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VortexSoundTech



Last Updated: 10/16/2009

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Status: Single
City: Braga
Country: PT
Signup Date: 5/27/2006
Monday, September 22, 2008 

Category: Music
Stephan P.
VORTEXSOUNDTECH: FIERY SILENCE
Drum'n'Bass trifft Blood Axis.

Viel her machen tut die Verpackung nicht und das soll wohl auch so sein, denn Drum'n'Bass war seit jeher eher Musik als Drumherum und überflüssiger Schnick-Schnack. Sozusagen das Gegenteil von Neofolk und dem Schein konterkariert zum Sein.
....Hey was soll das hier, dieses Zerfransen der Ränder von nonpop nervt doch langsam...
Aber Jungs und Mädels, hier verdient keiner Geld mit seiner Textarbeit und daher laßt uns einfach schreiben, loben, hassen und totschweigen, wenn oder was wir wollen.
Feurig still beginnt das einundvierzig Minuten lange Werk, gequasselt wird selbstredend auf Portugiesisch und plötzlich: ein Frauenschrei. Pause. Ein satanischer Priester scheint uns die Messe zu lesen. Assoziationen zu BLOOD AXIS und RADIO WEREWOLF kommen mir in den Sinn, Mann, diese Stimme, das ist doch der MOYNIHAN... Oder? Ist er natürlich nicht. Aber auch wenn hier keine neuheidnische und satanische Botschaft vorgetragen wird, reicht es für eine gehörige Portion martialischer Dunkelheit. Dann kracht es wieder – ein typischer Drum'n'Bass-Beat beginnt zu tanzen, durchsetzt mit diversen Klangraffinessen. Und weiter geht's. Ich gedenke der besten Tage von THE PRODIGY, weil ich denke, dass VortexSoundTech ab und an mal ganz ähnlich klingen. Vielleicht aber auch nur, weil ich seit Jahren kein Zeug mehr wie dieses gehört habe?
Der Trumpf ist in der Tat die stimmliche Untermauerung des schnellen und tanzbaren Sounds. Ob nun Samples oder Ansprache – es klingt mysteriös und martialisch und genau das macht es für meine Ohren gefällig. Hinzu kommt, daß ich Drum'n'Bass bisher für eine recht eintönige, gleichklingende Electro-Sauce hielt, "Fiery Silence" hingegen hat auch ruhigere und klarere Momente. Zum Ende hin wird's experimenteller, verfrickelter und ein wenig stiller.

Zusammengefaßt: Die "feurige Stille" ist ein starkes Drum'n'Bass-Album, welches mit den Adjektiven "dunkel" und "mystisch" versehen werden kann. Es lassen sich starke Anknüpfungspunkte zu Electro und Industrial finden. Keine Sekunde langweilig, mitunter vielleicht ein wenig zu schrill. Die eher spartanische Aufmachung (vier Seiten Booklet in Standard-Plastiksarg) mindert die Freude ein wenig...


 
Stephan P. für nonpop.de


http://www.nonpop.de/nonpop/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=1605