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Coppelius



Last Updated: 11/26/2009

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Friday, November 30, 2007 
Tag 17 (Erfurt)

Bastille: Wir schreiben nun den 10.11.2007 unserer Wasserverkostungskonzertreise. Als ich nun am heutigen morgen mein Bett verließ sollt ich noch nicht ahnen welche ungewöhnlich Wendung dieser ganz gewöhnlich beginnende Tag nehmen sollte. Sie werden sich nun sicher fragen. Warum??? Vielleicht weil Erfurt für sein besonders mildes und bekömmliches Wasser, mit seiner in sich ganz und gar runden und weichen Note bei Zungenberührung und seiner beinahe Fruchtig frischen Bekömmlichkeit bei Gaumenbenetzung sowie der vollen Entfaltung des würzigen Geschmacks im Abgang, bekannt ist und somit meine Sehnsucht nach der Wiener Spezialität getilgt werden sollte??? Für alle, welche an diesem denkwürdigen Tag nicht anwesend sein konnten, hier nun die Erklärung.
Es war für alle eine Große Enttäuschung als wir erfahren mussten, daß die Zugmaschine (beladen mit allerlei technischer Gerätschaft, welche für den reibungslosen Ablauf des Abends garantieren sollte) wohl nicht rechtzeitig in Erfurt ankommen sollte. Alles Hoffen und Bangen brachte nichts, denn als auch nach Stundenlangen warten immer noch keine Kutsche in sicht war (ich hatte inzwischen alle Hebel in Bewegung gesetzt und ein Viergespann der Zugmaschine entgegengeschickt) wurde die Entscheidung gefällt das Konzert ausfallen zu lassen bzw. auf den 30.11.07 zu verlegen. Auf meinen Vorschlag hin, man möge doch auf die elektrische Verstärkung verzichten um ein rein Akustisches Konzert zu geben (mit der Erläuterung Coppelius habe fast ein gesamtes Jahrhundert unverstärkt auf aufgespielt, da die Elektrizität noch nicht erfunden war) erntete ich lediglich unwirsche und verständnislose Blicke. Da nun der Coppelianische Bühnenaufwand wesentlich geringer ausfallen sollte als der von Subway To Sally, wurde die Idee in den Raum geworfen, dem bereits vor der Tür wartenden Auditorium einen gemütlichen Kammermusikabend mit Coppelius als Entschädigung darzubieten. Es sei mir an dieser Stelle gestattet allen Helfern und Helfershelfern einen Tiefen Dank auszusprechen, da ohne deren mitwirken, auch dieses Unterfangen zum scheitern verurteilt gewesen wäre. Ein besondere dank gilt Herrn Eric Fish welcher uns mit dem Stück Rigthful King half die anwesenden in rege Entzückung zu versetzten. An den restlichen Abend vermag ich mich auf Grund der Aufregung und der langsam einsetzenden Wirkung des Absinths nicht mehr zu erinnern. Ich ließ mir jedoch soeben vom Herrn Grafen mitteilen, daß es der Zuhörerschaft wohl gefallen habe. Ich freue mich.