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Hundeherzen Apariv



Last Updated: 11/26/2009

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Gender: Female
Status: Engaged
Age: 37
Sign: Virgo

State: Nordrhein-Westfalen
Country: DE
Signup Date: 5/21/2009
July 15, 2009 - Wednesday 
Hallo zusammen,

hier also die Geschichte von Pelle, dem besten Hund von allen (frei nach Ephraim Kishon). 

Ich bewegte schon seit einem Jahr den Wunsch nach einem Hund im Herzen, war aber relativ unsicher, ob ich das mit Beruf und Kindern schaffen würde. Der Hund müsste ca. sechs Stunden allein bleiben müssen, außerdem mit Kindern verträglich. Ein Welpe war also augeschlossen 
Auf dem Zergportal fand ich den kleinen Terriermischling „Tarso“, der dort zur Adoption angeboten wurde, er war ein Jahr alt und gefiel mir einfach, weil er so frech und süß aussah. Nun denn, nach langen Beratungen mit meinem Mann, der nicht wirklich begeistert war, bewarb ich mich also um den Kleinen. 
Es folgten lange Gespräche mit Irina, welche mir zunächst von einem Terrier abriet (ich sagte ich sei Hundeanfängerin, meine Eltern hatten allerdings immer Dackel). Sie schlug mir andere Hunde vor, doch dann bemerkte sie, dass ich mein Herz schon vergeben hatte und meinte, dann sollte es wohl so sein und leitete die Adoption ein. 
Am 19.08.08 war es dann soweit, ich konnte den Hund nachts um 23 Uhr am Flughafen Tegel abholen, ganz allein, mein Mann musste ja bei den Kindern bleiben. 
Ich war ja sooooo aufgeregt, ich zitterte… 
Endlich kam die Flugpatin mit zwei Hundeboxen um die Ecke, und war sehr erleichtert uns zusehen (noch ein anderes Paar wartete auf einen größeren Hund), aber sie stöhnte sogleich „mit dem Kleinen gab es von Anfang an Probleme….“ O Gott, sie meint meinen Hund…. Schreckensszenarien eines zähnefletschenden Untiers stiegen in mir auf „ der ist undicht….“ fuhr sie fort. Ach soo, der hat in die Box gepinkelt, wenn..s weiter nicht ist, atmete ich erleichtert auf. 
Nun wagte ich einen gespannten Blick in die Box, ein kleines in sich eingerolltes Fellbündel lag darin, welches sich von der ganzen Welt angewandt zu haben schien, keinen Blick wagte der Kleine, er rührte sich nicht. 
Ich lud also die Box in mein Auto und redete die ganze Fahrt nach Hause auf das Hundchen ein, wohl auch um mich zu beruhigen. 
Zu Hause angekommen, war die ganze Familie auf den Beinen, um Tarso, den wir Pelle nennen wollten, zu bestaunen, aber Pelle rührte sich noch immer nicht. Als wir die Box öffneten rührte sich nichts, er kam nicht heraus, schaute noch nicht einmal. 
Was nun? Was, wenn er nach mir schnappen würde, wenn ich ihn berührte? 
Naja, wer wagt gewinnt, vorsichtig zog ich den Kleinen aus der Box und stellte die stinkende Kiste in den Garten. 
Das Hundchen stankt zum Himmel, die Begrüßung bestand also aus einer Dusche und die genoß er sichtlich, denn er hatte nicht nur in die Box gepinkelt, sondern auch…. Danach taute der Kleine einwenig auf und bezog den für ihn vorbereiten Korb, der zunächst zu seiner Zuflucht wurde. 
Wir gingen dann ins Bett und noch vor dem Einschlafen hörte ich Pelle fressen, da wusste ich es würde wohl alles gut werden. 

Die nächsten Tag eroberte Pelle unser Haus in kleine Schritten für sich. Der Korb war seine Zuflucht (ich hatte den Kindern eingeschärft, dass er da in Ruhe zu lassen ist), zuerst bis in die Diele und zurück, dann in die Tür der Küche und zurück, dann zwei Schritte in die Küche, dann ein zwei Treppenstufen hinterher und wieder zurück, usw. 
Am schönsten war die Entwicklung der Beziehung zu meinem Mann. Pelle hat noch immer Angst vor fremden Männern, so also auch vor meinem Mann. Mein Mann wollte eigentlich keinen Hund, so dass die Antipathie zunächst auf Gegenseitigkeit beruhte, aber inzwischen lieben die beiden sich heiß und innig, beide haben also gegenseitig ihr Herz erobert. 

Und genauso arbeiteten wir uns mit allen Dingen langsam voran, spazieren gehen zunächst an der Leine, immer ganz nah an meinen Füßen, dann auch mal ohne Leine sich weiter weg wagend, endlich auch Kontakt zu anderen Hunden, immer vorsichtig aber sehr neugierig. 
Probleme gab es eigentlich keine, schnell begann Pelle auf meine ersten Erziehungsversuche zu reagieren und mehr und mehr fassten wir Vertrauen zueinander, (was sich insbesondere am Barrikadenabbau im Haus zeigte, zunächst hatte ich nur bestimmte Bereiche für ihn zugänglich gemacht, damit er nicht aufs Parkett pinkelt). 
Inzwischen, ein Jahr danach, kann ich nur sagen, dass das Zusammenleben mit Pelle so ist wir ich mir in meinen schönsten Wunschträumen erhofft hatte, aber nicht geglaubt hatte, dass es so werden könnte. 
Der Hund hört absolut zuverlässig, ich brauche keine Leine, er versteht sich mit (fast) allen Hunden (es gibt inzwischen zwei, die ihn angriffen haben und wenn die kommen, dann hat er Angst, dann schütze ich ihn) und wie gesagt, er ist ein super Familienhund. Weite Wanderungen oder Fahrradtouren begleitet er mit größter Begeisterung und er besonnt unser aller Seelen mit seinem stetigen Optimismus (ein Leckerchen passt doch in jede Tasche oder?) und seiner quirligen Lebensfreude. 
Ich bin sehr froh, dass diese kleine Hundeseele zu uns gekommen ist und alle meine Zweifel und Angst vor der eigenen Courage nicht bestätigt, sondern in Gegenteil verkehrt wurden. 

Allen, die die möglich machten, ein großes Dankeschön 
LG Frauke