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Last Updated: 11/27/2009

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Status: Single
City: Duisburg
State: Nordrhein-Westfalen
Country: DE
Signup Date: 8/7/2008
October 19, 2009 - Monday 
Editors

All Jene enttäuschend, welche ihr Debüt “The Back Room” für den Gipfel des neuartigen Wave hielten, Folgesongs á la “An Eye For An Eye” oder “Find Yourself A Save Place” vergötterten oder die Vorgängerscheibe “An End Has A Start” für grandios erachteten, veröffentlichten die Editors am 09.10.2009 ihr neues Album. “In This Light And On This Evening” ist ein Meisterstück gegen alle Dauernörgler.

Bands wie Interpol, She Wants Revenge oder Kaiser Chiefs wurde vorgeworfen
, bei ihren Neuveröffentlichungen entweder gleichförmig oder zu poppig geworden zu sein. Die Editors gehen einen anderen Weg. Sie wechseln schlicht das Genre.

Als ich das erste Mal die neue Scheibe gehört habe
, raste sie wie ein Sturm durch meine Gehörgänge und nach dem letzten Song dachte ich: “Wow, überrumpelt, nackig gemacht und nun schon vorbei?” Denn die Texte sind wie gewohnt erstklassig und hinterlassen bei dem wie mir Überrumpelten das Gefühl, eine Nutte jeglichen Geschlechts zu sein. Mit anderen Worten: Das Album ist genial, auch wenn es viel zu kurz ist und jenen widerstrebt, die wenig wandelbar sind.

Den Titelsong direkt am Anfang zu bringen ist schonmal merkwürdig
, kommt einem aber nach Durchhören logisch vor. Vielleicht als Handreichung oder für Kenner der R.E.M. “Orange Crush” Coverversion entwickelt sich der zweite Song “Bricks and Mortar” zu einer Hymne – wobei ich mich frage, woher ich die Keyboard-Harmonie kenne…die ist doch aus irgendeinem alten Film entlehnt, oder?

“Papillon” knallt direkt ins Ohr
und wäre nicht die geniale Stimme von Tom Smith und ein hörbarer Text, könnte die Nummer auch gut von Scooter sein. Zu hart? Vielleicht. Etwas entspannter geht es bei “You Don’t Know Love” zu, aber Verwandschaft ist zu erkennen…und auf das “Haa-a-haa” hätte gut verzichtet werden können. An The Frozen Autumn lässt “The Big Exit” erinnern, macht aber nichts. Denn “The Boxer” reißt es ja wieder raus, der uns an Dido erinnern lässt.

Trotzdem zwei gute Songs, oder vielleicht eben deswegen?

“Like Treasure” eröffnet uns zumindestens anschließend ein Fenster
, um spekulativ zu beobachten, ob Ian Curtis heutzutage nicht ähnlich klingen würde. Vielleicht weniger “breit” im Sound, aber irgendwas ist ja immer…”Eat Raw Meat = Blood Drool” ist zunächst einmal titulär ein angenehmer Wortwitz. Auch drängt sich der Verdacht auf, eine Solidarisierung mit Morrissey käme des Weges. Weit gefehlt. Liebessongs sind im Ansatz nie neu, aber die Wortkombinationen dieses Songs sind zumindestens sehr interessant. “Walk The Fleet Road” bildet den Abschluss des Albums, lässt aber nicht nur musikalisch ein offenes Ende zurück…

Mir hat es sehr gefallen, endlich erfrischend Neues auf die Ohren, von daher gibt es auch einen Kaufbefehl aus Der Letzten Enklave Des Guten Geschmacks.

Editors - In This Light and On This Evening

Tracklist:
1. In This Light and On This Evening
2. Bricks and Mortar
3. Papillon
4. You Don’t Know Love
5. The Big Exit
6. The Boxer
7. Like Treasure
8. Eat Raw Meat = Blood Drool
9. Walk the Fleet Road

Disk 2 (Limited Edition)

1. This House Is Full Of Noise
2. I Want A Forest
3. My Life As A Ghost
4. Human
5. For The Money

www.editorsofficial.com