Prekarisierung in den Wissenschaften - organisieren wir uns!?
Österreichweit sind 70 Prozent aller wissenschaftlich Angestellten nach
dem seit 2004 gültigen privatrechtlichen Dienstverhältnis tätig. Die
Universität Wien hat 2009 über 7.000 wissenschaftlich Angestellte, davon
sind weniger als 900 nach dem Beamtendienstrecht beschäftigt. Alleine an
dieser Universität leiden mehr als 2.500 LektorInnen, mehr als 1.000
Drittmittelangestellte und an die 800 AssistentInnen in Ausbildung
(Säule 1), aufgrund von Befristungen unter prekären Arbeitsverhältnissen
und mangelnden Zukunftsperspektiven. Um der Forderung nach besseren
Zukunftschancen und Arbeitsbedingungen an Österreichs Universitäten
Nachdruck zu verleihen, bedarf es eines gemeinsamen Vorgehens aller
betroffenen Gruppen. Die Veranstaltung und Diskussion versteht sich als
Auftakt zukünftiger Vernetzungen und gemeinsame Organisierungen gegen
prekäre Arbeitsverhältnisse an der Universität Wien.
14. Oktober 2009, Aula, Universitätscampus Altes AKH, Hof 1, Spitalgasse
2, 1090 Wien, 18.30 Uhr
Susanne Pernicka, Universität Oldenburg und Institut für
Wirtschaftssoziologie der Universität Wien, wird zum Thema ,Perspektiven
(selbst-)organisierter Interessenvertretung in der Wissenschaft' ein
Impulsreferat halten und den Fragen nach Möglichkeiten und Grenzen einer
kollektiven Organisierung von WissenschafterInnen in teilweise prekrären
Arbeitsverhältnissen nachgehen.
Kommentar des PrekärCafés von Walter Stolba: Soziale Bewegungen - die
bessere Alternative um die Interessen von WissenschafterInnen in
prekären Arbeitsverhältnissen durchzusetzen?
Anschließend gibt es eine offene Diskussion mit VertreterInnen der
Initativen: PrekärCafé, IG Externe, der Plattform Drittmittelpersonal
und dem Graduiertenzentrum SOWI.
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Das PrekärCafé ist aus der EuroMayDay Bewegung entstanden und
fokusiert auf die Auseinandersetzung mit dem Thema Prekarisierung
von Arbeits- und Lebensverhältnissen.
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Die Interessensgemeinschaft Externe LektorInnen und Freie
WissenschafterInnen versteht sich als eine bundesweite Plattform
zur Vertretung universitärer, bildungs- und forschungspolitischer
Anliegen von LektorInnen und freien WissenschafterInnen.
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Die Plattform Drittmittelpersonal versteht sich als Initative
deren Anliegen es ist die Gestaltung mittelfristiger
Karrieremöglichkeiten von Angestellten im Drittmittelbereich
voranzutreiben.
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Das Graduiertenzentrum der Fakultät für Sozialwissenschaften der
Universität Wien ist ein Projekt zur Unterstützung, zur Förderung
der Ausbildung und zur Vernetzung der DoktorandInnen an der Fakultät.