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kunstschule wandsbek

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Last Updated: 11/6/2009

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Saturday, September 05, 2009 
Heute haben studierende der kunstschule wandsbek in der Wandelhalle die Auftaktsveranstalltung der Hamburger Zukunftswoche gestaltet.

Wir haben ein paar handycam Videos gemacht:


Mehr Bilder finden sich hier und hier
Friday, July 17, 2009 
Wednesday, April 01, 2009 
Tuesday, March 24, 2009 


Sunday, March 15, 2009 


Wednesday, February 25, 2009 


http://www.youtube.com/watch?v=sJZYnDpe1Jk

Maruboy aus der kunstschule wandsbek wurde auf youtube gefeatured. Bin gespannt auf das nächste Werk, die dreharbeiten laufen bereits.

Monday, February 16, 2009 


Wednesday, February 04, 2009 
Wie auf der Webseite angekündigt, hat Wolf Rüdiger Marunde am vergangenen Freitag einen Gastvortrag in der kunstschule wandsbek gehalten. Wir wollen: nochmal! Wir hatten: zu wenig Zeit.
Herr Marunde lächelt in die studentische Runde, als es losgehen
soll. "Naja", sagt er und schreitet zum Podium. "Ich bin ja schon ein
Fossil in der Branche.", zwinkert er uns zu. Wir rutschen gespannt auf
unseren Stühlen umher, denn wir ahnen, dass uns der heutige Gast viel
zu sagen haben wird.

Der Cartoonist beginnt bei seinem Studium, erzählt, dass der digitale
Aspekt der Gestaltung damals noch nicht so im Vordergrund lag. Viel
Wert wurde auf den praktischen Teil gelegt, mehrmals macht er uns
deutlich, dass das Zeichnen von großer Bedeutung ist und nicht
unterschätzt werden sollte, auch, und gerade weil die heutige Technik
vieles möglich macht, wo unsere Hand "versagt".
Nach seinem Studium beschließt Herr Marunde, freier Künstler zu
werden, was sich in der ersten Zeit äußerst schmerzhaft auf seinem
Konto bemerkbar macht. Da kommt ihm ein gönnerhaftes Schicksal
behilflich entgegen: Der "Stern" muss zu diesen Zeiten gute Karikaturen
und Illustrationen aus dem Ausland "einkaufen". Das Magazin beklagt
sich darüber, dass es in Deutschland zu wenige gute Talente gibt.

Deshalb beschließt unser Vortragende sich "vier Wochen lang nur noch
Witze auszudenken und damit zum "Stern" zu gehen." Gesagt, getan.
Bildhaft beschreibt Herr Marunde uns einen riesigen Schreibtisch, vor
dem er mit Herzklopfen sitzt, während ein Redakteur mit tiefen
Stirnfalten seine Karikaturen durchblättert. "Er hat einfach nicht
gelacht." Stattdessen herrscht ein großes Schweigen, der Abgrund ist
beinahe greifbar, als: "Wissen Sie, hier gehen jeden Tag über
zweihundert Cartoons über den Schreibtisch. Da kann ich mir nicht jedes
Mal auf die Schenkel klopfen!" Er wird genommen.
Jetzt ist er eine ganze Weile  mit politischen Portraitkarikaturen
beschäftigt. Während er uns einige - wohl bekannte übrigens - Beispiele
zeigt und dafür so einigen Lacher einheimst, erklärt er uns, dass man
immer "hingehen" muss. Die Konkurrenz ist groß und schläft nicht, also:
"Geht hin und stellt euch vor!" Zu verlieren haben wir nämlich nichts,
dafür alles zu gewinnen.

