Gender: Female
Status: Single
Age: 88
Sign: Taurus
City: Zuletzt gesehen: München
State: Bayern
Country: DE
Signup Date: 6/16/2007
|
|
|
|
Wednesday, October 21, 2009
 |
Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand
|
|
|
ist
ein Ort der Erinnerung, der politischen Bildungsarbeit, des aktiven
Lernens, der Dokumentation und der Forschung. Mit einer umfangreichen
Dauerausstellung, wechselnden Sonderausstellungen und einem
vielfältigen Veranstaltungs- und Veröffentlichungsangebot informiert
sie über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
Sie
will zeigen, wie sich einzelne Menschen und Gruppen in den Jahren 1933
bis 1945 gegen die nationalsozialistische Diktatur gewehrt und ihre
Handlungsspielräume genutzt haben.
Die Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand betreut auch
Ausführliche Informationen zu diesen Institutionen finden Sie in unseren speziellen Internetangeboten.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Öffnungszeiten und Verkehrsverbindungen finden Sie hier.
|
|

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Gedenkstätte Plötzensee

Museum Blinden-werkstatt Otto Weidt

Gedenkstätte Stille Helden
|
Aktueller Veranstaltungshinweis
Gedenkveranstaltung für den Widerstandskämpfer
Georg Elser
Dienstag, 10. November 2009, 19.00 Uhr
Parochialkirche zu Berlin, Klosterstraße 66, 10179 Berlin
Es sprechen: André Schmitz
Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten
Prof. Dr. Johannes Tuchel
Leiter der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Eröffnung der Wanderausstellung
„Ich habe den Krieg verhindern wollen“
Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939
Weitere Informationen finden Sie unter "Veranstaltungen". |
Powered by  | | English | | Albanian | | Arabic | | Bulgarian | | Catalan | | Chinese | | Croatian | | Czech | | Danish | | Dutch | | Estonian | | Filipino | | Finnish | | French | | Galician | | German | | Greek | | Hebrew | | Hindi | | Hungarian | | Indonesian | | Italian | | Japanese | | Korean | | Latvian | | Lithuanian | | Maltese | | Norwegian | | Polish | | Portuguese | | Romanian | | Russian | | Serbian | | Slovak | | Slovenian | | Spanish | | Swedish | | Thai | | Turkish | | Ukrainian | | Vietnamese |
|
|
|
|
Wednesday, October 21, 2009
 |
Eine wichtige Seite: http://www.fritz-bauer-institut.de/
Kurzporträt Das Fritz Bauer Institut Das Fritz Bauer Institut – Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main.
Gründungsstifter sind das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und
der Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. Seit dem Jahr 2000 ist das
Fritz Bauer Institut als An-Institut mit der Johann Wolfgang
Goethe-Universität assoziiert. Es hat seinen Sitz im IG Farben-Haus
(Foto rechts) auf dem Campus Westend der Universität Frankfurt am Main. Das Fritz Bauer Institut im IG Farben-Haus | © Werner Lott Das
Institut erforscht interdisziplinär die Geschichte und Wirkung der
nationalsozialistischen Massenverbrechen, insbesondere des Holocaust.
Es dokumentiert seine Arbeitsergebnisse und vermittelt sie in eine
breite, heterogene
Öffentlichkeit. Dabei versteht sich das Institut als Scharnierstelle
zwischen wissenschaftlicher Theoriebildung und gegenwartsbezogener
kultureller Praxis. Das Institut
führt Forschungsprojekte durch, fördert wissenschaftliche und
gesellschaftliche Diskurse, entwickelt schulische und außerschulische
Bildungsangebote, organisiert Ausstellungen, Fachtagungen und andere
Veranstaltungen. Es publiziert Forschungsergebnisse und Reflexionen
verschiedener Disziplinen, pädagogische Materialien, künstlerische
Auseinandersetzungen und historische Quellen. Für
Wissenschaftler und Multiplikatoren sowie für die eigene Forschungs-
und Bildungsarbeit betreibt das Fritz Bauer Institut schrittweise den
Aufbau einer interdisziplinären Spezialbibliothek zum Holocaust. Das Fritz Bauer Institut mit seinen vier wissenschaftlichen Abteilungen: Dokumentation, Archiv und Bibliothek, Erinnerungskultur und Rezeptionsforschung, Pädagogik und Zeitgeschichte, ist die einzige Einrichtung in der Bundesrepublik Deutschland, deren Tätigkeit ausschließlich dieser Themenstellung gewidmet ist. Am
11. Januar 1995 wurde das Fritz Bauer Institut als Stiftung
bürgerlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main von seinen drei
Gründungsstiftern, dem Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main und dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. ins Leben gerufen. Seit den Jahr 2000 ist das Institut der Johann Wolfgang Goethe-Universität, die als viertes Mitglied dem Stiftungsrat beitrat, angeschlossen. Die Arbeit des Fritz Bauer Instituts genießt internationale Aufmerksamkeit. Seit
dem 17. November 2000 ist es offiziell als Bildungsträger anerkannt und
arbeitet als selbständiges Kulturinstitut mit zahlreichen
wissenschaftlichen Forschungsstätten, Gedenkstätten und Museen in aller
Welt zusammen.
Das Institut trägt den
Namen des ehemaligen hessischen Generalstaatsanwalts Dr. Fritz Bauer.
In Erinnerung an Bauers Leben, Werk und Wirken ist es dem geistigen und
politischen Erbe des demokratischen Justizreformers und Initiators der
Frankfurter Auschwitz-Prozesse verpflichtet.
Powered by  | | English | | Albanian | | Arabic | | Bulgarian | | Catalan | | Chinese | | Croatian | | Czech | | Danish | | Dutch | | Estonian | | Filipino | | Finnish | | French | | Galician | | German | | Greek | | Hebrew | | Hindi | | Hungarian | | Indonesian | | Italian | | Japanese | | Korean | | Latvian | | Lithuanian | | Maltese | | Norwegian | | Polish | | Portuguese | | Romanian | | Russian | | Serbian | | Slovak | | Slovenian | | Spanish | | Swedish | | Thai | | Turkish | | Ukrainian | | Vietnamese |
|
|
|
|
Saturday, September 12, 2009
 |
Magdalena Scholl, geb. Müller (Sophies Mutter)
Hans und Sophie Scholl sind durch die Widerstandsgruppe "Weiße Rose" ein feststehender Begriff. Es ist aber weitgehendst unbekannt, dass ihre leidgeprüfte Mutter, die ihre Familie in jeder Beziehung unterstützte, auch in ihrem Widerstand, von Beruf Krankenschwester war. Magdalena Müller wurde am 5.5.1881 in Künzelsau als Tochter eines Werkführers geboren. Sie schloss sich der evangelischen Glaubens-, Lebens- und Dienstgemeinschaft an und trat am 6.8.1904 als Diakonisse der damaligen Diakonissenanstalt in Schwäbisch Hall bei. Dort absolvierte sie die Krankenpflegeausbildung. Am 18.7.1909 wurde sie eingesegnet.
Schwester Lina (Lisa oder Magdalena) Müller war von 1905 bis 1914 vor allem in der Gemeindekrankenpflege, unter anderem in Frankenbach, Ulm-Söflingen und Merklingen, tätig. Im I. Weltkrieg arbeitete sie zunächst in Hochdorf, ab Januar 1915 im Ludwigsburger Lazarett in der Verwundetenpflege. Dort lernte sie den Juristen Robert Scholl (geboren 1891, gestorben 1973) kennen, der im I. Weltkrieg als Infanterist und Sanitätssoldat diente. Wegen zivilen Ungehorsams musste er im selben Lazarett, in dem Schwester Lina wirkte, eine Strafe abarbeiten. Sie heirateten am 23.11.1916 in Geißelhardt-Steinbrück. Zuvor war Magdalena Scholl am 20.10.1916 als Diakonisse aus dem Haller Mutterhaus ausgetreten.
Das Ehepaar bekam sechs Kinder, Inge (geboren 1917; gestorben 1998), Hans (geboren 1918, ermordet 1943), Elisabeth (geboren 1920), Sophie (geboren 1921, ermordet 1943), Werner (geboren 1922, seit Mai 1944 in Rußland vermisst) und Thilde (geboren 1925; gestorben 1926). Im Jahr 1932 zog die Familie nach Ulm, wo Robert Scholl eine Kanzlei als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater betrieb.
