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Last Updated: 11/28/2009

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Wednesday, January 07, 2009 
Nils Gaudlitz zeigt Arbeiten unter dem Aspekt “speedpainting”

Als Kommunikationsdesign-Student muss man mit offenen Augen und Ohren durch das Leben gehen, muss sich ausprobieren, weiter entwickeln und bereit sein, mutig ins ,,kalte Wasser” zu springen. Nils Gaudlitz ist so ein Student und beweist, dass es sich lohnt: speedpainting heißt der Trend, den er derzeit verfolgt.

Speedpainting, hm? Ich musste das Wort auch zweimal lesen, bevor ich sicher war, dass es sich hier nicht um “speeddating” handelt . Denn speedpainting hat rein gar nichts mit der Verkuppelung einsamer Menschen zu tun, sondern ist vielmehr eine interessante Dokumentation der Entstehung eines Bildes auf dem Pc.

Dabei “malt” man auf dem Pc, in einem der gängigen Grafikprogramme wie Photoshop, ein Bild und filmt dabei mit. Das geht mit Programmen, die den Bildschirm aufnehmen, sogenannter Screencapture-Software. Dabei wird das Video am Ende in Zeitraffer abgespielt, so dass die Arbeit von drei oder mehr Stunden in einigen Minuten gezeigt wird. Hier wird das Ganze auf anschauliche Weise verdeutlicht.



Auch Nils hat von diesem Trend gehört und auch mal das eine oder andere Video dazu gesehen. Doch erst Anfang Dezember kam es zu der Verwirklichung eigener Arbeiten in dieser Hinsicht, da er sich einen neuen Rechner zugelegt hat. Mit seinem Grafiktablett zeichnete er am ersten Bild geschlagene sechs Stunden, da er, wie er selber zugibt, ,,viel zu zaghaft” gemalt hat.

Unter seinen Videos findet man unter anderem auch den Koch Johann Lafer, hinter dem die Idee: ,,Ein Fernsehkoch entsteht aus Nahrungsmitteln” steckt. Interessant, kreativ und ausdrucksstark - das sind seine entstandenen Videos unter dem speedpainting-Aspekt, sie machen Spaß und animieren selbst dazu, das Ganze einmal auszuprobieren. Auch ich habe schon mit meinem Grafiktablett lieggeäugelt .



Wer den Trend für sich erobern möchte, für den hat Nils auch gleich ein paar Tipps parat:
,,Wenn du ein Blatt Papier auf dein Tablett legst, rutscht der Stift nicht so und es fühlt sich ,,echter” an.”
Wer mit Photoshop arbeitet, sollte folgende Tools verwenden:
» harte und weiche Pinselspitzen mit verschiedenen Deckkräften,
» natürlich mehrere Ebenen, wobei die Deckkraft jeweils immer herunter gesetzt wird,
» regelmäßig den Gaußscher Weichzeichner, den ihr unter den Weichzeichnungsfiltern findet,
» außerdem den Abwedler, den Wischfinger und den Nachbelichter.
» Und wer sich bei den Proportionen vertan hat, sollte mit dem Verflüssigungsfilter oder dem Lasso-Werkzeug korrigieren.

Auf jeden Fall ein sehr spannender Trend, wie ich finde. Und sehr gelungene Arbeiten, die Nils da ,,ausprobiert” hat!



Alle Videos von Nils: www.youtube.com/user/nilson3007

Mehr zu Nils (inklsuive speeddating) auf seiner Homepage: mastergraphix.de