Here's a link to a french report of our show in Bordeaux (El Inca) written by Charky: http://charky.free.fr/pages/reports/subs.html
And here's the german translation:
Eine schwere Entscheidung steht heute abend an: zu welchem Konzert sollen wir gehen? Basement spielt im Hérétic, Subs im Inca. Die von Basement sind Kumpel von mir, aber ich hab sie immer noch nicht gesehen. Subs sind Chinesen, ich hab den Flyer für den Abend gemacht, also komm ich umsonst rein. Wir entscheiden uns für´s Inca, weil es außerdem noch neben unserer Wohnung liegt. Ich hab mich auf der Myspace-Seite von Gentle Veincut (die heute abend nach Paris kommen und von denen Ralf von Shub viel Gutes erzählt und warum sollte er es sich vorenthalten, wenn er es doch organisiert) umgeschaut und meiner Meinung nach sieht die ziemlich gut aus, also: warum nicht. Aber der große Gewinner des Abends bleibt Subs, ich hab richtig Lust, meine chinesische Lieblingsgruppe zu sehen. Also von vorn, ich schau mich im Internet um und ihr Garage Noise verspricht einen heißen Abend im Inca. Und die Sängerin ist nicht schlecht.
Wir kommen ganz lässig im Inca an und Milos steckt uns erstmal, dass Subs nicht auftreten werden. Auch sonst keine Neuigkeiten von der Band und anscheinend steht auf ihrer Homepage noch nicht mal ein Datum für ein Konzert in Bordeaux. FUCK. Wir bleiben trotzdem dort, zu beladen mit Chips und Guacamole, um auch nur an einen Tanzschritt zu denken. Über Ghiu hab ich im Internet nichts gefunden, ich weiß nur, dass sie Holländer sind, was mich denken lässt, dass wir bereits neben ihnen sitzen, denn nur Holländer haben so einen Haarschnitt mit Gel und Stirnband (?).
Das Konzert wird bald anfangen, Milos gibt uns den Eintritt und das Bier aus, das einfache Volk zahlt nur 4 statt 5 Euro. Die Menge ist eher ruhig heute abend angesichts der Tatsache, dass Ghiu vor vier Leuten anfangen zu spielen - Tang und mich eingeschlossen. Ich hab Milos verflucht, weil er mich "lightly schizofrene ex-noise with an epic spasm" als Genre für Ghiu auf den Flyer hat setzen lassen. Mittlerweile habe ich ihre Internetseite gefunden, die Definition ist von ihnen, und eigentlich passt sie auch ganz gut zu ihnen, einschließlich der Fehler. Das Trio spielt Bass, Schlagzeug und Keyboard, einfach und harmonisch, systematischer Noise. Der Schlagzeuger bewegt sich, als ob er seine Noten überholen wollte, das nervt mich ein bißchen, aber im Großen und Ganzen ist es nicht schlecht. Ich frage mich, woher das "epic" in ihrer Beschreibung kommt, aber die Beschreibung ist relativ zutreffend, wenn man bedenkt, dass der Keyboarder eine schon fast melancholische Atmosphäre verbreitet. Ein Schwarz-Weiß-Photo von einer trostlosen Landschaft. Es ist zwar nicht zu traurig, aber das Problem ist die Zusammenstellung, Dave´s Jünger begnügen sich damit, Teile zusammen zu setzen, die fast alle benutzen. Schade, wo doch die Atmosphäre meiner Meinung nach ziemlich persönlich ist.
RAS lässt die Bands rein, und der Saal füllt sich ein wenig; das junge Publikum von Bordeaux schafft es sogar noch, zu spät zu einem Konzert zu kommen, das um Acht anfangen sollte und dann doch erst um halb Elf beginnt. Gentle Veincut kommt auf die Bühne mit einem richtig guten Noise-Titel. Das rockt, ich hab kein Problem mit diesem teutonischen Qartett. Das Plakat spricht von "post-hardcore", warum auch nicht - wenn Euch das was sagt?!? Das ist wahrer Noise für mich, die gleiche Richtung wie die Holländer, aber besser gemacht und vor allem mit mehr Ideen. Nach und nach werden die Titel ruhiger, eine Art contemplation noise hxc (?). Meine Gedanken verlieren sich im Nirgendwo, entführt von Müdigkeit, Bier und Schweiß, der hier unten in der Luft hängt. Der Bassist ähnelt Romain Duris an einem Sonntagmorgen kurz nach dem Aufwachen, der Schlagzeuger meinem Nachbarn und der Gitarrist erinnert mich an Kramer. Die Sängerin erinnert mich an niemanden, aber ich wache wieder auf, als sie ankündigt, dass "that was the more emotional part of the set" und dass sie jetzt mit richtig gutem Noise anfangen werden. Damit lassen sie sich ein wenig Zeit, aber unseren lockigen Freunden gelingt es, eine fast fröhliche Stimmung in ihren Songs zu bewahren. Der Auftritt endet gut und die letzten Worte der Sängerin lauten, dass die Band noch keinen Platz zum Schlafen hat. Uiuiui, Kopf runter und wegducken, das hört sich brenzlig an, dann fügt sie noch hinzu: "We are really nice people, thanks.", also sag ich mir, ach, warum nicht, das ändert natürlich alles! Ich frag meine Süße, sie hat auch kein Problem damit, wir nehmen die Band auf. Und falls uns beide Bands in unserem Appartment zuviel werden, erklärt sich Ghiu bereit, am Strand zu übernachten. Wir trinken noch ein paar Bier und gehen dann zu uns, bitte auf die Katzen aufpassen, danke, die Holländer legen sich schlafen und wir führen die Deutschen ins Viertel, wo es nachts um 3 Uhr das beste Essen gibt. Ich hab seit Ewigkeiten kein Englisch mehr gesprochen, ich bin eine Null und besoffen, witzige Kombination. Die Band ist supernett, wir lachen viel und geben uns die Kante. Ein guter Abend, zwei Bands mit unterschiedlichen Erfolgen, die aber zumindest versuchen, anders zu sein als die breite Masse, ich empfehle also allen Parisern dringend, heute Abend (Montag, 11. September) ins Café de la Plage zu gehen.So, das war´s dann, alle sind müde, Tang ist schon gegangen, wir sind fertig und gehen nach Hause. Ab in die Heia, alles ist gut.