Magdalena und Robert Scholl mit ihrer liberalen, christlichen, demokratischen Haltung standen den Nazis von Anfang an ablehnend gegenüber. Für die Eltern, die ihre Kinder freiheitlich erzogen hatten, musste es wie ein Schock wirken, als diese sich anfangs für den Nationalsozialismus begeisterten. Als ihre Kinder sich mehr und mehr vom Nationalsozialismus abwandten und zum Widerstand (Informationen zur "Weißen Rose" beim DHM) übergingen, hatte die Mutter schon durch ihren Mann eine Belastungsprobe hinzunehmen. Im August 1942 wurde Robert Scholl wegen "Heimtücke" der Prozess gemacht. Eine Denunziantin bezeugte vor Gericht, dass Robert Scholl gesagt haben soll, dass Hitler die größte Gottesgeißel der Menschheit sei. Er wurde zu vier Monaten Haft verurteilt und erhielt Berufsverbot. Der nächste Schock kam mit der Verhaftung, Prozess und Hinrichtung ihrer Kinder Sophie und Hans und deren Freunden.
Was typisch für das Leben und Einstellung von Magdalena Scholl ist, dass sie mit ihrem Mann und Sohn Werner nicht nur in ihrem Gnadengesuch um das Leben ihrer Kinder baten, sondern auch um Christoph Probst.
Gnadengesuch der Eltern Scholl (Quelle: BArch, ZC 13267/Bd.12)
Robert und Lisa Scholl München, den 22. Februar 1943
Betrifft: Gnadengesuch für Hans und Sofie Scholl und Christoph Probst.
An den Volksgerichtshof z.Zt. München 35
Wir, die Eltern, der beiden zum Tode Verurteilten Geschwister Scholl kamen heute hierher, um unsere beiden Kinder zu besuchen. Zu unserem Entsetzen erfuhren wir, dass bereits die Verhandlung gegen unsere Kinder vor dem Volksgerichtshof stattfand.
Wir bitten, die so schwere Strafe in eine Freiheitsstrafe umzuwandeln. Dadurch ist unsern Kindern und dem anderen Angeklagten doch noch die Möglichkeit geboten, sich in Zukunft als nützliche Glieder der Volksgemeinschaft zu erweisen. Bei unseren Kindern handelt es sich um arglose Idealisten, die noch nie in ihrem Leben irgend jemand etwas Unrechtes zugefügt haben. Sowohl in der Schule waren sie als beste Schüler immer wohl gelitten und auch nachher haben sie überall ihre Pflicht erfüllt. Was das jetzige Unglück über sie herbeigeführt hat, ist allein der Umstand, dass sie weltanschaulich andere Ideale hegten, als es heute gut ist. Die Erregung meiner Kinder ist vielleicht auch dadurch etwas verständlich, dass der Bräutigam unserer Tochter Sophie als aktiver Hauptmann in Stalingrad lag.
Wir bitten doch zu berücksichtigen, dass es sich bei den Verurteilten noch um blutjunge Menschen ohne Lebenserfahrung handelt. Unsere Familie hatte innerhalb der letzten Jahre schwere Schicksalsschläge durchzumachen. Der Ernährer der Familie kam wegen einer unbedachten, unter vier Augen einer vertrauten Angestellten gegenüber, gemachten Äusserung vor das Sondergericht. Daraufhin wurde ihm dann die Zulassung zu seinem Beruf entzogen und dadurch die Existenzgrundlage für die ganze Familie genommen. Da die Familie unter sich sehr verbunden ist, liessen sich die Geschwister Scholl in eine Erbitterung hineinsteigern, die wahrscheinlich das Motiv ihrer jetzigen Verfehlungen bildetete.
Unserem Sohn Hans hat während seiner aktiven Militärdienstzeit sein Schwadronchef H. Rittmeister Skubin in Stuttgart-Cannstadt das Zeugnis ausgestellt, er sei der beste Soldat seiner Schwadron. Unser jüngster Sohn Werner liegt als Gefreiter im Mittelabschnitt der Ostfront. Er kam vorgestrigen Samstag überraschend zu einem dreiwöchigen Heimaturlaub nach Hause. Auch für ihn ist es furchtbar, was er jetzt über seine beiden so geliebten Geschwister heute erfahren musste. Er war auch bei der Gerichtsverhandlung zugegen und schliesst sich als Frontsoldat gleichfalls dem Gnadengesuch an.
Durch eine Begnadigung wäre unserem Sohn Hans die Möglichkeit geboten, sich freiwillig an die Ostfront zu melden. Er stand während des Westfeldzugs im Jahre 1940 an der Seite des Obersten SA-Arztes von Deutschland im Felde. Dieser war begeistert von ihm, und nannte ihn nur seinen "Schatten". Soviel wir wissen, steht er auch heute noch mit ihm im Briefwechsel. Seine militärische Führung, sowie seine militärische Qualifikation seiner jeweiligen Dienstvorgesetzten sind ein Beweis dafür, dass er seine ganze Person einsetzte, um sich als echt Deutscher zu erweisen und dies auch in Zukunft stets tun würde. Gleichzeitig bitten wir um eine Sprecherlaubnis für unsere beiden Kinder Hans und Sofie Scholl.
Robert Scholl Vater
Lisa Scholl Mutter
Werner Scholl Bruder u. Gefr. der Einheit Feldpostnummer: 32 063.
Nach der Ermordung ihrer Kinder kam die Familie Scholl im Rahmen der Sippenhaft für sechs Monate in "Schutzhaft". Lediglich Sohn Werner blieb verschont, der an der Front für "Hitler und Vaterland" kämpfen durfte. Tochter Elisabeth wurde zwar vorzeitig entlassen, litt aber nun unter Isolation, Demütigungen, Beleidigungen und Feindschaft durch Ulmer Bürger. Robert Scholl wurde dann noch unter dem Vorwand von angeblichen "Rundfunkverbrechen" festgesetzt. Am 8.10.1943 titelte das "Ulmer Sturm / Tagblatt": "Wie lange noch Scholl ? – eine berechtigte Frage". Die Hass- und Hetztiraden der Nazis machten vor der restlichen Familie keinen Halt. Robert Scholl wurde als "zersetzendes Vorbild für die Familie" bezeichnet. Den Familienmitgliedern wurde unverhohlen gedroht: "Wir sind mit den Juden fertig geworden, wir werden auch mit den Scholls fertig".
Im Juni 1944 zog Magdalena Scholl mit ihren beiden Töchtern in den Schwarzwald nach Ewattingen. Im November gleichen Jahres kam ihr Mann aus der Haft und stieß zu ihnen. Die Freude über das Wiedersehen war getrübt. Vom jüngsten Sohn Werner blieben die Lebenszeichen aus.
Nach Kriegsende folgte sie ihrem Mann nach Ulm, in die Stadt, die ihr kurz zuvor so übel mitgespielt hatte. Robert Scholl wurde im Juni 1945 Oberbürgermeister von Ulm. 1948 musste er das Amt wieder abgeben aufgrund seiner prinzipiell demokratischen Toleranz, auch gegenüber ehemaligen Nazis. 1952 gründete er mit Gustav Heinemann und Pastor Martin Niemöller die Gesamtdeutsche Volkspartei (GVP). Diese Partei war in der damaligen BRD aus der Ablehnung der Wiederbewaffnung und Anbindung an die Westmächte entstanden.
Magdalena Scholl stützte ihre Familie, blieb stets ihrer Haltung treu, ertrug, ohne zu verbittern. Am 31.3.1958 schloss Magdalena Scholl für immer die Augen.
