Riview von Osna Metal
(www.osnametal.de)
Morphyn kommen aus Karlsruhe und spielenmodernen Thrash Metal, der so direkt in die Fresse ballert, dass mansich danach selber kaum wieder erkennt.Die sechs Tracks der vierten Veröffentlichung der Band sind allesamt sehr druckvoll produziert und glänzen mit einer Menge geiler Gitarrenarbeit, die von Drummer Kai mit dem nötigen Punch vorangetrieben wird. Viele der Riffs hätten so auch von Bands wie Pantera, Fear Factory oder Schweisser (in der Metalphase) stammen können.
Hin und wieder wird das Inferno dann durch einen Breakdown oder ein Death Metal-Riff aufgelockert. Mein einziger richtiger Kritikpunkt ist, dass Sänger Volles Texte teilweise einfach nur angehäufte Plattheiten sind. Gut, nicht jeder textet wie ein Till Lindemann, aber ein bisschenMühe kann man sich bei einem derart ausgereiften Songwriting doch geben.
Alles in allem bleibt es eine gute EP, die der Band hoffentlich den
lang ersehnten Plattenvertrag bringt. Fans der oben genannten Bands sollten unbedingt mal reinhören, aber auch der eine oder andere Death Metal und Metalcore-Fan dürfte gefallen an diesem Werk finden. Zu beziehen die ist CD über die Homepage der Band.
Score: 3.0 von 5
Riview von Vampster
(www.vampster.com)
Die Karlsruher MORPHYNspielen eine interessante Mischung aus Thrash- und Death Metal miteinem dezenten Hang zum Metalcore. Garniert wird das Ganze durchdeutsche Vocals. Dieser Stilmix lässt die Band in die Nähe von NARZISS, INCUBATOR und bedingt SCHWEISSER zu deren härteren Phase rücken. Das Aggressionslevel ist durchweg recht hoch angesiedelt und MORPHYNschaffen es durch zahlreiche Breaks und Variationen den Hörer bei derStange zu halten. Einzig die Vocals von Volle könnten hier und da etwasmehr Abwechslung vertragen. Technisch sind die Musiker auf der Höhe,was einerseits an den anspruchsvollen Riffs, die sogar öfters mal anprogressiven Death Metal erinnern, liegt. Andererseits weißSchlagzeuger Kai seinen Kollegen den nötigen Druck von hinten heraus zugeben. Auch er variiert unterhaltsam sein Spiel. Die insgesamt sechsenthaltenen Kompositionen sind zwar nicht alle auf demselben hohenNiveau angesiedelt, aber ein Grundstein, der aufhorchen lässt istgelegt. Zudem drückt die Produktion ordentlich aus den Boxen.
Review von Burn Your Ears
(www.burnyourears.de)
MORPHYN stammen nicht nur aus Karlsruhe, nein, sie trällern auch ihren Frust über die Welt und Zwischenmenschliches auf bestens verständlichem Hochdeutsch daher. Und das schon seit dem Jahr 2000. Dabei sind sie gar nicht mehr so ein unbeschriebenes Blatt, wie man bei der etwas lieblos daherkommenden CD meinen könnte. Legen sie doch mit „Ad Absurdum“ bereits ihr viertes Kurzwerk in Eigenproduktion vor und durften schon für Bands wie FEAR MY THOUGHTS oder CATARACT die Fangemeinde in Stimmung brüllen.....
.. ..Letzteres haben sie bestimmt bestens hinbekommen, stellt man sich den Opener „Auge um Auge“ in der Live-Version vor. Denn der geht von Beginn an mitten in die Fresse und lässt keine Zweifel an einem kräftigen Moshpit. Und so geht es durch die Bank der sechs Songs. Mit einem immens hohen Aggressionspotential keift Sänger Volle in das Mikrofon, aufgeputscht durch das unzerstörbare Fundament von Schlagwerker Kai, der dem Ganzen den nötigen (Nach-)Druck verleiht. Abgerundet wird das Ganze durch gekonntes Riffing der Gitarren und dem sehr dezenten, aber immer knallendem Bass. Verschnaufen ist hier nicht angezeigt. Trotzdem wird nicht wahllos geknüppelt, sondern immer wieder der ein oder andere Akzent durch Breaks gesetzt oder das Können der Kombo in klasse Grooves gezeigt. Und trotzdem bleibt ein schaler Beigeschmack – zumindest bei mir. Ich kann einfach mit deutschen Vokals nicht so viel anfangen. Vor allem wenn sie so platt und abgedroschen sind, wie bei MORPHYN. Mag sein, dass diese Tatsache einfach auch nur aufgrund der für eine Eigenproduktion bestens gelungenen Mischung so auffällt. Aber tut mir leid, ein wenig mehr Intellekt hätte man bei dem prima Songwriting schon erwarten können.....
