Erneut haben wir freudiges zu berichten.
In den deutschen Metal & Rock Charts (MRC) sind wir von Platz 18 in der Vorwoche auf Platz 16 geklettert und befinden uns nun vor KISS. Geil, ey. Die Single "Tiger" konnte in den Deutschen Alternative-Charts (Native25) gar um ganze 10 Plätze zur Vorwoche zulegen und lümmelt jetzt auf Platz 11 rum. Genau einen Platz vor RAMMSTEINs "Pussy". Das finden wir mehr als ok und freuen uns ein zweites...
Auch schwer in Ordnung finden wir, dass es da draußen Menschen gibt, die sich das Album reinfahren und für ihr Online-Mag oder Fanzine besprechen. Zwei davon stellen wir heute hier rein. Es folgen aber noch etliche in den nächsten Tagen. Viel Spaß mit den Reviews von den Online-Zines WHISKEY-SODA und POPKILLER.
WHISKEY-SODA
Artist: Mofa
Album: Punk Rock Fuck Off
Die Herren Mofa präsentieren der Nation den ausgestreckten Mittelfinger gen Richtung
Punkrock. Doch dafür erfüllen sie ganz schön viele Parameter auf dem
Drehpunkmesser ihres Tachos: Hauen musikalisch auf die Zwölf und lassen
dabei aber immer die ein oder andere intelligente Liedzeile einfließen.
Ein bisschen hat man in der Poppunkfibel geblättert um nur das Beste
rauszupicken. Zuletzt wird noch etwas New Wave geatmet, und so schöne
Schweißbänder hat außerhalb des Tenniscourts lange niemand mehr
getragen. Der Sound wurde auf modern getuned, genau wie das Quartett
seinen Bandnamen einer Frischzellenkur direkt von der Schönheitsfarm
unterzogen hat, um sich fortan nicht mehr Moped (Bäh, 80er Jahre und
so!), sondern Mofa zu nennen. Auf 'Rockgerät' quaken einem die Bandmitglieder um Kiba
Kalkei entgegen, dass sich die südamerikanischen Ochsenfrösche vor der
Konkurrenz fürchten. Es hagelt Sozialkritik über die Sex, Blut &
Crime – Sender ('Flatscreen Revolution') und das unbedingte Festhalten
an (Szene)Konventionen im 'Hiddentrack' – absichtlich versteckt? Auch
findet man so sinnige Feststellungen wie 'Rotwein macht nicht nur die Zähne blau'
('S.R.S.F.'). Die singenden Zweiräder haben nicht nur die Liebe zum
Benzingeruch im Blut, sondern auch die zu(r) anderen kommt in
'Aufgebaut' nicht zu kurz. Ein frisiertes und aufgemotztes Album
Punkrock, das ohne Versicherung mit 80 Sachen und röhrendem Auspuff
durch die Gegend heizt.
WS-Bewertung: 2+
(tofuschnitzel)
www.whiskey-soda.de
POPKILLER
Mofa – Punk Rock Fuck Off
„Der Punk hat ein neues Gesicht – Mofa!“ Wenn das mal
nicht hohe Ansprüche sind, die die Band sich auferlegt. Die Jungs auf dem Cover
erinnern dann eher an die Mitglieder des Tennisclubs in der niederländischen
Serie „Die Flodders“. Tenniskleidung sieht auch bei Musikern doof aus!
Dazu dann noch der Bandname „Mofa“, der erinnert mich an
meine Jugendzeit, die meist frisierten Knatterkisten waren tierisch angesagt
und keiner wusste warum. Seine Freundin, falls man überhaupt eine hatte, konnte
keiner damit spazieren fahren und meist überholten alternde Hollandräder (da
wären wir wieder bei den Flodders) mit platten Reifen diese nervigen Dinger.
Einige dieser Kisten hatten zwar zwei Gänge, die Handschaltung klemmte aber oft
und nicht selten wurden die Fahrer von der Polizei angehalten, obwohl sie mit
ihrer Kiste bergab gerade mal die 30 km/h schafften.
So muss dann wohl auch eine neue Punkband genannt werden,
die auf sich aufmerksam machen möchte! Oder eben auch nicht! Mit dem Einlegen
ihrer CD „Punk Rock Fuck Off“ (ein Titel wie die Kleidung auf dem Cover)
schaffen es die Kölner dann eine frisch und hoch frisierte Version ihres Mofas
durch den Äther zu schicken. Der Punk der Kleinbiker zeigt kein neues Gesicht,
doch er macht Spaß. Während des ersten Hörens kann man sich auf seinen
Fahrradhometrainer setzen und das Tempo hochhalten. Punk kann verdammt poppig
sein und viele Uuuuhs im Background formen die Gute – Laune- Musik mit Niveau!....
Dieses Mofa sollte auf der Rennstrecke betrachtet werden.
Live und ohne Filter!
(Sven)
www.popkiller.de
Vielen lieben Dank!
Mofa