Gender: Male
Status: In a Relationship
Age: 22
Sign: Scorpio
City: Duisburg-Walsum
State: Nordrhein-Westfalen
Country: DE
Signup Date: 4/10/2006
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Sunday, August 19, 2007
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Current mood:  cheerful
So, nach Jahrzehnten der Abstinenz, dachte ich mir, ein letztes Erwachen in diesem Blog. Es geht ganz ordentlich drüber und drunter während der letzten Zeit. Nachdem der Besuch aus Ghana ganz ordentlicht verwirrung gestiftet hat und noch immer Nils Rucksack und theos isomatten und schlafsäcke in meiner bude liegen, kann ich behaupten, mein Leben ist noch unstrukturierter als ich bislang annahm.
Das Lager war auf jeden Fall sehr schön, unsere Gäste hatten sichtlich Freude am Zelten, auch wenn es ungewohnt war und sie so etwas noch nie gemacht hatten. Desweiteren hatten unsere Gruppenkinder viel freude, weil sie unsere freunde aus tema kennenlernen konnten. besonders maximilian hat neue freunde von übersee gewonnen. dann waren wir ja noch in haltern, um mit allen anderen das scout-rising zu feiern, wir hatten sogar noch mareike, marco, daniel, katrin, moritz, nils und christoph dabei, eine menge freunde, die mit uns feierten. die party war am abend sowieso klasse und da wir auch die richtigen leute bei den freiwilligen helfern hatten (Hans-Georg, Michael und Billy), wussten wir uns immer zu helfen, wenn es schwierig wurde im organisatorischen. wir blieben ja auch noch einen tag länger als das lager überhaupt ging. war schon lustig zu sehen, wie alle abbauen und man selber fröhlich späße treibt.
Nach dem Lager hatten wir zum Glück nicht ganz so viel arbeit, weil die zelte trocken waren und wir bald unsere neue garage beziehen können, dafür lohnt es kaum, den speicher wieder in top-ordnung zu bringen. soweit haben wir dann eine menge zeug ausgelagert.
ab jetzt geht es auch mit urlaub wieder los, mareike hatte schon bedenken, dass ich mit zwei mädels unterwegs bin, aber wenn sie mit daniel los darf, dann darf ich auch mit stephi und helene wegfahren *g*. jetzt geht es erstmal zum training und testspiel, dann zum heim, dann zur bank, dann vielleicht nochmal nach dinslaken und bruckhausen und dann wieder hierhin, weil dann der abend gestaltet wird. schlafen gehe ich nicht mehr, ich werde um 3:15 abgeholt.
Dann wünsche ich noch einen schönen rest von august, ich werde ihn in der sonne spaganiens genießen. ich merke grad, ich muss noch fentjes neue adresse notieren....
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Monday, July 02, 2007
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Inzwischen habe ich es geschafft, das Tagebuch aus Schottland zu tippen, also steht es jetzt hier und gleich werde ich es ausdrucken und zu den anderen heften. Und da ich heute den Schottland-Tag habe, werde ich dem Tobi gleich noch die Fotos vorbeibringen, die ich schoss. Reisetagebuch Schottland 2007 Tag 1, 00:40 21.6.07 Der Tag an sich war anstrengend aber schön, heute morgen noch nach Hiesfeld, Dinslaken und Walsum zur Bank, weil es noch viel zu tun gab. In der Bank saß dann die Mutter hinten drin und eröffnete ein Konto, während ich 130£ für 200€ eintauschte. Zuahause waren dann die Zeugnisse dran, Max und Philipp erhielten ihre letzten Zeugnisse von Herrn Peters unterschrieben, sogar gute. Thomas wollte um 12:51 da sein, kam aber 8 Minuten zu spät. Ich war also nicht schuld. Die Hinfahrt nach Weeze verlief sehr gut und am Flughafen mussten wir Thomas' Rucksack um 1,5kg Schokolade und Brot erleichtern, damit er unter 15kg bieb. Der Flug an sich war sehr angenehm, weil wir am Notausgang saßen und so viel Beinfreiheit genossen. In Prestwick sogar noch ein großes Auto bekommen und ab nach Glasgow, Rechtslenker, Linksverkehr und Thomas R. aus O. am Lenkrad: Ein Horror. Aber irgendwie kamen wir anch vielen Stunden Fahrt und einem Einkauf bei ALDI SÜD heile hier an, einem Hof im Nirgendwo. Unsere Vermieterin (Frau Lindsey) ist in Ordnung und die Landschaft herrlich. Dank Herrn Albrecht konnten wir auch Pizza backen und diese auch Essen. Spülen geht mir für 4 Personen ja auch leicht von der Hand, kein Problem. Dann spielten wir bis zur Vergasung Risiko, Susanna gewann zwei Spiele, das dritte ging im Patt der 4 Armeen aus. Und bei einem Becher Cider war die Stimmung super. Jetzt geht es ins Bett der guten Stube, in Erwartung des „Cottage Murderers", der Regelmäßig denkt „Hier ist ja keiner, da brech ich mal ein und klaue nichts!" Tag 2, 00:47 22.6.07 Ich war heute morgen der letzte im Bad, obwohl ich mit Tobi aufgestanden bin, fatale Niederlage für mich! Das Frühstück war sehr deutsch:Rosinenstuten mit Marmelade oder verbrannte Aufbackbrötchen mit Aufschnitt. Spülen übernahm Thomas und abtrocknen tut sich alles von selbst. Dann sind wir zeitig nach Stirling gefahren, wo das Castle allerdings 8,50£ Eintritt kosten sollte; wir sparten es uns. Dafür sind wir durch eine schöne Kirche und die Altstadt. Geldwechseln ist teuflisch, 10% mehr nehmen die Wechselstuben als meine Bank. Allerdings erheitern einen die Reiseführer für Schwule als Gegenleistung. Dann sind wir nach Glasgow und „dank meiner Führung" auch heil und direkt angekommen. Da Parken extrem teuer ist (1,80£ pro Stunde), stellten wir unser Auto ein wenig außerhalb ab und liefen. Die Kathedrale ist faszinierend: zwei Etagen und beide sehen dunkel aus, sind aber recht licht. Die Innenstadt selber bietet leider nicht viel bis auf den ersten Kilt- & Tartanladen und das wunderschöne Rathaus voller Marmor. Auf dem Weg zurück zum Gefährt, spazierten wir über die Nekropolis, den alten Friedhof. Hoch über der Stadt liegen hunderte Gräber mit riesigen Mälern. Da es nur einen Ausgang gibt, kletterten wir über die Friedhofsmauer, nicht ohne Gaffer nebenan. Auf dem Rückweg verfuhren wir uns 2 Stunden, obwohl es nur noch 12km nach Stirling waren. Die Landstraße über die Berge war nicht auszumachen. Das Essen abends war Katastrophe, meine Soße gelang im Gegensatz du den Nudeln. Ich halte mich wohl lieber aus dem Kochen raus. Wenigstens gewann ich einmal im Risiko, obwohl wir Midsommer nicht gebührend feiern, wie nackt auf Schafen reiten oder dergleichen. Aber es wird hier auch dunkel des Nacht; langweilig... Tag , 00:15 23.6.07 Heute war ich der erste unter der Dusche und bereitete auch das Frühstück vor, die Eier habe ich tatsächlich gut gekocht. Nach einem üppigen Frühstück ging es los zum Drummon-Garden, ein Park in Privatbesitz. Leider öffnet er um 13 Uhr, sodass wir über die Mauer kletterten. Die Bäume, teils 200 Jahre und älter, waren beeindruckend. Leider wurden wir von den Besitzern „gestellt" und verließen das Grundstück zügigst. Da wir zu Ben Lomond wollten, ging es in die Richtung, aus der wir kamen. Auf dem Weg kamen wir an „Rob Roys" Grab vorbei. Ein Highlight für die Hollywood-geschädigte Jugend. Viele Besucher hatten sich aus aller Welt ins Gästebuch eingetragen, ich auch: mit Hausnamen „Klouck", hörte sich schottischer an. Und McClever wären vielleicht Familienverhältnisse zerrüttet worden, hier weiß man ja nie. Als wir endlich in der Nähe von Ben Lomond waren, erfragten wir den Fußweg dorthin; der nette Mann erklärte uns, es gäbe keinen, und zu Fuß über die Forstwege dauere es 110 Stunden. Also fuhren wir zum Loch Lomond, ohne eine Aussicht zu erhoffen. Glücklicherweise sehen wir durch Zufall einen Wanderweg, der auf eine Hügelkette führte. Wir wurden am Erklimmen der umliegenden Berggipfel nur vom Sumpf einer Hochebene abgehalten, aber die Aussicht war trotzdem grandios. Nach einem üppigen Einkauf, kochten Tobi und Susanna Abendessen. Anstatt Bratkartoffeln gab es allerdings Püree, Hamborner Gematschtes und eine Bolognese-Pfanne. Es schmeckte trotzdem. Risiko verlief schlecht, im ersten Spiel konnte ich nicht intervenieren, um einen Sieg zu vereiteln, im zweiten Spiel hatte ich die falsche Taktik, was aber nicht schlimm gewesen wäre, hätte Fortuna mich nicht unendlich bestraft, Thomas löste 4x Karten ein, ich 1x, und dazu die wenigst-möglichen Armeen. Morgen ist auch noch ein Tag... Tag 4, 00:48 24.6.07 Ich habe heute sehr unruhig geschlafen,Gott weiß warum, und direkt verpennt. Als Sunsanna mich weckte, hatten die anderen schon gefrühstückt. Also habe ich mich beeilt und wir konnten bald los. Auf dem Weg nach Edinburgh standen zwei Punkte an: The Pineapple und das „Versailles" Schottlands, nämlich House Hopetoun. Nach wenigem Suchen waren wir bei der Ananas, der Architekt ist unbekannt, aber ich muss sagen: Für so unnützen Quatsch wie einer Gebäude-Kuppel in Form einer Ananas bewundere ich die Schotten! Der Garten drum herum war auch hübsch und gepflegt. Wie das Haus jemals verfallen konnte, ist mir ein Rätsel. House Hopetoun war auch sehr hübsch, wenn auch nicht Versailles. Eine Hochzeitsgesellschaft zelebrierte dort. Und eine Besichtigung sollte nur für den Garten 3,70£ kosten. Wir ließen den Wagen vorne im Park stehen (mitten auf einer Kreuzung der Wege) und schauten uns einen Teil des Treibens ums Schloss an. Da Tobi mich gerade erinnert, wie wir danach noch in einer Burg, die zwar verfallen, aber beeindruckend war: Wie man sie sich vorstellt mit hohen Mauern, eine Zugbrücke, 4 hohen Ecktürmen und einem Kaminzimmer für den König. Den Eintritt zahlten wir nicht, es wäre es auch nicht wert gewesen. Edinburgh ist eine schöne Stadt, wenn auch nicht so grandios wie Stockholm wie Thomas prophezeite. Da die deutschen Bombernicht hierher kamen, blieb die Stadt aus dem 19. Jhdt erhalten, sehr sehenswert. Drei Hügel bestimmen die Stadt, von denen man einen tollen Ausblick genießt, wir waren aber der Zeit wegen nur auf einem. Zuhause schrieb ich meine Karten und wir aßen Lasagne, die relativ gut schmeckt. Leider tönte mehrfach dser verhasste Rauchmelder. Risiko war heute von „Was geht mich das an?" geprägt. Thomas gewann beide spiele, wenn ich auch beim ersten bloß noch eine Runde gebraucht hätte. PS: Wir klauten heute Klopapier in einer zum Café umgebauten Kirche Tag 5, 00:irgendwas 25.6.07 Heute war nicht viel los, die ganze Nacht Regen und am Morgen hörte es auch nicht auf. Also beschlossen wir nach dem reichhaltigen Frühstück, nochmal nach Edinburgh zu fahren. Da heute Sonntag war, konnten wir auch in der Stadt parken. Ich warf schnell die Postkarten ein, bevor wir in die National-Galerie gingen. Die Galerie war, sagen wir überschaubar. Aber man muss sagen: Qualität statt Quantität, Rubens, Monet, Titian, Elsheimer und natürlich rembrandt, und Rembrandts Bild war natürlich ein Selbstportrait... Ich kann nicht an diesem Maler finden, total ätzend und die Leute geben Millionen dafür aus. Nach einem Mittagessen im Auto, bestiegen wir den Berg im Herzen der Stadt. Weil sie direkt am Meer und somit auf desselben Niveau liegt, erheben sich die 250m scharf in den Himmel. Der steile Aufstieg war es aber eigentlich wert. Oben ging der Wind wir verrückt, man musste aufpassen, nicht von den Felsen gepustet zu werden. Dank der tiefen Wolken und des starken Windes fühlte man sich aber auch wie auf 6000m, nur ohne dünne Luft. Auf dem Rückweg rutschte ich latürnich auf dem Grad aus und rutschte ca. 10m den steilen Hang abwärts, bis ich irgendwie zum Halten kam. Essen war heute sehr vornehm: Cordon Bleu, Brocolli, Gnoccis (ich wei bei keinem genau, wie es geschrieben wird). Solange es schmeckt ist es gut. Auch heute war bei Risiko keine Chance, ich sollte nicht spielen, zumindest nichts mit Würfeln, denn selbst Thomas sagt, ich würde durchgängig schlecht würfeln. Heute kam noch noch schlechte Startverteilung und komische Aufträge dazu. Tag 6, 00:26 26.6.07 Heute morgen war ich wieder der letzte im Bad. Aber wir kamen früher los als sonst. Pünktlich um 11 waren wir am Fuß des Ben Lawer, einer der höchsten Berge Schottlands mit über 1200 Metern. Wir waren auf Laufen eingestellt und 1200m sind ja nicht so ganz hoch... Bis wir den „falschen" Weg nahmen. Thomas scherte als erster aus und stieg steil die Wiese hoch. Wir drei anderen liefen noch deutlich weiter, bis auch wir die noch weitaus steilere Seite des Berges in Angriff nahmen. Der Wind bließ mit Stärke 7-8 würde ich schätzen, ich musste mich richtig dagegen stemmen. Fast auf allen Vieren bestieg ich die Schräge und war noch deutlich vor den beiden anderen wieder auf dem Weg. Eine Gruppe Rentner robbte sich langsam und mit alpiner Ausrüstung über den Weg und staunte nicht schlecht als ich in Wander-Klamotten über den Grat hüpfte. Mit einem lässigen „I lost my path", stampfte ich an ihnen vorbei. Die Temperaturen waren aber schon gefühlte 2°C und ich fror. Thomas wartete auf dem Gipfel auf mich und wir mussten feststellen, dass wir nur auf einem Seitengipfel waren. Die Renter-Gesellschaft kam deutlich nach mir an und berichtete, Tobi und Susanna seien umgekehrt („they collapsed"). Und da wir wirklich nicht ausgerüstet waren, ließen auch wir vom höchsten Gipfel ab, aber wir waren schon auf 1100m. Kein Wunder, bei den Verhältnissen, dass jährlich Leute auf den recht niedrigen bergen umkommen. Auf dem Rückweg kamen wir am hochwasserführenden Tummel vorbei, der das Wasser rasant durch Stromschnellen und einen ordentlichen Wasserfall jagte. Fotos habe ich dank eines zweiten Fußmarsches (ich hatte die Kamera im Auto liegen lassen) geschossen. Auf dem Heimweg waren wir bei Walmart und Aldi, erst einen deutschen, dann einen dänischen Kassierer gehabt. Zufall aber auch. Das Abendessen war sehr gut: Nudeln mit Sße. Solides Essen nach einem anstrengenden Tag. Risiko brauche ich nicht zu erwähnen, als Beispiel nehme ich das letzte Spiel: Ich hatte keine Länder in guten Kontinenten, also Europa versucht zu erobern. Die Aufträger der anderen: 1. Europa + zwei andre Kontinente, 2. Europa + 2 andre Kontinente, 3. Christoph vernichten. Mein Glück beim Würfeln: Mit 9 Armeen nicht gegen 2 gewonnen. Karten: Da ich nichts eroberte, bekam ich auch keine. Tobi tauschte im letzten Spiel 24 Armeen ein, ich 6. Ich habe Glück, dass ich nicht süchtig nach Glücksspielen bin, bei den Geschehnissen hier. Tag 7, 00:12 27.6.07 Heute war mein Tag! Als ich heute aufstand, ließ ich noch Tobi vor mir ins Bad. So war ich heute zum ersten Mal 3. unter der Dusche. Das Frühstück war gemütlich wie sonst auch und wir ließen für morgen früh noch zwei Vollkornbrote über. Wir machten uns auf den Weg nach St. Andrews, der Geburtsstätte des Golfsports. Auf dem Hinweg sahen wir uns noch eine Kirche und ein Schloss an. Beides gefiel mir nicht so sehr; vielleicht war ich auch nur so ungeduldig auf den heiligen Rasen. In St. Andrews selbst, waren erst das alte Kloster und die Burg an der Reihe. Dann gingen wir am Meer entlang zum Golfplatz. Aufsehen erregend war der Old Course nicht, zumindest nicht das, das ich sehen konnte. Bemerkenswert waren aber die 6x 18 Loch für einen Club. Wie das finanziert wird, ist gar keine Frage, so viele Golfer wie da zu sehen waren. Der alte Platz kostet aber 125£ Greenfee, keine kleine Summe. Das alte Clubhaus ist auch nur Clubintern, ich nehme an, mit den Touristen aus aller Welt wird nur „gespielt", hauptsache das Geld bleibt da. Denn außer einem britischen Golfmuseum (nicht einmal Clubeigen!) war nichts zu sehen. Zuhause gab es Resteessen, oder wie ich zu sagen pflege: Buffett. Alle wurden satt und es blieb nur wenig über. Und selbst bei Risiko, das wir (wen wunderts?) nach dem Packen gespielt haben, gewann ich beide Spile. Heute hatte ich auch Würfelglück und im zweiten Spiel bekriegten sich die anderen drei anderen und kümmerten mich nicht um mich, bis ich genug Armeen zum Sieg hatte. also dann, einen schönen tag noch. und beste empfehlungen an alle, die sich die Highlands sehen möchten
