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Willie Obst

Willie Wilfried Obst


Last Updated: 11/25/2009

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Sunday, April 06, 2008 

Current mood:  gloomy

www.world-wide-willie.eu.ki

Wohnblock 76 in Bobo Freedom City: Hier lebt Zeng Jinyan, die Frau des zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilten Dissidenten Hu Jia.

Bewachter Eingang zur Freedom City: Die Abkürzung Bobo steht in der typischen Hochstaplermanier chinesischer Immobilieninvestoren für "Bourgeois-Bohemian"

http://de.wikipedia.org/wiki/Bobo_%28Gesellschaft%29

Freund und Helfer: Am Eingang der Yunheguan Lu, die zur Freedom City führt, macht ein Cartoon auf die Polizeipräsenz zur Sicherheit der Anwohner aufmerksam.

Abgeriegelter Block 76: Hinter dem Fahrradunterstand ist der Wagen der zivilen Aufpasser zu erkennen - und das Absperrband der Polizei.

Wohnblock in Freedom City: Hier wohnt die aufstrebende Mittelschicht des Pekinger Tongzhou Districts.

Grünflächen am Fluss: Im August soll die Olympische Fackel den frisch angelegten Park im Westen von Freedom City passieren.

Zeng Jinyan mit ihrer vier Monate alten Tochter: Kein Ausflug ohne Aufpasser in Zivil

Quelle: http://www.spiegel.de/

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Urgent Action

UA-Nr: UA-001/2008
AI-Index: ASA 17/035/2008
Datum: 02.01.2008

DROHENDE FOLTER UND MISSHANDLUNG / GESUNDHEITSZUSTAND

VR China:

Herr Hu Jia, 34 Jahre
Frau Zeng Jinyan, 24 Jahre

Am 2. Januar 2008 haben zahlreiche Pekinger Polizeibeamten mit mehr als zehn Fahrzeugen das Haus des Pekinger Menschenrechtlers Hu Jia und seiner Frau Zeng Jinyan umstellt, um sie daran zu hindern, Besuch zu bekommen. Hu Jia war am 27. Dezember 2007 unter dem Verdacht der „Anstiftung zur Subversion" festgenommen worden und wird ohne Kontakt zur Außenwelt und ohne Zugang zu seinem Anwalt festgehalten. Zeng Jinyan wird in ihrem Haus im Pekinger Bezirk Tongzhou streng von der Polizei überwacht. Die beiden sind in großer Gefahr gefoltert oder in anderer Weise misshandelt zu werden.

Etwa 30 Polizeibeamte in Zivil von der Abteilung für Innere Sicherheit des Pekinger Büros für öffentliche Sicherheit brachen am 27. Dezember 2007 um 3 Uhr morgens in die Wohnung von Hu Jia und Zeng Jinyan ein. Sie bauten sich um das Paar und die zur Unterstützung der jungen Eltern anwesenden Mutter von Zeng Jinyan herum auf. Die Polizei nahm Hu Jia mit. Über zehn Beamte blieben im Haus und bewachten Zeng Jinyan, einige von ihnen hielten sich bis zum 31. Dezember 2007 innerhalb der Wohnung auf. Die Polizei untersagte ihr jegliche Kontakte zu anderen Personen und drohte, dass man auch sie verhaften könne, wenn sie nicht „kooperiere" und das hätte dann „schlechte Auswirkungen" auf ihr Baby.

Die Polizei hat ihre Telefon- und Internetverbindungen unterbrochen und den Computer, die Mobiltelefone, Videos, Kamera, Faxgerät, Sparbücher sowie Kreditkarten eingezogen. Sie haben ihnen Adressbücher und Drucksachen weggenommen, darunter auch einige internationale Menschenrechtshandbücher, und ihre Konten eingefroren.

amnesty international nimmt an, dass Hu Jia in einer Hafteinrichtung der Pekinger Polizei festgehalten wird. Sein Anwalt, Li Jingsong, hatte für den 31. Dezember eine Besuchserlaubnis bei seinem Mandanten beantragt, doch die Polizei hat darauf nicht reagiert. Hu Jia muss täglich Medikamente nehmen, da er an Hepatitis B leidet und eine beginnende Lebersklerose hat.

Hu Jia stand seit seiner Entlassung aus Polizeihaft am 28. März 2006 die meiste Zeit unter Hausarrest. Er war im Zusammenhang mit der „Hungerstreik"-Kampagne des Pekinger Menschrechtlers Gao Zhisheng 41 Tage lang ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten worden. Die Polizei hat bisher keine Unterlagen zur Begründung des langen Hausarrests vorgelegt. Trotz der die Privatsphäre verletzenden Überwachung, der Hu Jia und Zeng Jinyan ausgesetzt waren, haben sie weiter Fälle von Menschrechtsverletzungen in China an die Öffentlichkeit gebracht. Am 18. Mai 2007 wurde dem Paar untersagt, auf eine Europareise zu gehen, um über ihre Erfahrungen zu berichten. Am 10. November 2007 schlugen Polizisten Hu Jia, um ihn an einem Besuch bei seiner Frau im Krankenhaus kurz vor der Entbindung zu hindern.

