trampolin falle, mit dem Rücken zuerst auf den Beton. Ich lebe noch, hab mir aber am Rücken, glaub ich, irgendwas geprellt (Der Schmerz hält die ganze Tour über an). Als es wieder hell wird, hau ich mich als einer der letzten hin, wir pennen alle in der Halfpipe auf alten Sportmatratzen, Andrew darüber hinaus in seiner eigenen Kotze. 12.09.09 Arad – Club Taborock Erstmal gemeinsames Frühstück mit dem Bardienst (der durchgemacht hatte). Andrew verweigert die Nahrungsaufnahme („i feel sick“), der Rest lässt es sich schmecken. Danach schnurstracks nach Rumänien, heut in Arad. An der Grenze fällt Willi auf, dass er seinen Geldbeutel in Eger liegengelassen hat (in dem Musikgeschäft, in dem er sich am Morgen einen neuen Bass gekauft hat), verdammt! Der Grenzkontrolleur glaubt Willi, dass dieser überhaupt einen Führerschein besitzt, weist uns aber darauf hin, dass er nun nicht mehr weiterfahren könne, Willi ist also fahrertechnisch aus dem Rennen. Wir sind wieder in Rumänien, bei unserer zweiten kleinen Osteuropa-Tour letztes Jahr waren wir in Ineu und Bistrizia. Ich kann wohl für alle sprechen, wenn ich sage, dass Rumänien ein klasse Land ist. Die Menschen hier leben einfach, herzlich und miteinander. In den kleinen Dörfern, durch die wir fahren, sitzen alle zusammen, essen, trinken, reden, arbeiten oder lassen einfach die Seele baumeln, Ich muss an diese ständige Arbeitswut in Deutschland denken, und wie die Leute kaum noch einfach zusammensitzen, sondern lieber zuhause vor der Glotze, würde am liebsten aussteigen und mit der Kamera durchs Land reisen. Arad ist eine alte Stadt, die Menschen hier sind wieder super nett, wir treffen Ralf, unseren guten Freund, der nun schon seit 4 Jahren in Rumänien wohnt, und uns die Konzerte hier organisiert hat. Ralf ist sehr fürsorglich und gut organisiert, alles klappt prima, wir bekommen sogar Freibier (in den meisten Clubs in Osteuropa ist es nicht selbstverständlich, dass Bands mit Essen und Getränken versorgt werden). Das Konzert ist sehr gut besucht (und auch super billig: achtzig Cent!!). Scheint so, als wäre der gesamte Arader Underground versammelt, vom Hiphopper-Menschen bis zu den Gothen. DOPING eröffnet den Abend und haut gut rein, nach uns spielt dann noch eine slowakische Killer Death Metalbänd. Zum Schlafen gibt es heut Bungalows, nicht weit weg vom Center, aber trotzdem idyllisch. Andrew und Sam ziehen um die Häuserecken, ich geh auch noch mal spazieren, treff auf den stark dezimierten Konzertmob und sauf mit ihm, bis es hell wird, an Arads most famous Jugendtreffs. Es ist klasse, unterwegs zu sein! 13.09.09 ineu - Klub Amicii Nach dem Aufstehen sammeln, gammeln und dann nach Ineu fahren, ganz gemütlich kommen wir mittags in der Stadt an! Bei Ralf Zuhause gibt’s erstmal super lecker Nudeln mit deftiger Sauce, DOPING sind begeistert und bestehen darauf, dass Ralf das Rezept preisgibt. Nach Essen und gründlicher Durchstöberung von Ralfs Musiksammlung (Sam: “Ohhh, Soundgarden! You know Soundgarden?“ „yes“ „i LOVE Soundgarden!“) machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Club. Der Club ist eigentlich nur eine riesen Disco mit Billiardtischen und Spiegelkugel, und außer zwei Hände voll Rednecks kommt auch niemand auf das Konzert. Ziemlich ernüchternd, hatten wir doch letztes Jahr hier ein gutes Konzert vor vielen Menschen gespielt...sicher, es waren vielleicht nur vierzig, die mit der Musik was anfangen konnten, aber wo sind die? Naja, vielleicht darf Teenager in Ineu nicht am Sonntag raus (wenn’s regnet). 