Der erste Gig dessen Anreise wir vom neuen Porberaum aus gestartet haben ... und ich muss sagen, es ist eine Wohltat nicht ständig 4 Etagen in diesem Stinkebunker - der übrigens erst letzte Woche zum zweiten mal in diesem Jahr gebrannt hat - hoch und runter latschen zu dürfen um nochmal nachzuschauen ob nicht doch noch was vergessen wurde.
Um kurz vor 15.00h wollte man sich also treffen um nochmal das Intro, unseren neuesten Song der leider nur noch nicht fertig wurde, durchzusprechen und ggf. nochmals durchzuspielen - doch die ersten liefen gegen viertel nach erst langsam am Proberaum ein ... wo ich bereits lange genug gewartet und das Schlagzeug dann doch schonmal zusammengesammelt habe. Schade, konnten wir den Song halt doch nicht mehr durchplanen ... aber ich war dann ja auch später auf der Bühne derjenige der dabei ganz klassisch verkackt hat -.-
Die Fahrt nach Bergisch Gladbach ins Q1 wurde lang und warm, denn die komplette Band musste sich nebst Instrumente in Bael's Mondeo ohne Klimaanlage klemmen. "Pumakäfig" trifft das schon recht gut - ein Glück also, dass die Fahrt in den Vorhof von Köln nur etwas über eine Stunde dauert o.O. Unterwegs haben wir schön die deutsche Fahne geschwenkt, denn man is ja doch irgendwie Stolz auf die eigene Manschaft, auch wenn man von Haus aus kein Fußballfan ist.
Dann die große Ernüchterung am Zielort: Das Q1 liegt, wie der Stadtname es schon vermuten lässt, auf einem Berg. Toll. Und wir müssen da irgendwie hoch.
Zeitgleich mit uns ist ebenfalls die eine Hälfte von
Van Skaat, einer grandiosen SKA-Band wie ich an dieser Stelle anmerken muss, angekommen. Ohne die Jungs hätten wir bestimmt den ersten Teil des Abends damit verbracht den Eingang zu suchen.
Anna von RfdR hat uns dann im Q1 rumgeführt und uns einen Backstage-Raum überlassen der definitiv seines Gleichen sucht:
* 2 Fernseh-Geräte
* Riesige Kühlschränke
* Süßigkeiten :D
* 4 Kästen Kölsch (
Nein, ich schreibe mit Absicht nicht BIER)
* ein Klavier o.O
Was macht man wohl als erstes, wenn man an einem 24. Juni 2006 gegen 16.50h in einen gut klimatisierten Raum mit 2 TV-Geräten und einen Arsch voll Kölsch kommt? Richtig. Wir haben uns mit den anderen Bands hingehockt, die ersten Kannen geöffnet und der deutschen Nationalmannschaft beim Einzug ins Viertelfinale zugeprostet ^^
Schade nur für Strandgut, die erst wegen ihrem Maskottchen Arne zu spät kamen und das 1:0 in der 4ten Minute verpasst haben und dann auch noch im entscheidenen Moment mit dem Soundcheck dran waren ... aber die Hauptsache ist ja, dass wir gewonnen haben!
Dieses Mal durfte übrigens jeder mal 'nen Soundcheck machen, keine schlechte Sache, auch wenn man dafür alles mehrmals auf und abbauen durfte.
Im Backstageraum hat uns dann ein Freund von Stradgut den ganzen Abend mit klassischer Musik am Klavier begeistern - und überhaupt konnte da irgendwie jeder Klavier spielen, wie gespenstisch.
Als wir dann so gegen 22.00h die Bühne betraten war die Hütte gerade mal nicht so voll, denn wegen den herschenden Temperaturen verflüchtigte sich das bis vor wenigen Minuten noch ausdauernd zu Van Skaat tanzende Publikum nach draußen um frische Luft zu schnappen. Ob es dann bei unserem Gig schnell wieder voller wurde, oder ob sich die zumeist 14 Jährigen erst am Ende unseres Sets wieder reingetraut haben kann ich nicht sagen, denn die Scheinwerfer standen mir mal wieder genau in die Visage ausgerichtet, weshalb ich beim spielen auch wieder lieber den treuen Ventilator neben mir oder die Fußmaschine unter mir angeschaut habe.
Außerdem hatten wir diesmal die Premiere, dass sowohl Bael als auch ich mit einem Mikrofon ausgestattet wurden um nicht alle Laberarbeit an Nadine hängen zu lassen ... ich weiß auf jeden Fall jetzt auf ein neues, warum ich nicht der Sänger dieser Band bin! ;)
Einziges Problem bei unseren Mikrofonen war nur leider, dass sie während den Songs immer vom Toni abgeschaltet wurden und deshalb die ersten Redeschwälle von uns im Applaus des Publikums untergegangen sind ...
Als Zugabe gab's diesmal "Cats in the Cradle" von uns ... schon cool wie ein total verunstalteter Cover-Song so gut bei den Gästen ankommen kann :D
Dieses Mal werde ich bei den Fotos wohl auch eins von Jonas, dem Drummer von DROW, einstellen ... der hat präventiv das komplette Schlagzeug mit Gaffa-Tape an der Bühne festgeklebt nachdem er nun wohl mehrfach schlechte Erfahrung mit geliehener Hardware gemacht hat. Es hat uns schon 'ne ganze Menge Kraft gekostet das Set danach wieder zu befreien ... wir hatten ja keine Schere ...
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