* Dr. Heike Krause, Archiv des Ev. Diakoniewerks Schwäbisch Hall (Diakoniewerk Schwäbisch Hall)
Powered by  | | English | | Albanian | | Arabic | | Bulgarian | | Catalan | | Chinese | | Croatian | | Czech | | Danish | | Dutch | | Estonian | | Filipino | | Finnish | | French | | Galician | | German | | Greek | | Hebrew | | Hindi | | Hungarian | | Indonesian | | Italian | | Japanese | | Korean | | Latvian | | Lithuanian | | Maltese | | Norwegian | | Polish | | Portuguese | | Romanian | | Russian | | Serbian | | Slovak | | Slovenian | | Spanish | | Swedish | | Thai | | Turkish | | Ukrainian | | Vietnamese |
|
|
|
|
Tuesday, June 16, 2009
 |
© Der Tagesspiegel, Iris Hilberth, StuttgartDie Handschrift der Heldin
Die Briefe lagen 60 Jahre lang bei ihr zu Hause in der Schublade. Elisabeth Hartnagel sprach mit niemandem darüber – bis vor ein paar Wochen. Jetzt hat sie die Korrespondenz zwischen ihrem Mann Fritz und ihrer Schwester Sophie Scholl, seiner Verlobten, veröffentlicht. Und bereut es.Vielleicht hätte sie die Feldpost dort einfach liegen lassen sollen, denkt Elisabeth Hartnagel jetzt manchmal. In der Schublade, wo sie die letzten 60 Jahre keiner angerührt hat, sie nicht und auch ihr Mann Fritz nicht. Die Briefe waren noch genau so, „wie Sophie sie hinterlassen hatte“. Elisabeth Hartnagels Mann war einst der Verlobte ihrer Schwester, der Widerstandskämpferin Sophie Scholl. Gemeinsam mit ihrem Bruder Hans, vier weiteren Studenten und Professor Kurt Huber wurde sie 1943 von den Nazis in München hingerichtet. Nach dem Krieg heiratete Fritz Hartnagel Sophies Schwester Elisabeth. 82 Jahre alt ist sie heute, ein Jahr älter als Sophie wäre, und die letzte noch Lebende der einst fünf Geschwister Scholl. Elisabeth Hartnagel sitzt auf der schwarzen Ledercouch in ihrem Wohnzimmer. Ein großes Bücherregal steht an der Wand. Lesen, das war ihr immer sehr wichtig. „Als sie unsere Familie nach der Hinrichtung von Hans und Sophie ins Gefängnis steckten, mussten wir Rucksäcke für den Afrika-Feldzug nähen. Wir haben uns immer so sehr beeilt, dass wir noch Zeit zum Lesen hatten.“ Die zierliche Frau nippt an einer Tasse Tee und erzählt von damals, vom Februar 1943. Die Zeit, kurz bevor die studentische Widerstandsgruppe Weiße Rose aufflog. Elisabeth war für ein paar Tage bei Hans und Sophie in München. Alex Schmorell und Willi Graf waren auch dort und verkündeten abends um halb elf, sie müssten noch in die Frauenklinik, sie waren Medizinstudenten. „Ich ging dann mit Sophie im Englischen Garten spazieren“, erzählt Elisabeth Hartnagel, „und da sagte meine Schwester, man müsse jetzt Maueranschriften anbringen.“ Elisabeth gab ihr einen Bleistift, und Sophie lachte. Nein, sagte sie, mit Teerfarbe müsse man das machen. Das ist aber gefährlich, sagte Elisabeth. „Die Nacht ist des Freien Freund“, antwortete Sophie. Zur gleichen Zeit beschrieben Hans und die anderen die Mauern der Ludwigstraße. „Neben dem Eingang zur Universität stand mit schwarzer Farbe riesig groß das Wort Freiheit“, erinnert sich Elisabeth Hartnagel. Sie hat den Schriftzug später gesehen, aber ahnte nicht, dass ihr Bruder dahintersteckte. Post aus Stalingrad Das Telefon klingelt in ihrem Stuttgarter Haus. „Nein, es sind keine neuen Briefe von Sophie Scholl aufgetaucht“, sagt Elisabeth Hartnagel leicht genervt. Nein, die Briefe, die ihr Mann an seine damalige Freundin Sophie geschrieben hatte, sind nicht plötzlich aufgetaucht, sie und ihr Mann, der vor zwei Jahren gestorben ist, haben sie mit Absicht all die Jahre liegen lassen. Hätte Elisabeth Hartnagel geahnt, dass das Interesse daran so groß sein würde, dass Journalisten jetzt manchmal einfach vor ihrer Tür stehen, dann hätte sie die Korrespondenz nicht veröffentlicht. Am 22. Februar jährt sich die Hinrichtung der Münchner Studenten zum 60. Mal, und jeder will diese Briefe sehen. Das Ehepaar Hartnagel sprach nicht über die Briefe, weil sie sehr privat sind. Fritz hatte sie als junger Soldat aus Stalingrad an seine Freundin Sophie geschickt. Immer mal wieder hatten Studenten angefragt, ob sie die Briefe in ihre Forschung einbeziehen könnten. Aber die Hartnagels waren sich einig: Sie wollten das nicht in die Öffentlichkeit tragen. Erst kurz vor seinem Tod im April 2001 sprach Elisabeth Hartnagel ihren Mann einmal auf die Briefe an. „Du kannst das gerne lesen“, sagte der. Er selbst wollte die Vergangenheit ruhen lassen. An den Krieg wollte er nicht erinnert werden. Hartnagel schildert in seinen Briefen die Vorgänge an der Ostfront, berichtet von der Erschießung Kriegsgefangener, von Erschöpfung und Hunger und von Stalingrad, dem „wohl erschütterndsten Eindruck von Elend und Trostlosigkeit, den ich in diesem Feldzug gewonnen habe“. Vermutlich haben die Briefe Sophie in ihrem Widerstand bestärkt. In ihrem sechsten und letzten Flugblatt machte die Weiße Rose die Wehrmachtsniederlage von Stalingrad zum Thema: „Erschüttert steht unser Volk vor dem Untergang der Männer von Stalingrad. Dreihundertdreißigtausend deutsche Männer hat die geniale Strategie des Weltkriegsgefreiten sinn- und verantwortunglos in Tod und Verderben gehetzt. Führer wir danken dir! Es gärt im deutschen Volk: Wollen wir weiter einem Dilettanten das Schicksal unserer Armeen anvertrauen? Wollen wir den niedrigen Machtinstinkten einer Parteiclique den Rest der deutschen Jugend opfern? Nimmermehr!“ Als Sophie und Hans das Flugblatt im Lichthof der Münchner Uni verteilten, wurden sie vom Hausmeister beobachtet und danach verhaftet. Das war am 18. Februar 1943. Vier Tage später verurteilte sie der Volksgerichtshof wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat, Wehrkraftzersetzung“ zum Tode, sie wurden noch am selben Tag in München-Stadelheim enthauptet. Elisabeth Hartnagel und ihr Mann engagierten sich jahrelang in der Friedens- und Anti-Atomkraftbewegung. Als die Wiederaufrüstung Deutschlands anstand, war Fritz Hartnagel auf Seiten der Kriegsdienstverweigerer. Elisabeth Hartnagel würde auch heute noch gegen den Krieg auf die Straße gehen, sagt sie, wenn sie nicht schon 82 wäre. „Es hat mich entsetzt, dass der Protest in den letzten Jahren so nachgelassen hat. Es hätte so viele Gelegenheiten gegeben, wo man hätte aufstehen müssen.“ Elisabeths ältere Schwester Inge Aicher-Scholl hat sich stets der Geschichte der Weißen Rose gewidmet, sie hat Bücher veröffentlicht und mit der „Geschwister-Scholl-Stiftung“ die Erinnerung wach gehalten. Das Ehepaar Hartnagel untersützte sie zwar, wollte allerdings selbst im Hintergrund bleiben. Nach dem Tod ihres Mannes hatte sich Elisabeth Hartnagel dann doch dazu durchgerungen, einen Teil der Briefe abzuschreiben und für Studienzwecke zur Verfügung zu stellen. „Mein jüngster Sohn fand, dass sein Vater immer nur als Anhängsel von Sophie gesehen wurde“, diesem Eindruck wollte Elisabeth Hartnagel mit ihrem späten Entschluss entgegenwirken. „Mir lag auch daran aufzuzeigen, wie die Soldaten damals verheizt wurden.“ Als sie dann in der Presse von den „Liebesbriefen der Sophie Scholl“ las, war sie entsetzt. „Das wird jetzt als Liebesromanze zwischen meinem Mann und Sophie verkauft!“ Jetzt sagt sie: „Ich gebe nichts mehr aus der Hand. Ich habe so ein schlechtes Gewissen meinem Mann gegenüber.