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Freude am Tanzen CD/LP 004 Marek Hemmann - In Between Release Date: 26.10.2009
Digital Release: 30.10.2009
Die erste LP ist immer ein
Grund zu Feiern, und mehr noch auch ein Grund für freudige Erwartung
(auf mehr): nun also, Respekt Leute, denn es naht die Doppel-Premiere:
die erste LP von Marek Hemmann, dem vielseitigsten Elektrotüftler
diesseits der Saale, und ebenso der erste CD-Longplayer aus dem Hause
FAT!
Wir wissen, Marek Hemmann ist sowohl solo als auch als Teil
eins des kongenialen Duos Hemmann & Kaden seit Jahren fester
Bestandteil der neuen House- und Technoszene, gleichermaßen als
Produzent wie auch als Liveact. Die gesammelten Veröffentlichungen
belaufen sich inzwischen auf Dutzende, die unzähligen Remixaufträge für
Kollegen von Trentemøller bis Monika Kruse gar nicht mitgerechnet.
Und
nach der letzten EP, dem floorstürmenden Gemini, war klar, die Zeit ist
reif, auf also zum abendfüllenden Gesamtkunstwerk. Auf nach In-Between. Was
Herr Hemmann hier an technoidem Material bietet, gleicht trotz des
tiefstapelnden Titels einem kleinen Universum. Mal eben nicht
zwischendurch, sondern mittendrin stehen wir in einer vielgestaltigen
House-Welt, die in jeder Ecke wieder eine neue Entdeckung bietet: vom
klassischen tiefdröhnenden Dub-Epos über den angefrickelten House mit
Bossa-Spritzern und fordernder Bläseraction bis zur hochkomplexen Sampleklangkunst. Ja, es ist eine weite Reise durch Techno-Land, durch
die uns Marek Hemmann mit nimmt, und sie ist, man darf es sagen,
einfach schön. Im besten Sinne.
Mit einem Schuß wohlig-allumfassender
Melancholie, wie sie uns überfällt wenn nach durchtanzter Nacht die
Sonne durch schlecht schließende Clubtüren bricht. Das kann durchaus
öfter geschehen, denn trotz aller schwebender Schönheit und
handwerklicher Kunstfertigkeit blitzen unter Herrn Hemmanns goldenen
Händen immer wieder die treibenden Hypnobässe hervor.
Es lebe die
wummernde Monotonie, es lebe das Unterbewusstsein, denn es sagt uns: Bleib! Move your ass! Und schau, was für schöne Nordlichtmelodien da am
Horizont. Und dann bricht die Sonne herein. Durch die - eben - schlecht
schließende Clubtüre. Danke Herr Hemmann!
Tracklisting:
1)Alias Ein
leicht tranciger Midtempo-Opener, pur, aufs Wesentliche getrimmt, mit
fettem Bass und den gewissen Dub-Elementen gefedert, perfekt zum
gelassenen, aber zwingenden Eingroove.
2)Tagoma Aus
knapp sitzenden Tango- und Bossa-Elementen angelegter Monsterfunk, mit treibenden Akkordeon-Dubs, und der gewissen Portion ironischer
Live-Stimmschnipsel.
3)Kaleido Das Tempo
zieht an: da springt die gezupfte Bassline, da orgelt es jazzig, da
treiben Congas und Stimmfragmente voran und die Blechblasfraktion
vollendet die quicklebendige Jazzhouse-Action.
4)Compass So
sieht House-Hypnose aus: ein veritabler Start ins All, mit
genießerischen Freiräumen, kreisenden Stimmen, trancig-fetten Synthies
und extrem treibendem Rhythmusfundament. Ein Stück zum wahrhaft
glücklich werden.
5)Inessa Clubkultur in
Reinform: knappe, reduzierte Grooves, ein scharfer Beat zum glatt verrückt werden, und eingebauter Vokal-Einladung zum Tanze.
6)Gemini Achtung,
Sommer Hymnen Alarm! Die auf vielen Floors nicht mehr wegzudenkende schädelbohrende Techno-Invasion, klassisch mit gaanz tief unten
sitzenden Synthies, und oben auf ein frei schwebendes freaky Saxophon.
7)Yvette Yvette
muss wundervoll gewesen sein: ein kunstvoll gewebtes Stück hyperaktver Soundkunst, mit inversen Soundschleifen, Möwengekreisch, und Xylophon.
Alles gerahmt von schrammelnden Wave-Flächen auf unwiderstehlichem
Elektrogroove.
8)Swarm Über bassig-gezupftem
Groove tobt sich ein Schwarm goldener Elektro-Käfer aus,
sirrendflirrend und auch ein klein wenig bedrohlich in all seiner
komplexen Pracht. Alles befeuert von einer gnadenlos melancholischen,
aber fordernden Orgelstimme.
9)NTMYT Down to
earth, nach all den Abschweifungen, hin zum ehrlichen, knackigen Bass,
zum monotonen aber hyperbeweglichen Abgrooven mit echter Songqualität.
10)Down Der
schreiend schöne Rausschmeißer, voll von sehnender Melancholie und Unendlichkeit, mit schwebenden Melodien, vibrierenden Röhrenglocken,
abgrundtiefem
Bass und gebrochenen Grooves.
www.freude-am-tanzen.com
3:45 PM
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