.. ..Wenn diese Nuss noch geknackt wird, ist mehr als nur vorstellbar, dass die bislang labellosen Karlsruher jemanden finden, der ihnen die Möglichkeit bietet, einen Silberling zu pressen, bei dem die Rezedenten nicht schon beim Auspacken sehen, dass es eine Eigenproduktion ist. Ein Ohr zu riskieren lohnt sich auf jeden Fall.
Wertung: 7/10
Riview von Bloodchamber
(www.bloodchamber.de)
Aus Karlsruhe kommen MORPHYN, die mit „Ad Absurdum" bereits ihre vierte Eigenproduktion veröffentlichen. Das Motto lautet brachialer Thrash trifft auf Death Metal, vereinzelte Breaks und deutsche Texte. Und wie! Hier geht's nicht nur einfach nach vorne, hier geht's mitten auf die Fresse! Eine Abrissbirne jagt die nächste, und spätestens beim zweiten Auftreten des Refrains im Opener tobt der Hörer schon „Auge um Auge, Zahn um Zahn" rufend durch die Wohnung, während er in einem Rausch aus galoppierenden Riffs und in die Knie zwingenden Grooves versinkt. Zwanzig Minuten später ist der Zauber vorbei: der Nacken schmerzt, die Arme sind verknotet vom Luftgitarre (oder Luftdrums, ganz nach Belieben) spielen, die Kehle ist heiser geschrieen, aber die Lust sich gleich wieder dem Rausch zu ergeben ist groß.
Denn MORPHYN macht süchtig. Und für die noch nicht befriedigten Freunde des gepflegten Wortspiels wird gleich nachgelegt: „Ad Absurdum" wird die Situation dadurch geführt, dass die (noch) labellosen MORPHYN, nach der absolut einwandfreien Produktion, aus Geldmangel keine „richtige" CD pressen lassen konnten, sondern nur CD-Rs verschicken konnten. Also los, ihr Labels und Freunde der fetzigen deutschsprachigen Musik, besucht die MySpace Seite der Band, hört euch das ganze Werk an und verhelft der Band zur Möglichkeit, ein vollständiges und ordentlich gepresstes Album veröffentlichen zu können!
Riview von KLASMA ZINE
(www.klasma.de)
Wenn heutzutage in einer bandeigenen Stilbeschreibung der Begriff „core" in einem Satz mit „Thrash" und „modern" vorkommt, ist man schnell geneigt, dem ganzen Material von vornherein der Stempel „Metalcore" aufzudrücken. MORPHYN aus dem Badischen tun Ersteres, beweisen dann aber, daß Vorverurteilungen bei ihnen fehl am Platze sind. Sicher spielt Hardcore in ihrem Sound keine unbedeutende Rolle. Aber auf „Ad absurdum" sind eben Thrash Metal, wenn auch modern kantig, und unterschwellig brodelnder Death Metal vorherrschend. Ein weiteres Merkmal sind die komplett in der Muttersprache verfaßten Texte. Das muß man sich erstmal trauen. Wenn die Lyrics dann noch ohne erkennbare Peinlichkeiten in die Umwelt geröhrt werden, hat das was. Der MORPHYN'sche Brüllwürfel bringt jedenfalls die Grausamkeiten dieser Welt, persönlich wie alltäglich erfahrene, sehr authentisch rüber, und fügt sich damit perfekt in das Gesamtbild der Band ein. Auf „Ad absurdum" werden sechs Songs angeboten, die Aggression pur sind. Die Tracks sind abwechslungsreich aufgebaut und kommen meistens schnell auf den Punkt. Nur „Warum?" zieht sich mit fünf Minuten etwas länger hin. Ist aber keineswegs unspannend. Wie alle anderen Songs, pendelt auch dieser mit aller Brutalität zwischen Thrash und Death Metal. Die Riffs, Leads und das straffe Gepolter aus der Schießbude sind absolut überzeugend, mal fies groovend, mal im Uptempo jagend. Und durch die amtliche Produktion wird das Gewitter nicht im Sumpf erstickt, sondern schlägt mit voller Wucht in den Lauschern ein. „Auge um Auge" und „Stillstand" sind die intensivsten Tracks. Zusammen mit dem Titeltrack gefallen mir diese Stücke insgesamt am besten. Bei „Vollkontakt" und „Das Böse" kommt die Hardcore-Attitüde doch heftiger zum Tragen, was mich etwas nervt. Ich empfehle einfach mal, sich das Gesamtwerk auf der MySpace-Seite anzuhören. Und wem's gefällt, der kann sich „Ad absurdum" dann als gebrannte CD bestellen.