Für viele Aufträge hat er nicht viel Zeit und immer fertigt er mehrere
Alternativen an. Denn dass man mit seiner Arbeit auch mal "daneben
haut" ist für das wohl bekannte Magazin völlig normal. Doch was
zeichnet eine gute Karikatur aus?
Eine stilfeste Hand. Es hilft nichts, man muss das Handwerk des
Zeichnens perfekt beherrschen. Für proportionale Fehler bleibt einem zu
wenig Zeit. Dazu braucht man Wissen. Sich ausschließlich in seiner
Subkultur zu bewegen, hilft nicht dabei, die Welt zu entdecken. Man
muss über das, was man darstellt, auch Bescheid wissen. Und zwar
fundamental. Da hilft nur eines: lesen, lesen und nochmals lesen.
Nachrichten schauen, sich informieren und über das Geschehene sprechen.
Sich austauschen, weiterbilden und intellektuell über den Tellerrand
blicken.
Zu dieser Zeit waren Cartoons übrigens noch nicht angesehen. Der
Dozent von Herrn Marunde hält viel von seinem Talent, allerdings
empfindet er Cartoons als "Mist" - "Mir hat dieser "Mist" allerdings
mehr Spaß gemacht.", zuckt er leichthin die Schultern und uns wird
ebenfalls ganz leicht um..s Herz, ist es doch für uns ein lebendes
Beispiel, dass Träume nicht gleich Schäume sind.

Seine "Träume" - und was diese auszeichnen - beschreibt er unter
anderem so: "Ein Bild muss man so gestalten, dass der Betrachter Lust
bekommt, in ihm spazieren zu gehen." und: "Für mich sind Bilder oft wie
Filme, die in meinem Kopf ablaufen." Genau. Wir wissen, was er meint,
oder?
Aber wie schafft man es denn eigentlich, auf Knopfdruck witzig zu
sein? Komik und gut gewürzter Humor ist anstrengende Kunst. "Der Witz
liegt darin, den Widerspruch entdeckt zu haben. Haha, ich weiß
Bescheid!", klärt Herr Marunde uns auf. Doch worin das Geheimnis seiner
Witze liegt, verrät er uns natürlich nicht. Damit würde man ja auch ein
Patentrezept verraten. Übrigens funktionieren Cartoons und Karikaturen
am besten, wenn sie das Thema Zweierbeziehungen behandeln. "Man denkt,
die Leute werden älter und wissen dann irgendwann Bescheid. Aber nein,
es passiert immer etwas Neues." Die Aufgabe eines Cartoonisten besteht
also oft darin, Trost und Zuspruch zu spenden.
Ein zweiter Aspekt ist das "gesehen werden". Besonders Menschen auf
dem Dorf haben das Gefühl, dass sich das Leben dort verschlechtert. Die
jungen Leute flüchten in die Stadt und man selbst bleibt irgendwie
zurück. Diese fühlen sich gesehen und wahr genommen, wenn sie eine gut
gemachte Karikatur über ihr Leben in ihrer Lieblingszeitung entdecken.
Doch Vorsicht ist geboten! "Mich hat mal ein Landwirt darauf
angesprochen, dass meine Reifen auf dem gemalten Trecker nicht genormt
sind.", grinst der Mann vor uns. Auf die Kleinigkeiten wird geachtet
und zwar erheblich. Einfach grob darstellen wird dann oft als grob
fahrlässig eingestuft und als persönliche Beleidigung empfunden.
"Ich bin wie ein Staubsauger," beinahe ernst sagt er diesen Satz,
"der seine Umgebung aufsaugt. Wenn meine Frau am Wochenende zu Ikea
möchte, setze ich mich gern in das Café und beobachte einfach nur die
vorbei laufenden Menschen. Alle Sinne sind geöffnet!" Apropo seine
Frau: "Fertige Arbeiten zeige ich immer meiner Frau. Wenn sie die
Sachen nicht komisch findet, kann ich die auch nicht nehmen."
Der Vortrag hat die Studierende völlig begeistert, was nicht zuletzt
auch an der Sympathie des Vortragenden lag. Mit viel Humor und Wissen
hat er die Studenten mehr als zwei Stunden lang völlig in seinen Bann
gezogen und gefesselt. Und es hätte immer so weiter gehen können. Auch
dieser Artikel kann leider nur einen winzigen Auszug dessen geben, was
uns so beeindruckt hat. Eine geballte Portion Wissen, mit einer Prise
Humor und wunderschöne Praxisbeispiele haben uns mitgerissen, wir haben
viel gelacht, viel gelernt und viel nachgedacht. Und dafür, Herr
Marunde, möchten wir uns sehr herzlich bei Ihnen bedanken! Wir freuen
uns immer wieder über Ihren Besuch :-) !

