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VISIONS

Visions Magazin


Last Updated: 12/7/2009

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Gender: Male
Status: Single
Age: 19
Sign: Capricorn

City: Dortmund
State: Nordrhein-Westfalen
Country: DE
Signup Date: 3/31/2006

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Monday, November 09, 2009 
„Alles fing auf dem Dachboden meiner Eltern an. Da lag die allererste Gitarre meiner Mutter. Eine uralte Konzertgitarre aus den 60er Jahren. Mich faszinierte, dass man die Töne verändern könnte, je nachdem wo man die Saiten runterdrückte. Ich war etwa zwölf. Irgendwann sah ich die Osterrocknacht im Fernsehen. Mit Faith No More, Social Distortion... Das fand ich so geil! Und wollte danach natürlich unbedingt Gitarre spielen lernen. In den anderen alten Sachen von meiner Mom fand ich dann Peter Burschs Gitarrenschule. Mit einer Flexi-Disc anstatt einer CD zum Begleiten. Irgendwann wollte ich mehr als einfache Dur- und Moll-Akkorde, bequatschte meinen Vater und bekam kurz darauf meine erste E-Gitarre, eine billige ‚Stratocaster‘-Kopie. Dann fing ich an Millencolin und andere Skatepunk-Bands nachzuspielen, später Turbonegro, dann Hot Water Music.

Meine jetzige Gitarre kaufte ich in Münster, Reggae Time hieß der Laden. Eine Di Amont. Die sah so seltsam aus, hatte so eine ungewöhnliche Farbe – jeder normale Mensch hätte direkt gedacht: ‚Auf so was hat kein Junge Bock!‘ – gerade das fand ich super. 850 Mark kostete die damals, werden heute nicht mehr hergestellt. Als wir unsere erste Platte aufnahmen, hatte ich die Gitarre satt und kaufte mir eine Fender ‚Telecaster‘. Damit spielte ich das komplette erste Album ein. Irgendwann hatte ich die aber auch satt. Du bist im Sound sehr eingeschränkt, eine Tele klingt immer wie eine Tele, da kannst du noch so viel eigenen Stil haben. Also kramte ich die alte wieder aus und ließ sie komplett überholen. Dazu spiele ich den Vox ‚AC 30‘. Vorher hatte ich auch mal einen Marshall. Aber das war mir alles zu bratig, zu viel Punk, ich wollte, dass auch mal was klingt. Ich hatte einen bestimmten Sound im Kopf, wie Devo vielleicht. Scharf, kantig, fast ätzend. Der ‚AC 30‘ kam dem am nächsten. Ich spiele den meist im ersten Kanal, der zerrt schon mit Lautstärke recht gut. Dazu habe ich ein Pedal, mit dem ich den Input umlege, der Vox hat noch einen Top-Boost-Eingang für mehr Druck, das kann ich damit umschalten, in Refrains etwa, schließlich bin ich der einzige Gitarrist, da muss ich schon etwas Raum nach oben haben. Ich stehe auf diesen Editors-ähnlichen Hallsound. Den erzeuge ich mit dem Pro-Co ‚Rat‘ und dem Electro-Harmonix ‚Holy Grail‘-Reverb. Dazu ein bisschen Sättigung – perfekt. Auch habe ich ein Delay, das benutze ich gerne für kurze Slapback-Delays, zum Beispiel bei A Place Where You Belong und für etwas längere ‚U2-Delays‘. Anfangs war mir mein Sound egal, mittlerweile will ich so gut klingen wie möglich. Problem dabei: Ich hasse Musikläden! Da bekommt man innerhalb von fünf Minuten Dummdreistigkeiten um die Ohren gehauen, das reicht fürs ganze Jahr.

Mein Stil ist eindeutig von der amerikanischen Emo-Punkrock-Schule beeinflusst. Jimmy Eat World, Get Up Kids... Diese Sachen. Es gibt diesen typischen Emo-Akkord. Irgendein offener 9er-Akkord. Darauf endet fast jeder Song von damals. Als ich das herausfand, fing ich an, damit herumzuexperimentieren. Ich grub alte Soul-Platten aus, guckte mir da Sachen ab. Ich mag keine einfachen Akkorde, eher filigran mit viel Harmonie.“

Aus VISIONS 200 - die Jubiläums-Doppelausgabe!