Review von Heavy Hardes
(www.heavyhardes.de)
Die aus Karlsruhe stammenden Morphyn wurden 2000 ins Leben gerufen. In den sieben Jahren ihres Bestehens kann man bislang auf zwei Demos, eine EP sowie ein Live-Album zurück greifen. Mit Ad Absurdum rotiert nun die zweite EP in meinem Player.
Ihren Stil beschreiben Morphyn selbst - und treffend - als eine Mischung aus Thrash und Death Metal, wobei der Thrash Metal ganz klar die dominantere Rolle übernimmt. Hinzu kommen noch eine mal mehr, mal weniger große Prise von Hardcore-Einflüssen. Was die Jungs klar von einem Großteil der anderen Bands unterscheidet ist der deutsche Gesang von Volle. Und dabei liefern sie wirklich gute Texte ab. So handeln diese von Zwischenmenschlichem oder haben wirtschaftlich-sozialen Bezug, wie der Opener "Auge Um Auge". Hier wird gleich ein Einstand nach Maß hingelegt. Aggressives Riffing trifft auf treibende Drums, ergänzt von den angepissten Vocals von Volle. Das folgende "Warum" schlägt in etwa in die gleiche Kerbe, nur das Tempo ist ein klein wenig gedrosselter. Das Eingangsriff von "Vollkontakt" erinnert mich etwas an alte Anthrax, das sei aber nur am Rande erwähnt. Auch hier wird gut Gas gegeben, doch beim Refrain wird eine Vollbremsung durchgeführt, was dem Song irgendwie den Drive nimmt. Kaum ist der Refrain vorbei, wird wieder rasch Fahrt aufgenommen, bis zum nächsten Chorus. Durch dieses abrupte Wechselspiel der Geschwindigkeiten wirkt der Song auf mich etwas sperrig und zerfahren.
Das abschließende Titelstück "Ad Absurdum" beginnt langsam und bedrohlich, Assoziationen zu Bolt Thrower werden im Kleinhirn geknüpft. Doch schon nach kurzer Zeit preschen die fünf Jungs wieder ordentlich nach vorne los und geben noch einmal am Ende so richtig Gas.
Somit bleibt eine gute, nicht zuletzt aufgrund der deutschen Texte interessante Scheibe, die auch noch ordentlich produziert wurde. Was etwas störend wirkt, ist, dass die Songs mit in etwa dem gleichen Aufbau gleich hintereinander folgen ("Auge Um Auge", "Warum" und "Vollkontakt"). Alle drei Songs zeichnen sich durch schnelle Strophen aus, und bei allen dreien wird beim Refrain das Tempo gedrosselt. Würde vielleicht nicht so auffallen, wenn dazwischen jeweils ein anderer Song stehen würde. Da die Jungs derzeit noch auf Labelsuche sind, können sich interessierte Vertreter dieser Zunft über die Hompage der Band mit ihnen in Verbindung setzen. Es lohnt sich.
Review von Amboss-Mag
(www.amboss-mag.de)
Ich habe eigentlich kein Problem damit, wenn Bands nur einen simplem Rohling als Promo CD schicken, aber anstelle einer zweiten CD, auf der gerade mal 2 Bilder enthalten sind, hätte die Jungs ruhig mal eine Trackliste beilegen können. Aber sei es drum. Die musikalische Mischung der Band macht diesen kleinen Schönheitsfehler wieder wett. Auf "Ad Absurdum" bekommt man einen ordentlichen Mix aus Thrash und Death Metal geboten. Das ist vielleicht nicht die innovativste Mischung, aber die Jungs singen ausschließlich auf Deutsch, womit sie eindeutig zu einer vom Aussterben bedrohten Art von Musikern gehören.
