Illingen, 08.07.2007 UND 09.07.2007
Tag 8 und 9 - Jump in the fireaaaaaaaaaaaaaa!!!
Nun ist es also soweit. Die anfängliche Studio-Euphorie und der Hype um das dazugehörige Tagebuch sind auf dem absoluten Nullpunkt angekommen. Nicht nur dass es unser Schlagzeuger offensichtlich für nötig hält, den bereits stark angegriffen sensiblen Gitarristengemütern mit offen ausgesprochenen Wahrheiten den Todesstoß zu versetzen, nein, noch viel schlimmer: Es ist sogar schon so weit, dass ich einen Eintrag für zwei Tage verfasse. Das hängt allerdings auch ein wenig damit zusammen, dass momentan die Tage recht gleichförmig ablaufen: Morgens direkt ins Studio, den ganzen Tag versuchen, spielerische Unzulänglichkeiten mittels modernster Technik zu überdecken und abends müde ins Bett fallen. Dass die Tage so gleich erscheinen mag aber auch daran liegen, dass ich heute die gleichen Kleider anhabe wie gestern. Das einzige Highlight in diesem endlosen Kampf gegen mangelndes Talent ist der Verzehr von Mahlzeiten, die sich auch für den Innenausbau eignen, wie beispielsweise die Erbsensuppe von Samstag oder die legendären *trommelwirbel* ELBLERNUDELN von Max. Die haben am Sonntag echt drei ausgehungerte Kämpfer vor dem nahenden Hungerast gerettet. Man muss dieses Gericht probiert haben. Es handelt sich um Nudeln und Kartoffeln, die mit Schinken und Käse zu einer sehr kompakten Masse verdichtet werden, die wahrscheinlich einen höheren Energiegehalt hat als Plutonium. Es war auf jeden Fall eine "lecker Mahlzeit", auch wenn ich natürlich - wie von Max weiter unten beschrieben - Schwierigkeiten hatte, mein Deckhaar nicht zu Gänze damit zu bedecken. Elblernudeln und Erbsensuppe eignen sich aber nur bedingt für den Innenausbau, und das auch nur auf Grund ihrer Ädhäsivkraft und Isolierwirkung. Man kann natürlich auch Mikrophone darin vergraben um einen ganz speziellen Klang bei den Aufnahmen zu erreichen (es handelt sich hierbei nur um einen kleinen Auszug aus dem geistigen Dünnschiss der in den beiden Tagen fabriziert wurde, quasi eine Momentaufnahme). Heute waren wir dann völlig unspektakulär beim Metzger essen und mussten entsetzt feststellen, dass halb Illingen mit subversiven Werbeaufklebern der NPD zugeklebt ist - erschreckend. Auf jeden Fall muss erwähnt werden, dass Phil mehrere anonyme Anrufe von einem "Mr. X" bekommen hat, der ihm offensichtlich über Handy Instruktionen übermittelt - mehr konnten wir bisher noch nicht herausfinden, aber wir halten Euch auf dem Laufenden.
Zwei Sachen noch zum Schluss:
1. Mir stinkt es gewaltig, dass ich auf Grund Heikos Unpässlichkeit
dauernd die Kabel an den Amps umstecken muss, mein Kreuz ist doch eh
schon so geschunden.
2. Warum die Elblernudeln so heißen wie sie heißen ist nicht
überliefert, wahrscheinlich sind sie benannt nach ihrem Erfinder
Giovane Elbler.
P.S.: Max der alte HGS (siehe unten) macht bekanntermaßen für Geld so
ziemlich alles - auch Elblernudeln. Wer also Interesse an einem
Partyservice der besonderen Art hat schreibt eine Mail an hgs@enterthephoenix.com.
Leo
P.S.: Leo macht seinem Ruf als derjenige, der immer voll in die Kacke haut, wieder alle Ehre: Es heißt nicht ELBLERnudeln, sondern ÄLPLERnudeln…halt von der ALP…Leo, du 'TIOT!!!!!
Max
Ja ja ich weiß, Nightmare on Älmstreet, da werden Kühe geschlitzt. Übrigens habe ich vor kurzem Älmar und Älke getroffen. Die wollten wissen, was mein Bruder studiert und ich hab gesagt "Älektrotechnik". Das "Ä" lag also quasi auf der Hand, sorry. Ich hatte wohl Kese in den Augen. Außerdem heißen die Nudeln (in Wirklichkeit) "ALPINE-Nudeln", wegen dem massiven Punch in der Magengegend und der HiFi-Sättigung.
Leo