Gender: Female
Status: Married
Age: 38
Sign: Aquarius
State: Nordrhein-Westfalen
Country: DE
Signup Date: 6/22/2007
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Saturday, September 12, 2009
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Völlig unerwartet traten zwei gewonnene und wieder verschenkte Ehrenkarten für ein Konzert mit dem WDR Rundfunkorchester in das Leben der - bis dahin nichtadeligen – (und im nachfolgenden nur noch Gräfin H. und Gräfin J. genannten) stolzen Besitzerinnen. Das es sich hierbei um ein Konzert mit dem Namen: „Symphonic Fantasies“ handelt konnten wir anhand der Karten schnell feststellen, aber der wirklich spannende Teil stand dann in der Einladung: Suite – Begrüßung – Buffet - reservierter Parkplatz mit Sondereinfahrtsausweis Schnell wurden noch die nötigen Hintergrundinfos zum akustischen und kulinarischen Großereignis ergoogelt. Pünktlich und voller Vorfreude begaben sich die beiden selbstgeadelten Gräfinnen mit „Erna“ (dem Navigationsgerät von Gräfin J.) auf den Weg in die Arena Oberhausen. Wir starteten frühzeitig, um das Einparken auf dem extra reservierten Parkplatz und das Betreten des roten Teppichs ausreichend zu genießen. (Vielleicht sogar mit Blitzlichtgewitter? ) Das entsprechende Parkhaus war schnell gefunden aber wo war unser schöner Extra- Parkplatz??? Eigentlich spielte der auch keine Rolle, weil das Parkhaus sowieso noch leer war. Schöner Mist, da hat man schon mal einen eigenen Parkplatz und dann findet man ihn nicht, weil alle frei sind. L. Egal, die Gräfinnen beschlossen den Wagen einfach noch mal umzuparken wenn sie ihn noch durch Zufall sehen würden, man hätte ja auch mal ein diamantenbesetztes Hinweisschild aufstellen können… Wenigstens tauchte das Schild „ Arena VIP Eingang – Suiten“ auf, Hurra!!! Stolz wurden DIE TICKETS und DIE EINLADUNG präsentiert und ein (winziger aber immerhin sehr roter) Teppich beschritten. Der Weg zu unserer Suite war schnell erklärt und gefunden, nur die Damentoiletten stellten sich als nicht auffindbar heraus. Hat die Arena überhaupt welche? Dabei fielen den gräflichen Hoheiten vier junge, sehr sympathische Japaner auf, welche einer nicht gerade kleinen Menge Jugendlicher bereitwillig Autogrammwünsche erfüllten und sich fotografieren ließen. Und warum standen Japaner plötzlich vor- und nicht hiter der Kamera? (Leider merkten wir erst beim Lesen des Programms, das es sich hierbei um die vier wichtigen und absolut bekannten Spezialgäste handelte.) Auf Grund der noch immer fehlenden Damentoilette beschlossen wir, gleich in unserer Suite zu verschwinden, und siehe da: Es gab da natürlich eigenes Klo. Ätsch! Wir wurden sofort standesgemäß begrüßt, uns wurden höflichst unsere Jacken abgenommen und man kredenzte uns einen Empfangssekt. Adel verpflichtet eben… Da es sich auch zufällig um unseren Lieblingssekt Marke „Gratis“ handelte, wurde auch noch mal nachgeordert. ;-) Bei Gräfin H. zeigte sich 20 Minuten vor Konzertbeginn die erste Nervosität. Schnell konnte jedoch die Ursache (gewöhnlicher Hunger)geklärt werden und es wurde zum Sturm auf das Buffet geblasen. Und das war lecker!!! Das Konzert begann pünktlich und die Gräfinnen stolzierten mit Sektflöten bewaffnet und ein wenig dekadent wirkend auf ihre Balkonplätze. Ernsthafte Überlegungen, nie wieder ein Konzert ohne eigene Suite zu besuchen wurden nur durch das jähe Klappern mit Tellern und Besteck unserer Mitinsassen unterbrochen… HILFE!!! (Höchstwahrscheinlich handelte es sich um Neureiche oder Kulturbanausen). Ein witziger Moderator kündigte uns die Videospiel-Soundtracks eines der weltweit bekanntesten Anbieters digitaler Unterhaltungsmedien an. Wir ließen uns bereits im ersten von vier Teilen von einem wundervollen Rundfunkorchester verzaubern. Man erlebt schließlich auch als Gräfin nicht jeden Tag so einen absolut empfehlenswerten musikalischen Hochgenuss, noch dazu dirigiert von einem Grammypreisträger! Leider war das Konzert nur zu ca. 2/3 ausverkauft, aber das auffallend junge Publikum wog diesen kleinen Makel wieder auf. Den meisten Zuschauern waren die Melodien der japanischen Komponisten bekannt. Auch die anwesenden Spieleentwickler und Comiczeichner wurden lautstark bejubelt. Den Suite - Gräfinnen konnte diese kleine Bildungslücke jedoch nichts anhaben, sie genossen den ersten Teil eines großartigen Konzerts und ließen sich in der Pause von zuvorkommendem Personal mit Kaffee und Nachtisch verwöhnen. Bedauerlicherweise fiel Gräfin J. noch rechtzeitig ein, dass ihr Chauffeur ausgerechnet heute seinen freien Tag hat und sie von Leckersekt auf Wenigleckerwasser umsteigen musste. Diese drohende Verschwendung wusste Gräfin H. aber auszugleichen. Im 2. Teil des Konzerts durften die, in den Adelsstand Erhobenen auch noch einen der weltbesten Percussion Spieler erleben. Hingerissen hibbelten wir auf unseren Sitzen, während unsere Suite-Mitbewohner im Hintergrund noch immer laut mit den Säbeln rasselten. (Wie lange können manche Menschen essen, wenn es nix kostet?) Der finale Abschluss gelang Orchester und Chor mit dem wohl bekanntesten Soundtrack „ Final Fantasie“. Lautstarker Jubel und stehende Ovationen führten noch zu einer herrlichen Zugabe. Gräfin H. genehmigte sich ausnahmsweise noch etwas Sekt J und Gräfin J. erkundigte sich nach weiteren kulturellen Highlights. Dabei verwickelten Beide den Suite - Empfangsmitarbeiter (dessen Name auf ewig in den Gehirnen der Gräfinnen eingebrannt ist) in ein Gespräch und in kleinkrimineller Art auszuspionieren, wie zukünftig an weiteren Ehrentickets zu kommen ist. Leider hatte der äußerst sympathische Herr nicht ausreichend hauseigenen Sekt getrunken und somit bleibt vorerst leider nur die Teilnahme an weiteren Gewinnspielen und die Erinnerung an einen tollen Abend… Die sektschwangere Diskussion beim Verlassen der Arena (da wird man dann nicht mehr über, sondern nur noch neben dem roten Teppich zu Tür herauskomplimentiert!!!) erspare ich dem Leser an dieser Stelle. (Ist auch die Erklärung für die Anonymität der GräfinnenJ) Vielen Dank an den netten Ticket - Verschenker, wir hatten viel Spaß, bei uns waren die Suite-Ehrenkarten in den allerbesten Händen!