Besonders positiv fällt beim ersten Hören gleich auf, dass die Texte durchweg nicht geschwollen klingen. Die Truppe kommt in jedem einzelnen Song direkt auf den Punkt, ohne dabei übertrieben oder gar lächerlich zu klingen. Soundtechnisch ist diese Demo EP auch sehr gut gelungen. Zwar fehlt es ab und zu ein wenig an Druck, aber es ist eben eine Demo CD. Mit Sänger Volker haben die Karlsruher auch genau die richtige Wahl getroffen. Seine raue und aggressive Stimme passt perfekt zu den teils sehr politischen Songs.
Wer in folge meines Reviews Lust auf knapp zwanzig Minuten wütenden Thrash Metal bekommen hat, der kann bei diesem Silberling eigentlich nichts falsch machen. Also ab ins Internet und über die Myspace Seite der Jungs die Demo bestellen. Es lohnt sich! Ebenfalls noch einen Hinweis an alle Plattenfirmen: Diese Band sucht nach einem Vertrag und meiner Meinung nach hat sie den auch verdient. www.myspace.com/morphyn (soul)
Review von Powermetal.de
(www.powermetal.de)
Die aus Karlsruhe stammenden MORPHYN sind im Underground längst keine unbekannte Größe mehr. Mit ihrer opulenten Melange aus Thrash Metal und Hardcore sowie einer dezenten Portion Todesblei haben die Herrschaften zwar exakt jene Art von Musik am Start, die gemeinhin Metalcore genannt wird, auf Grund des Überangebotes an derlei Formationen ist es jedoch kein Wunder, dass auch diese Band darauf verzichtet, sich als solche Band zu outen, da, seien wir ehrlich, der Begriff Metalcore mittlerweile verpönt ist.
Wie auch immer, auf Grund der Tatsache, dass diese Burschen bereits seit ihren Anfängen (die Bandgründung erfolgte im Jahre 2000) mit derlei Sounds am Start sind, kann man der Band ohnehin keinesfalls Trendreiterei vorwerfen. Viel mehr wissen MORPHYN durch ihre deutschen Texte und ein hohes Maß an Eigenständigkeit beeindrucken. Seit ihrem letzten Demo, das im Jahr 2006 veröffentlicht wurde, haben sich die Burschen mit Sascha Dörr an der zweiten Gitarre verstärkt und eben jene Erweiterung im Line-up hat sich auch auf den Gesamtsound nachhaltig ausgewirkt.
Vor allem hinsichtlich des Riffings dominiert auf "Ad Absurdum" eindeutig der Metal und dieser kommt über die gesamte Spielzeit in zumeist recht heftiger Form aus den Boxen. Tempomäßig geht es zu Beginn eindeutig in mächtiger Thrash-Manier der alten Schule los, erst 'Stillstand' kommt als Mid-Tempo-Groover daher, weiß allerdings an Durchschlagskraft sogar den fulminanten Opener 'Auge um Auge' noch zu übertreffen. Dem Titel entsprechend fies und aus den Boxen gekrochen kommt der Beginn von 'Das Böse', ehe die Burschen auch hier Tempo und Fahrt aufnehmen und dem Zuhörer erneut eine ordentliche Breitseite verpassen. Auch wenn der massive Druck der Songs selbst soundtechnisch nicht ganz umgesetzt werden konnte, sollte es allen Freunden von heftigen Metal/Hardcore-Klängen ein Freudenfest sein, MORPHYN zu lauschen.
Die Jungs sind im Moment gerade intensiv auf der Suche nach einem Plattenvertrag, um in Zukunft auf einen Businesspartner setzen und wohl auch um soundtechnisch mit der Konkurrenz mithalten zu können. Mit einem fetten Album wie "Ad Absurdum" im Gepäck dürfte das wohl nicht allzu schwierig sein.
