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Holger Burner



Last Updated: 12/20/2009

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City: Hamburg, formerly Kassel
Country: VE
Signup Date: 5/24/2006

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Tuesday, September 15, 2009 
Liebe Genossinnen und Genossen,

Liebe Freundinnen und Freunde,

 
Wir rufen am Do. 17.09. zu einem gemeinsamen Aktionstag für Arbeit, Ausbildung und Übernahme auf. Ab 17 Uhr werden wir am Bahnhof Altona (Ausgang Ottenser Hauptstraße) einen großen Aktionsinfotisch veranstalten, der zwei größere Aktionen beinhaltet. Einmal werden wir in Form eines Straßentheaters überspitzt den Konkurrenzkampf um zu wenig Ausbildungsplätze darstellen und dann wollen wir bei einigen Firmen und Geschäfte in Altona, die sich nicht gerade durch Eifer beim Ausbilden auszeichnen, persönlich vorbei schauen.

 

Wir würden uns freuen, wenn ihr bei der Aktion mitmachen wollt, bzw. wir die Aktion gemeinsam organisieren und dafür mobilisieren. Wenn ihr noch eigene Ideen für den Aktionstag einbringen möchtet, wäre das natürlich noch besser.  

 

Der 17.09 ist ein bundesweiter Aktionstag vom “Wir zahlen nicht für eure Krise!”-Bündnis,  das am 28.03 die Großdemonstrationen in Frankfurt und Berlin organisiert hatte. Es wird in vielen Städten Proteste geben. Wir unterstützen auch die Kampagne „Operation Übernahme“ der IG Metall Jugend. 

 

Wie ihr ja wisst, sehen die Perspektiven, insbesondere in Zeiten der kapitalistischen Krise, für junge Lohnabhängige schlecht aus. Schon jetzt haben Jugendliche ein doppelt so hohes Risiko arbeitslos zu werden, als andere Beschäftigte. Die neuesten Zahlen gehen bundesweit von mindestens 200.000 fehlenden Ausbildungsstellen aus. Dazu kommt im nächsten Jahr in Hamburg ein doppelter Abschlussjahrgang, was die Ausbildungssituation erheblich verschlechtern wird.

 

Die "Financial Times Deutschland" berichtete am 24.08 unter Berufung auf mehrere Spitzenmanager von einem Stillhalteabkommen zwischen Regierung und Wirtschaft um auf Entlassungen im größeren Stil bis zur Wahl am 27. September zu verzichten. „Nach der Wahl wird sich das ändern und das ist auch ganz normal“, so im selben Artikel der MAN-Vorstandschef Samuelsson. Der BDI rechnet nach Auslaufen der Kurzarbeiterregelung mit einer Entlassungswelle, während die Bundesagentur für Arbeit allein dieses Jahr durch Kurzarbeit ein 11 Milliarden Defizit aufweist. Das alles wird auch bedeuten, dass eine Übernahme nach der Ausbildung immer seltener wird und Ausbildungsplätze gleich gestrichen werden.

 

Die Staatschulden sind bei 1,6 Billionen Euro. Egal wer nach der Wahl regiert, uns droht ein hartes Kürzungsprogramm, eine Agenda 2020 kombiniert mit dem Guttenberg-Papier. Keine der realistischen Regierungenkoalitionen wird auf den Schuldenberg eine andere Lösung wissen, als soziale Rechte weiter abzubauen.

 

Um von den Entwicklungen nicht vollkommen überrollt zu werden,  wollen wir mit euch den Kontakt knüpfen, um dann wenn es im einzelnen Betrieb brennt, schnell Solidarität zu organisieren und gemeinsam den Kampf um jeden Arbeitsplatz zu führen. Das Ganze dient auch als Auftakt zum nächsten Bildungsstreik in Hamburg, zu dem dieses mal Auszubildende gemeinsam mit SchülerInnen und Studenten mobilisiert werden sollen.

 

Mit solidarischen Grüßen,

Fabian Thiel

 

 

Unterstützt vom:

Hamburger Bildungsstreikbündnis, Linksjugend['solid] Hamburg und der Sozialistischen Alternative (SAV)