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Wednesday, December 19, 2007
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Meine einzige Weihnachtskarte
Juhu, sie ist da!!!
Endlich – alle Jahre wieder, meine einzige Weihnachtskarte, nur für mich allein!
Gut, mein Nachname ist schon seit 4 Jahren nicht mehr aktuell, aber wen juckt das schon, schließlich handelt es sich hier um eine echte, Handunterzeichnete Weihnachtskarte, deren Motiv mich jedes Jahr in eine Art „Freudentaumel" versetzt.
Nostalgische Gefühle kommen auf, wenn man sich an die gute alte Zeit, ohne E-Mail und SMS erinnert, wo noch regelmäßig bunte Karten im Briefkasten lagen…
Was währe Weihnachten ohne diese einzige, ersehnte Karte mit den besten Wünschen vom Karosseriebetrieb meines VertrauensJ?
Nie hätte ich mir träumen lassen, dass die Behebung eines kleinem, rentnerverursachtem Blechschadens an meinem Wagen eine lebenslange Freundschaft zu einem ortsansässigen Traditionsunternehmen führt.
In diesem Jahr allerdings wurden meine kühnsten Erwartungen übertroffen:
Kein schwarz-weißes Foto eines Oldtimers unter dem Firmenschild als Klappkarte,
nein, B E S S E R:
Von Außen schon ein Hingucker - Fotos der Firmeninhaber aus drei Generationen mit Namen und Zeitangaben ihrer Schaffensphase begrüßen den neugierigen Betrachter. Handwerkstradition seit 1906!!!
Erinnerungen an das Fotoalbum meiner Oma werden wach und stimmen mich sentimental.
Schön dezent in Schnuddelwettergrau gehalten.
Die Innenseite besticht mit Abwechslung – die vierte Generation (noch immer im Familienbesitz) stellt sich, unaufdringlich, auf dezenten schwarz weißen Fotos dem vorweihnachtlich gestimmtem Betrachter vor.
Alle Danken mir für mein Vertrauen und möchten wieder für mich da sein, ich bin gerührt.
Fast schon fühle ich mich ein wenig schuldig, auch in diesem Jahr keinen Blechschaden verursacht zu haben L
Mit dieser liebevollen, von Hand unterzeichneten (aber nur von den noch lebenden Traditionshandwerkern) und mit einer (bestimmt noch angeleckten) echten Briefmarke versehenen Knallerkarte wurde mein Herz auch in diesem Jahr wieder erwärmt.
Für mich ein Stück Weihnachtstradition – denn alle Anderen rufen ja nur an, schreiben Mails oder SMS…
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Tuesday, November 20, 2007
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Tag 1: Um dem l a n g s a m aber stetig voranschreitendem körperlichen Verfall etwas entgegenzusetzen, habe ich beschlossen mit dem Joggen anzufangen . Schließlich schafft das sogar der dicke Elton von Pro7 !!! Dafür eigenet sich in meinem Falle besonders morgens die halbe Stunde vorm Duschen! So. Ich finde für den ersten Tag habe ich genug darüber nachgedacht, morgen gehe ich mutig auf Mitgliederwerbung!
Tag 2: Meine Umwelt reagierte verhalten (bist du bekloppt???) und mitleidig lächelnd auf die Idee, sich körperlich zu ertüchtigen... Es gelang mir weder im Kollegenkreis, noch im Familienverband Gleichgesinnte zu finden. Sogar der Angetraute (in guten wie in schlechten Zeiten?!) dreht sich morgens lieber nocheinmal gemütlich unter der warmen Bettdecke um. Nicht mal die Aussicht darauf, mich mit sportlichem Ehrgeiz und heraushängender Zunge, pfeiffend wie eine Dampflock herumflitzen zu sehen kann Jemand zum Breitensport bewegen. (Und das ist wirklich ein Hingucker!!!) Naja, ein Versuch war es wert. Zumindest gab man mir viele gut gemeinte Ratschläge mit auf den Weg ...
Tag 3: In aller Herrgottsfrühe schlich ich also aus dem Haus, um meinen Mitmenschen den Anblick der weiblichen Ausgabe von Forrest Gump zu ersparen.Dank meiner erlesenen "Tipps für Einsteiger" (laufen, gehen, laufen, gehen) hielt ich auch eine viertel Stunde durch, juchhu ich bin also Steigerungsfähig!
Erkenntnis des Tages: Hundebesitzer müssen morgens auch doof draußen rumlaufen...
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Sunday, October 28, 2007
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Mein erstes Pokerturnier
Wie war das noch mal? Ein Mann sollte ein Haus gebaut, ein Baum gepflanzt und einen Sohn gezeugt haben? Nee, reicht nicht – er sollte auch an einem Pokerturnier teilgenommen haben!!!
Das meinten auch ein paar männliche Freunde - inkl. Ehemann- und auf Grund meiner großen Klappe (wer online pokern kann, kann auch Turniere spielen J ) bin ich eben auch da hineingeraten…
Also, am Freitagabend war es soweit, mit reichlich feuchten Händen ging es ab nach Duisburg, um gemeinsam mit meinen männlichen Kumpanen den Sieg einzufahren.
Im Keller einer heruntergekommenen Spelunke, in die ich allein nie einen Fuß in die Tür gestellt hätte, fand das große Spektakel statt.
Dafür waren wir mit nur 15,- € Startgeld und einem Gratisspiel plötzlich mitten im Geschehen!
