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Erfahrungsbericht
Viele Psoriatiker haben ein Problem einen passenden Job zu finden oder sich zu orientieren welchen sie denn überhaupt machen könnten. Nun, es liegt eher an der Form der Psoriasis. Mit einer leichten Psoriasis vulgaris (gemeine Schuppenflechte) ist es einfacher einen "Traumjob" ausüben zu können. Wobei es eben mit einer Psoriasis pustulosa (Schuppenflechte mit Bläschenbildung) oder einer Psoriasis artritis (Schuppenflechte mit Gelenkbefall)ein riesen Problem ist.
Ich persönlich habe ein großes Problem überhaupt einen Job zu finden mit meiner Krankheit. Ich habe eine schwere Form der Psoriasis pustulosa und bin sehr an Händen und Füssen betroffen. Gefolgt von einer diagnostizierten Psoriasis artritis und einer leichten Neurodermitis, welche mich nocht nicht so arg belasten und einschränken.
Das heisst, das ich meine "Traumjobs" niemals machen kann, was mich natürlich sehr ärgert. Dadurch das ich ein ziemlich lebensbejahender Mensch bin und auch gut mit Menschen kann, möchte ich natürlich auch gerne mit Ihnen arbeiten. Das heisst, meine Traumjobs gingen in Richtung Kosmetikerin oder Physiotherapeutin.
Mit meinen offenen Händen ist das natürlich nicht möglich. Kein Chef würde mich so einstellen und auf die Menschheit loslassen und kein Kunde würde sich von solchen Händen behandeln lassen. Das ist nur die eine Seite der "Medailie", sicherlich würde ich die Cremes, Salben oder Öle auf Dauer garnicht vertagen. Also musste ich diese Jobs gedanklich an den Nagel hängen.
In meinem erlernten Beruf, welcher natürlich auch sehr kreativ war, kann ich auch nicht mehr arbeiten. Als Gärtnerin im Garten- und Landschaftsbau und Floristin konnte ich beides haben - viele Menschen und Kreativität. Doch es sollte nicht sein und ich bin nicht mal mehr in der Lage gewesen (wenn die Hände offen waren) 5 Nelken zusammen zu binden.
Durch meine Psoriasis fallen folgene Berufe weg (nur um ein paar zu nennen):
- Köchin
- Kellnerin
- Kassiererin
- Kosmetikerin
- Physiotherapeutin
- Gärnerin
- Floristin
- Hotelfachfrau
- Reinigngskraft
- Verkäuferin und viele mehr.
Im Grunde bleibt nicht mehr viel übrig. Ich müsste in einem Büro sitzen und selbst hier müsste ich erstmal einen Chef finden der mit meiner unansehlichen Psoriasis kein Problem hat.
Hinzu kommt, das ich seit einigen Jahren einen Grad der Behinderung von 50 habe (Behindertenausweis mit 50%) und viele potentielle Arbeitgeber garnicht wissen das hier Förderungen möglich sind. Sie könnten theoretisch und praktisch einen Antleil des Gehaltes bekommen oder um einen geeigneten Arbeitsplatz zu schaffen eine dafür passende Förderung beziehen.
Also, liebe Arbeitgeber, keine Angst vor Schuppenflechte und doch mal dahinter schauen. Mit viel Glück habt ihr einen tollen Arbeitnehmer der auch Arbeit sieht und trotz Krankheit seinen Job zur vollsten Zufiriedenheit ausführt.
Liebe Grüße Eure Jacqueline
12:06 PM
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