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Der Moderator Bessing konzentrierte sich besonders auf die Frage der Verwertbarkeit von Blogs - dabei stellte sich heraus, dass selbst die bekannten Blogger wie Diane und Susie nicht von ihrem Blog leben können. Denn Werbung in Bannern auf Blogs lohnt sich immer noch nicht, selbst bei den 15.000 Besuchern, die Susie täglich hat. Warum macht man das also? Nach einigen Statements zur Bedeutung der Leidenschaft für's Thema, der nötigen gehörigen Portion Idealismus und der sehr hilfreichen Arbeitswut für den Aufbau eines guten Blog, kam dann auch endlich die Sprache auf die indirekte Belohnung. Joachim Bessing hatte die Frage inzwischen schärfer formuliert, als er die Behauptung in den Raum stellte, Bloggen sei zwar schön und gut, aber wieso für umme arbeiten, wenn man dafür auch Geld bekommen könnte? Susie, Julia und Imran betonten die vielen Entlohnungen, die man nicht direkt durch den Blog bekommt, die aber mit ihm zusammen hängen - die Menschen, die man trifft und mit denen man arbeiten kann, die Einladungen und Akkreditierungen, die Produkte, die man zugeschickt bekommt, und natürlich die Jobs, die angeboten werden - Susie Lau arbeitet mittlerweile für DazedDigital, Diane Pernet ist schon lange erfolgreiche Printjournalistin und Taltentscout für das Festival in Hyères, Imran Amed arbeitet als Berater und Julia Knolle ist Chefredakteurin von Glam.de - alles Jobs, die ohne die Blogs nicht oder nicht in diesem Ausmaß möglich gewesen wären.

Viele Fragen blieben unangesprochen, vor allem die Zusammenarbeit von Print und Online, wie narzisstisch und selbstdarstellerisch Blogs sein können/sollten, oder der Einfluss von Bloggern auf Designer und Shops könnten noch spannende Themen sein. Das Publikum wurde in die Diskussion nicht einbezogen, obwohl viele sicher einiges zu Sagen gehabt hätten. Leider aber blieb dafür keine Zeit. Definitiv war diese Veranstaltung ein Anzeichen dafür, dass es noch viel Grundsätzliches zu diskutieren gibt und eine Wiederholung oder neue Auflage eines solchen Panels ansteht.
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