Anspieltipps: Auge um Auge, Stillstand, Das Böse
Walter Scheurer [26.5.2008]
Review von Metal-Inside
(www.metal-inside.de)
Im Karlsruher Underground scheint es derzeit mächtig zu brodeln. MORPHYN holen sechsmal weit aus um dem überraschten Hörer die Kauleiste zu zertrümmern. Den Stil der Blutbadener als schnöden Metalcore zu bezeichnen würde ihnen nicht gerecht werden. Zumal das für so manchen ja schon ein Grund wäre, gelangweilt zu gähnen. Vielmehr haben wir es hier mit modernem Threathmetalcore zu tun. Man picke sich dabei das Beste aus allen Welten heraus und verwurste es zu einem neuen Stück Mett. Die Texte sind allesamt auf Deutsch, was ja schon immer half in Sachen Härte noch eins drauf zu setzen. Vor allem wenn man einfach mal ein bisserl Hass loswerden will – fern ab von lyrischen Ergüssen eines Göthe oder Micky Krause versteht sich. Die Riffs und Harmonielinien der Songs sind ausnahmslos grandios und weisen auch genug Eigenständigkeit auf um dauerhaft hängenzubleiben. Dazu kommen prägnante Beatdowns, die ordentlich Taucherbrillen verteilen. Die Stimme von Shouter Volle passt zu dem Ganzen wie der Fleischer zum Beil. Der richtig professionelle Sound wurde auch nicht dem Zufall überlassen, sondern im bekannten Kohlekeller Studio fabriziert, wo bereits Bands wie AGATHODAIMON und CREMATORY ihre Schätzchen in trockene Tücher gebracht haben. Die Band ist momentan auf der Suche nach einem Label, was aber angesichts der Qualität der Aufnahmen keine längere werden dürfte. Da den Jungs die Kohle ausgegangen ist um ein Presswerk mit der Produktion der Scheibe zu betrauen, gibt's die Songs als kostenlosen Stream über ihre MySpace-Seite auf die Ohren.
Fazit: sechs mal Brett, Daumen hoch! (chris)
www.metal-inside.de/review.php?id=9735
Review von www.Metal-Goat.de
(www.metal-goat.de)
Karlsruher Thrash der Marke Eigenbau! Fünf Männer, zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug, ein Mikro, ein Ziel: Die Bude zum beben bringen! Anno 2000 beackern die Mannen um Frontmann Volle die Umgebung mit ihren Werkzeugen. Geschick und technische Raffinesse helfen ihnen dabei. Morphyn (zu deutsch: Morphium) als Betäubungsmittel? Hier gibt es allenfalls was auf die Zwölf und zwar kräftig!
Bahnbrechend wie kompromisslos diese Burschen sind. Seichtes, melodisches Intro? Wofür? Der Hörer wird vom ersten Moment an von einer Dampfwalze überrollt. Auge um Auge, Zahn um Zahn - durchaus ernst zu nehmen. Die Wortwahl ist etwas vulgär, passt aber zur Musik. Aufsehen sollte erregen, dass man es hier mit komplett deutschen Texten zu tun hat. Der Songschreiber dachte sich wohl: "Ich bin Deutscher, warum mache ich nicht deutsche Musik?". Die eigentlich logischte Schlussfolgerung. Auf dem deutschen Markt dennoch eine Rarität! Track zwei Warum?... Warum eigentlich nicht? Tempo wird 'ne Stufe zurück gefahren. Das Main- Riffing dagegen schnell und prägnant. Aggressiv bleibt es obendrein.
Hier und da mal ein frisches Soli, dort ein Tempowechsel, pfiffiges drumming... Spürbar, dass Inspiration von Thrash- Veteranen Sepultura, Morbid Angel und unserem deutschen Thrash- Sektor alá Kreator ausgeht. Aus 20 powervollen Minuten möchte ich Das Böse besonders hervorheben. Meinem Ermessen der wuchtigste Song. Die Nummer macht was her, da kann man anknüpfen. Manchmal hat man Probleme dem deutschen Gesang zu folgen. In diesem Stück setzt Volle an den richtigen Stellen auf die Betonung!