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Thursday, June 28, 2007
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Current mood:  relaxed
Also ich bin wieder in Walsum, Schottland war schön, aber nass und kalt. Maximal 12°C mittags und alle paar Stunden ab es Regen. Aber die Aussichten von den Bergen war unglaublich. Das Urlaubstagebuch kommt auch bald hier in den Blog. Aber vorerst mal ein paar Impressionen: In Schottland ist der Linksverkehr sehr verwirrend, vorallem die Kreisverkehre, alias "Roundabouts" total schräg und selbst die Briten wissen nicht, wie man da genau reinfährt. Thomas brauchte auch ein paar Tage, um sich daran zu gewöhnen. Aber die Highlands und die Städte Edinburgh und St. Andrews waren es wert, in den Flieger zu steigen und sich mit Pfund Stirling einzudecken (obwohl es frustrierend ist, für seine Euros so wenig Geld zu kriegen). Die Seen (Lochs) in Schottland sind wahrhaft schön, zwischen den Bergen (Bens) gelegen, und meistens Spiegelglatt. Auf den Bergen kann man dann auch tolle Aussichten genießen. Wenn es wirklich mal wolkenlos sein sollte, wir hatte nicht so viel Glück, ab halben Aufstieg war kaum noch was zu sehen. Da die Städte Schottlands im zweiten Weltkrieg außerhalb der Reichweite deutscher Bomben lagen, sind die Städte auch noch zum allergrößten Teil erhalten, Edinburghs Neustadt ist fast komplett aus dem 19. Jahrhundert erhalten und sieht nicht schlecht aus. Ein bisschen umgestaltet und man könnte einen Sherlock-Holmes-Film drehen. St. Andrews ist noch weitaus schöner: Eine alte Kloster- und Burgruine an der Meeresküste und eine Altstadt aus dem 18. und 19. Jahrhundert, umgeben von Sandstrand und Golfplätzen, ist ja auch die Heimat des Spiels mit dem kleinen Ball.
Gestern war ich dann noch 2,5 Stunden beim Training, und erstaunt, wie fit ich noch bin, trotz der Woche Urlaub. Aber nach Konditionstraining, Fußballspielen, Sprungtraining, Krafttraining und Wurftraining war auch ich gut kaputt. Dann abends noch ein bisschen ausgeruht und fertig. Heute war dann nicht viel los, habe ich mich nochmal als jemand von der Sozial- und Rentenversicherung ausgegeben, Fotos geschaut, mich um Zeug gekümmert und dann noch Golf mit Philipp gespielt, und das sogar recht erfolgreich. Habe mich für Mittwoch auch zum "Herrengolf" angemeldet, da werde ich mal schauen, was es gibt.
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Friday, June 15, 2007
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Current mood:  lazy
also dann, bin heute extra mal pünktlich aufgestanden, um was zu schaffen, und ich sitze wieder doof rum. vielleicht auch, weil ich einfach nicht drauf geachtet hab, was ich heute so tun muss. ich denke mal, ich werde gleich ein bisschen trainieren, das hatte ich sowieso vor. und dann bin ich auch fit für den tag. sonst muss ich nämlich noch meinen alten zivi-schlüssel abholen, für die zeitung ne meldung schreiben, mich um mein fahrrad kümmern und bei sarah anrufen wegen des boulespiels. dann noch zum reisebüro die überweisung für malle fertig machen, mir mal ein neues buch besorgen (werde nach dem reisebüro mal bei lesenswert reinschauen), dann das grillen morgen planen, also bier und so kaufen. das glas für heidi gurke muss ich abholen, sarah die wasserpistole möglichst vorbei bringen und dann heute abend die party steigen lassen. ich denke, das lässt sich einrichten. am besten ich mach mal ne excel-tabelle oder sowas :P ne, aber zumindest mal planen, was ich zusammen erledigen, die telefonate und so geht ja prima zusammen zumindest habe ich schonmal mein zimmer ein bisschen aufgeräumt und kann gleich noch die meldung für die zeitungen schreiben. das sollte hier dann erledigt sein. dann schön sport, ein bisschen für die bikini-figur tun, schließlich die telefonate und dan in die stadt zum reisebüro (oder ruf ich da auch erstmal an?) und buchladen. wenn ich mich ranhalte, krieg ich auch die wasserpistole noch zu sarah und in dinslaken bin ich dann den nachmittag über. planung ist doch ganz easy ^^
zumindest kann ich dann heute abend ausspannen bei gemütlichem bier und essen. wenn ich das mit der grillerei heute nicht hinkriege, dann mach ich das morgen eben spontan, soll ja auch samstags geöffnet sein bei manchen läden.
so, jetzt aber los, doofes bloggen. ist das eigentlich krankhaft, wenn man etwas tun muss, aber einem tausend andere sachen einfallen, die man dann vorher macht?
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Monday, June 04, 2007
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Current mood:  drained
also dann, mal wieder ein eintrag in mein elektronisches tagebuch mit selbstdarstellungscharakter... ich hab keine ahnung, wann das letzte mal hier was stand, aber es dürfte schon was her sein, also mach ich einfach bei westernohe den anfang. Westernohe war super wie jedes jahr, wenn wir da sind: Zelte soweit das auge reicht und nur geile leute. leider kamen irgendwie nicht so viele gäste wie erwartet, moritz und nils haben wohl tausende zu uns eingeladen, es kamen nur hunderte. mit unserer Zelt-konstruktion waren wir auf platz 3 und es sah wirklich gut aus. nächstes jahr wird richtig gezaubert. Ich hab die Linda wiedergesehen, wenn auch nur kurz und durch dicken rauch hindurch ^^. Wir müssen uns unbedingt mal wieder sehen und kaffee trinken, so viel, was es zu erzählen gibt. Moritz war dann betrunkenerweise beim Mister-Westernohe-Contest dabei, als "könig von westernohe" und direkt rausgeflogen. aber er hat die meiste aufmerksamkeit bekommen und am meisten fotografiert. mal sehen, ob da bald fotos im netz stehen. dank unserer zelte wurden wir auch tausendfach fotografiert und einmal für eine studienarbeit gefilmt. Irgendwie ist das schon ein erlebnis in westernohe... am letzten abend haben marco und ich noch den kartoffelsalat vom grillen gegessen, zusammen mit billy, der damit gründlich gegen seine weight-watcher pfilosophie verstieß und da es nur regnete, war der abbau und abtransport des ganzen sehr schwierig gestaltet, Peter musste sogar mit uns zusammen 4 stunden lang durch den regen nach hause fahren (auf dem moped).
Beim tag der begegnung war dann weniger material mit und besseres wetter. leider aber auch viele viele kinder und wenige leiter. so hatten wir mit 8 leitern immer stress, wirklich immer. Sandra stand für die hungrige meute nur in der küche, jörg hatte genug mit dem offziellen und organisatorischen zu tun, franziska und basti hatten 30 nervende wös am schlapp hängen, sarah und ich 23 nervige juffis, nur daniel und christopher konnten die pfadis in frieden lassen, aber hatten dafür auch mit 27000 besuchern des festes zu kämpfen. und manchmal sah die jurte auch aus, als wenn alle gleichzeitig da wären. am samstag war dann sogar noch das versprechen der kleineren, was auch stundenlang dauerte; bei 50 personen ist das auch kein wunder. Im gegensatz zu den Jahren davor gab es keinen unfall auf dem hin- oder rückweg. Die technischen ausfälle waren aber wie jedes jahr zu finden: platter reifen, kette rausgesprungen wegen falscher kettenspannung, kette im rahmen eingeklemmt, oder auch ein loses tretlager. zumindest gefiel den kindern das lager und ich glaube, wir waren auch bisher noch nie so viele gewesen, zumindest nur aus dinslaken.
