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funkenflut



Last Updated: 12/10/2009

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Status: Single
State: Wien
Country: AT
Signup Date: 7/21/2008
March 7, 2009 - Saturday 
im dez. 06 war..s dann soweit!
die gemeinsame langjährige musikalische aktivität von stefan karasek und philipp müller, die irgendwo in den späten 1980ern begann und sich unter anderem in der gruppe „sushi with suzie“ formulierte, erlebte soetwas wie einen zweiten frühling. also richteten sie ein kabinett-studio in der wohnung von philipp ein und tauften es „null summe studio“. was dann noch fehlte waren weitere musiker.
mit speed i.o. (christoph „charly“ grafeneder), einem stadtbekannten dj, gruppenmitglied bei „konsortentm“, bassist von „metamorph“ und guter freund der beiden, der bereits in diversen musikprojekten mit ihnen zusammen arbeitete, war ein kongenialer kollege gefunden. er gilt als vertreter der philosophie des „auf einander zu scheiterns“, kombiniert mit dem unerschütterlichen glauben in die kreative kraft der liebe an sich.
fast zur selben zeit kam karl dazu. in dem wiener club „wirr“ veranstaltete stefan karasek gemeinsam mit ein paar anderen dj..s den „cosmic slop“, wo vorwiegend funkmusik der 60er und 70er gespielt wurde. philipp und charly waren dort stammgast und bei einen der letzten veranstaltungen tauchte wiedereinmal karl auf, ein verbal manchmal eher einsilbiger zeitgenosse, aber auf der gitarre um so einfallsreicher. es brauchte nur ein paar wortwechsel und die erste gemeinsame session war beschlossen.

nach einiger zeit des kontinuierlichen gemeisamen improvisierens mit philipp als sänger, stefan am bass und speed.io, als auch karl an den gitarren im „null summe studio“ ergaben sich die ersten ideen. aus den ideen entwickelten die vier lieder, von denen einige auf der demo-cd „nikodemos“ zu höhren sind. da leider noch kein schlagzeuger vorhanden war wurde von philipp ein drumcomputer programmiert und bei dem stück „wollmäuse“ spielte speed i.o. bass. stefan wechselte dafür zum xylophon und die grundlage zu dem vielinstrumentiertem „in der selben stadt“ wurde von ihm am virus-synthisizer gelegt. charly fügte dem düsteren „auf der autobahn“ eine futuristische note durch den lägenderen sound des ms 20 hinzu. weiters wurden die aufnahmen von dem saxophonisten marillo (emanuel toifel) unterstützt.
nach der heimstudio-situation ergab sich im august 07 die möglichkeit in einem veranstaltungslokal namens „crazy woods“ zu proben und für kurze zeit spielte mathias raner das schlagzeug, doch wurde er nicht zu einem fixen bandmitglied und verließ diese nach einigen Proben wieder. er spielte später noch die kleine trommel auf „wollmäuse“ ein und war in der gemeinsamen probezeit stark an der grundlegenden entwicklung von „die sonne“ beteiligt.

im herbst 07 gesellte sich dann rudolf widholm mit seinen perkussionsinstrumenten dazu. Er war der älterste in der band und stellte mit seiner konzentrierten arbeitsweise und lebenserfahrung, zu diesem zeitpunkt der entwicklung, einen wichtigen ruhepol in der band dar. später spielte er mit bongos eine spur zu „in der selben stadt“ ein, doch zuerst bestritten funkenflut gemeinsam mit ihm - damals noch unter dem gruppennamen „praxis der klienten“, ihr erstes konzert. die spannung eines ersten auftritts war im ganzen raum des crazy woods zu spüren, aber die nerven hielten bei allen verantwortlichen stand. die stücke wurden im unterschied zu den demoaufnahmen ohne schlagzeug gespielt und die musiker waren erleichtert dieses personelle manko gemeinsam erfolgreich beweltigt zu haben. trotzdem erkannten sie die notwendigkeit baldigst einen schlagzeuger im ensemble begrüßen zu dürfen.