Instrumental könnte man z.B. versuchen einige Riffs zu verfeinern. Insgesamt ist das Riffing einfach gehalten, was anders herum natürlich einen hohen Wiedererkennungswert hat. Gleiches kann man dem Drummer mit auf den Weg geben. Kommt darauf an, was für Ziele man verfolgt. Spaß am schrammeln zu haben oder sich zu entwickeln! Im kommenden Sommer hat man genügend Gelegenheit bestehendes Handwerk zu kreativieren. Qualitativ hat die EP mitbekommen was möglich ist. Daran gibt' s nichts zu nörgeln. Der Produktion gebe ich die Schulnote 1, der Musik eine 2-
Tim Haffel
Review von Metal.de
(www.metal.de)
Cover von Morphyn - Ad Absurdum Recht lieblos verpackt sieht das neue Scheibchen von MORPHYN aus. Kein Artwork und ein mit Edding beschrifteter Rohling auf dem "Ad Absurdum Demo EP" prangt. Das ist das ganze Promopäckchen der Karlsruher. Die Erklärung dafür gibt's aber prompt in der beigelegten Info: Den Herren ist das Geld ausgegangen. So eine professionelle Produktion ist ja auch nicht ganz billig. Das Ergebnis lässt sich aber durchaus hören.
In einer äußert präzisen und verdichteten Produktion kommt das Teil daher, die den Songs außerordentlich gut zu Gesicht steht. Sechs mal fetter Thrash der alten Schule mit leichter Death-Metal-Kante, einer Prise Hardcore und einem mächtigen Groove. Sechs mal volle Breitseite ohne Verschnaufpause. Die Gitarristen trumpfen mit variablem Spiel auf und schütteln ein Nackenbrecher-Riff nach dem nächsten aus dem Ärmel, während das Schlagzeug das fiese Abrissmonster MORPHYN stetig nach vorne treibt und der Bass ein sattes Fundament hinlegt.
Als Vergleich müssen die allmächtigen PANTERA herhalten. Spontan kommen einem aber auch FEAR FACTORY oder MORBID ANGEL in den Sinn. Selbst das ein oder andere Metalcore-Zitat fließt in Form eines Breakdowns ein und verleiht den Songs eine zusätzliche zeitgemäße Note.
Allerdings hätte ich mir, bei den ausschließlich deutschen Texten, ein wenig mehr Tiefe gewünscht, denn häufiger wird die Platitüden-Sau durch das Unterholz gejagt. Es muss nun nicht immer Goethe sein, aber die lyrischen Ergüsse von Frontsau Volker Bruder sind doch teilweise arg platt und abgedroschen.
Davon einmal abgesehen bleibt unterm Strich aber eine musikalisch durchaus ansprechende EP übrig, die jeder der auf oben genannte Zutaten steht, ruhig einmal anchecken sollte.
Punkte: 7/10
(Radu / 18.06.2008)
Review von Metalglory
(www.metalglory.de)
MORPHYN sind eine fünfköpfige Band aus Karlsruhe, die sich 2000 gegründet hat und seitdem zwei Demo-Alben und zwei Demo-EPs veröffentlicht hat. Ihre neue EP heisst "Ad Absurdum" und bringt es mit sechs Tracks auf 20 Minuten Spielzeit.
Die Band hat sich klar dem Death Thrash verschrieben und das mit deutschen Texten. Musikalisch kann man der Band nichts vorwerfen: hier wird solider angethrashter Death Metal gespielt, der ab und an auch mal einen Ausflug in die Core-Ecke macht. Die Songs sind alle recht eingängig und setzten sich recht schnell im Kopf fest. Von den Vocals her und auch von der Mucke geht man ziemlich in die Richtung von Totenmond ohne allerdings deren Genialität auch nur ansatzweise zu erreichen. Größtes Manko dieser EP sind einfach die deutschen Texte. Ich bin der Meinung, dass man sich bei deutschen texten noch mehr anstrengen muss als bei z.B. englischen. Nicht viele Bands schaffen dies, es gibt aber auch Bands deren Texte recht stumpf sind, aber dennoch gut. Bei MORPHYN ist dies nicht der Fall, irgendwie kann ich mit den Vocals nicht warm werden.
Fazit: Musikalisch sehr gut. Solider Death Thrash mit kleinen Ecken und Kanten, aber auf einem guten Wege! Was die deutschen Texte angeht muss jeder für sich ausmachen, ob er drauf steht oder nicht. Ich werde damit nicht warm, aber dennoch kann man sich die EP einmal bei Myspace anhören! www.myspace.com/morphyn