Während ich im Gruselkeller (ich erspare euch die Details, die glaubt mir wirklich niemand) noch nach der versteckten Kamera suchte, kümmerten sich meine männlichen Begleiter um die richtig wichtigen Sachen: Getränke!
Meine größte Freude war, dass doch bedeutend mehr Frauen pokern (und zwar richtig gut!!!) als ich angenommen hatte. Die Pokerfreunde (große, kleine, dicke, dünne, schöne, hässliche, coole und völlig nervöse) kamen aus allen sozialen Schichten, eine gelungene Mischung aus Schalke-Proll und Schickimicki…
Grundausrüstung eines guten Pokerers: Sonnenbrille, Goldkettchen, rosa Stringtanga und vor allem: viele Zigaretten. (Ersatzweise kann man auch alberne Basecaps tragen)
Die Luft konnte man schon in Eimern aus dem Keller tragen ehe wir unsere Plätze am ersten Tisch eingenommen hatten. Zum Glück gab es ein kurzes Probespiel für uns „Frischlinge" um die größten Peinlichkeiten zu vermeiden.
(Für mich war das Probespiel aber doch zu kurz, hihi)
Endlich ging das erste richtige Spiel los, 10 Mann nahmen Platz, ich hatte Spaß wie „Bolle", weniger am Spiel, eher an meinen Mitspielern:
Kommt ein nervöser Zwinkertick eigentlich vom vielen pokern oder macht man seine Mitspieler damit nur mürbe? Wieso setzt man mitten im Spiel eine Sonnenbrille auf, obwohl es im Keller nicht mal ein Fenster gibt? Wieso kannten sich fast alle anderen?
Werden Drückerkolonnen heute zu Pokerturnierdealern ausgebildet? Wie viele Jahre Zuchthaus saßen hier mit am Tisch und schaut eventuell die Polizei noch auf eine Stippvisite vorbei??? Ich hatte ein todsicheres Blatt: „all in" – Mist, ein anderer war besser…
Ab zu nächsten Tisch:
Neues Spiel, neues Glück, wieder 10 Freaks zusammen und ich ließ mich von meinem Tischnachbarn für den Mut zum Mitmachen ausgiebig loben, und gab mir das Gefühl mich komplettamputiert für die Paralympics beworben zu haben ;-)
Er gab mir noch den Tipp mit auf den Weg, mindestens 6-7 Std. am Tag zu pokern – ich wollte dafür gleich Montag meinen Job kündige- leider musste ich mich auf Grund vollständiger Selbstüberschätzung recht schnell von meinen Mitspielern am Tisch verabschieden und schaute am Nachbartisch über die Schulter von „Las Vegas" dem Star des Abends. Meine Güte, wie konnte ich 36 Jahre ohne seine Lebensweisheiten überleben?
Tägliche Pokerturniere und regelmäßige Besuche in Las Vegas gehören zum absoluten Pflichtprogramm eines Profipokerers…
Nee, das ist mir dann alles zu stressig und da bleibe ich lieber doch bei meinem Job.
Dann hatte ich noch kurz das Vergnügen den Wirt (Hilfe, dieser Mann bediente wirklich alle Klischees) dieser unglaublich fiesen Kneipe kennen zu lernen, einer Großbaustelle für „Rach, der Restauranttester". Auf Anfrage gebe ich gern die Adresse für Halloweenfeiern weiter.
Wegen anderweitiger familiärer Verpflichtungen und absolutem Versagens im Profipokerbereich verließ ich diese Perle der kulturellen Veranstaltungen bereits nach 3,5 Stunden mit den ersten Anzeichen einer Passivraucherlunge. Allerdings ohne Ehemann, denn der hatte gerade die Qualifikation für das Finale erreicht! Und so sahen wir uns erst um Mitternacht wieder:
Mit Pokal für den 2. Platz und gewonnener Digitalkamera! N E I D !!!
Fazit: Pokerturniere sind ein absolutes „Muß" im Leben. Das wird wiederholt!
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Thursday, October 25, 2007
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Wer mich kennt, der weiß - der nun folgende Blog war unvermeidlich und längst überfällig:
Fast 36.000 km und 6, 5 Jahre nach unserer ersten Begegnung bin ich noch immer verliebt wie am ersten Tag. Mein STARLET P9.
Wie er da stand, im Toyota Autohaus, in seinem herrlich scheußlichem Grün (obwohl ich eigentlich für meine Tochter ein rotes Auto kaufen sollte!!!) und mir mit seinen kleinen Schlitzaugen zugezwinkert hat…
Meine Ansprüche waren ja auch gar nicht so groß, 4 Türen und 2 Airbags, 2 Kasten Bier sollten in den Kofferraum passen, wer braucht schon eine Klimaanlage???
(Als Extra ein Handschuhfach, juhu was will man mehr?)
Mein damaliger Chef (ehemaliger NVA - Kampfpilot, kann mit 75 PS umgehen!) höchstpersönlich bot an, mich zur Probefahrt zu begleiten, eine Tour er – eine ich.
Sein Urteil fiel bereits in den ersten 2 Minuten:
„Der richtige Wagen für Sie, da machen Sie nix verkehrt! Der hat schöne große Ablagen für Bonbonpapier!"
Nachdem wir den Wagen ausführlich über die Piste gejagt und anschließend fachgerecht im Hof des Autohauses auseinandergebaut hatten, schritt ich selbstbewusst zur Preisverhandlung!
Voll bezahlt und alles MEINS!
Das war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft:
Er buckelte mit mir über Kopfsteinpflaster, ostdeutsche Nostalgiestraßen, hat wild gecampt, fuhr mit 5 Personen samt Klamotten und Lebensmitteln inkl. Lenkdrachen nach Bayern in den Urlaub, wurde von der Polizei angehalten (weil er einfach nicht langsam fahren konnte),
zog mit mir in das Ruhrgebiet, beamt sich mit mir über alle Autobahnkreuze und verfährt sich regelmäßig mit mir auf dem Weg zu Ikea…
Und lässt sich am liebsten von Hand waschen! Leider säuft er nur „Super", aber ich würde ihn wohl auch mit Sushi füttern, wenn er das so wollte.
Ehrlich, mein Wagen ist eine Art japanischer Trabbi, ein Stauraum auf Rädern!
