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Tuesday 03/03/2009 


There's a new girl in town. Und alle drehen sich nach ihr um. Sie sieht zwar aus wie ein Model, ist aber keines. Sie trägt Kleider wie in einem Modezeitschriften Editorial, läuft aber auf der Straße damit herum. Bisher stand sie häufiger hinter der Kamera, als davor, überschattet von denen, die sie berühmt gemacht hat: Models, Fotografen und Sternchen.
Aber seit Streetstyle Fotografen, darunter besonders eifrig Jak&Jil, alles und jeden in den Stand von Modeikonen erheben, ist sie ganz vorn mit dabei: die Editorialista.

Sie hat exklusiven Zugang zu den schönsten Kleidern der Saison und weiß immer als Erste, was wann und wo zu tragen ist. Sie kennt die Designer, sie kennt die Einkäufer, sie bekommt (wahrscheinlich) alles günstiger und schneller als der Rest. Sie ist das neue It-Girl, aber im Gegensatz zu Hohlbirnen wie Paris Hilton oder Cory Kennedy, hat sie einen Job: Sie arbeitet als Redakteurin bei der Vogue oder der Elle. (Natürlich (!) nicht bei den deutschen Ausgaben.
)
An der Spitze dieser neuen Gattung steht ungeschlagen Carine Roitfeld, Chefin der französischen Vogue. Umgeben wird sie von ihrer Stil-Armada: Mélanie Huynh, Emmanuelle Alt, Claire Dhelens und Geraldine Saglio, alle fast so oft fotografiert wie ihre schöne Chefin. Kennzeichen der französischen Truppe: geschlossenes Auftreten in Stil und Form.

Daneben glänzen Kate Lanphear mit ihrem wasserstoffblonden Kurzhaarschnitt, Style Director des Elle Magazins, Taylor Tomasi, Accessory Director der Teen Vogue und die schöne Italienerin Giovanna Battaglia, Fashion Editor bei der L'Uomo Vogue. Hinterher hinkt dagegen ganz gewaltig Anna Wintour, die Chefin der amerikanischen Vogue ist mir ihrem konservativen Stil keine führende Figur bei diesem Phänomen. Die Editorialistas sind in diesem neuen Spiel deshalb so gut, weil sie die Regeln machen. Sie tragen schon jetzt das, was wir alle noch sehnsüchtig anschmachtend. Ihr Kombinationstalent ist bemerkenswert und ihr Modemut ungebrochen. Was sie tragen, ist das was zählt. Modeblogs nehmen jede Regung auseinander, wenn Carine Roitfeld den Kragen ihres Margiela Mantels lieber nach unten schlägt, ist das schonmal einen Blogeintrag wert. Früher schubsten die Editorialistas die Models in den Vordergrund, jetzt stehen sie selbst dort.


Nachteil dabei ist, dass der Schönheits-Druck steigt. Um in der nicht gerade für ihre Rücksichtnahme bekannte Modebranche zu bestehen, muss man sich anstrengen. Wer über Mode schreiben will, sollte auch super aussehen: Modelfigur ist Pflicht.
Wie soll man sonst in die schönen Samples passen? Die Tage, in denen Frauen wie Suzy Menkes oder Cathy Horyn, beide weit entfernt von Modelmaßen oder dem Willen für die perfekte Frisur 3 Stunden früher aufzustehen, erfolgreich werden, scheinen gezählt. Der Nachwuchs muss, will er ernst genommen werden, stetig ein aus dem Ei gepellter Gast in den besten Streetstyle Blogs dieser Welt sein.

Und nicht nur im Print ist das so - auch online sind die am erfolgreichsten, die schön, stilsicher und fotogen sind. Da wird die Relevanz eines Modeblogs schon mal in Frage gestellt, weil eine der Autorinnen die falschen Socken trägt oder der Blog aufgegeben, weil das Geld für neue Kleider fehlt. Als Kennzeichen einer neuen Oberflächlichkeit steht diese Entwicklung dem Versprechen der Modeblogs, Mode demokratischer und offener zu machen, entgegen. Wo es eigentlich darum gehen könnte, altbekannte Stereotype zu brechen, werden diese nur gefestigt. In diesem Spiel gewinnt die mit dem geringsten Gewicht, der neuesten Jacke oder der teuersten Tasche. Wahrscheinlich war das in der Modebranche schon immer so, jetzt ist es aber sichtbarer als je zuvor. Tatsache ist, wir sind mitten drin im Spiel und das sollte man, bzw. sollten es die Editorialistas genießen, bis sie vom nächsten Phänomen abgelöst werden.


Bild: Das Team der französischen Vogue, fotografiert von Jak&Jil
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lajessie

 
Ich sage: Daumen hoch. Wie oft ich dieses Phänomen schon diskutiert habe – und wie ungerne man beispielsweise in Paris bei der Modewoche zugegen ist. Denn dort wird dir der Spiegel ganz platt vor die Nase gehalten. Streetstylefotografen fangen erst an, auf den Auslöser zu drücken, wenn die Damen (inklusive high heels, der vielleicht wichtigsten Voraussetzung) 1,80 Meter groß sind und möglichst am selben Tag noch nichts verspeist haben. Der Herr von Jak&Jil setzt nicht auf Kreativität (und doch mag ich seinen Blog...), sondern auf die Damen, die das Glück haben, die neuen Prada-Stiefel noch vor Saisonbeginn zu tragen – alles andere wäre ja Hochverrat.


Wie schon bemerkt, war das wohl immer schon so und wird wohl auch so bleiben. Ich probier es trotzdem mal mit falschen Socken und einem ordentlichen Steak zum Mittag.