Wednesday, January 07, 2009 
Nils Gaudlitz zeigt Arbeiten unter dem Aspekt “speedpainting”

Als Kommunikationsdesign-Student muss man mit offenen Augen und Ohren durch das Leben gehen, muss sich ausprobieren, weiter entwickeln und bereit sein, mutig ins ,,kalte Wasser” zu springen. Nils Gaudlitz ist so ein Student und beweist, dass es sich lohnt: speedpainting heißt der Trend, den er derzeit verfolgt.

Speedpainting, hm? Ich musste das Wort auch zweimal lesen, bevor ich sicher war, dass es sich hier nicht um “speeddating” handelt . Denn speedpainting hat rein gar nichts mit der Verkuppelung einsamer Menschen zu tun, sondern ist vielmehr eine interessante Dokumentation der Entstehung eines Bildes auf dem Pc.

Dabei “malt” man auf dem Pc, in einem der gängigen Grafikprogramme wie Photoshop, ein Bild und filmt dabei mit. Das geht mit Programmen, die den Bildschirm aufnehmen, sogenannter Screencapture-Software. Dabei wird das Video am Ende in Zeitraffer abgespielt, so dass die Arbeit von drei oder mehr Stunden in einigen Minuten gezeigt wird. Hier wird das Ganze auf anschauliche Weise verdeutlicht.



Auch Nils hat von diesem Trend gehört und auch mal das eine oder andere Video dazu gesehen. Doch erst Anfang Dezember kam es zu der Verwirklichung eigener Arbeiten in dieser Hinsicht, da er sich einen neuen Rechner zugelegt hat. Mit seinem Grafiktablett zeichnete er am ersten Bild geschlagene sechs Stunden, da er, wie er selber zugibt, ,,viel zu zaghaft” gemalt hat.

Unter seinen Videos findet man unter anderem auch den Koch Johann Lafer, hinter dem die Idee: ,,Ein Fernsehkoch entsteht aus Nahrungsmitteln” steckt. Interessant, kreativ und ausdrucksstark - das sind seine entstandenen Videos unter dem speedpainting-Aspekt, sie machen Spaß und animieren selbst dazu, das Ganze einmal auszuprobieren. Auch ich habe schon mit meinem Grafiktablett lieggeäugelt .



Wer den Trend für sich erobern möchte, für den hat Nils auch gleich ein paar Tipps parat:
,,Wenn du ein Blatt Papier auf dein Tablett legst, rutscht der Stift nicht so und es fühlt sich ,,echter” an.”
Wer mit Photoshop arbeitet, sollte folgende Tools verwenden:
» harte und weiche Pinselspitzen mit verschiedenen Deckkräften,
» natürlich mehrere Ebenen, wobei die Deckkraft jeweils immer herunter gesetzt wird,
» regelmäßig den Gaußscher Weichzeichner, den ihr unter den Weichzeichnungsfiltern findet,
» außerdem den Abwedler, den Wischfinger und den Nachbelichter.
» Und wer sich bei den Proportionen vertan hat, sollte mit dem Verflüssigungsfilter oder dem Lasso-Werkzeug korrigieren.

Auf jeden Fall ein sehr spannender Trend, wie ich finde. Und sehr gelungene Arbeiten, die Nils da ,,ausprobiert” hat!



Alle Videos von Nils: www.youtube.com/user/nilson3007

Mehr zu Nils (inklsuive speeddating) auf seiner Homepage: mastergraphix.de
Tuesday, December 02, 2008 
1.Semester sollte in 2Stunden ein "Erklär Video" drehen, das kam dabei unteranderem raus: