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mimu : for a better vision threehundredsixtyfive letters for john.

mimu



Last Updated: 12/19/2009

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Sunday, November 09, 2008 
mimu und ihr liebenswürdiges Universum
Miriam Mone schnitzt friedlich an sich selbst und erzählt dabei Geschichten.


Sie ist ein Hansdampf in allen Gassen, eine Malefizkerlin, kreative Tausendsassarin. Sie reagiert auf Situationen, Zustände und ergänzt sie auf konzeptkünstlerische Weise. Sie gibt ihren Senf dazu und baut sich Stück für Stück ihr eigenes Universum, in dem sie Kaiser und Hofnarr zugleich ist. Ein Universum erfüllt von chansonartigen Elektrosäuseleien, die sanft aus den Boxen tröpfeln, bittersüßer digitaler Romantik und durchflutet von der wunderbaren Schizophrenie des Internets.
Und sie ist vielseitig. So vielseitig, dass sie nicht genau weiß, wo sie sich in der heimischen Kunstszene einordnen will. Musik, Performance, Text, Grafik, Visuals - die Liste ist lang. Definitiv aber treibt sie in einer „digitalophilen, subkulturellen Strömung", die sich durch Idealismus und Individualität auszeichnet. Und vom Grund des kreativen Flusses taucht sie Humor und tödlichen Ernst, Wahrheit und Lüge, Perlen und Dreck auf.

„Ich erfinde Schwachsinn, der dann irgendwann komischerweise doch Sinn macht, als ob es Absicht wäre."

Das Hauptwerk ihres Schaffens ist sie selbst, wobei noch nicht absehbar ist, wann Miriam Mone aka „mimu" mit sich fertig sein wird. Oder was sie dann mit sich anstellt. Ein wirkliches Ziel gibt es nicht, nur das Leben in ihrer persönlichen „User-Illusion" und deren Gestaltwerdung, auf welchem Weg auch immer. Netzkulturen und ihre Eigenheiten sowie die formale Rhetorik des Internets als Stilmittel verschmelzen in ihrem Schaffen radikale Kontraste zu einem großen Ganzen. Wichtig sind die erzählte Geschichte und die „Benutzerfreundlichkeit". Das jeweilige Produkt soll eine sofortige Reaktion hervorrufen, „ohne dass der Konsument vorher eine Gebrauchsanweisung fressen muss."

„Vielleicht verschenke ich mich aus Dankbarkeit an meine Mutter und sie hängt mich in ihrem Wohnzimmer auf. Oder ich verkaufe mich an den meistbietenden Nächstbesten. Oder ich vergesse mich in einer Räumlichkeit, die zur Aufbewahrung von Dingen dient, die man eigentlich nicht mehr braucht, von denen man sich aber noch nicht endgültig trennen kann."

Nach dem Architekturstudium in Graz verließ sie den „heimatlichen Sandkasten Steiermark", um in Wien Kunst zu studieren. Doch auch die österreichische Hauptstadt wird nicht ihre letzte Station sein, denn Miriam Mone ist „ortlos und stolz darauf". Das Web 2.0 beschäftigt sie besonders. Menschen auf der ganzen Welt sitzen ihr so täglich gegenüber. Ländergrenzen werden transparenter, verschwimmen im Nirgendwo. Chancen hängen vom Menschen ab, nicht von Örtlichkeiten. So stehen auch schon zahlreiche internationale Projekte, Ausstellungsteilnahmen und Internetauftritte in ihrem Curriculum Vitae (Italien, Bulgarien, Slowenien).

„Facebook bringt mich momentan sehr zum Nachdenken. Mittels spielerischer Applikationen werden soziale Daten gesammelt, die ich normalerweise in persona keinem erzählen würde. Oder würdest du zum nächstbesten Fremden in der Straßenbahn gehen und ihm erzählen, mit wem du in den letzten fünf Jahren Sex hattest?"

Schüchternheit und Abgebrühtheit, ein Hang zur Akribie und gleichzeitig die Tendenz, im Chaos zu surfen, Selbstkritik, Einfachheit und Klarheit - Miriam Mone ist ein Tech-Addict, Vegetarierin, erfindet neue Wörter, ist politisch und gesellschaftlich interessiert, mag Medientrash, hat ein viel zu gutes Gedächtnis und gerne eine eigene Meinung.
Trotz ihres künstlerischen Formwandlerdaseins bleibt für sie die Musik und ihre Bausteine (Video, Text, Stimme) die direkteste Form der „Psychohygiene". Und die Zukunft bringt Ungeahntes, Neues und Aufregendes. Gekoppelt an diverse Parameter wie ihren eigenen Puls, Hirnströme und Atemfrequenz geleitet uns „mimu", ohne dass wir es merken, in ihr persönliches, liebenswürdiges Universum.


http://www.kulturservice.steiermark.at/cms/beitrag/10895123/25711218









Mimu beschreibt ein zeitloses energetisches Phänomen der Hypermoderne. Experten vermuten hinter den sirenenartigen Stimmen ein Monster mit 27 Köpfen, die Weltseele oder Schneewittchen. Am sichersten aber eine Mischung aus allem Guten seit der Erfindung der Undurchschaubarkeit. Als wandelnde unsichtbare Wolke, kann ihr Singsang nur zufällig oder mittels unvorstellbar komplizierter Aufnahmetechniken eingefangen werden. Aber das ist eigentlich unrealistisch und mindestens unmöglich. Trotzdem schwebt Mimu in tausend farbigbunten Grauschwarztönen durch die atmosphärische Unendlichkeit und improvisiert Opern und Weltwunder mit der Leichtigkeit von Heliumfedern. Wer ihre Melodien durch verzwickte Windverhältnisse oder aus Zufall an die Ohren getragen bekommt, verfällt in siebenjährigen Winterschlaf, fängt an zu fliegen oder verwandelt sich in zehn verschiedene Einhörner. Textlich ist Mimu überwiegend in den intransparenten Gefilden der kryptischen Multideutigkeit zugegen, wodurch sie Zuhörer in unbekannte Bedeutungsspielräume zur kindlichen Fantasterei oder aber auch lähmende, dafür aber immerhin in Watte gebettete Taubheit versetzt.


heiner.hendrix http://heinerhendrix.blogspot.com/





shopping at the backyard


later to be killed by a tuning fork


water-33
Cobra (avec logo panthère)

 
wow
 
Posted by Cobra (avec logo panthère) on Sunday, November 09, 2008 - 2:10 PM
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mimu

 
press harder nizkie
 
Posted by mimu on Tuesday, November 11, 2008 - 12:25 AM
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