“ Späte Ehrung in der Ruhmeshalle Am 22. Februar wird in der KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg in Ulm aus dem Briefwechsel gelesen. „Ich wollte, dass auch etwas in Ulm stattfindet und nicht nur in der Walhalla“, sagt Elisabeth Hartnagel. Nach langem Zögern hat sich der Freistaat Bayern dazu durchgerungen, eine SophieScholl-Büste in der Ruhmeshalle aufzustellen. Die SPD-Landtagsabgeordnete Hildegard Kronawitter hatte argumentiert, Sophie Scholl sei eine herausragende Figur der Zeitgeschichte und Vorbild für demokratische Gesinnung, Mut und Zivilcourage. Gegner dieser Idee meinten, dass damit Hans übergangen würde, nur um die Frauenquote in der Walhalla zu erhöhen. Die Schwester sagt: „Sophie würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: Eine Büste von ihr aufstellen! Sie wollte nie anders als die anderen behandelt werden.“ Das sei auch damals so gewesen, als der Gestapo-Beamte ihr in den Mund legen wollte, sie sei von jemandem verleitet worden. „Sie bestand darauf, das Gleiche getan zu haben wie die anderen.“ Sophie sei zwar schüchtern gewesen, doch ihre Meinung habe sie immer verteidigt. Nie aber habe Elisabeth Hartnagel damals geahnt, dass ihre Geschwister aktiven Widerstand leisteten. Auch ihrem Freund Fritz verschwieg die 21-jährige Sophie Scholl ihre Flugblattaktionen. Aber er wusste, dass die Studenten irgendetwas unternahmen, und er gab ihnen Geld. „Für einen guten Zweck“, sagte ihm Sophie nur. Mit ihrer Meinung über das Regime hielten sich beide in ihren Briefen nicht zurück, auch wenn sie wussten, dass die Post kontrolliert werden könnte. Am 1. August 1942 schrieb der 25-jährige Fritz Hartnagel aus Russland: „Ich wurde heute zum Hauptmann befördert. Du wirst Dir denken können, mit welch zweifelhaften Gefühlen ich diese Nachricht aufnahm. Nun bin ich wieder eine Stufe weiter in ein System gedrängt, dem ich am liebsten den Rücken kehren möchte.“ Und vier Tage später, als er die Beförderungsfeier hinter sich hatte: „Oft will es mir scheinen, dass diese Menschen gerade das als groß und herrisch ansehen, was ihrem Gewissen widerspricht, und der Gehorsam gegen einen inneren Befehl ist Schwachheit, Mangel an Selbstbewusstsein (…) So habe ich mich vor einigen Tagen mit meinem Kommandeur und noch anderen in einen Streit über das Thema ,Bevölkerungspolitik’ eingelassen. Aber der Horizont dieser Menschen reicht über materielle Dinge nicht hinaus. Das höchste Ziel ist nur die Macht, das Herr-Sein, woran sie sich mit engstirniger Borniertheit festbeißen, ohne sich darüber klar zu sein, warum und wozu diese Macht.“ Sophie schrieb zurück: „Und wenn sie an den Sieg der Macht glauben, so frage sie doch, ob sie der Meinung seien, dass der Mensch dem Tiere ganz gleichgestellt sei, oder ob er darüber hinaus an einer Welt des Geistes teilnehme. Und frage sie weiter, ob ein Sieg des Fleisches und der brutalen Gewalt in der Welt des Geistes nicht eine Schmach sei, ob in dieser Welt nicht andere Gesetze gelten wie in jener des Fleisches, ob vielleicht ein kranker Erfinder oder, um von der zweifelhaften Technik loszukommen, ein kranker Dichter oder Philosoph in jener Welt des Geistes nicht mehr wögen, nicht mehr Kraft hätten, als ein hirnarmer Athlet, ein Hölderlin mehr als ein Schmeling. Ja, wir glauben auch an den Sieg der Stärkeren, aber der Stärkeren im Geiste.“ Nach der Beerdigung der Geschwister Scholl nahm die Gestapo die Familie in Sippenhaft. „Für die Gefängnisverwaltung war das auch etwas ganz Neues, dass eine gutbürgerliche Familie eingesperrt wurde“, erzählt Elisabeth Hartnagel. Nach der Haftentlassung wollte man sie nicht mehr in Ulm, Freunde wandten sich ab, die Zeitung hetzte gegen sie, „es war widerlich“, sagt Elisabeth Hartnagel. „Die Leute sagten zu uns: Kommt nicht. Es ist nichts Persönliches, aber wegen des Geschäfts.“ Einmal habe eine Frau vor der Tür gestanden, die nur mal schauen wollte, „wie jemand aussieht, dem zwei Geschwister geköpft wurden“. In all der Zeit, auch während der Haft, war Fritz aber immer für die Familie da. Er war gerade wegen einer Verletzung aus Russland zurückgekehrt, kümmerte sich täglich um die Scholls, brachte ihnen Lebensmittel. Als Heimkehrer aus Stalingrad hatte er bei der Gestapo einen guten Stand. Fritz und Elisabeth kamen sich in dieser Zeit näher. „Wir kannten uns ja schon lange. Er war bei uns eigentlich zu Hause.“ 1945 heirateten die beiden. Fritz Hartnagel muss innerlich versucht haben, mit Sophie abzuschließen. Vielleicht war das nötig, um zu verkraften, was geschehen war. Welche Rolle die Schwester, die ehemalige Geliebte von Fritz, zwischen den Ehepartnern spielte, darüber sagt Elisabeth Hartnagel nur wenig. Nur einmal, erzählt sie, habe Fritz über die Briefe an Sophie gesagt: „Wenn ich sie las, war das so, als ob das jemand anderer geschrieben hätte.“
Powered by  | | English | | Albanian | | Arabic | | Bulgarian | | Catalan | | Chinese | | Croatian | | Czech | | Danish | | Dutch | | Estonian | | Filipino | | Finnish | | French | | Galician | | German | | Greek | | Hebrew | | Hindi | | Hungarian | | Indonesian | | Italian | | Japanese | | Korean | | Latvian | | Lithuanian | | Maltese | | Norwegian | | Polish | | Portuguese | | Romanian | | Russian | | Serbian | | Slovak | | Slovenian | | Spanish | | Swedish | | Thai | | Turkish | | Ukrainian | | Vietnamese |
|
|
|
|
Sunday, September 07, 2008
 |
Sophie Mankind's inhumanity Speaks loud and clear When I look at a photo of you - For if man can destroy A fragile little flower like you It makes me think That there is nothing too low That man wouldn't stoop to - To get his own way. ©Irene Jardalla Dedicated to the student, Sophie Scholl, who died at the hands of the nazis, in the second world war.
Powered by  | | English | | Albanian | | Arabic | | Bulgarian | | Catalan | | Chinese | | Croatian | | Czech | | Danish | | Dutch | | Estonian | | Filipino | | Finnish | | French | | Galician | | German | | Greek | | Hebrew | | Hindi | | Hungarian | | Indonesian | | Italian | | Japanese | | Korean | | Latvian | | Lithuanian | | Maltese | | Norwegian | | Polish | | Portuguese | | Romanian | | Russian | | Serbian | | Slovak | | Slovenian | | Spanish | | Swedish | | Thai | | Turkish | | Ukrainian | | Vietnamese |
|
|
|
|
Friday, March 07, 2008
 |
Quelle: Wikipedia Fritz Hartnagel (* 4. Februar 1917 in Ulm; † 29. April 2001 in Stuttgart) war der Verlobte von Sophie Scholl, einem Mitglied der „Weißen Rose", nach dem Krieg wurde er Jurist und war zuletzt Vorsitzender Richter am Landgericht Stuttgart. Leben Er entstammte einer Ulmer Unternehmerfamilie und war bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Berufsoffizier. Er hatte Sophie Scholl 1937 bei einer Tanzveranstaltung kennengelernt. Unter dem Einfluss von seiner kritischen Verlobten und Erlebnissen an der Front (unter anderem in Stalingrad) wandelte sich Hartnagel vom begeisterten Soldaten zum Gegner von Krieg und NS-Diktatur. Er unterstützte die Widerstandsaktivitäten mit Nachrichten über Kriegsverlauf und Kriegsverbrechen und mit Geldbeträgen (u. a. 1000 Reichsmark), ohne in sie eingeweiht zu sein. Er stand der Familie Scholl auch nach der Hinrichtung von Hans Scholl und Sophie Scholl am 22. Februar 1943 bei. Zunächst kamen die Eltern Robert und Magdalena sowie die Schwestern Inge und Elisabeth in Sippenhaft. Im Mai 1943 wurde Robert Scholl wegen Hörens ausländischer Sender zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Fritz Hartnagel hatte