Wie viele Grönemeyer CDs haben wir schon zusammen gehört, wie viele Kekskrümel im Innenraum verteilt und wie viel Tonnen Lebensmittel von ALDI nach Hause transportiert???
Noch nie hat er mich versetzt, mich angezickt oder mir die Freundschaft verweigert, obwohl (ich gebe es zu) schon ein paar Versuche unternommen habe, mich von ihm zu trennen!
(Jedes Mal hab ich den Wagen gewaschen, gesaugt und einem Händler vorgezeigt, mir einen albernen Preis dafür angehört, ihn selbst toll gefunden, wieder eingepackt und einfach behalten J )
Mein treuer Freund, meine kleine japanische Reisschüssel, von der auch VW Händler nur Gutes zu berichten wissen (immerhin: Die Modelreihe erzielte mehrfach den 1. Platz beim Deutschen Tüvreport!!!) wird mich wohl begleiten bis die letzte Schraube abgefallen ist.
Bei ihm oder bei mir, je nachdem welcher Fall eher eintrifft…
Selbst das TÜV Männchen erklärt mir bei jedem Besuch: „Der hält ewig, is ein Toyota!"
Anmerkung: Menschen die ihren Wagen richtig lieben, steigen beim TÜV mit in die Grube und stehen ihrem aufgebocktem Wagen bei, wenn der Mann im Kittel mit der Taschenlampe nach Mängeln sucht. Seinen Kindern hält man beim Arztbesuch ja auch die Hand…
Nicht nur ich fühle mit meinem Wagen,
kennt ihr auch das Phänomen: „Meine Stoßdämpfer sind platt", „mein Auspuff kommt" oder „mein Zahnriemen ist fällig"? Solche dämlichen Aussagen kommen wirklich tagtäglich von Autobesitzern aller Fabrikate (von Toyota Fahrern natürlich seltener) und sind ein eindeutiges Indiz dafür, dass wohl so Einige eine Symbiose mit ihrem Blech auf Rädern eingehen. Wieso wohl liest man sonst ab und an von Menschen, welche an einer roten Ampel aussteigen und dem Fahrer im Auto vor ihm das Lebenslicht auspusten, nur weil dieser ihn eben mal riskant überholt hat? Oder sich nach einer Drängelei mitten auf der Autobahn mit Eisenstangen verprügeln? (Soweit bin ich noch nicht und außer einem Homer Simpsons Kissen habe ich nix gefährliches in meinem Wagen dabei J )
Ich hatte unruhige Nächte, als mein Wagen beim Karosseriebauer war, nachdem ihn ein schlafender Rentner die Stoßstange zerstört hat und man mich dann für ein paar Tage mit einem Golf abspeiste!
Immerhin bekomme ich seitdem jedes Jahr eine Weihnachtskarte von dieser Werkstatt…
Mein Wagen, wird nie verborgt und auch nur dann kurzzeitig Verwandten ersten Grades anvertraut, wenn alle Belehrungen wie: „fahr nicht so schnell", „ Vorsicht die Bordstein-Kante!" und „ich hab nur den einen" erfolgt sind.
Auch rangiere ich ihn mit einer Geschwindigkeit, die nur Schnecken und ganz alte Schildkröten zu schätzen wissen, aus jeder Parklücke (zeige mich auch unter dem lautem Gejohle aller meiner Kollegen nervenstark) um ihm ja kein Krätzerchen zuzufügen.
Wer braucht schon eine Einparkhilfe, wenn man 2 Kindern das Sprechen beigebracht hat?
Nun wird er bald 10 Jahre alt und sollten sich unsere Wege eines Tages doch einmal trennen, dann wird es schwer…
Anmerkung ca. 3 Stunden nach Beendigung meiner Lobeshymmne :
Zum ersten Mal im Leben sprang mein Wagen heute Abend nicht mehr an, Danke an Dirk und Dirk, die so nett waren meinen Wagen anzuschieben! 
Ich kümmere mich morgen mal um eine neue Batterie...
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Monday, October 08, 2007
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Wer um Himmelswillen hat denn diesen Blödsinn erfunden???
Kaffee „auf die Hand" – zum „unterwegs" trinken?
Weil es eben Trend ist und irgendwie cool aussieht habe ich neulich doch mal einen Selbstversuch gestartet (war allerdings auch der Erste und gleichzeitig der Letzte dieser Art).
Für 1,- € erstand ich in der Bäckerei meines Vertrauens einen Kaffee im hässlichen 0,3 l braunen Pappbecher, auf den ich einen Plastikdeckel gequetscht bekam, der mich doch stark an eine Schnabeltasse erinnerte. (Und ich dachte immer, dass ist nur etwas für Trinkanfänger oder die, die aus eigener Kraft nicht mehr aus normalen Tassen trinken können?!)
Mein Becher wurde bereits nach 10 Sekunden affenheiß und ich jonglierte ihn zusammen mit meinen Einkaufstaschen, einem Regenschirm und dem Schlüssel in Richtung Auto - beim Aufschließen war dann auch schon der halbe Becher to go… Schade! (Daher kommt also in Wirklichkeit der Begriff)
Mein Wagen und meine Jacke hatten auch gleich noch etwas davon.
Kaffee ist eben ein Genussmittel, das in Ruhe reifen und geröstet werden muss, und Genuss braucht Zeit. Welch eine Unsitte sich das edle Getränk mal eben - zwischen durch - aus dem Schnabelbecher hinter die Kiemen zu stürzen! (Oder woandershin zu schütten J )
An der restlichen Kaffeepfütze hab ich mir dann auch noch ordentlich die Zunge verbrannt, musste ja mal wieder schnell gehen. Da konnte sich auch kein „Verwöhnaroma" mehr entfalten!
Man, hätte Frau Sommer da schadenfroh gelacht, wenn sie mich gesehen hätte:
Mit fleckiger Jacke den Pappbecher ausnuckelnd!!!
Fazit: Dieser Trend ist nicht alltagstauglich und man sieht dabei auch irgendwie dämlich aus!
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Tuesday, September 04, 2007
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Kinderschwimmkurs – Betrachtungen aus der Sicht einer Rabenmutter
Mal ehrlich, wer setzt sich schon gern und freiwillig an jedem Dienstagnachmittag für ca. 1,5 Stunden auf die total überheizte Empore einer lauten Schwimmhalle um die Schwimmkünste seiner Nachkommenschaft zu bestaunen?
