Ein ungeahnt grandioser Vatertag liegt hinter uns, an dem wir gleich
zwei Auftritte zu bestreiten hatten; im Stendaler Familienzentrum
„Färberhof“ am Vormittag und am Nachmittag in einem kleinen Dörfchen
namens Arensberg zu gleich zwei Geburtstagen.
Schon sehr früh trafen wir uns am Donnerstag, um diesen Tag, an dem
Christus in den Himmel fuhr, frisch und ausgeschlafen zu beginnen. Im
„Färberhof“ wartete bereits ein halber Kindergarten samt Muttis und
Papas auf uns, alle in mittelalterliche Gewänder gekleidet. Mit großen
Augen wurden unsere Instrumente bestaunt und als es dann endlich
losging steppten die Kleinen mit ihren Eltern auch schon übers Parkett.
Wir wurden hervorragend beköstigt mit Fassbrause und Schwein am Spieß.
Leider wurde der Vormittag gelegentlich von einem Schauer
unterbrochen, was jedoch der Feierlaune und der Tanzlust keinen Abbruch
tat. Als sich unser Auftritt dem Ende näherte, war die Stimmung kurz
vor dem Überkochen, aber wenn’s am Schönsten ist, soll man ja
bekanntlich aufhören. Gerne hätten wir weitergespielt, aber die
Pflicht rief nach uns, denn schon der zweite Gig wartete in Arensberg –
ein winziges Nest bei Bismark, wo wir zu zwei zusammengelegten
Geburtstagen aufspielen durften.
Auf einem malerischen Grundstück, gespickt mit allerlei
antiquarischen Museumsstücken, fanden wir Platz in einer Art Scheune,
um von dort aus, vor dem Wetter geschützt, den schmucken Hof zu
beschallen. Auch hier wurden wir gleich mit einem Buffet empfangen und
durften uns stärken. Die kleine aber durchaus prominente Gesellschaft,
der auch einige berühmte Schauspieler und Regisseure angehörten,
wartete schon gespannt und lauschte dann aufmerksam unserem von
ausnahmsweise mit mehr Lyrik durchzogenen Programm. Der geplante
Auftrittsnachmittag weitete sich in den Abend aus und letztendlich
spielten wir bis 22.00 Uhr für die begeisterte Geburtstagsgesellschaft.
Zum Schluss spieleten wir noch mit tatkräftiger Unterstützung der
Gäste das obligatorische Geburtstagsständchen und verabschiedeten uns
dann wie üblich mit „Bella Ciao“ – das Publikum dankte es uns und
tanzte nocheinmal ausgelassen. Schön und auch anstrengend war dieser
Herrentag 2009 und wir danken allen, die dazu beigertagen haben, von
unseren Zuhörern bis hinzu all den Männerhorden auf ihren Fahrrädern,
die unserem Feuerstuhl begeistert hinterherbrüllten …