zuvor vergebens ein Gnadengesuch für ihn eingereicht und zeigte sich trotz des erheblichen Drucks der Ulmer NSDAP-Kreisleitung mit der Familie Scholl in der Öffentlichkeit und unterstützte sie finanziell. Fritz Hartnagel hatte ernsthaft überlegt, sich nach der Hinrichtung der Geschwister Scholl in den Mannschaftsstand versetzen zu lassen, dies hat ihm jedoch insbesondere Robert Scholl ausgeredet, da er befürchtete, dass dies ihm als schlechter Einfluss auf Fritz Hartnagel angelastet werden könnte. Am 14. April 1945 stellte er sich in Halle den amerikanischen Streitkräften und war bis September 1945 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Im Oktober 1945 heiratete er in Ulm Elisabeth Scholl (* 1920), eine Schwester der hingerichteten Sophie Scholl. Das Ehepaar Hartnagel bekam vier Söhne: Thomas (* 1947), Jörg (* 1949), Klaus (* 1952) und Martin (* 1956). Fritz Hartnagel wurde im Rahmen der Entnazifizierung von der Spruchkammer Ulm-Stadt zunächst als Mitläufer eingestuft und zu einer Geldbuße von 200 Reichsmark verurteilt. Dies hätte ihn vom Jura-Studium ausgeschlossen, das er bereits im April 1946 an der Ludwig-Maximilians-Universität München begonnen hatte. Er legte Einspruch dagegen ein und legte eine ausführliche schriftliche Stellungnahme vor, in der er unter anderem detailliert auf seine Rolle als aktiver Offizier sowie seine Freundschaft zu Sophie Scholl und ihrer Familie einging. Die Spruchkammer nahm aufgrund dieser Stellungnahme sowie einer Reihe von Zeugenaussagen ihren Bescheid zurück und sprach Hartnagel frei. In der Begründung hieß es: „Der Betroffene hat Widerstand geleistet, wo persönlicher Mut, Einsatz und Opferbereitschaft dazu gehörten. Sein Widerstand war nicht darin erschöpft zu kritieren, zu meckern und abfällige Bemerkungen über die nationalsozialistische Gewaltherrschaft fallenzulassen, sondern er hat durch die Tat seine weltanschauliche Gegnerschaft dargetan." (Aus: Begründung der Spruchkammer Ulm-Stadt, 23. September 1947, Blatt 4, zitiert nach: Vinke, Herrmann: Fritz Hartnagel. Der Freund von Sophie Scholl) Nunmehr konnte er sein Jura-Studium weiterführen und abschließen. Von 1949 bis 1952 arbeitete Hartnagel zunächst als Referendar, dann als Assessor am Amtsgericht Ulm. 1952 wurden Fritz und Elisabeth Hartnagel Mitglieder der SPD. Er engagierte sich insbesondere gegen die Wiederbewaffnung und baute die Organisation Internationale der Kriegsdienstgegner zur Beratung von Kriegsdienstverweigerern mit auf. Er wirkte zuletzt als Vorsitzender Richter am Landgericht Stuttgart. Er engagierte sich aktiv und vielfältig in der Friedensbewegung. Der Richter im Ruhestand nahm im September 1983 an einer längeren gewaltfreien Blockade gegen die in Mutlangen stationierten amerikanischen Pershing-II-Raketen teil. Dafür wurde er wegen Nötigung angezeigt und vom Amtsgericht Schwäbisch Gmünd zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen verurteilt. Sein Schlusswort ist auch sein politisches Vermächtnis: „Ich habe ein gutes Gewissen. Es wäre zu pathetisch, wenn ich sagen würde, ich bin stolz darauf. Aber es gibt mir ein Gefühl der Befriedigung und Erleichterung, mit dabei gewesen zu sein bei den vielen, die ihrem ohnmächtigen Protest gegen den Wahnsinn des atomaren Wettrüstens durch ein sichtbares Zeichen Ausdruck gegeben haben." Hartnagel schließt mit dem Appell: „Hören Sie auf, die Friedensbewegung zu kriminalisieren, sprechen Sie frei!" Anlässlich des 60. Todestages von Sophie Scholl wurde der Briefwechsel zwischen ihr und ihrem Verlobten Fritz Hartnagel veröffentlicht.
Powered by  | | English | | Albanian | | Arabic | | Bulgarian | | Catalan | | Chinese | | Croatian | | Czech | | Danish | | Dutch | | Estonian | | Filipino | | Finnish | | French | | Galician | | German | | Greek | | Hebrew | | Hindi | | Hungarian | | Indonesian | | Italian | | Japanese | | Korean | | Latvian | | Lithuanian | | Maltese | | Norwegian | | Polish | | Portuguese | | Romanian | | Russian | | Serbian | | Slovak | | Slovenian | | Spanish | | Swedish | | Thai | | Turkish | | Ukrainian | | Vietnamese |
|
|
|
|
Monday, January 21, 2008
 |
Folgende Artikel sind zwar schon älterer Natur, aber letztlich immer topaktuell. LEIDER! Gefunden bei Spiegel Online: "Long live the Vaterland" Von Daniel Erk Die Nazi-Propaganda funktionierte vier Tage lang. Die NPD hat mit einem eigenen MySpace-Profil aggressiv um junge Leute geworben - bis es abgeschaltet wurde. Kein Einzelfall im Web 2.0: Selbst Adolf Hitler hat ein MySpace-Profil. Verträumt schaut das bleiche Mädchen ins Ungewisse. Um ihren Hals hänge ein Lederbändchen, der Anhänger ist ein kitschiges Amulett. Es ist eine beliebte, beinahe klassische Pose, in der sich die junge Deutsche auf ihrer Profilseite der Internetgemeinschaft MySpace präsentiert – wäre da nicht das kryptische, fehlergespickte Motto neben ihrem Profilfoto: "Kampf und Sieg, für den der am nordischen Himmel thront. Kampf und Sieg für Wotan. Den ewig lebt der Toten taten Ruhm!!", schreibt das Mädchen. Hitler by MySpace: "Männlich, 100 Jahre alt" Großbildansicht Hitler by MySpace: "Männlich, 100 Jahre alt" In ihrem Gästebuch haben sich Gleichgesinnte verewigt, unter ihnen verschiedene rechtsextreme Kameradschaften. Und nur einen Klick entfernt ist das MySpace-Profil der NPD. Näher am Wähler, näher an der potentiellen Zielgruppe kann eine Partei derzeit kaum sein. Was die großen Parteien allein als Gemeinplatz in ihre Ortsvereine tragen, scheint bei den Nationaldemokraten längst Wirklichkeit: Der Wähler wird dort abgeholt, wo er ist. Und das ist eben schon längst nicht mehr der regionale Wochenmarkt, sondern das Internet. Und eben allem voran MySpace, die globale Internetgemeinschaft, die dem australischen Medienmogul Rupert Murdoch gehört und die längst nicht mehr – wie ursprünglich gedacht – eine Plattform für Bands und Musikfans ist, sondern eines der wichtigsten Spielfelder des Onlinemarketings. Erst im Frühjahr 2007 ging eine MySpace-Seite für den Staat Israel online, die das Land jungen, us-amerikanischen Juden präsentieren soll. Ausländische Server, jenseits deutscher Gesetze Auch Deutschlands Rechtsextreme haben das Potential nun erkannt – von "Ewiggestrigen" kann zumindest in dieser Hinsicht keine Rede sein. Denn die Nutzung von Mailinglisten und Diskussionsforen hat lange Tradition in diesen Kreisen: Früher als die meisten anderen politischen Strömungen erkannten Nationalisten und Neonazis die Vorteile der direkten, von überall zu erreichenden, oftmals aber doch versteckten Kommunikation im Internet. Und sie entdeckten den Vorteil ausländischer Server, die sich der deutschen Rechtssprechung entziehen. Dennoch dürften viele Nutzer von MySpace nicht schlecht gestaunt haben, als sie in der vergangenen Woche über das Anfang Mai angelegte Profil der NPD stolperten. Unter myspace.com/die_nationalisten präsentierte sich die – nach eigenen Angaben 42 Jahre alte und männliche – rechtsextreme Partei mit offiziellem Logo und den aktuellen Pressemitteilungen sowie Plakatentwürfen im zugehörigen Weblog. In der Poesiealbumrubrik "Wen ich gerne kennen lernen würde" waren Bilder von Holger Apfel, Udo Voigt und anderen NPD-Größen zu sehen. Im Gästebuch der Profilseite sammelten sich beste Grüße von Rechtsradikalen aus Deutschland und Europa. "Long live the Vaterland" schrieb ein offenbar skandinavischer MySpace-Nutzer. "Thx for the add - Freie Kameradschaft Miltenberg" Eine rechtsextreme Gruppierung aus dem Fränkischen dankte im MySpace-eigenen Duktus für die virtuelle Freundschaft: "Thx for the add - Freie Kameradschaft Miltenberg" stand da in schwarz-weiß-roten Frakturlettern auf einem grobkörnigen Schwarzweißfoto eines stoisch blickenden Wehrmachtssoldaten. Rechte Inhalte sind bei MySpace nichts Neues - sogar Adolf Hitler persönlich hat ein MySpace-Profil. Wie so oft auf der Plattform ist es schwierig, zwischen seltsamer Satire und rechtsextremem Ernst zu unterscheiden. Dass Ideologie und Technologie in einem offensichtlichen Grundwiderspruch stehen, scheint die rechtsextremen und nationalistischen Internetnutzer dabei wenig zu stören. Dass die Mehrheit der MySpace-Registrierten in den USA leben, die den Rechtsextremen sonst als Hauptursache des Übels der Welt gelten – nebensächlich. Dass MySpace dem Großkapitalisten Murdoch gehört, der genau die Art von Globalisierung vorantreibt, die die NPD so vehement ablehnt – geschenkt. In einer Mischung aus Doppelzüngigkeit und Gleichgültigkeit nutzen die Rechtsextremen genau die internationale Verflechtung, gegen die sie eigentlich wettern wollen. Der Erfolg rechtfertigt wohl die Wahl der Mittel. In der Bundesgeschäftsstelle weiß man von nichts Ein Erfolg, dem zumindest im Fall MySpace keine lange Dauer beschwert war: Vier Tage nachdem das Profil angelegt worden war, wurde die Nutzerseite myspace.com/die_nationalen deaktiviert. Was blieb, war die übliche Meldung: "Invalid Friend ID – This user has either cancelled their membership, or their account has been deleted." ZUM THEMA AUF SPIEGEL ONLINE * Verkleidete Rechte: Tarnkappen-Nazis buhlen um junge Linke (01.05.2007) * Rechtsextremismus: So werden Mädchen zu Nazi-Bräuten (23.01.2007) Bislang ist dazu von MySpace keine Erklärung zu erhalten. Warum wurde das NPD-Profil abgeschaltet? Eigentlich steht das Reglement der Seite Derartigem nicht entgegen. Oder wurde das MySpace-Profil gar von Hackern stillgelegt? In der Bundesgeschäftsstelle der NPD selbst gibt man sich gelassen. Selbstverständlich sei auch eine Plattform wie MySpace eine interessante Möglichkeit zur Kommunikation. Für die Löschung habe man keine Erklärung. Allerdings: Von einer MySpace-Seite wisse man zumindest in der Bundesgeschäftsstelle nichts. Was auf den ersten Blick skurril wirkt und den ganzen Vorfall wie eine mäßige Politikposse erscheinen lässt, entpuppt sich auf den zweiten Blick beinahe als bedrohlicher: Die NPD, scheint es, muss sich längst nicht mehr um ihre Kommunikation kümmern. Das besorgen die Anhänger selbst. Und zwar auf durchaus professionellem Niveau. Keine guten Nachrichten. Gefunden bei WDR Online: Rechtsradikale kommunizieren online Myspace vernetzt Nazis Hakenkreuze und antisemitische Sprüche - bei der Online-Community Myspace sind mittlerweile auch "Adolf Hitler" und "Herr Hess" als User angemeldet. Die Neonazis tauschen über das Netzwerk Bilder, Musik und Termine. Screenshot der Myspace-Seite; Rechte: WDR/kdoBild vergrößern In kurzer Zeit mehr als 50 rechte Freunde "Heil Hitler" dröhnt es aus dem PC-Lautsprecher, wenn das Profil des Users"Herr Hess" aufgerufen wird. Dazu erscheinen Bilder mit Hakenkreuzen und ein Zitat des Alt-Nazis Rudolf Heß: "Ich bereue nichts". Kein Einzelfall - WDR.de hat sich bei Myspace angemeldet und innerhalb von wenigen Stunden mehr als 50 rechte "Freunde" bekommen. Darunter viele, die sich offen zu ihrer Gesinnung bekennen, mit antisemitischen Sprüchen und verbotenen Symbolen. Trotz dieser Rechtsverstöße sind die deutschen Behörden machtlos, denn die Seiten unterliegen dem US-Recht. "Der Betreiber könnte natürlich freiwillig gegen diese Inhalte vorgehen, aber zwingen können wir ihn nicht", so eine Sprecherin des NRW -Innenministeriums. Rechte entwickeln Gegenstrategie T-Shirt mit Aufschrift 18; Rechte: ddpBild vergrößern 18 steht für "Adolf Hitler" Die Betreiber setzen auf Selbstheilung der Community: "Unsere User sind extrem sensitiv und melden solche Seiten - wir löschen dann umgehend alles, was da nicht hingehört", so ein Sprecher des Myspace-Büros in Berlin. "Umgehend" bedeutet in der Praxis allerdings auch schon mal sechs Tage später, da helfen auch die 15 US-Mitarbeiter wenig, die - nach Angaben von Myspace - ständig die Seiten nach Verbotenem durchsuchen. Tatsächlich werden während unserer Recherche immer wieder Profile gelöscht. Aber die meisten Nutzer sind schon wenige Stunden später neu angemeldet. Sie lernen dazu und tauschen Tipps aus. So schreibt eine Userin einem gerade Gelöschten in sein neues Gästebuch: "Du musst alles ein wenig sozialer gestalten, um politisch korrekt dazustehen. Grüßen darf man aber ungestraft. 88". Die Zahl 88 gehört zu den gebräuchlichen Abkürzungen der Rechten und steht für "Heil Hitler" (H ist der achte Buchstabe des Alphabets). Mit wenigen Klicks zum Nazi-Rock Screenshot der Myspace-Seite; Rechte: WDR/kdoBild vergrößern Nazi-Rock aus dem Sauerland Außerdem versuchen die Nazis ihre Inhalte der Selbstheilung der Community zu entziehen, indem sie ihre Profile auf "unsichtbar" schalten. Dadurch sehen Myspace-Nutzer, die zufällig auf die Seiten kommen, keine rechten Inhalte und melden die Seiten folglich auch nicht. Der Erfolg von Myspace beruht zu einem großen Teil auf den musikalischen Inhalten. Auch bekannte Musiker haben hier eigene Seiten, stellen neue Titel vor und treten mit ihren Fans in Kontakt. Mit dabei aber auch Nazi-Musiker wie die sauerländische Band "Weisse Wölfe". Deren Mitglieder stehen zurzeit wegen Volksverhetzung und Verbreitung ausländerfeindlicher Schriften in Dortmund vor Gericht. Auf ihrer Myspace-Seite ist der Song "Ruhm und Ehre" abrufbar. Darin wird zu Sieg-Heil-Gegröle die Waffen-SS besungen. Die CDs der Band stehen auf dem Index und sind so nur schwer zu bekommen - bei Myspace lässt sich die Musik problemlos abrufen. Ein Abgleich mit der Liste der indizierten Musik erfolgt bei der Online-Community nicht. Auch hier hofft Myspace, dass die Nutzer das Profil melden. Verabredung zum Krawall Polizeiauto und brennende Mülltonnen; Rechte: ddpBild vergrößern 1. Mai: Ausschreitungen in Dortmund Die Rechten nutzen Myspace auch, um Termine zu verbreiten und sich über Veranstaltungen auszutauschen. Zum Beispiel über die NPD-Demonstration am 1. Mai 2007 in Dortmund. Ein User: "Ich war in der 2. Reihe und hab' noch Pfefferspray abbekommen. War auf jeden Fall ein geiler Tag". Per Rundschreiben werden Einladungen verschickt: zu Konzerten oder zu "Bambule", ein Slang-Begriff für Krawall. Der Verfassungsschutz kennt Myspace und beobachtet eine zunehmende Zahl deutschsprachiger Nazi-Seiten im Internet. "Das Netz bietet eine gewisse Anonymität und wird von Extremisten deshalb gerne zur Kommunikation genutzt", so ein Sprecher des Bundesverfassungsschutzes. Link * ARD: tagesschau.de: MySpace will Sexualstraftäter künftig melden Myspace könnte die Nutzer, die mit ihren Profilen gegen deutsche Gesetze verstoßen, auch anzeigen und deren Daten den Behörden weitergeben. "Kein Kommentar" heißt es dazu aus der Berliner Myspace-Zentrale. Tatsächlich ist es eher unwahrscheinlich, dass Daten weitergegeben werden. Myspace nennt sich selber "a place for friends" - tatsächlich möchte man aber nicht mit allen Nutzern der Plattform befreundet sein.