Heute hab ich dann gepackt (nachdem laura gestern keine zeit hatte, da sie sich unwohl fühlte) und den verschluss meiner isomatte verloren hab, werde ich gleich noch joggen gehen, versuchen eine präsentation zu ghana und tema auf die reihe zu kriegen, gruppenstunde habe und mal wieder stammesleitung (mit grillen und reflektieren der letzten monate), kann ich zumindest die verluste der letzten wochen beziffern: Westernohe: kaputte hose Tag der Begegnung: Isomattenventil verloren, Batterien der Taschenampe leer Beides mal: Messer versaut
Also dann, hab grad noch nen auftrag gekriegt, soll im garten nach der elektrik schauen. mal sehen, was das gibt...
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Sunday, May 20, 2007
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Current mood:  lazy
Also, ich bin ab sofort bin ich nicht mehr im Ersatzdienst tätig, freitag war mein letzter arbeitstag im ND. wahrscheinlich werde ich noch einmal am 18.6. eine schicht schieben, weil niemand anderes da ist und die messdiener von hl. blut irgendso einen elternabend haben. also werd ich denen aufschließen und mich dann ins büro setzen oder so. zumindest hab ich jetzt zeit für urlaub, das leben und jede menge müll, der sich in meinem zivi dienst in meinem kopf angesammelt hat. projekte wollen einfach durchgeführt werden.
in letzter zeit ist nicht so viel passiert, tim ist mein zivi-padawan geworden und muss jetzt die ewigkeit (oder waren es 9 monate?) mit achim in der holzwerkstatt verbringen. dann haben wir im garten mit aufräumen angefangen, was eigentlich seit 4 jahren mal nötig wäre. und gestern war der große tag, wir haben ein feuer gemacht und schätzungsweise die hälfte des grünschnitts verbrannt. es blieben zwar etwa 4m³ über, aber es war ein erster erfolg. demnächst werde ich versuchen die beiden birken hinten im garten auszugraben, und mit der weide bin ich auch noch nicht fertig. wenn ich überlege, die bäume, die wir schon weggemacht haben: birke, birke, birke, weide, ahorn, kirsche. langsam wird das anstrengend. wenigstens hab ich zwei neue bäume gepflanzt, die schönsten bäume überhaupt: Walnussbäume. der eine gibt schon richtig gas mit wachsen, der andere macht das ganze ein stück langsamer. ich hab nur angst, wenn ich da buddel oder andauernd durch laufe mit dem grünschnitt, gehen die irgendwann kaputt. philipp kam heute auf die idee, wieder gras zu pflanzen. ich hab ihm gesagt, man solle selber anfangen und nicht sagen, wer anders solle anfangen. also kann das noch dauern. ich werde die woche noch zwei rhododendren kaufen und pflanzen, vor dem lesezimmer ist das so leer.
heute war nur noch ausspannen angesagt, nach dem grillen gestern (von meiderich kommt man nachts immer recht gut nach hause) bin ich zuhause auch nur noch eingepennt. heute das buch zuende gelesen (210 seiten in 5 tagen, ich werde wieder besser), sodass ich wieder auf dem trockenen sitze im literarischen sinne. vielleicht tue ich mir doch das buch, das ich von unseren putzfrauen bekam: "warum haben männer brustwarzen", obwohl die meisten fragen darin kann ich wahrscheinlich schon selber beantworten.
morgen früh werde ich mal wieder um scheiße kümmern dürfen, das arbeits- und zivi-amt. die einen müssen nichts erfahren, die anderen sollen mal kohle rüber wachsen lassen. dann vielleicht noch shoppen gehen, meine schuhe sind inzwischen wieder dezimiert. aber das war ja auch von anfang des zivis an klar.
auf jeden fall werde ich morgen sport machen, am besten mal wieder joggen gehen, wird zeit, dass ich in form komme. und ab mittwoch ist dann krafttraining dran, mit der jurtenburg.
also dann, nächste woche westernohe bis zur extase, dann die woche drauf nach xanten, kinder bis zum kotzen. aber ich hab ja jetzt keine kinder mehr im nd um mich, da wird das schon gehen. kann am ende gar nicht mehr ohne die kleinen pisser ^^
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Saturday, April 14, 2007
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Current mood:  energetic
Category: Blogging
Also dann, nach einem gestrigen Abend im Pulp habe ich mich heute morgen aufgerafft und das Tagebuch zuende geschrieben. Gleich geht es mal in die Sonne, es ist fast traurig, dass ich noch nicht richtig draußen war. Aber zumindest hat jetzt das Tippen ein Ende. Also bitte schön, das Tagebuch (wer einen Fehler findet, darf ihn behalten): Tagebuch des Aufenthalts in Belarus, Ostern 2007 5.4.07, 13 Uhr, irgendwo zwischen Warschau & Brest Die Abfahrt verlief eher unspektakulär, zu hause zu essen & trinken eingepackt, dann noch nach Dinslaken. Klaus spendete uns in der Kirche noch einen Reisesegen und dann ging es zum Bahnhof. Die Kerze vom Segen steht hier immer noch im Abteil. Am Bahnhof ist es uns geglückt, ein Ticket zu bekommen, da der Automat mit unseren EC-Karten gezickt hatte. Über Oberhausen sind wir dann nach Dortmund... Wir haben die anderen getroffen, nur Matthäus ist jünger als ich, aber die sind trotzdem alle hier ganz in Ordnung. Natürlich sind wir beide die einzigen, die nicht aus der Diözese Paderborn kommen. Zumindest aber hatten wir Kluft an, offiziell wie kein anderer hier. Klaus Berg, unser „Reiseleiter" und seine Frau Olga sind recht entspannt, und dank Olga konnten wir auch die Karte für die Einreise ausfüllen, scheiß kyrillisch. Jetzt sind wir hier kurz vor der Grenze, ein bisschen komisch ist das schon, so lange im Zug zu sein, aber ich hab gut geschlafen, genug zu essen ist auch da und man ist noch ganz locker. Die Vegetation ändert sich hier auch schon merklich, Birken und Kiefern bestimmen das Bild, selten sehe ich mal eine Eiche oder Pappel. Faszinierend ist, dass in Polen viel neu gebaut wird und nebenan alles verfällt. Entweder, hier ist eine große soziale Kluft und das Land im Wandel, oder den Polen ist ihr altes Haus scheiß egal... In 20 Minuten geht es zur Grenze, da kommt die Breitspur und das Spiel mit den Pässen, Visa und Migrationskarten. Da bin ich mal gespannt, ob wir bei den Kästchen richtig geraten haben! 5.4.07, 24:00 bei Lena (eine schnuckelige, neo-klassizistische Plattenbau-Wohnung in modernem Stil) Also jetzt sitze ich hier bei meiner Gastschwester am Schreibtisch und rekapituliere den ersten Tag: Die Grenze nach Belarus haben wir erstaunlich leicht hinter uns gebracht. Die Grenzbeamten waren ganz locker für die Erwartungen. Nur komisches Gefühl, wenn du deinen Pass abgegeben hast und plötzlich fährt der Zug an. Hab meine Identität ja wieder und einen hässlichen Stempel im Pass. In Minsk wurden wir auch am Bahnsteig empfangen. Trotz der Breitspur (die Spurwechselei in Brest war ein Erlebnis) sah alles recht normal aus. Erst wäre ich fast mit Hans-Georg und Karsten los gezogen, aber was tut man nicht alles, wenn Lena keinen mehr hatte... Lena ist Dolmetscherin für Deutsch und Englisch und ist 19 Jahre alt. Ein komisches Gefühl, wenn sie fast alles versteht und ich nichts. Zum Abendbrot hatte ich dann noch so etwas wie Kartoffelgratin mit Fleisch, dazu Salat, Pilze und Fisch, je nach Lust und Laune. Ihre Mutter kann kein Wort Deutsch, aber man versteht sich auch so ganz gut. Unglücklicherweise hatte sie schon eine Flasche Sekt aufgemacht, bevor ich sagen konnte, dass Fastenzeit ist. So musste ich mit Saft anstoßen und sie mit Sekt. Dass ich katholisch bin, war für sie okay, es gibt ja eine polnische Minderheit im Land. Nach dem Duschen geh ich gleich ins Bett. Eine Mail an Mama war trotzdem drin. Ich werde heute gut schlafen, sogar noch