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Salzburg, Oida – Where have we gone wrong? ---- Auch wenn ich gerade alles andere als gesund und – in bester Studentenmanier – stinkfaul die Wohnzimmercouch dem unbequemen Klappstuhl im Hörsaal vorziehe, scheint es mir jetzt – wo gerade die akustische Version von "Keen Insight" im Hintergrund verklingt – gerade der rechte Zeitpunkt zu sein, wieder einmal einen kleinen Ausflug mit den Jungs von CHEEK DAKOTA Revue passieren zu lassen. In dieser Ausgabe: ROCKHOUSE BAR – Salzburg, geschehen am 22. März 2007. Mit dabei: ONCE TASTED LIFE. Und nein, FACE THE IMPACT haben nicht als Headliner gespielt.
Es ist ja beinahe schon was Elitäres. Dieses Unterwegssein. Und auch wenn diverseste große Bands laufend mit diversen Statements versuchen, das Touren in den Dreck zu ziehen – es gibt trotzdem diesen Ungewissheitsfaktor. Eine Gruppierung an Kerlen fährt Irgendwohin. Und dort kann alles passieren. Ja, genau – Alles. Und sehr viel Unerwartetes. Und alleine dieser Nervenkitzel ist es doch wert, oder? Das Motto zum Programm machen…das ist's wohl auch, was Drummer Sebastian überhaupt nach Salzburg jagt, denn mit seinem schmerzenden Weisheitszahn kann er sich sicherlich auch Feineres als das Aktuelle vorstellen.
Die Reise nach Salzburg ist kurzweilig. Angenehmer Verkehr - keine richtige Rauchpause, weil obligat verspätet – und irgendwie auch jeder für sich. 4 Mann im Bus (Gitarrenmann Slu soll noch mit dem Zug nachkommen), nur halt jeder mit sich. Irgendwie liegt der Stress und die Verspätung doch ein bisschen ungut in der Luft…naja…schließlich bleibt der Bus aber doch vor dem ROCKHOUSE stehen und schleunigst wird das Equipment von draußen nach drinnen geschafft. Drinnen im Rockhouse ist es nicht nur angenehm, sondern auch angenehm warm und sympathisch. Auch der Backstage-Raum gibt mit seinem Charme das her, was ihm an Fläche fehlt. Die Veranstalter und Techniker sind ebenfalls sehr sympathische Typen. Kurzum: allen geht's gut, und einen Wuzzler gibt's auch…Rockerherz, was willst Du mehr? Gesund sein! Auf jeden Fall, denn in der Zwischenzeit hat sich beträchtliche Temperatur breit gemacht, und eigentlich ist mir mehr danach, mit der Bettdecke kuscheln, als zu warten, was denn wohl passieren wird…
Vielleicht wären ONCE TASTED LIFE, die sich für 19:00 Uhr angekündigt hatten, auch nicht schlecht, denn die Herrschaften sind ebenfalls ein wenig verspätet, schließlich geht doch alles ohne wirklich Komplikationen wunderbar nach Plan. Bloß Slu lässt sich noch bitten. Ein Anruf nach dem anderen führt in die Mailbox, SMS bleiben unbeantwortet, und so herrscht um 10 Minuten nach 21 Uhr immer noch Ungewissheit, ob der Herr an der Gitarre wohl in Salzburg dem Zug entsteigen und per Taxi ins ROCKHOUSE kommen würde, oder per „Ich schlaf grad so gut"-Ticket bis Innsbruck weiterfahren würde. Glücklicherweise ist er wenige Minuten später da und gesamt CHEEK DAKOTA sind sehr erleichtert. Achja…Gulaschsuppe gibt's auch. Und was für eine.
Kurz darauf beginnen ONCE TASTED LIFE mit ihrem Gig. Und zu diesem ist eigentlich nicht viel zu sagen…Toll, toll, toll – und in dieser Meinung unterstützt mich wohl auch das zwar spärlich aber immerhin doch anwesende Publikum. Ein bisschen Pogo hier, ein bisschen Mitwippen da – sehr gut, setzen. Und viel Spaß beim Feiern. Sehr nette Kerle, diese Band, wirklich wahr.
Umbaupause, Zack, Pragg, CHEEK DAKOTA. Mit einem Set, das wohl niemand erwartet hätte, weil a) neue Songs b) Zugaben
Das – Punkt b – hat man bei CHEEK DAKOTA „neu" seit dem Sommer 2006 meines Wissens noch nicht gesehen. Und hast du's nicht gesehen, wird's ihnen auch von etwas Pogo hier und etwas Mitwippen da gedankt. Naja…Die Party ist vorbei. Besuchertechnisch war das heute nicht so ganz das große Kino. Die Ursachenforschung dazu lässt uns ein, zwei Stunden später auf dem Uni-Fest der Uni Salzburg aufkreuzen. Und wenn ich sage, dass dort was los war, dann mein ich das verdammt nochmal auch so. Musikalisch zwar vielleicht nicht soooo wertvoll, aber extrem voll. "Was tu' ich eigentlich hier?", frage ich mich…Wie war das nochmal mit dem Fieber? Achja…da haben wohl ein paar Bier drüber weg geholfen, und darum hab ich auch kein Problem damit, per Taxi mit Marco, Friesi, Merch-Mann Mini und noch zwei Leuten, die wir von diesem Fest, das leider schon um 3 dicht gemacht wird, mitgenommen haben, noch „woanders" hin zu schauen. Tja…und um den Bogen zum Anfang herzustellen…erinnern Sie sich, werter Leser, noch an den eingangs erwähnten Ungewissheitsfaktor? Ja? Ha…Ebendieser trifft nämlich plötzlich voll zu, als alle Lokale geschlossen haben. Alle Lokale? Nein, da drüben – Auf der anderen Seite des Flusses, da hat noch eines offen…wir sind dort auch noch bis 5 Uhr früh drinnen…auch wenn das eine Schwulen- & Lesben-Bar istz. Sündhaft teuer, wie ich im Nachhinein anprangern möchte. Und ganz wichtig: „Oida! Mia gengan nu net ham!", so unser Motto. „Oida! Es gehz hiazn!" die wenig kooperative Antwort seitens des Barkeepings. „Kaunst jo scho moi vua geh, Oida!". Oder so halt. Hauptsache: „Oida!".
Naja…Spaßig ist's dennoch – nicht zu knapp. Einer kürzeren Nachtruhe, die mich wieder sehr ans Fieber erinnert, folgt die Heimreise…und die ist ziemlich wie die Anreise…Nur diesmal zu fünft. Eine tolle Reise mit Riesenspaß und imposanten Erlebnissen geht zu Ende.
Danke fürs Mitnehmen; ich hoffe, ich hab euch nicht angesteckt.
-- ___[Max Zellhofer]______________________________________________
6:13 PM
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