Powered by  | | English | | Albanian | | Arabic | | Bulgarian | | Catalan | | Chinese | | Croatian | | Czech | | Danish | | Dutch | | Estonian | | Filipino | | Finnish | | French | | Galician | | German | | Greek | | Hebrew | | Hindi | | Hungarian | | Indonesian | | Italian | | Japanese | | Korean | | Latvian | | Lithuanian | | Maltese | | Norwegian | | Polish | | Portuguese | | Romanian | | Russian | | Serbian | | Slovak | | Slovenian | | Spanish | | Swedish | | Thai | | Turkish | | Ukrainian | | Vietnamese |
|
|
|
|
Friday, December 21, 2007
 |
Hallo, liebe Freunde dieser Seite!
Heute wollte mich (wenn sie das tatsächlich ist) folgende Frau als "Freund" gewinnen -> Uriella! Vorweg schaut erst ihr Profil an und dann lest mal was Wikipedia so parat hat (ich kannte sie schon vorher durch die Presse, aber das Wiki schreibt da etwas fundierter als ich...)
Das Profil -> http://www.myspace.com/elitejugendtotal
Wikipedia über die Hintergründe:
Fiat Lux (neureligiöse Bewegung) aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Wechseln zu: Navigation, Suche
Fiat Lux (lat.: es werde Licht) ist eine Gruppierung, die von deren Anhängern als religiöse Neuoffenbarungsbewegung, von den Kritikern jedoch als Sekte eingestuft wird. Gegründet wurde sie von Erika Bertschinger alias Uriella.
Der Orden Fiat Lux ist der Kern der Bewegung. Daneben gibt es ein Hilfswerk „Adsum – ich bin bereit", den „Internationalen gemeinnützigen Verein zur Erforschung und Förderung einer naturgemäßen Lebens-, Ernährungs- sowie Behandlungsweise" und die „Internationale Forschungsgruppe für Bioenergetik e. V.", die alle Fiat Lux angeschlossen sind.
Fiat Lux wurde 1980 durch Erika Bertschinger-Eicke (* 20. Februar 1929 in Zürich), genannt Uriella, gegründet. Sie hatte früher Kontakte zu „neuoffenbarerisch-mediumistischen Kreisen" in England und den USA. Seit 1971 behauptet sie, mehrere Offenbarungen und Visionen gehabt zu haben. Sie meint nach einem schweren Reitunfall 1973 „hellsichtig" zu sein. Am Weihnachtstag 1975 soll sie im „Lichtzentrum Bethanien" in der Schweiz in Tieftrance eine erste Offenbarung empfangen haben, und versteht sich seitdem als „Sprachrohr Gottes". Die ersten Gottesdienste, bei denen sie die „Offenbarungen Jesu Christi" weitergab, fanden nach dem unnatürlichen Tod ihres ersten Mannes in Egg ZH, (Schweiz) bei Zürich statt, wo sie auch das erste Mal als „Uriella" in Gottesdiensten auftrat: der Erzengel Uriel betreue neben Jesus Christus auch sie selber. Das dort am 12. Januar 1980 gegründete „Heiligtum", der Ausgangs- und Zentralpunkt der Bewegung, ist nach Ibach/Lindau im Schwarzwald verlegt worden. 1984 bis 1988 unterstützte ihr späterer Ehemann Kurt Warter (1988 tödlich verunglückt), der sich Uriello nannte, ihre Aktivitäten und vereinheitlichte die Offenbarung.
Seit dem Jahre 1992 kam es zu vielfacher öffentlicher und medialer Kritik und zu mehreren Verurteilungen von Erika Bertschinger-Eicke. Nach einer Phase der Verunsicherung hat sich die Gemeinschaft jedoch wieder stabilisiert und ist auch missionarisch tätig.
Heute wird Fiat Lux faktisch von Uriellas viertem Ehemann Eberhard Bertschinger-Eicke, genannt Icordo, geführt. Uriella hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
Das Zentrum befindet sich in Ibach im Ortsteil Lindau, weitere Gruppen gibt es in Schwellbrunn (Appenzell Ausserhoden, Schweiz), Egg, ZH Schweiz und Strittmatt (Deutschland).
Uriellas Ehemann „Icordo" hat im Oktober 1997 eine Mitgliederzahl von 723 Personen angegeben, von denen in Ibach und Strittmatt rund 70–100 leben dürften. Die Mitgliederzahl dürfte seither durch verschiedene Kontroversen abgenommen haben und wird jetzt auf etwa 300 geschätzt.[2]
1999 kandidierte Icordo erfolgreich an der Spitze einer Wahl-Liste von Fiat-Lux-Mitgliedern um einen Sitz im Gemeinderat. 2004 wurde keine Liste eingereicht, Icordo begründete den Verzicht mit „weltweiten Veränderungen", und dass er danach der weltliche Sprecher einer „gereinigten" Menschheit sein werde
Die Gründerin Uriella erklärt sich zum Sprachrohr Jesu Christi, dessen Botschaften sie in Trance empfängt. Die Lehren werden in Ich-Form von Jesus oder Maria verkündet.
Die Lehre verwendet teilweise christliche Ausdrücke, enthält aber nur wenige christliche Elemente in einer synkretistischen Mischung von jüdisch-apokalyptischen, gnostischen, östlich-religiösen, esoterischen, astrologisch-kabbalistischen, spiritistischen, archaisch-mystischen und ufologischen Elementen.
Eine große Rolle spielen positive und negative „Strahlen".
Fiat Lux lehrt Reinkarnation, so sei zum Beispiel Uriella früher Maria Magdalena gewesen und Icordo habe schon als Isaak, Josef von Ägypten, Huldrych Zwingli und Johann Strauß gelebt.
Laut Uriella sind die Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul I. vergiftet worden, Paul VI. sei durch einen Doppelgänger ersetzt worden und der ganze Vatikan werde von Freimaurern kontrolliert.
Eine wesentliche Rolle spielen Weltuntergangsprophetien. 1991 verkündete Uriella, das Ende der Welt sei nahe, aber die Anhänger von Fiat Lux würden von Außerirdischen in Raumschiffen (siehe Reichsflugscheibe) gerettet werden, um einige Wochen später auf einer „gereinigten" Erde mit dem Namen „Amora" abgesetzt zu werden.[5] Im Jahre 1997 wurde erklärt:
Im August 1998 werden
* der Mord an einem wichtigen Regierungsoberhaupt, * der Weltbörsencrash mit dem anschliessenden Weltwirtschaftszusammenbruch, zufolge Computerviren, sowie * der Einmarsch der Russen in Deutschland erfolgen.
Nach drei Monaten wird ein Meteorit in die Nordsee fallen. Die davon betroffenen Küstenländer werden für immer im Meer verschwinden. Die menschliche Strategie wird nicht aufgehen, den Meteoriten mit Atomwaffen von seiner Bahn abzulenken, denn Engel werden dies mit magnetischen Kraftstrahlen verhindern. Eine mehrere hundert Meter hohe Flutwelle wird sich mit Jet-Geschwindigkeit ausbreiten. Kalifornien und Los Angeles und Hollywood werden im atlantischen Ozean verschwinden. [6]
Uriella ist auch als Geistheilerin tätig. Zu Heilungen dient auch das „Athrum-Wasser", zu dessen Herstellung Uriella in Trance mit einem Silberlöffel mit Linksdrehungen in einer wassergefüllten Badewanne rührt. Bei diesem Verfahren werde das Wasser „umgepolt" und „mit dem himmlischen Athrum-Strahl aufgeladen". Danach wird es in Kanister gefüllt und an Kranke abgegeben. Die Gesundheitsdirektion Zürich stellte 1989 fest, dass das Wasser mit Bakterien und Schimmelpilzen kontaminiert sei und deshalb keine Trinkwasserqualität habe. Eine spätere Untersuchung vom WDR für eine Reportage von Felix Kuballa kam zu ähnlichen Ergebnissen.[7]
Dieses Wasser wird an Mitglieder verteilt, allerdings nicht für Geld, den meisten Umsatz macht Fiat Lux hauptsächlich mit dem Verkauf von recht zweifelhaften „Heilmitteln", die meist als Nahrungsergänzungsmittel deklariert werden.
Uriella betreibt auch sogenannte Heilungen von aus medizinischer Sicht schweren bis unheilbaren Erkrankungen wie Krebs. Während einer Heilung sitzen die zu Heilenden im Kreis auf Stühlen, während hinter ihnen die Heiler/-innen stehen. Zu Zwecken der sogenannten Fernheilung befinden sich in der Mitte des Kreises Abbildungen von abwesenden Personen oder Haustieren, die ebenfalls unter einer schweren Erkrankung leiden.