besser als gestern im Zug, hehe... PS: Und natürlich habe ich es vercheckt die Geschenke zu geben, bevor Lena zu einer Freundin wegen eines Referats ist. PPS: Beim Essen lief Fernsehen, schon komisch. Es lief MTV, noch komischer. Und auf MTV kam gerade Ali G; zum Schreien die Situationskomik! Die E-Mail an meine Mutter: Hi Mama, bin gut in minsk angekommen, aber mein handy scheint nicht recht zu funktionieren. also muss ich schauen, dass meine mail ankommt. Ich hoffe einfach mal, ich habe die richtige adresse erwischt. bin nach 21 stunden im zug hier bestens eingetroffen. das essen hätte auch bis nach peking gereicht, denke ich ;-) aber trotzdem danke für die liebe mühe. im zug waren wir mit ein paar belgiern im gleichen waggon, mit denen es sich aushalten ließ, sind ja nur ein bisschen hier her gefahren. die anderen der reisegruppe kommen allesamt aus der diözese paderborn und ich bin tatsächlich nur der zweitjüngste. muss ich also kein bier holen gehen, hehe. am bahnhof angekommen war dann erstmal begrüßung und für alle auch noch bekanntmachung der ganzen partner. ich bin jetzt bei lena, einer deutsch- und englischstudentin eingekehrt. nach einem reichhaltigen abendessen hab ich geduscht und werde mich gleich schlafen legen. ich wünsche allen noch ein paar schöne tage ohne mich. Christoph PS: wenn du mir antworten möchtest, kannst du gerne die mail-adresse nehmen, mit der ich diese mail geschickt habe, ich kann sie nämlich von hier aus auch prima abrufen. 7.4.07, 0:27, im Zimmer heute war der erste richtige Tag, es ging um 9 aus den federn. Ich war schon vorher fertig, weil die Sonne ins Zimmer schien. Lena kam nicht ins Zimmer, und ich machte das Bett, während sie noch an die Tür klopfte. Zum frühstück gab es Toast, Wurst, Käse, aber keine Butter. Lenas Mutter (Erics?) fuhr mich zum Treffpunkt, wo wir um kurz vor 11 ankamen, und es war niemand da... Wir hatten uns in der Zeit vertan. Ich bin also rum und habe Fotos gemacht und stand plötzlich bei meiner Gruppe. Schnell noch meiner Gastmutter gedankt und los. Ich weiß nicht, wie man damals, als es noch weniger Autos gab, so breite Straßen bauen konnte, mindestens 3 Spuren pro Richtung. Bevor wir in die Schule gingen, gaben wir unsere Pässe zur Registrierung ab; bis jetzt liegen sie auf dem Amt. Es muss ja alles korrekt ablaufen. Mal sehen, wann ich mich wieder ausweisen kann. In der Schule besuchten wir diverse Stunden, Hans-Georg und ich kamen zu Mathe. Algebra war nicht das große Problem für mich, für Hans-Georg schon. Später in der Stunde mussten wir noch fragen der Schüler beantworten, ich hoffe, ich schlug mich ordentlich. Die Schüler schienen jedenfalls von meinem Englisch beeindruckt. Wenn sie meine letzten Noten wüssten... Nach dem Essen (9€ für 10 Leute) ging es kurz in ein Kaufhaus zum Geldwechseln und dann weiter mit der Tram. Wir wurden einmal böse beschimpft, wir sollten in Belarus doch belarussisch sprechen, aber so was findet man überall. In die zweite Schule begleitete und ein Deutscher FSJ-ler und wir wohnten einer Gruppenstunde bei. Das Spiel muss ich mir merken, es gab wenigstens keine Verlierer. In der ersten Schule verlor beim zweiten Spiel gnadenlos. In der Gruppenstunde bastelten wir dann noch und schenkten die Postkarten einander. Später dann gingen wir (wieder) etwas essen, wobei ich mir aber nichts bestellte, ich kenne doch Länder und Sitten... Nach einer kurzen Busfahrt und einer Tour durch die Altstadt (mehr als 3 Häuser ließen die Nazis nicht über), saßen wir noch bei einem Bier zusammen und quatschten. Auf dem Rückweg noch Äpfel und Wasser gekauft und fertig. Auffällig: An Einkaufswagen gibt es keine Münz-Schlösser, und es gibt einen guten Grund: Es gibt keine Münzen, nur Scheine (bis 0,4 Cent). Zu Hause gab es dann Essen (ich weiß, warum ich nichts nahm) und Lena und ich plauderten noch ein wenig über Deutschland, Belarus und die Welt. Dass Belarus so weit oben in der Selbstmordstatistik ist, erschreckt ziemlich. So denn, lang genug geschrieben, das Bett ruft. Meine zweite E-Post nach Haus: also, mein zweiter tag hier war auch ganz in ordnung, ich konnte ausschlafen bis 9 uhr und dann hat lena auch schon zweimal "aufstehen" gerufen. ich hatte aber einfach nur das bett schonmal gemacht, deswegen brauchte ich so lange... wäre sie ins zimmer gekommen, um mich zu wecken, wäre das nicht passiert ^^ heute waren wir in zwei schulen und haben da und zuerst ein staatliches gymnasium angeschaut und uns mit den anderen schülern unterhalten und dann die schule angeschaut. der mathe-unterricht war allerdings eher leichte kost. lena meinte, schule sei hier sehr anstrengend und schwer, mathe ließ mich eher kalt, aber ich kann das eben auch gut. dann mussten wir von den pfadfindern erzählen und ein paar fragen beantworten. in der zweiten schule besuchten wir die örtliche pfadfindergruppe, wir haben postkarten gebastelt und später noch etwas gesungen. das war sehr schön. das spiel zu anfang des treffens muss ich mit merken, das ist sehr schön auch für meine gruppenstunde. dann sind wir noch ein bisschen durch die stadt zum einkaufszentrum (an karfreitag ist kein feiertag, ganz im gegenteil, es ist die hölle los) und waren dann noch in einer kneipe in der altstadt ewas trinken. die altstadt besteht aus 4 häusern, mehr blieb vom krieg nicht über... soweit so gut, ich schreibe jetzt gleich noch in mein reisetagebuch und dann gehe ich ins bett. morgen geht es um 8 uhr wieder aus den federn. die menschen in belarus scheinen einen anderen tagesablauf zu haben. lena beschwerte sich, dass sie schonmal um 7 uhr aufstehen müsste, bei uns ist das ja eher eine späte zeit. gut, jetzt ist aber auch ende hier. ich wünsche einen schönen karsamstag. Christoph 8.4.07, 0:14 in Lenas Zimmer Der Tag heute begann wie gestern, ich war früh auf und dieses Mal auch aus dem zimmer, bevor Lena klopfte. Zum Frühstück gab es Schoko-Cornflakes und Toast und Kekse, also sehr normal. Auf dem Weg zum Treffpunkt fuhr ich zum ersten Mal mit der Metro, der U-Bahn der Stadt. Leider galt mein komisches Ticket nicht und wir mussten nachlösen. Da ich auch gar nicht verstand, dass es eine Fahrkarte ist, schmiss ich sie später weg, hätte ich das mal vorher gewusst. Beim Treffpunkt waren wir die Letzten, aber noch pünktlich und so haben wir die große Markthalle besichtigt, während Lena zur Uni ging. Ich muss hier einmal sagen: Mit 21 ist man hier Absolvent der Unität, ich beginne mit 21, das gibt mir zu denken. In der Markthalle herrschte Ausnahmezustand, vor Ostern haben noch einmal alle eingekauft. Nicht, dass es hier nicht so wäre, nur in Minsk schließen die Geschäfte über die Feiertage nicht. Aber was solls, hinein ins Getümmel und alles angeschaut, hier ein paar Spezialitäten/Kuriositäten für uns Deutsche: Schweinsköpfe (ganz), Schweinehoden, lebende Karpfen (die ohne Betäubung und Wasser in der Tüte verkauft werden), Plastik- statt echter Blumen, Fettbrocken; das Beste aber sind die Kaninchen, als Ganzes ausgenommen und gehäutet, nur die Pfoten haben noch ihr Fell. Und Warum?! Damit man erkennt, ob es Karnickel oder Katze ist. Ich erstand allerdings nur eine herzhafte Salami und Trockenobst. Dann ging s auf Stadterkundung: Palast der Republik, katholische und orthodoxe Kirche, Rathaus, Altstadt, Museen. Nach einer weiteren Mahlzeit in einem SB-Restaurant ging es zum Scout-Guide-Treffen. Zum Essen kann ich nur so viel sagen: Meine Taktik ging auf; ich wollte nur ein Stück Kuchen, aber da ich nichts