die massive suche wurde belohnt als sie kurz nach weihnachten 07 im probelokal „t-on“ den schlagzeuger und dj mi:kesh (michael weiz) aus baden kennenlernten. seit anfang des projektes wurde nach einer besetzung des schlagzeuges gesucht, doch leider waren die diversen kandidaten nie bereit sich auf ein bandprojekt einzulassen. als sich bei den ersten gemeinsamen proben mit mi:kesch herausstellte, dass er mit seinem ethusiasmus und offener haltung – trotz, oder gerade wegen seines jungen alters, zur gruppe passte, war die band komplett und hochgradigst motiviert intensiv zu proben, um bald wieder ein konzert zu spielen.
im jänner 08 wurden die arbeiten an der demo-cd „nikodemos“ mit den stücken „etüden von trüben“, „in der selben stadt“, „wollmäuse“, „auf der autobahn“ und „was wirst du tun?“ abgeschloßen.
da sich die gruppe von ihrer probemöglichkeit verabschieden mußte, da es dort unmöglich war mit einem schlagzeug zu spielen, arbeitete sie interimistisch im „t-on“. nach drei monatiger suche nach einem fixen probelokal, durften die musiker bei josé ritmo einziehen.
das vorhandene material wurde teilweise umformuliert, neue lieder, die erst in rudimentärer form vorhanden waren, wie „die sonne“, „kipp ma net do weg“ und „solaris“, fertig komponiert und endlich ein weiteres konzert im juli 08 auf der bühne des pubs „tomate“, in baden bei wien gespielt. bei diesem konzert spielte funkenflut das erstemal alle neun lieder und schwamm im eigenen schweiß bei 40 – 50 C° auf der bühne. die gruppe spielte kraftvoll vom anfang bis zum ende durch das set, unterstützt durch den kräftigen applaus des publikums.

der abend war gut, aber die stimmung in der band war durch die ein halbes jahr dauernde intensive arbeit an den liedern von verdrängten spannugen verzerrt und müde. es kam zu vielen diskussionen über verschiedene methoden der zusammenarbeit und lang aufgestaute emotionen fanden raum und zeit ausgesprochen, wahrgenommen und reflektiert zu werden – und es wurde ein weiterer konzerttermin festgelegt. die band wollte trotz aller differenzen auf jeden fall weitermachen und es gab auch genug gemeinsame übereinstimmugen, um dieses zu ermöglichen. es war möglich gemeinsam kreative energie freizuzetzten und mit ende august 08 wurde wieder gemeinsam weiter geprobt, um sich auf das konzert am 12. oktober 08 beim ila-bandwettbewerb in der ((szene)) wien vorzubereiten.
die proben dafür waren intensiv im positiven sinne, aber die spannungen immer vorhanden und ein wochenende vor dem konzert gab stefan seinen ausstieg aus der gruppe bekannt. der rest der band war im ersten moment niedergeschlagen, doch wollten sie ein gutes konzert spielen und verdrängte so gut wie möglich die traurige tatsache.
stimmungsretter war marillo, denn er hatte zeit bei diesem kozert mit zu machen. gemeinsam machten sie noch zwei proben und ab ging es auf die bühne. die 25 minuten des auftritts wurden mit „was wirst du tun?“, „etüden von trüben“, „solaris“, „in der selben stadt“ und einem erst kurz davor komponierten titel „überwunden“ bestückt. es war das dritte und bis jetzt beste konzert der gruppe – und sie machten den dritten platz, was die möglichkeit eines weiteren auftritts im rahmen des ila-bandwettbewerbes am 15. märz 09 in der ((szene)) wien bedeutete.

dieser november und dezember 08 war für funkenflut eine seltsame phase. obwohl das weiterkommen beim ila-bandwettbewerb und die ersten positiven gespräche mit peter zirbs von „konsortentm“ bezüglich aufnahmen im frühling 09 an sich ja motiviertend sein sollten, mußte leider festgestellt werden, dass die zusammenarbeit mit rudi ebenfalls am ende war, denn die diskussionen fanden kein ende und verschlimmerten sich sogar zu destruktiven streitgesprächen. Und damit war die traurige phase in der sich funkenflut befand noch nicht ausgestanden, denn karl wollte nach einigen wochen dann auch nicht mehr. wer war denn da noch über? fil, speed i.o. & mi:kesh, der sich nach seinem zividienst eine auszeit in indien gönnte.
zufälliger weise lief rainer kudrna, philipp über den weg und sie gingen gemeinsam auf ein plauder-bier. philipp erzählte von der miserie der band du fragte ihn - da rainer gitarre und perkussion spielte, ob er bei funkenflut einsteigen möchte und da rainer genug zeit bzw. energie hatte, tat er das ohne umschweife. rainer und philipp kannten sich schon seit einigen jahren, also waren die ersten jamsessions gemeinsam mit speed i.o. recht unterhaltsam und produktiv.
jetzt fehlte noch jemand für den bass und trotz einiger kontakte mit bassisten fand sich niemand. philipp erinnerte sich an eine hip-hop-party im kaleidoskop in wien, bei der mi:kesh dj-te. diese wurde von aron t, einem guten freund von mi:kesh veranstaltet. die beiden machten schon gemeinsam musik in dem hip-hop-projekt c.o.c. und philipp kam zu dem schluß, dass es einen versuch wert wäre aron t – der seit 15 jahren klavier spielte, einzuladen. aron sagte zu und nahm dann auch gleich die bassistin maria leubolt mit zu den ersten gemeinsamen proben im jänner 09. maria ist mit ihren 20 jahren die jüngste in der gruppe, aber ihr spiel ist durch langjähriges training alles andere als unsicher.