14.09.09Cluj Napoca – Irish Music Pub Heut müssen wir früh aus den Federn, der Weg nach Cluj Napoca ist weit und Ralf muss auf Arbeit. Wir frühstücken alle zusammen, trinken Kaffee (Willi hat in weiser Voraussicht die Espressokanne und ein bisschen Kaffee eingepackt) und verabschieden uns herzlichst. Der Weg heut führt uns quer durch Rumänien, wir fahren wieder durch viele Dörfer, in denen alte verrünzelte Frauen Früchte am Straßenrand verkaufen, vorbei an riesigen Industriebauten, die leerstehend in der Einöde verrotten, keineswegs trostlos, vielmehr spannend und anders. Wahrscheinlich sind wir grad kurz nach der Erntezeit nach Rumänien gekommen, denn überall sehen wir Brandrodung an Feldern, die Luft ist geschwängert von weißem Rauch. In Cluj Napoca kommen wir sehr zeitig an, also haben wir alle Zeit, die Stadt zu besichtigen, im Hotel zu duschen und rumzuhängen. Achtzehn Uhr treffen wir uns wieder alle am Club, eine Stunde später kommen Jokerman, die erste Band an. Sie sind quasi die Local Heroes und supporten heut Abend. Alle Menschen aus der Band sind super nett und wir kommen schnell ins Gespräch. Den Einlass müssen wir selbst organisieren, aber ein Freund von Jokerman hilft uns! Letztendlich sind nicht so viele Menschen da gewesen, heut ist Montag und die Ferien sind grad vorbei, ein guter Grund dafür. Eigenartigerweise haben wir insgesamt 6 Gäste aus Deutschland im Publikum und obwohl nicht Hölle viel Leute anwesend sind, ist die Stimmung wirklich gut, ein toller Abend! 15.09.09Uzhgorod – Day off Uzhgorod ist die Heimatstadt von DOPING, wir kommen bei den Jungs Zuhause unter und schauen uns die City an. Ugorth liegt mitten in den Transkaparten und wir werden die ganze Zeit mit transkapartischen Spezialitäten bekocht, total klasse! Abends ist großes Besäufnis. Obwohl kaum einer englisch kann, verstehen wir uns klasse! 16-09-09Uzhgorod – Amfiteatr Heut also wieder back in Town, das zweite Mal, dass wir in Uzhgorod spielen. Mit von der Partie sind SS20 aus Nünchritz, IN DEFENCE aus den USA, zwei Support Bands aus Ugortoh und natürlich DOPING. Das Konzert ist klasse, alle Bands schieben volles Brett und die KonzertbesucherInnen nehmen das auch auf! Nach dem Konzert geht’s ab in die Falle, wir sind alle K.O. Und morgen liegt mit fünfhundert Kilometern eine super lange Tagesreise vor uns! Gute Nacht! 17.09.09Rivne – Kvadrat Nach gut einem halben Tag Autofahrt nonstop sind wir in Rivne angekommen, von der Stadt sehen wir heut nicht viel. Nach dem Ankommen bauen wir gleich die Bühne auf, ein Teil geht Essen kaufen, ich und Willi passen auf den Merch auf. Heut ist es wirklich lau, es kommen vielleicht zehn Leute, wir sind ein wenig niedergeschlagen, aber hey! Was soll’s! Die anwesenden Gäste kaufen nachher viele CDs, ein Pärchen spricht ein bisschen deutsch, wir unterhalten uns viel, trinken noch mehr und irgendwie ist der Abend trotzdem klasse (während des Konzerts gab es einen Bike-Circlepit, noch nie gesehen, haha!). 18.09.09Kiev - Secret Show Nach gut einem halben Tag kommen wir in Kiev bei unserem Freund Sasha unter, der uns schon bei der letzten Tour beherbergt hat. Wir schieben ein paar Stunden noch eine ruhige Kugel, dann geht es zum Konzert. Die Location heut ist viel kleiner als die vom letzten Jahr. Die Mieten für die Konzerträume sind in Kiev sehr gestiegen, deswegen ist der Gig heut in einem Proberaum. Es spielen insgesamt vier Bands. Bis wir als letztes spielen, wird an diesem Abend unser gesamter Merch von den Menschen aus Kiev aufgekauft. Die ganze Etage ist voll mit Leuten! Das einzigste, was uns stört, ist das grelle Licht, deswegen beschließen wir heut, komplett im Dunkeln zu spielen. Wir treiben noch zwei Kopflampen auf und nachdem DOPING eine schwitzig nasse Show hingelegt haben, löschen wir die Lichter und lassen die Kuh fliegen. Ich hatte das Gefühl die Menschen vor uns waren über unsere kuhle Lichtshow genauso überrascht wie wir, es war großartig! Nach dem Konzert wurde ordentlich Vodka besorgt und bei Sasha wieder vernichtet, ein großartiges letztes Konzert und eine ebenso großartige Tour! Wir freuen uns wie wild auf die nächste Tour, auf DOPING, auf alle Menschen von diesem Mal! Danke für all die Hilfe, wir hätten es nie ohne euch geschafft!
Nachtrag: Ein Tag später blieben wir noch in Kiev. Haben uns die Stadt angesehen und sind abends noch richtig klasse um die Häuserecken gezogen, in der Nacht wurde uns die Scheibe vom Bus eingeschlagen, aber eigenartigerweise nichts geklaut, und gut drei Tage später waren wir wieder back in Town, nur leider without Andrew, Vova und Sam.
Ende Mai geht es wieder los!<3
2:29 PM
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