lesen konnte, nahm ich zwei kuchenähnliche Gebilde. Tatsächlich war das eine Streuselkuchen, das andere (was ich als Kirschteilchen mit Zuckerguss glaubte) war Fisch mit roter Beete und gefärbter Gelantine; nicht schlecht, aber wenn man Kirsche erwartet doch erst sehr überraschend. Beim Partnerschaftstreffen ging es teilweise hoch her, die Verantwortlichen traten sich öfters gegenseitig auf den Schlips, Olga tat mir als Dolmetscherin Leid, und als sich immer zwei Partner erst kennen lernen und dann den anderen vorstellen sollten, hatte ich es mit Luda (ich dachte erst „Luder???") zu tun, die weder deutsch noch halbwegs englisch konnte. Die Partnerschaft wurde besprochen, wobei ich denke, die Guides aus Belarus haben komische Vorstellungen, dass sie nur Partner der DPSG selbst sein wollen, obwohl allein die Diözese Paderborn 7 mal so viele Mitglieder zählt, wie die Guides in ganz Belarus. Nach einer langen Busfahrt waren wir wieder in der Stadt und ich versuchte mit Lena (oder vielleicht Lena mit mir) Postkarten zu kriegen; keine Chance. Wieder zu Hause gab es essen: Reis mit Möhren, Fisch und Huhn, dazu Pilze und Fisch in Sülze. War soweit alles lecker, nur passte mein Saft nicht, selber schuld, sage ich. Zuletzt sahen wir uns noch einen Film an, da weder die deutsche noch die englische Tonspur klappte, auf russisch. Ich konnte halbwegs folgen, und die meiste Zeit plauderten wir sowieso. Aus Party wurde heute leider nichts mehr, weil Lenas Freunde nicht konnten, vielleicht später einmal. Und wo wir gerade bei Party sind: Marc Eppel schrieb mir heute eine SMS, ob ich mit in den Hof käme. Es gibt Menschen, die merken erst Tage später, dass man weg ist... oh, habe ich wieder gelästert... 9.4.07, 0:06, im Zimmer Ostersonntag, Hochfest und Daueressen: Heute morgen war ich vor den beiden anderen wach und war bereits duschen und mich anziehen, zu Ostern darf es auch ein Hemd sein. Die Schoko-Sachen wie Eier, Küken und Hasen habe ich in der Küche verteilt und versteckt. Lena war überrascht und erschreckte sich einmal, als ein Schokoküken im Teeregal stand. Da es heute noch schneite, fuhren wir mit dem Auto zum Bahnhof. Ich kam als einer der Letzten an, aber wir hatten ja genug Zeit. Im Zug nach Molodetchno haben wir nicht viel gemacht, ich hätte prima lesen können, aber hatte kein Buch dabei. Als Hans-Georg dann auf Klo musste, gab es wieder Action, denn die Toilette des Zuges war kaum zumutbar. Und da wir fast am Zielort waren, musste er sich auch noch beeilen. Gerade rechtzeitig kam es vom Klo, um mit uns auszusteigen. Er weigerte sich anschließend, die ihm angebotenen Datteln zu berühren, so schob ich ihm die Trockenfrüchte in den Mund. Was man nicht alles tut... In Molodetchno wurden wir von den Guides zur katholischen Kirche 8die hoffnungslos überfüllt war) geführt, damit wir die Messe dort feiern. Olga, mit der ich mich unterhielt, kann noch weniger Englisch als ich, sodass sich die Unterredung schwierig gestaltete. Auf dem Weg zum Essen (wir waren bei einer Leiterin eingeladen) wurden wir ab dem Lenin-Platz; Hans-Georg hatte endlich sein Lenin-Denkmal; eingeschneit. Einen Schneesturm an Ostern hatte ich auch noch nie. Halb erfroren kamen wir an, ein kleines Haus mit Holzofen, Waschstelle draußen und einem Plumpsklo im Garten. Hier wurde mir auch gesagt, das der Priester in der Kirche ein Pole war, ich hatte es mir sogar gedacht, weil es einen polnischen Dialekt hatte und stockte während der Predigt. Das Essen war feudal: Wir begannen mit Bortscht (ich hoffe, es wird so geschrieben) und Wodka, dann ummantelte Frikadellen mit Salat, dann Sprotten auf Brot. Ich dachte, das wars und war satt. Die 3 Wodka waren auch zügig im Kopf gelandet. Aber das war nur die Vorspeise, der Hauptgang war Schaschlik im unglaublichen Ausmaß. Auch das sollten wir essen. Es war super lecker, keine Frage, aber zum Fleisch gab es ja auch wieder Salat; man war einfach nur voll bis oben. Ingrid hatte eine andere Taktik, sie ließ sich von der Jugendbeauftragten der Stadt dieselbe zeigen, sie kam angetrunken wieder, als wir schon längst gehen wollten. Der Nachtisch bestand aus Kuchen mit Tee. Wobei der Tee noch ging, aber der Kuchen kaum noch in den Magen passte. Ich trat natürlich in das größte Fettnäpfchen: Wenn man eingeladen ist, schenkt immer nur der Gastgeber den Wodka ein, nachdem er ihn angeboten hat! Ich wollte die Wodkaflasche Clemens anreichen, weil er sich etwas auf den Teller aufgefüllte, wurde aber schnellstens von Klaus zurückgepfiffen. Ganz knapp an der Katastrophe vorbei... Die Rückfahrt war anstrengend, da wir keine Sitzplätze bekamen und so zwei Stunden stehen mussten. Wir sahen bei einer Lokomotive einen defekten Ölschlauch und klemmten eine Cola-Flasche in die Tür ein, weil wir testen wollten, ob die Tür aufgehalten werden kann. Das Ergebnis: Die Türen machen vor nichts halt. Man könnte einen eingeklemmten Arm nicht einmal mit Gewalt befreien. Am Abend war nur noch Essen und ein Gespräch mit Lena, aber es ist immer ganz schön, mit ihr zu reden. Wenn ich den Tag überdenke, so saß ich heute 5 ½ Stunden am Esstisch, ein neuer Rekord! 10.4.07, 1:52, Lenas Zimmer Der letzte ganze Tag in Belarus, aber wahrscheinlich auch der schönste. Heute morgen begann der Tag mit dem üblichen Frühstück, nur war Lenas Stiefvater dabei und es gab Torte auf meinem Teller. So aß ich auch nur ein Brot, damit dieses Viertel Torte in meinen Bauch passte, zu Hause muss ich unbedingt Sport machen... Danach ging es zum Bahnhof, alle waren pünktlich da, nur Ingrid fehlte, sodass wir sogar den Zug verpassten. Also warteten wir bei einem Kaffee und die anderen kauften eine Stange Zigaretten für 6-7 Euro (Wobei es hier auch Zigaretten für 16 Cent gibt, pro Schachtel natürlich) oder eine Flasche Wodka für 2,50€. Ich wollte mir nichts holen, meine Tasche war schwer genug. Die Zugfahrt war langweilig, bis auf meine Orange, die meine Hand nach dem Schälen weiß färbte; selten so viel Chemie mit Frucht erlebt. Als wir dann in Zhodino ankamen, wurden wir direkt zur schule geführt, in der die Guides ihre Gruppenstunden abhielten. Wir bastelten belarussische „Glücksvögel"aus Stroh, sowas könnte man wirklich mal daheim basteln. Die Führung durch die Schule war interessant, aber unspektakulär, bis wir vor dem Essen nach der Toilette fragten. Ich hätte besser einhalten sollen, Ammoniakgeschmack auf der Zunge und halb abgerissene, versiffte Toiletten erwarteten uns. Ich hatte ja immer Scheu vor unseren Schulklos, aber das hier war eine ganz andere Liga. Nach einem Happen zu Essen, nahmen wir den Bus (die Haltestelle sah mehr aus wir ein Verschlag) zum Waisenhaus. Eigentlich ist es kein richtiges Waisenhaus, die dort wohnenden Kinder haben noch Eltern, aber das Sorgerecht wurde diesen entzogen. Das Haus ist extrem sauber & ordentlich, ganz entgegen meinen Erwartungen. Süßigkeiten für die Kinder und Kaffee für die Pädagogen hatten wir bei, genauso die Tasche voll Klamotten. Zuerst erzählte uns die Leiterin des Heims ein wenig, dann sangen wir „Flinke Hände, flinke Füße", spielten Plumssack und sagen wieder: „Laurentia". So konnten die Kinder mitmachen, was ihnen auch sichtlich gefiel. Zwischendurch gab es auch immer wieder ein paar Süßigkeiten und kleine Scherze. Ein kleiner Junge war der aufgeweckteste von allen, und ich war sein Kumpel. Mit 4 Jahren ließ er sich immer zwischen Matthäus und mir schaukeln, hochheben oder sich auf die Schultern nehmen. Natürlich bemerkte er auch als erster, wenn