 
Posted by lajessie on Tuesday 03/03/2009 - 10:39
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Leila

 
Wenn Myspace nicht grade bei mir zusammenkracht liebe ich es bei dir zu lesen. Nein wirklich, ich bin nämlich eher der ich schau nur Bildchen an Typ.


Ich lese Jak and Jil auch sehr gerne, einfach nur, weil ich es liebe vor meinem PC zu sterben, ich hab doch so ein Faible für hohe Schuhe, der nicht durch Tussigkeit bedingt ist sondern durch mein Fußfetischismus, deswegen werde ich auch oft in die falsche Ecke gestellt, sehr zu unrecht.


Die gute Anna ist ja auch ein bisschen äh reifer will ich es mal sagen, ich fände sie wirklich leicht lächerlich in kurzem Rock und gefühlten 60 cm Plateau.


Natürlich gibt es Jak and Jil und da hat man nur eine Chance, wenn man min 2000 € Wert an sich trägt, aber z.B Sartorialist lichtet ja sehr schöne "Typen" ab, z.B schnuckelige GaranceDore in Schlaghose oder eben den Facehunter. Ich finde die Streetstylelandschaft im Bloggokosmos wirklich sehr Facettenreich, für jeden was dabei.


Daumen hoch für MyspaceLaufsteg, nein ohne Witz ich bin ein totaler Textlesmuffel, aber hier ist es einfach so witzig ( Anspielung auf kein Geld für Klamotten>Blog zumachen haha ja ich hab wirklich gelacht, kommt selten vor).


Ich kann einfach diesen plakativ geschriebenen Modejournalismus (auch auf Blogs) einfach nicht mehr riechen geschweige denn lesen und deswegen lese ich (wir sprechen von lesen und nicht Bildchen anschauen) nur Myspace Laufsteg ( wenn du einen Link postest, ich hasse es etwas nicht im reader haben zu können)und Modepilot. Und mich selbst. Spaß. Ach ja und Zimtundzucker, weil sie nie mehr als drei Zeilen schreibt.


Ok Schluss jetzt.




 
Posted by Leila on Tuesday 03/03/2009 - 11:02
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mahret.

 
Ja Du hast es getan! War auch an der Zeit. Und nu? Was lernen wir daraus? Wie schön, dass wir beide auch ohne HighHeels schon über 1.80m groß sind. Fotografiert wurde ich trotzdem erst einmal. Hm.
Ich muss an meinem Kleiderschrank arbeiten :D
 
Posted by mahret. on Tuesday 03/03/2009 - 14:58
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Lea Loves.

 
welche bloggerin hat ihren blog denn wegen der zu teuren kleider aufgegeben? da habe ich ja mal wieder irgendwas überhaupt nicht mitbekommen.

 
Posted by Lea Loves. on Tuesday 03/03/2009 - 19:09
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sexdrugsblognroll.com
Die Guten

 
Also ich mag Modeblogs ja wirklich gerne, aber das hier nervt einfach wie Sau.


"In diesem Spiel gewinnt die mit dem geringsten Gewicht, der neuesten Jacke oder der teuersten Tasche"?

Gut erkannt.
Aber ist es nicht so, dass auch ihr exakt mit dem letztgenannten Kriterium in die Oberschicht der Modeblogger geklettert sein? Im Klartext: Was - außer einen Job bei der Vogue und Kollegen - unterscheidet euch denn von den bösen Editorialistas?

Auf die Außenwelt wirkt ihr nämlich exakt wie euer "Feindbild": Immer gut angezogen, gerne auch mit Label und überall dort am Start, wonach sich die deutsche Durchschnittsmodeinteressierte die Finger lecken würde. Also kommt mal wieder runter. Ihr habt weit mehr, als den Normalos zusteht.


Konzentriert euch doch bitte einfach auf Mode und hört auf mit der Heulerei. Und atmet mal tief durch. Ihr bloggt, und das läuft. Mehr aber auch nicht.


Damit mach ich jetzt einfach mal 'nen Punkt, weil alles andere den Rahmen dieses Kommentarfeldes sprengen würde. An mehr interessiert? Einfach meine Seite klicken.

 
Posted by sexdrugsblognroll.com on Thursday 05/03/2009 - 15:35
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Laufsteg
MySpace Mode

 
öhem, dieser kommentar überrascht mich. da ich hier zum einen, gar keine outfitpostings zeige - woher willst du wissen, dass ich diesem bild entspreche und zum anderen, ich hier nicht von einem "feindbild" gesprochen habe, ich die "editorialistas" nicht als "böse" beschrieben habe und es hier gar nicht darum ging, irgendjemanden anzuklagen.


warum diese aggressivität? warum dieser verweis auf "mach mal nicht so einen wind"?
 
Posted by Laufsteg on Thursday 05/03/2009 - 15:52
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Lars
Lars M.

 
weil eine der Autorinnen die falschen Socken trägt oder der Blog aufgegeben, weil das Geld für neue Kleider fehlt

Erst mal toller post aber weißt du was ich an dir, lesmads, f&art/twoforfashion.otto.de so krass hasse das ihr einfach immer Journalistinnen, Bloggerinen, Modeexpertinnen verwendet da fühlen sich Modebewusste Herren wie ich die es durchaus in erwägung ziehen würden für die Vogue oder Elle zu arbeiten etwas gekränkt. Ansonsten habt ihr alle Top Blogs und ich lese euch täglich. Oh und noch was das mit dem Blog aufgeben, weil das Geld für neue Kleider fehlt versteh ich nicht ganz hoffe auf aufklärung.

Google Reader machst möglich, weiter so.


lg Lars

 
Posted by Lars on Friday 19/06/2009 - 16:47
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Laufsteg

MySpace Mode


Last Updated: 8/6/2009

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