Natürlich: N U R M Ü T T E R !
(man erkennt sie auch an Aufklebern wie: MUTTI TAXI oder FAMILIENMANAGERIN an ihren Autos)
Weil ich meinem jüngsten Sproß versprochen hatte ihre Fortschritte während des Schwimmtrainings zu bestaunen, begab ich mich heute also mal wieder in die „Höhle der Löwinnen" und hoffte einfach, dass es diesmal nicht so schlimm werden würde.
Die Horrorshow begann bereits im Vorraum der Schwimmhalle, welche ich eigentlich immer nur für eine Minute betrete; zum Abgeben und Wiederaufsammeln…
Schreiende Kinder, die sich verzweifelt an ihre genervten Mütter klammerten, teilweise brüllten oder auch schon mal wild um sich schlugen und das in einer Lautstärke, die mich an mein Manson-Konzerttrauma erinnerte!
Mein Verdacht, dass es heute zu einer Art Live- Schlachtung im Südbad kommen würde bestätigte sich nicht.
Eine andere Mutter erklärte mir geduldig, dass heute lediglich ein neuer Anfängerkurs für die Kleinen beginnen würde. Ah, ja!
Schön das die Kids so motiviert sind…
Zählt zu „Kindesvernachlässigung" schon wenn man seiner 10 jährigen Tochter nicht in die Umkleidekabine folgt um ihr aus den Sachen zu helfen? (NURMÜTTER tun das immer!)
Mit einer „Prinzenrolle" und einem Notizblock bewaffnet nahm ich auf der Empore Platz und genoss das folgende Schauspiel:
Coole Mütter setzten sich mit Büchern oder Strickzeug (wie viele Socken sind hier wohl schon entstanden?) gleich auf ihre Plätze, die NURMÜTTER folgen etwas später aus der Umkleidekabine , hocken sich, je nach Bekanntheitsgrad, zu kleineren Grüppchen zusammen und plaudern drauf los:
Ist es biologisch möglich, eine ganze Woche lang Gesprächsmüll im Hinterkopf zu sammeln um ihn dann, explosionsartig, binnen einer Stunde - immer Dienstags-, über einer Ansammlung von Gleichgesinnten auszuschütten???
Ich bleib mal besser bei meiner Variante:
Täglich die gleiche Dosis „Dummblubber" auf mehrere Leute zu verteilen J
Und vor allem:
Warum geht es immer und ausschließlich um den schwimmenden Nachwuchs?
Gibt es keine anderen Themen für zivilisierte Mitteleuropäerinnen?
Es muss ja nicht gleich der Klimawandel oder die aktuelle Börsenentwicklung sein!
Gerade diese Mütter beklagen den Mangel an Freizeit am lautesten, also warum lassen sie den fröhlich schwimmenden Nachwuchs nicht wenigstens diese eine Stunde unter der Aufsicht einer pädagogischen Fachkraft vor sich hin paddeln und gehen shoppen und lassen das Gehalt des Gatten in den Einzelhandel fließen?
Oder fahren mal eben für eine Stunde nach Hause und spielen online Poker?
(Hilfe, wer macht denn so etwas J ?)
Weil sonst Niemand von der Empore dem Kind ein: „Ganz toll!" hinterher ruft!!!
Ganz hysterische Exemplare der NURMÜTTER setzten sich übrigens gar nicht erst hin, sondern stehen eine Stunde lang an das Geländer geklammert, fixieren pausenlos ihre Nachkommenschaft und geben lautstark kluge Ratschläge. Auweia!
Zwei Mütter hatten sogar ihre Videokamera dabei um auch jedes Detail festzuhalten, wer will so was denn sehen? Aber man trocknet ja auch die Nabelschnurreste für das Babyalbum…
Ok, ich gebe ja zu, dass ich auch ab und zu mal meiner Tochter ermunternd zugenickt habe und den Daumen hochhielt, dafür war ich ja da und schließlich machte sie ihre Sache sehr gut. Ich hingegen sehe beim schwimmen immer noch aus als ob ich gegen das Ertrinken ankämpfe.
Während ich mir noch wegen meiner krümeligen Prinzenkekse schuldig vorkam (die fallen wirklich immer runter bevor man die Packung zum ersten Mal öffnet!!!), bauten andere Mütter ganze Buffets auf den Bänken auf. Eine Stunde kann lang sein!
Während meines ersten Schwimmbademporen - Erlebnis nickte ich über meinem Buch ein, das zweite Mal hielt ich mich mit Handy Tetris „über Wasser".
Diesmal machte ich, wegen der Notizen - Kritzelei, vermutlich den Eindruck einer Reporterin der Zeitschrift „Meine Familie und ich".
Der einzige anwesende Vater hatte, auf Grund der unmenschlichen Temperaturen unter der Hallendecke, seinen Pullover ausgezogen. Aber mit Bierbauch und Feinrippunterhemd stellte er auch keinen wirklichen Lichtblick am Schwimmhallenhimmel dar!
Endlich der Abpfiff!
NURMÜTTER rennen sofort zu den Duschkabinen. Sie neigen auch dazu ihren Kindern, egal welchen Alters, beim abtrocknen, ankleiden und föhnen behilflich zu sein.
Man unterstellt mir ja teilweise auch eine gewisse „Gluckenhaftigkeit", aber hier oute ich mich eindeutig als Rabenmutter- ich blieb sitzen!
NURMÜTTERKINDER müssen dafür aber nie zum Bademeister gehen um ihre verloren gegangenen Sachen zu suchen…
Fazit:
Einen solchen Nachmittag kann man kaum ohne Baldriantropfen durchstehen.
Ich habe die nächsten Jahre dienstags keine Zeit!
Zum Glück haben wir Mütter –vorbeugend - mit Eintritt der Schwangerschaft ein paar Hirnzellen eingebüßt, aber wie gesagt, manche mehr, manche weniger…
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Sunday, September 02, 2007
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Leuchtturmbetrachtungen bei Windstärke 6
Am 25.08.2007 war es endlich so weit, die Besichtigung
des Leuchtturmes „Roter Sand" konnte von Bremerhaven
aus starten. (Befindet sich auf ca. halber Stecke nach Helgoland)
Im Juli musste dieser Termin schon einmal kurzfristig wegen zu
hoher Windstärke (4-5) abgesagt werden.