es Bonbons gab und nahm immer direkt zwei Hände voll aus den Tüten. Als uns die Schlafzimmer der Kinder gezeigt wurden, griff es meine Hand, schob alle Erwachsenen zur Seite und zeigte mir voller Stolz sein Bett. Ab da war „Chacko" uneingeschränkter Herrscher, zeigte mir und somit allen anderen auch jedes einzelne Spielzeug und was man man damit macht. Wobei zu sagen sei, er räumte alles wieder auf, und das Bett hatte er auch selbst gemacht. Die Klamotten erzeugten einen Begeisterungssturm bei den Kindern und „Chacko" hatte direkt eine ihm viel zu große Jacke an, die ihm aber sehr gefiel. Wir mussten dann auch wieder los, ich hoffe, die Kinder werden weiterhin gut erzogen, so gut wie in diesem Heim, denn hier bleiben sie nur 6 Monate. Auf dem Rückweg zum Bahnhof löste Hans-Georg seine Wettschuld ein und lief (durch den Schnee!) im MSV-Trikot zum Bahnhof. Dort sah ich den bisher krassesten Abort meines Lebens. Ich wollte nur einmal schauen und war so von dem gekachelten Raum mit zwei Löchern geschockt, dass ich mit dem Kopf gegen die Tür lief. Jetzt habe ich eine Beule... Zurück in Minsk waren wir kurz einkaufen, ich erstand nur drei Flaschen Wodka, zwei Flaschen Bier und ein halbes Brot, es passte alles in meine Tasche. Gegenüber der Metrostation wäre ich auch fast überfahren worden. Obwohl ich grün hatte, fuhr ein Auto unter Hupen einfach weiter. Wäre ich nicht im letzten Moment zur Seite gesprungen, hätte ich die letzte Nacht im Hospital verbracht. Den Abend verbrachten wir alle gemeinsam im Restaurant, da wir Ausländer sind, bekamen wir im tschechischen Saal den großen Tisch und durften nur tschechisches Bier bestellen, das mindestens drei mal so teuer war wie Belarussisches. Sowas ist Abzocke. Trotzdem feierten Gäste und Gastgeber das Ende des Besuchs, mit Bier und Wodka und reichlich Essen. Wir beeindruckten unsere Gastgeber sogar mit dem deutschen Liedgut, während Hans-Georgs und Karstens Gastvater mit belarussischen Volksliedern die Gastgeber vertrat. Um 12 Uhr gingen wir nach Hause. Hier angekommen gab ich den letzten Kaffee Lena und bei einem Tee unterhielten wir uns noch lange. Schließlich packte ich meine Sachen und Lena ging unter die Dusche (es war bereits 1:15). Plötzlich musste ich furchtbar dringend pinkeln, aber Lena duschte noch, also setzte ich mich und schrieb ins Reisetagebuch... 10.4.07, 17:40, Abteil 22|26|30 Der heutige Morgen begann sehr früh, um 5:30 Uhr war Schluss mit Matrazenhorchdienst. Auch meine Gastfamilie war müde und kaputt. Ich war wohl doch sehr anstrengend gewesen. Das Frühstück ging schnell von statten, nach Cornflakes und Toast wurde der letzte Kleinkram in den Koffer geworfen, dass wir auch schnell los konnten. Als (bela-)russische Tradition saßen wir zuletzt noch kurz am Tisch, damit die Reise gut verlaufe. Als ich im Wagen saß, dachte ich an mein Handy, das noch auf dem Schreibtisch lag; so bin ich noch einmal nach oben gesprungen, um es zu holen. Wir waren schon knapp in der Zeit, aber auf dem Weg zum Bahnhof hielten wir noch an der Tankstelle, wo wir für 68cent den Liter Treibstoff einfüllten. Am Bahnhof war ich trotz der 10 Minuten Verspätung nicht der Letzte, Hans-Georg und Karsten ließen noch deutlich länger auf sich warten. Im letzten Moment fiel mir ein, dass ich noch so viel Geld über hatte, also kurzfristig noch in die Wechselstube und US-Dollar geholt, da der Kurs besser stand als der des Euro. Am Bahnsteig verabschiedeten wir uns mit Umarmungen von einander, die Visite endete doch sehr gut. Als Andenken bekam ich ein Stück Bernstein, ich werde sehen, wo es seinen Ehrenplatz bekommt. Im Zug war leider eines unserer Abteile belegt der Schaffner schickte und in ein Anderes, zum Glück hat es bis jetzt gepasst und niemand hat Anspruch auf das Abteil angemeldet. Kurz vor der Grenze erlebten wir den Alltag der Bahnlinie: Der Schaffner verstaute zwei Reisetaschen voll Zigaretten in seinem Abteil. Schmuggel im mittelgroßen Stil nenne ich das. An der Grenze dann mussten wir wieder unsere Pässe mit den Immigration Cards abgeben zur Überprüfung. Soweit ging die Ausreise aus Belarus gut, erst die polnischen Beamten legten los. Wir im Abteil saßen in Kluft und offenen Pässen in den Händen im Abteil, und zum Glück mussten wir unsere Koffer nicht öffnen; im Gegensatz zu Klaus und Olga, die alle Taschen zeigen mussten. Eine kleine Schikane gegenüber Olga, die noch keinen deutschen Pass hat. Ein Abteil weiter wurde alles auseinander genommen: Gepäck, Sitze, die ganze Deckenverkleidung. Was hatten wir ein Glück, zum ersten Mal im Leben war ich in einer richtigen Zollkontrolle. Der polnische Grenzbeamte fragte mich auf polnisch nach meinem Geburtsort, war ich erst beim 4. Mal verstand, da er es auf Englisch sagte. Als wir dann in Polen waren, unterhielt ich mich noch mit Olga über die Reise. Sie war enttäuscht, weil sie in Belarus fast immer als Sündenbock diente und von ihren alten Kolleginnen meist Anfeindungen mitbekam. Dazu wollte sie wenigstens einen Tag mit ihrer Familie in Homel verbringen, was ihr nicht gelang und sie von ihrer Mutter nur Unverständnis erntete. Sie war froh, wieder aus dem Land zu sein, aber ihre Heimat in einem solchen Zustand und es so in Erinnerung zu behalten, brach ihr das Herz. Sie erzählte, was in Belarus los ist, das, was wir nur am Rande mitbekamen und ich auch nur in Gesprächen mit Lena erfuhr Durch die neuesten politischen Machtkämpfe zwischen Moskau und Minsk isolierte Lukaschenko das Land noch weiter und oft genug wird humanitäre Hilfe des Westens abgelehnt, schikaniert oder die Hilfsgüter verkauft, statt verteilt. Wie ich erwartete, war das Kinderheim gestern das Paradies, sonst sähen sie ganz anders aus, besonders bei Homel, wo Tschernobyl das Land verstrahlte. Mit zittrigen Fingern erzählte sie von behinderten Kindern, stumm und vereinsamt, haben sie noch nie Schnee gesehen, weil sie während ihrer 14 Lebensjahre nie bis zum Fenster kamen. Jetzt sind wir hinter Warschau, EU und fast die halbe Strecke geschafft. PS: Mein Koffer ist ein bisschen kaputt gegangen, Plastik des Verschlusses ist gebrochen. 11.4.07, 7:11, Zuhause in Walsum Endlich daheim! Nur eine kurze Revue, denn gleich gehe ich duschen und noch ein Stündchen pennen. Gestern Abend antwortete mir Lena auch auf meine SMS, und wir hatten endlich Ruhe. Der Schaffner ließ uns die Betten herunter und wir hielten Matrazenhorchdienst bis zur deutschen Grenze. Der Zoll kam gar nicht erst in den Waggon. Von Frankfurt bis Bielefeld haben wir weiter geschlafen, da Jörg und Karsten dort ausstiegen. Bis auf Ingrid, Hans-Georg und mich verließen dann auch alle anderen den Zug in Dortmund. Und dann ging es los: Da Klaus die Tickets nur bis Dortmund gelöst hatte, machte der Schaffner plötzlich Stress. Der Preis bis Duisburg ist der gleiche, denke ich, und mit seinem Zigarettenschmuggeln hat er sicher auch keine weiße Weste. Er sagte einem DB-Schaffner Bescheid, der aber wirklich Besseres zu tun hatte, als für uns die Strecke bis Duisburg Karten zu lösen. So setzten wir uns in das Restaurant bis Duisburg. Dort angekommen stiegen Hans-Georg und ich aus, Ingrid musste bis Düsseldorf. Wir beide nahmen den nächsten Zug nach Dinslaken und von dort aus die Bahn. Um 6:25, also nach 24 Stunden und 18 Minuten hielt die Bahn an der Fasanenstraße. 12 Minuten später war ich an meiner Haustür. Nach einem Brötchen gehe ich jetzt duschen und begrüße meine Familie, so wie mich mein Handy um 6:42 mit dem Weckton begrüßte...
