PC #8: Militanter Filmabend: Militante Untersuchungen im Film – Film als politisierendes
Medium?
Dienstag, 1. September 2009
W23: Wipplingerstraße 23, 1010 Wien
Im letzten Prekärcafe dieses Sommers gehen wir es mit
gemeinsamen Filmschaun, Popcorn & Bier noch einmal gemütlich an: Das Thema
des Abends ist Film als politisierendes Medium – und das wollen wir dabei
konkret anhand von filmischen Umsetzungen von militanten (Selbst-)Untersuchungen
diskutieren. Die Grundfrage wird dabei sein, inwieweit solche Untersuchungen im
Film politisierend wirken können. Wir werden uns dazu (Selbst-)Untersuchungen
anschauen, bei denen Leute zu ihren Lebens- und Arbeitsverhältnissen interviewt
werden bzw. sich selbst interviewen, politische Interventionen und Aktionen
dokumentieren, reflektieren etc. Die verschiedenen Ansätze sollen dann im
Anschluss an die Filme diskutiert werden. Dafür werden Ausschnitte u. a. aus
folgenden Dokus und Kurzfilmen gezeigt:
- N.N. (Wien):
Freundliche Nasenlöcher machen - Frauen zu (Lohn-)Arbeit, Widerstand und Utopien
(8. März-Demo 2006)
- K.U.U.G.E.L.
(Innsbruck): Militante Untersuchung. 15 Minutes of Fame & Work (Galerie im
Taxispalais 2005)
·
Darüber
hinaus sollen auch Ausschnitte eines Filmprojekts des Prekärcafé-Wien zu
Erfahrungen, Strategien, Austausch und Vernetzung mit Erwerbslosen im Kontext
des AMS gezeigt und im Hinblick auf folgende Fragen diskutiert
werden:
Inwieweit kann Film ein Medium sein, das politisierend wirkt
und wie? Was funktioniert bzw. was nicht und warum? Eine filmische Intervention
ist eigentlich ein Gruppenprozess, was passiert daher mit den Beteiligten? Wie
nehmen Interviewte und Durchführende den Prozess wahr und wird das im Film
ersichtlich bzw. wie könnte es dokumentiert werden? Was löst die Untersuchung
bei den ZuseherInnen aus? Gibt es Anknüpfungspunkte für das eigene Leben und /
oder Anregungen für die eigene politische Praxis? Geht die Untersuchung
irgendwie über eine Situationsbeschreibung und eine Darstellung verschiedener
Strategien hinaus und weist damit in eine utopische Richtung? Kann
eine militante Untersuchung auch in die Hose gehen bzw. eigentlich den
gegenteiligen Effekt von dem intendierten erzeugen (z.B. Frust statt Lust
darauf, sich zu organisieren und politisch aktiv zu werden)? Was ist eigentlich
das Aktivierende bei Filmen?
Das Prekärcafé lädt alle Interessierten zum Filmschauen und
einem Austausch darüber und über eigene Erfahrungen mit Film als politische
Aktionsform und militanten (Selbst-)Untersuchungen ein.
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// Ort: PrekärCafé, W23: Wipplingerstraße 23, 1010
Wien
// Zeit: Café ab 18 Uhr, Veranstaltungsbeginn 20 Uhr
// Web:
http://www.prekaer.at
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