Die Anreise am Vortag, mit Kurzaufenthalt in Bremen, gestaltete sich freitagsmäßig als „leicht stauig". Nachdem wir uns durch die gefühlten 247.853 fotografierenden Japaner gekämpft hatten erhielten auch wir die Möglichkeit die Statue der Bremer Stadtmusikanten zu knipsen.
(Mich beschlich das Gefühl, die hielten den Aufbau von Tieren für eine Menüfolge J )
Achim behielt Recht, die Bremer Innenstadt ist mit ihrer herrlichen Böttgergasse absolut sehenswert!
Nach einer Übernachtung in Bremerhavener Hotel „Aramis", traten wir am anderen morgen gut erholt, ausgeschlafen und randvoll gefrühstückt den Marsch in den Hafen an. Im Vorbeigehen besichtigten wir noch das deutsche Kriegs U Boot „Wilhelm Bauer" aus dem Jahre 1945.
Das war für mich ein echtes Highlight. Meine Begeisterung vom U-Boot kommt wohl irgendwie von dem Film „Das Boot". Ich dachte schon, dass ich das Ding mittlerweile selbst steuern könnte, so oft habe ich diesen Film gesehen, aber da lag ich ein wenig daneben!
Manoman, wie kann man soviel Technik auf so kleinem Raum unterbringen und zu allem Überfluss noch mit 58 Mann Besatzung da leben? (Danke für 107 m² Luxuswohnraum!!!)
Gegen 10:45 Uhr erreichten wir den 41 Jahre alten, historischen Bergungsschlepper „Goliath", der uns auf einer 3-stündigen Fahrt durch die Weser und die Nordsee zum schönsten deutschen Leuchtturm und geschütztem Denkmal „Roter Sand" bringen sollte.
Professionell ausgerüstet mit Turnschuhen, Regenjacke, Videokamera und Digicam gingen wir an Bord.
(Über den Fachbegriff „Einschiffen" lasse ich mich an dieser Stelle mal nicht weiter aus)
Eine supernette Besatzung begrüßte uns auf dem, nach Diesel und Öl riechendem, historischen Schlepper.
(Man verzieh mir auch mein fröhliches: „moin moin", auweia, ich bin eben ein Landei)
Ein alter, bärtiger Seebär versprach uns ein 3 Gängemenü (Bockwurst-Brot-Senf) und lecker Getränke an Board, dieser Humor ist einfach unbeschreiblich!
Daraufhin orderte Achim sogleich ein „Becks", da bekam er die erste kalte Dusche des Tages: „Nee mein Jung, Alkohol erst auf der Rückfahrt…"
Pünktlich 11:30 Uhr liefen wir bei strahlendem Sonnschein und guter Laune mit 7 Mann Besatzung und mit ca. 30 Leuchtturmfans aller Altersklassen (6 Übernachtungsgäste und 24 Tagesgäste) aus. Wir untersuchten und erkletterten jeden Winkel an Board vom Bug bis zum Heck, schauten in die Kombüse, den Maschinenraum, inspizierten die Toiletten, den Mannschaftsraum und fragten den Kapitän auf der Brücke ein riesengroßes Loch in den Bauch.
Beeindruckt von den riesigen Containerschiffen, die selbst im Hamburger Hafen nicht gelöscht u. bestückt werden können und der Fähigkeit unseres Kapitäns, sich mittels lauten Pfeifen mit anderen Kapitänen zu verständigen, schipperten wir die ersten Seemeilen
(26 Seemeilen bis zum Leuchtturm) ganz entspannt zur Wesermündung.
Ab da war es allerdings vorbei mit dem „Entensee", Windstärke 5 kam auf, das Meer war grün und nun schaukelte der Kahn gewaltig.
Während Achim fröhlich über seine Marinezeit auf der Brücke zu plaudern begann, nahm meine Gesichtsfarbe langsam die des Meerwassers an…
(Meine leckere Bockwurst behielt ich trotzdem für mich)
Man erklärte uns die Sachlage, den bereits eingetretenen Wechsel auf Windstärke 6 !!!, die Unberechenbarkeit der See und der Tide in Kombination mit Wind und was weiß ich noch allem und Achim holte sich die zweite Dusche in Form von einer richtigen Ladung Seewasser ab. Endlich: der rote Sand am Horizont!!! Riesenfreude an Board.
Der Schlepper schaukelte wie nur was, die Wolken wurden immer dichter und ich formulierte im Geiste mein Testament aus. Ein rascheln hinter mir riss mich aus meinen Weltuntergangsgedanken, die älteste Dame an Board holte ihre Möhren und Kekse aus dem Rucksack und begann ein entspanntes Picknick!!!
Nun kam eine Dusche für uns alle: Das Anlegen am Leuchtturm und das Betreten des Turmes durch die Tagesgäste wurde als zu gefährlich eingestuft, man wollte zumindest versuchen die dort befindlichen Übernachtungsgäste vom Turm zu holen, bzw. auszutauschen.
Da kam dem Kapitän die rettende Idee zur Beruhigung der See: „Wir opfern Neptun eine Frau von Board, am besten eine recht Schlanke!" Riesenfreude machte sich breit, vor allem bei meinem Mann und in meiner Panik erklärte ich eidesstattlich 200 kg zu wiegen!
Also umkreisten wir 2-mal ganz langsam und wild schaukelnd,
diesen herrlichen Turm, auf den die Sonne wie durch ein
Wolkenloch schien! Wir winkten den 6 Turmgästen zu, die nun
unfreiwillig weitere Tage da verbleiben werden und die trotz der
wirklich ernstem Versuche der Crew nicht an Board zu holen waren.
Man filmte, fotografierte und bemitleidete sich wie wild. Die ältere Dame holte nun noch Haribo und Katjes für alle aus dem Riesenrucksack (Achim vermutete, dass auch ein vorbereitetes Fondue darin war), wir drehten nun, unverrichteter Dinge und fuhren mit dem Wind zurück. (Insgeheim beneidete jeder die Turmbewohner, die wir abenteuerlich auf dem Leuchtturm zurücklassen mussten).