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Wednesday, April 11, 2007
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Current mood:  awake
Category: Blogging
Soo, aus dem kalten Minsk bin ich zurück. Nur kurz gesagt, ich kam heute morgen nach gut 24 Stunden Eisenbahn hier in Walsum wieder an. Nach einem Brötchen und einer ausgiebigen Dusche ging ich wieder ins Bett. denn auch wenn man im Zug schlafen konnte, ist man ziehmlich kaputt und stinkend im Anschluss. Die Fotos habe ich mir auch schon angeschaut, soweit sind recht schöne dabei. ich denke mal, dass das ein oder andere hier zu sehen sein wird. Das Reisetagebuch ist auch geschrieben, nur muss ich es noch abtippen, dann wird es hier ziehmlich bald auch in den blogs stehen. Zumindest werde ich heute Abend zum Training gehen, das Essen in Belarus war eindeutig zu viel, wenn auch lecker. Ich kann nur bislang sagen: Diktatur kotzt an, ich bin zwar meinem sozialistischen Ideal treu, aber was in dem Land abgeht, ist wirklich scheiße. Da bin ich froh, dass ich mich in den meisten Teilen der Welt frie bewegen kann.
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Saturday, March 31, 2007
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Current mood:  good
Category: Blogging
Heute wollen wir einen Blick hinter die Kulissen eines Zivildienstlebens werfen: ein Samstagmorgen im März.
Alles fing an um 8:10 als mein Wecker ging und ich mich aufraffte, die zeitung zu holen, und die Rollos nach oben zu fahren. Ich in Boxershorts und t-shirt also nach draußen und habe gebetet, dass die Tür nicht zufällt, während ich im Garten bin, so kalt wie das war, man stelle sich vor, aus dem bett nach draußen, unterschied der mittleren molekülbewegung: ca. 30 grad celsius. als ich dann meine zeitung, meine frühstücksflocken mit banane hatte, kam meine mutter dazu, kochte kaffee und wir unterhielten uns über die reise nach belarus. meine mutter wusste natürlich gar nichts, aber sie hat sich auch dran gewöhnt, über meine reisepläne nichts zu wissen. zumindest war sie froh, dass sie es jetzt wusste. natürlich haben wir direktamente den atlas aufgeschlagen und osteuropa genauer unter die lupe genommen. da man bücher ja nict wegschmeißt, hatten wir auch noch den atlas von anno asbach, zum glück wandern städte recht selten. ich war verwundert, dass die länder trotz der sowjet union einzeln zu sehen waren. da haben die herausgeber sich was bei gedacht beim druck des atlas ^^ dann kam max mit seinen kumpels nach unten, sie haben netzwerkparty gemacht, ich nehme mal an, weil max heute seinen neuen pc bekommt und die zur feier des tages eine party machen wollten. früher waren geburtstage interessant, jetzt der tag, an dem der neue computer kommt, nenene... zumindest bin ich duschen gegangen, als die drei hier unten hingen. als ich runter kam, saßen die drei schon wieder vor dem nintendo und hatten jeder eine packung eistee vor sich stehen. ich weiß genau, warum so viele kinder dick sind. das kann es ja eigentlich nicht sein in der heutigen zeit. und die frau "sträftäter" (name geändert) meinte noch, kinder bräuchten keine light-produkte. ich sage: Alle dicken leute tun sich mit light-produkten etwas gutes, solange es um reduzierten fettgehalt geht wie in milchprodukten.
zumindest habe ich dann mit meiner mutter ausgemacht, da sie jetzt einkaufen ist, sie bringt kaffee und schokolade als gastgeschenke mit, dafür dass ich einen kirschkuchen backe. meine gastgeschenke bekomme ich also durch kuchenbacken frei haus geliefert, auch nicht schlecht, finde ich *g*.
dann werde ich gleich mal meine reiseutensilien zusammensuchen, ich habe mir ja schon notizen gemacht. einen landesführer zu weißrussland habe ich aus der bücherei, halstücher habe ich, eine karte von minsk bekam ich leider nicht in die finger, ich werde mal in den neuen buchladen gehen und fragen. das tagebuch werde ich im block führen, wie jedes mal. die kamera wird fertig gemacht, akkus voll, karte leer, ersatzbatterien. Adressliste und Reiseapotheke werde ich ein bisschen nur mitnehmen, wichtige adressen habe ich ja und ich bleibe auch nur eine woche im osten, hoffentlich. nicht dass die mich da behalten wollen...
und dann werde ich noch hier am pc rumfummeln, max neuen pc installieren, max alten auseinandernehmen, katharinas laptop versuchen zu reparieren (wer erfahrungen mit dem trojaner TR/WLHack.A hat, melde sich bitte bei mir), beim Papas Laptop muss ich das internet neu einrichten, aus Max altem pc werde ich entweder meinen pc aufrüsten oder meiner mutter einen pc bauen, mal sehen, wie viele teile ich zur verfügung habe, sonst verschenken wir ja immer die alten pcs, so fehlen mir jetzt ein paar teile. aber das wird schon werden... haben ja noch teile von papas altem pc über, hoffe ich. muss philipp eben dem RAM wieder rausrücken, den er sich genommen hatte. das kann noch alles was geben hier im haus.
und dann soll ich noch den basketballkorb reparieren. wenn jemand so ein ding haben möchte, klaut ihn bitte vom parkplatz, ich will ihn nicht haben, nur die mutter ist ja davon so angetan. ich würde es sofort wegschmeißen und dafür zum streetball-feld am beekersloh gehen, das ist wesentlich besser zu spielen da, und auch schöner ^^
soweit so gut, jetzt werde ich gleich mal den kuchen aus dem backofen holen und dann hier weiter musik hören und meine sachen packen. heute abend wollte ich dann mit sarah was starten, mal sehen, was sie sich so überlegt. ich bin immer nur im notfall der mensch mit den guten ideen...
Sodele, jetzt mal langsam wieder in den tritt kommen, damit es weitergeht in walsum.............................
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Monday, March 19, 2007
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Current mood:  pissed off
ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so verärgert bin...
schon scheiße, bin ne woche krankgeschrieben. und warum? habe mich gestern mit dem rad auf die fresse gelegt, im regen und auf asphalt mit gestreutem kies und schotter. also der gipfel vom wochenende.
freitag ging es schon los, dass nach der arbeit das training nur aus fußball und ein bisschen werfen bestand, und das einen tag vor dem spiel. dann die party am abend, konnte ich nicht viel mit anfangen mit den leuten da, alle saßen doof rum und am ende war ich auch kaputt und ärgerlich, dass ich so kaputt war. total früh im bett gewesen, musste ja samstag früh raus.
samstag morgen dann nur rumgehockt, weil hans-georgs nichte geburtstag hatte und er erst ab mittags konnte, ich aber nur vormittags und sein telefon zugetextet habe. also nicht nach unna gefahren und da hätte ich schön noch was länger pennen können. dann hab ich noch getränke geholt am samstag für die bezirksversammlung und die anschließende party. meine ec-karte funktionierte nicht, also so ganz komisch abgebucht vom konto. und das spiel in biefang war lachhaft, habe 6 mal den torwart angeworfen, so oft wie im leben noch nicht. natürlich haben wir mit einem tor verloren, unglaublich. abends die party war soweit ganz okay, nur zu früh zuende. um halb 1 war schicht im schacht. abr bin ja zum aufräumen eingeteilt gewesen, war also nicht ganz so schlimm, dass früh ende war und wenig dreckig. aber dann kam sonntag: morgens im nieselregen (gutes niederrheinisches wetter) losgefahren, um auf der hälfte des weges in einen platzregen zu geraten. und da bin ich auf der emscherbrücke noch richtig auf die nase geflogen. und kein auto da, dass mir hätte helfen können. beide hände blutüberströmt hab ich mich bis zum johannahaus geschleppt und wurde vom daniel verarztet. da aber außer jörg und klaus niemand mehr kam, musste ich erst aufräumen und bin dann ins krankenhaus. in der notaufnahme war natürlich alles voll und ich saß da 90 minuten rum, bis der martin (alter freund von mir hatte dienst) mich reingeholt hat. und dann hab ich auch noch schwester rabiata erwischt, bin ich erstmal durch die ambulanz gesprungen. und der arzt holte mir noch mit der pinzette diverse steine aus der hand.
und heute bin ich zum arzt, zum 5. mal in folge da gewesen am montag, die arzthelferinnen mussten schon lachen, dass ich diesmal keine impfung, sondern ne kaputte hand anstand. jetzt bin ich erstmal eine woche krankgeschrieben. kann aber nicht mal sport treiben, ich könnte kotzen. vielleicht mal ab morgen oder mittwoch, nur handball kann ich vergessen mit den pfoten...
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