Hu Jias Festnahme ist Teil des harten Vorgehens der chinesischen Behörden gegen Menschenrechtlerinnen und –rechtler im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking im August 2008. Anscheinend wird besonders streng gegen Personen vorgegangen, die fortwährend Menschenrechtsverletzungen öffentlich machen und mit Medien und Menschenrechtsorganisationen im Ausland in Kontakt stehen.

EMPFOHLENE AKTIONEN: Schreiben Sie bitte Telefaxe, E-Mails oder Luftpostbriefe, in denen Sie

  • die chinesischen Behörden auffordern, den Haftort von Hu Jia bekannt zu geben und ihn sofort und bedingungslos freizulassen, sofern er keiner erkennbar strafbaren Handlung angeklagt wird;
  • auf die Zusicherung drängen, dass Hu Jia unverzüglich Kontakt zu seinem Rechtsanwalt und seinen Familienangehörigen aufnehmen kann sowie Zugang zu etwaiger erforderlicher medizinische Versorgung erhält;
  • die Behörden auffordern, die polizeiliche Überwachung und Drangsalierung von Zeng Jinyan einzustellen und es ihr zu gestatten - entsprechend ihrer grundlegenden Menschenrechte auf Bewegungs- und Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung - Kontakt mit der Außenwelt zu haben;
  • die Behörden auffordern, die Sicherheit von Hu Jia und Zeng Jinyan und den Schutz der beiden vor Schlägen oder anderen Formen von Misshandlung und Folter umgehend zu garantieren;
  • sich sehr besorgt zeigen, da Inhaftierungen ohne Gerichtsverfahren von Menschenrechtlerinnen und -rechtlern den Zusagen zahlreicher Vertreter der chinesischen Behörden zuwiderlaufen, die Menschenrechtssituation werde sich im Vorfeld der im August 2008 stattfindenden Olympischen Spiele verbessern;
  • bei den Behörden auf die Zusicherung drängen, dass alle Menschenrechtlerinnen und –rechtler ihr friedliches und legitimes Engagement für die Menschenrechte ohne Angst vor willkürlicher Inhaftierung, Folter sowie anderen Formen von Misshandlung oder Menschenrechtsverletzungen wahrnehmen können.


APPELLE AN:

Ministerpräsident, Herr Wen
Wen Jiabao Guojia Zongli
The State Council General Office
2 Fuyoujie
Xichengqu
Beijingshi 100017
VOLKSREPUBLIK CHINA
(korrekte englische Anrede: Your Excellency)
Telefax: (00 86) 10-6596 1109

Justizminister, Herr Wu
Wu Aiying Buzhang
Sifabu
10 Chaoyangmen Nandajie
Chaoyangqu
Beijingshi 100020
VOLKSREPUBLIK CHINA
(korrekte Anrede: Dear Minister)
Telefax: (0086) 10 65292345
E-Mail: minister@legalinfo.gov.cn oder pfmaster@legalinfo.gov.cn

Minister für öffentliche Sicherheit, Herr Meng
MENG Jianzhu Buzhang
Gong’anbu
14 Dongchang’anjie
Beijingshi 100741
VOLKSREPUBLIK CHINA
(korrekte englische Anrede: Dear Minister)
Telefax: (00 86) 10-6309 9216

KOPIEN AN:

Leiter des Pekinger Amtes für öffentliche Sicherheit, Herr Ma
Ma Zhenchuan Juzhang
Beijingshi Gong’anju
9 Qianmen Dongdajie
Dongchengqu
Beijingshi 100740
VOLKSREPUBLIK CHINA
(korrekte englische Anrede: Dear Director)
Telefax: (00 86) 10-8522 2320
E-Mail: wbjc@sohu.com

Botschaft der Volksrepublik China
S. E. Herrn Ma Canrong
Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin
Telefax: 030-2758 8221
E-Mail: chinaemb_de@mfa.gov.cn // chinesischeBotschaft@debitel.net

Quelle: Amnesty International Germany: http://www2.amnesty.de/

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http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/9/0,3672,7186697,00.html

http://www.ftd.de/politik/international/338476.html?nv=cd-topnews

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http://www.tagesschau.de/ausland/china80.html

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http://de.news.search.yahoo.com/search/news?p=zeng+jinyan+baby

http://news.google.de/news?hl=de&q=zeng+jinyan+baby

http://de.ask.com/blogsearch?qsrc=1&o=312&l=dir&bql=de&q=zeng+jinyan+baby

http://search.live.com/news/results.aspx?q=zeng+jinyan+baby