Der Kahn schaukelte nun kaum noch, wir tauschten uns locker über unsere bisherigen Leuchtturmerfahrungen mit anderen Leuchtturmbesitzern aus Köln, Stuttgart und Krefeld aus und genossen den Vorteil der Rückfahrt, nämlich ein kühles, frisch gezapftes Becks!
Gegen 19:30 Uhr liefen wir trocken und sicher in Bremerhaven ein. Schade, die Besichtigung des Leuchtturmes haben wir nun nicht erlebt, bleibt also weiterhin auf Achims Wunschzettel, aber dieser Fahrt war trotzdem ein absolut abenteuerliches Erlebnis für uns gewesen.
Hoffentlich schafft es die Besatzung der „Goliath" in der nächsten Woche, die
„6 Leuchtturmwärter aus Leidenschaft" wieder vom Turm zu holen, denn die Aussichten liegen weiterhin bei Windstärke 4- 6!
Ahoi!
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Sunday, September 02, 2007
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Zwecks Einlösung meines Weihnachtsgeschenkes und zur Ergründung des Phänomens „Dieter Thomas Kuhn" begab ich mich am Freitag den 27.07.07 mit drei weiteren Verwandten zum „Tanzbrunnen" in Köln.
Tag und Ort der Veranstaltung waren einfach ideal um sich auf diesen „Selbstversuch" im Schlagerbereich auf seiner Welttournee (Originaltitel) einzulassen.
In Mülheim verursachten wir mit „Flowerpowerklamotten" und vielen Sonnenblumen im Gepäck auf dem Weg zum Bahnhof reges Aufsehen. Dies wurde noch durch meinen erfolglosen Versuch, einen Schalterbeamten der Deutschen Bahn, zwecks Ausnutzung des
„Schönen Tag Tickets" für 5 Personen, zum Mitkommen zu überreden, verstärkt.
In Köln stellten uns zunächst 17 000 halbgrüne Menschen vor ein Rätsel: „Gibt es tatsächlich Außerirdische?". Dieser Irrtum stellte sich schnell als ein weltweites Jahrestreffen der Herbalife Vertriebsmitarbeiter heraus, so fielen die ca 9.000 angereisten 70-er Jahre und Schlagerpartyfans kaum noch auf.
In Köln ist eben immer irgendwie Karneval…
Übrigens: Echte Kuhnfans erkennen sich untereinander schnell an den Fan Shirts und den mitgeschleppten Sonnenblumen und begrüßen sich mit dem Schlachtruf: „Dieter, Dieter!"
Auweia- dachte ich!
Nach einem ersten, leckeren Kölsch ging es weiter zu Fuß über die Eisenbahnbrücke zum Rheinstrand am Tanzbrunnen.
Und da standen dann die ganz „harten" Fans bereits am Eingang!!!
Ein Hauch von Woodstock lag in der Luft. Das ich mir keine Hornhautverblitzung geholt habe bei dieser Mischung aus wilden Retro Mustern, Glitzerpalietten, Rüschenhemden, Samtanzügen, Hornbrillen und Schlaghosen!
Ich habe natürlich ausgewählte Exemplare sofort auf die Herkunft dieser absolut scharfen Teile angesprochen und dabei erstaunliches herausbekommen:
Die besten Stücke stammen immer aus Familienbesitz!
Fellmäntel, Samthemden mit Leopardenmuster, bodenlange Blütenkleider und:
Es gibt drehbare Gürtelschnallen in Amerika! Super- mein Tag war gerettet!
Die schönsten Stücke, die käuflich zu erwerben sind, stammen aus einem In- Laden in Bochum, den schaue ich mir dann demnächst mal näher an!
In Vorbereitung auf den „Vaddi und seine Kapelle" wurden dann gemeinschaftlich noch ein paar Kölsch am Rheinstrand gekippt und als ich bereits richtig glücklich vergessen hatte warum ich dort war, stand ich schon in der fünften Reihe, neben super netten Leuten
(es kam ungefähr immer ein „Mitgeher" auf 2 echte Fans) und alle sangen zur Melodie von „Sierra Sierra":
„Dieter, Dieter Thomas Kuhn!" oder
„Dieter, Dieter!" (Das war mein persönlicher Tiefpunkt des Abends)
Der ließ seine Fans nicht lange warten und kam mit seinen Mannen überpünktlich auf die Bühne gesprungen, hatten richtig Spaß an der Menschenmenge und legten sofort los.
Mich beschäftigte währenddessen noch welches Haarspray die Jungs benutzen, und wer solche Föhnwellen zaubern kann….RESPEKT!
Mein Verdacht, dass auf solchen Konzerten Alkohol eine übergeordnete Rolle spielen könnte, bestätigte sich schnell. Das erste Konzert in meinem Leben wo 5 Liter Bierfässer verkauft wurden und direkt beim mitsingen und schunkeln gezapft wurden- cool irgendwie.
Fasziniert hatte mich, dass im Jahre 2007 Textstellen wie „…und die Bake mit der gläsernen Frau…." von zivilisierten Mitteleuropäern mitgeträllert werden, aber wie gesagt, es gab ja Alkohol.
Bei Hits wie: "Über den Wolken" und „griechischer Wein" bebte die Hütte.
Ich habe mitgesungen!!!
Über die absolute Textsicherheit des Publikums (ich kannte manche Lieder nicht mal vom Refrain her) und der Bereitschaft, teure Unterwäsche an den Meister zu verschenken, war ich erstaunt. Mitten im Konzert kam mir dann die Erleuchtung! Dieser Mann mit dem quietschgelben Anzug und der Hakennase erinnerte mich an meinen früheren gelben Wellensittich namens John F.! Aber dieser hier konnte singen! Wirklich.
Er ging in das Publikum, scherzte, tanzte auf der Bühne mit Groupies, ließ sich sogar in einem knallrotem Gummiboot über das Publikum tragen (bisher nur bei Rammstein gesehen) und hatte am Ende die Taschen voller Kondome und zugesteckter Telefonnummern.
Nur dem Wunsch einzelner Damen nach einem Kind konnte er in der Kürze der Zeit wohl nicht nachkommen.
Bei aller Peinlichkeit – es war doch sehr amüsant und unterhaltsam.
