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FREUDE AM TANZEN



Last Updated: 12/10/2009

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Friday, October 09, 2009 
Freude am Tanzen CD/LP 004
Marek Hemmann - In Between

Release Date: 26.10.2009
Digital Release: 30.10.2009

Die erste LP ist immer ein Grund zu Feiern, und mehr noch auch ein Grund
für freudige Erwartung (auf mehr): nun also, Respekt Leute, denn es naht die
Doppel-Premiere: die erste LP von Marek Hemmann, dem vielseitigsten
Elektrotüftler diesseits der Saale, und ebenso der erste CD-Longplayer aus
dem Hause FAT!

Wir wissen, Marek Hemmann ist sowohl solo als auch als Teil eins des kongenialen
Duos Hemmann & Kaden seit Jahren fester Bestandteil der neuen House- und
Technoszene, gleichermaßen als Produzent wie auch als Liveact. Die gesammelten
Veröffentlichungen belaufen sich inzwischen auf Dutzende, die unzähligen
Remixaufträge für Kollegen von Trentemøller bis Monika Kruse gar nicht mitgerechnet.

Und nach der letzten EP, dem floorstürmenden Gemini, war klar, die Zeit ist reif, auf
also zum abendfüllenden Gesamtkunstwerk. Auf nach In-Between.
Was Herr Hemmann hier an technoidem Material bietet, gleicht trotz des tiefstapelnden
Titels einem kleinen Universum. Mal eben nicht zwischendurch, sondern mittendrin
stehen wir in einer vielgestaltigen House-Welt, die in jeder Ecke wieder eine neue
Entdeckung bietet: vom klassischen tiefdröhnenden Dub-Epos über den angefrickelten
House mit Bossa-Spritzern und fordernder Bläseraction bis zur hochkomplexen
Sampleklangkunst. Ja, es ist eine weite Reise durch Techno-Land, durch die uns Marek
Hemmann mit nimmt, und sie ist, man darf es sagen, einfach schön. Im besten Sinne.

Mit einem Schuß wohlig-allumfassender Melancholie, wie sie uns überfällt wenn nach
durchtanzter Nacht die Sonne durch schlecht schließende Clubtüren bricht. Das kann
durchaus öfter geschehen, denn trotz aller schwebender Schönheit und handwerklicher
Kunstfertigkeit blitzen unter Herrn Hemmanns goldenen Händen immer wieder die
treibenden Hypnobässe hervor.

Es lebe die wummernde Monotonie, es lebe das Unterbewusstsein, denn es sagt uns:
Bleib! Move your ass! Und schau, was für schöne Nordlichtmelodien da am Horizont.
Und dann bricht die Sonne herein. Durch die - eben - schlecht schließende Clubtüre.
Danke Herr Hemmann!




Tracklisting:

1)Alias

Ein leicht tranciger Midtempo-Opener, pur, aufs Wesentliche getrimmt, mit fettem Bass
und den gewissen Dub-Elementen gefedert, perfekt zum gelassenen, aber zwingenden
Eingroove.

2)Tagoma

Aus knapp sitzenden Tango- und Bossa-Elementen angelegter Monsterfunk, mit
treibenden Akkordeon-Dubs, und der gewissen Portion ironischer Live-Stimmschnipsel.

3)Kaleido
Das Tempo zieht an: da springt die gezupfte Bassline, da orgelt es jazzig, da treiben
Congas und Stimmfragmente voran und die Blechblasfraktion vollendet die
quicklebendige Jazzhouse-Action.

4)Compass
So sieht House-Hypnose aus: ein veritabler Start ins All, mit genießerischen
Freiräumen, kreisenden Stimmen, trancig-fetten Synthies und extrem treibendem
Rhythmusfundament. Ein Stück zum wahrhaft glücklich werden.

5)Inessa
Clubkultur in Reinform: knappe, reduzierte Grooves, ein scharfer Beat zum glatt
verrückt werden, und eingebauter Vokal-Einladung zum Tanze.

6)Gemini
Achtung, Sommer Hymnen Alarm! Die auf vielen Floors nicht mehr wegzudenkende
schädelbohrende Techno-Invasion, klassisch mit gaanz tief unten sitzenden Synthies,
und oben auf ein frei schwebendes freaky Saxophon.

7)Yvette
Yvette muss wundervoll gewesen sein: ein kunstvoll gewebtes Stück hyperaktver
Soundkunst, mit inversen Soundschleifen, Möwengekreisch, und Xylophon. Alles
gerahmt von schrammelnden Wave-Flächen auf unwiderstehlichem Elektrogroove.

8)Swarm
Über bassig-gezupftem Groove tobt sich ein Schwarm goldener Elektro-Käfer aus, sirrendflirrend und auch ein klein wenig bedrohlich in all seiner komplexen Pracht. Alles befeuert von einer gnadenlos melancholischen, aber fordernden Orgelstimme.

9)NTMYT
Down to earth, nach all den Abschweifungen, hin zum ehrlichen, knackigen Bass, zum
monotonen aber hyperbeweglichen Abgrooven mit echter Songqualität.


10)Down
Der schreiend schöne Rausschmeißer, voll von sehnender Melancholie und
Unendlichkeit, mit schwebenden Melodien, vibrierenden Röhrenglocken, abgrundtiefem

Bass und gebrochenen Grooves.

www.freude-am-tanzen.com