Wo sonst kann man eine Band (echte Vollblutmusiker übrigens) im NVA Trainingsanzug spielen und tanzen sehen?
Nach 2,5 Stunden Schunkelparty, Spezialeffekts mit Pyrotechnik, Seifenblasen und fliegenden Papierschnipseln endete ein sehr preiswertes Konzert, zu dem lustige Menschen aller Altersklassen teilweise sehr lange Wege in Kauf nahmen.
Mit Sicherheit bin ich nun kein Fan von Schlagermusik und „Musik ist Trumpf" Geträller geworden, mein Bedarf an Schlaghosen u. Polyesterhemden (Gibt es wirklich Augenkrebs?) ist vorläufig gedeckt, aber ich hatte Spaß an diesem Konzert.
Gutgelaunt begab man sich im Anschluss zur Aftershowparty (im Konzertpreis inbegriffen!) in Richtung Innenstadt und setzte sich wieder den „grünen Herbalifemännchen" aus, die weitaus Durchgeknallter sind als die härtesten Dieterfans und im Nachtleben von Köln dominierten.
Um ca. 4 Uhr morgens endete meine Schlagerkonzertparty im heimischen Bettchen.
Einen weiteren Konzertbesuch solcher Art schließe ich für die Zukunft also nicht aus, aber mit Sicherheit nehme ich NIEMALS an einem Jahrestreffen der „Herbalife Jünger" teil!
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Sunday, September 02, 2007
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Hier erfolgt also der kurze Bericht über meine gestrigen Erlebnisse im Dortmunder Westfalenstadion: Die Anreise mit dem VRR war unkompliziert und empfehlenswert, auf dem Weg zum Signal Iduna Park traf man dann endlich die ersehnten ersten "Gruseligen". Wir waren also sehr pünktlich gegen 18:45 Uhr am Ort des Geschehens.
Am Einlass wartete dann eine fröhlich, bunte, gut gemischte und alkoholisierte Menschenmenge, die auch durch bestens mit Jägermeister und Beck`s Bier durch ortsansässige Schwarzverkäufer versorgt wurde. Marie wurde nicht nach ihrem Alter gefragt, allerdings wurde ihr sofort ein harmloses Nietenhalsband abgeknöpft und mir eine 0,33 PE Wasserflasche- eine sehr tötliche Waffe!!!!
Die Eindrücke der Halle erspare ich allen, sie ist wohl schon sehr in die Jahre gekommen und wenn dann bei einem solchen Event auch noch jede 2. Toilette geschlossen gehalten wird, dann hat das bei dem erhöhtem Bierkonsum auch seine Folgen. Offizieller Konzertbeginn sollte um 20 Uhr sein, da war aber nix!
Gegen 20:30 Uhr begann eine äußerst eigenartige, aus zwei Frauen (?) bestehende Vorgruppe Lieder mit hochtrabenden Titeln wie "Ledercouch" und auch "Skibrille" zu trällern. Ich hoffte an dieser Stelle sogar auf ein gewaltbereites Publikum, aber man ließ sie friedlich gewähren. (Ich habe aber ganz laut gebuuuuhhhhhht!) Nachdem das nix nützte traf ich meine Entscheidung zu Gunsten von 2 schnellenund großen DAB Bieren, das machte die Sache im allgemeinen sehr viel erträglicher und steigerte meine Vorfreude auf den Meister!
Der Innenraum war 2/3 gefüllt, die Tribünen nur zur Hälfte und blieb somit weit unter meinen Erwartungen.
Nach einer ewig lang dauernden Umbaupause betrat gegen 21:20 Uhr der Herr dann mit viel Nebel und superlautem Getöse seine kleine Gruselbühne und meine Ohren gaben dankbarerweise ihren Dienst auf.
Im Block B, 2. Reihe vibrierten meine Hosenbeine von den Bässen! (Hoffentlich kommt mein Gehöhr die nächsten Tage wieder vollständig zurück). Im Innenraum ging die Post ab und auf den Tribünen eher Nix. Marie gesellte sich dann eine Reihe weiter nach hinten zu 2 anderen tanzenden Mädels, nachdem ein Frührentner sie auf seinen "Sitzplatz" hinter ihr hingewiesen hatte. (Hihi, dass gibt es nicht mal bei Grönemeyer- meine Theorie, dass auf den Sitzplätzen nur die Muttis und Begleitpersonen geparkt wurden ging aber trotzdem nicht auf). Während Marie rockte, schoss ich ein paar schlechte Fotos für die Nachwelt. Echte Highlights war der Sitzplatzsuchende Normen, der sich im Dunkeln mit 2 Bier auf der Hand nicht mehr zu seinem Platz zurückfand ( auch lautes "Normen - hier drüben!!!" - nützte nix) und 2 Tanztransen mit Korsett und Röckchen, die sich nicht weiter als 2 cm voneinander entrfernen konnten :-) .
Einige Songs waren richtig gut, z.B. Gecovertes von Depeche Mode und Annie Lennox und ein paar alte Songs. Bei den neuen Songs war man eher verhalten. Zu dem, von mir erwarteten Skandal auf der Bühne kam es nicht, der gelegendliche Griff in die Hose des Hexenmeisters ist nicht erwähnenswert. Wenigstens wurden ab und zu ein paar Ohnmächtige durch die Menge geschleppt, das erwartet man ja schließlich auch von Tokio Hotel Konzerten. Nach 2 kurzen Zugaben und ca. 80 Minuten Spieldauer von Herrn Manson war der ganze Spuk vorbei! (Teuerstes und kürzestes Konzert meines Lebens!)
Wenigstens bot die Kulisse, also ein gut kostümiertes und teilweise sehr weitgereistes Publikum einen bleibenden Eindruck. (Gut das ich wenigstens eine Lederjacke trug und Marie sich nicht für mich schämen musste...) Schön war auch das gesellige Zusammensein am Ausgang, als alle ihre Nietenbänder, Gürtel und sonstigen tollen Dinge von der Security zurück forderten. Aber unbedingt erwähnenswert - alles verlief sehr friedlich!!!
Marie hatte einen schönen Abend (auch wenn ein wenig Enttäuschung zu merken war) und ich habe ganz neue Erfahrungen auf einem unbekannten Planeten gesammelt, Danke an Achim, dass er uns von da mitten in der Nacht zurück geholt hat!
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