Außerdem kann Uriella nach eigenen Aussagen Patienten „durchleuchten" und so Erkrankungen erkennen. Häufig diagnostiziert Uriella Krebs. Alle Erkrankungen werden anschließend geheilt (s. o.).
Fiat-Lux-Träger kleiden sich in weiß, da diese Farbe den Strahl Luzifers ("Schamanah") abwehre.[7]
Gottesdienst und Praxis [Bearbeiten]
In der Symbolik orientiert sich Fiat Lux teilweise an einer katholischen Tradition. In den Zentren gibt es Herz-Jesu-Statuen, aber auch Fatima-Statuen. Die Mitglieder sind weiß gekleidet. Weitere Vorschriften zu Ernährung, Meditation, sowie Fernseh- und Radioverbot unterwerfen den Lebensalltag der Mitglieder den Offenbarungen.
Ökumene [Bearbeiten]
Fiat Lux wird von kirchenunabhängigen, wie auch von katholischen und evangelischen Sektenexperten als Sekte angesehen.
Kontroversen [Bearbeiten]
Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat aufgrund der Gefährdung von Patienten die Rücknahme der Erlaubnis zur Ausübung des Heilpraktikerberufs bestätigt (Az: 9 S 326/93).
1996 wurde Uriella vorgeworfen, eine ärztliche Betreuung von drei schwer erkrankten Frauen verhindert zu haben. Zwei der Frauen waren kurze Zeit später gestorben. Mangels Beweisen wurde sie jedoch vom Landgericht Waldshut-Tiengen (Baden-Württemberg) freigesprochen.
Das Landgericht Mannheim hat Uriella im Dezember 1998 wegen Zoll- und Steuerhinterziehung (Einfuhr von verschiedenen „Heilmitteln" aus der Schweiz) zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten auf Bewährung verurteilt. Sie musste außerdem 100.000 DM an fünf gemeinnützige Einrichtungen zahlen.
Soviel von "Wikipedia". Logischerweise wird weder diese Frau, noch ein möglicher Trittbrettfahrer (der möglicherweise Ihr Konterfei mißbraucht...was ich nicht glaube..., denn sie wird es persönlich sein!) nicht als "Freund" geadded werden. Das ist ja wohl klar ODER? Finde es nur erstaunlich, was für realitätsfremde Wirrköpfe einen von rechts ansprechen ;) Ich bin gespannt auf Eure Reaktionen.........
Liebe Grüße an Euch ALLE!
XX PER
Powered by  | | English | | Albanian | | Arabic | | Bulgarian | | Catalan | | Chinese | | Croatian | | Czech | | Danish | | Dutch | | Estonian | | Filipino | | Finnish | | French | | Galician | | German | | Greek | | Hebrew | | Hindi | | Hungarian | | Indonesian | | Italian | | Japanese | | Korean | | Latvian | | Lithuanian | | Maltese | | Norwegian | | Polish | | Portuguese | | Romanian | | Russian | | Serbian | | Slovak | | Slovenian | | Spanish | | Swedish | | Thai | | Turkish | | Ukrainian | | Vietnamese |
|
|
|
|
Monday, October 29, 2007
 |
Hallo Ihr ALLE. Ich veröffentliche diesen diesen Blog deswegen, weil er mir als Mensch persönlich wichtig ist. Mein Name ist Per und ich bin der Betreiber dieser Seite. Ich lasse jetzt "Sophie Scholl" als Individuum mal ganz bewußt außen vor, da die Nachricht, die ich erhielt und die diesem Blog zugrunde liegt, eher was mit dem "Führen" dieser Seite, sprich mit mir zu tun hat. Eines vorweg .... Ich gebe offen zu, daß ich wie viele andere Menschen wahrscheinlich auch, am liebsten immer nur Gutes über "meine" Arbeit (was diese Seite betrifft ) hören möchte. Aber um das Wort "Kritik" mal zu entlasten. "Kritik" als Begriff ist erstmal neutral. Sie ist letztlich nichts anderes als eine Beurteilung. Diese muß demnach nicht immer nur negativ ausfallen. Die so oft mißbrauchte Phrase der "konstruktiven Kritik" hat durchaus ihre Bedeutung, wenn sie denn auch "konstruktiv" und nicht "polemisch" oder "polarisierend" ist. Es ist bloß nicht einfach, seine eigenen Gefühle bei einer Thematik, die einen so fesselt (wie mich die der Sophie Scholl), einfach außen vor zu lassen. Natürlich projiziere ich meine eigenen Gefühle auf dieses Thema. Trotzdem - diese Seite steht für sich und ist ein "Online" Mahn-oder Denkmal für Sophie Scholl. Quasi ein Selbstläufer. Jeder kann sich seine eigene Meinung bilden, wie er diese Seite einzuschätzen hat. Schade, daß Inge Aicher Scholl nicht mehr lebt, Ich glaube, ich hätte ihr viele Fragen gestellt, wie man soetwas gekonnt aufzieht. Das nur am Rande. Um es auf den unkt zu bringen: Dieser Blog dient nun als offenes Forum für Anregung, KRITIK (da haben wir ja das böse Wort) und sonstiges, was Euch bezüglich Sophie Scholls Person bewegt. Eine gute Idee (könnt ihr weiter unten im Blog nach lesen) hatte Stephanie. Alles was mit dem Inhalt dieser Seite zu tun hat, könnt ihr posten und kommentieren. Alles was mit mir, also PER zu tun hat könnt ihr mir mailen. Wenn ihr mögt, auch auf mein Profil. Wie es mit dem "adden" läuft, wißt ihr ja ;) So. Nun zum Stein des Anstoßes und die Reaktionen darauf........ viel Spaß beim Lesen und Kommentieren! Liebe Grüße Euer PER
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Bulletin: Bitte mal lesen ... Diese Seite braucht Kritik!
Albi schreibt: "meinst du nciht dass es etwas komisch ist sowas wie eine offizielle sophie scholl myspace seite zu machen, wo nur ihre lebensgeschichte, fotos, protokolle usw drauf sind und dann sachen wie " ein schönes
wochenende noch" oder " war im krankenhaus blablabla" zu posten oder geposted zu bekommen. geht das nicht am sinn total vorbei?
mach dir eine eigene seite für deine krankenhausgeschiochten. zuerst dachte ich dass die seite wirklich was gutes ist. so richtig präsent sein mit sophies kampf und ihrer geschichte. mit diesen comments machst du
aber viel kaputt. das hat mit sophie nichts zu tun.
cheers"
Meine Antwort:
"Berechtigte Kritik! Mein Todernst! Es ist manchmal schwer "sich" zu verstecken, ohne sich profilieren zu wollen. Aber Butter bei die Fische. Die Menschen, die eine Anfrage starten oder die ich "adde", weil ich sie
frage, sind ja wohl kaum zu "blöd", um zu sehen, daß Sophie (ja, leider...tot ist) nicht real existiert. Hier herrscht eigentlich (offizell, wie inoffizell der Gedanke, daß "man" GEGEN etwas ist (frei wie möglich formliert),
daß einem schier den Atem raubt. Allein, (ohne Arroganz) daß ich auf Dich antworten muß, macht ja jetzt schon den Sinn kaputt! Kompliment!.... Hast Du meinen Blog eigentlich nie gelesen,???? Ob Du mit dieser
Seite zufrieden bist, hängt ja nicht von mir ab. Aber alle, die hier geadded sind, haben ja dann Deiner Meinung auch nichts..... rein gar nichts mit "Sophie" zu tun! Werfe ich auch mal angestachelt in die Runde! Also ... darf mir die Frage gestattet sein. Wer profiliert sich hier jetzt! ??? Ok. Unbequem ist die Wahrheit immer.... Deshalb gebe ich Dir auch recht..... Ich bin bloß auch nur ein Mensch, der Gefühle in etwas hineinprojiziert, was ihm persönlich als wichtig erscheint! So, und jetz offiziell ... Ja , Ich war so beindruckt seit meiner Kindheit von Sophie Scholl, weil ich imer noch nicht weiß, ob je den Mut hätte, gegen eine vom Staat (also ALLE gegen EINEN) eingefädelte Hatz gegen
das "NEIN" des einzelnen zu widerstehen. Vielleicht sollte ich mehr durchatmen und mich zurückhalten, aber eines geb ich offen zu .... Deine Aussage ist nicht falsch, aber sie hat mich echt verletzt. NAAAHH, Nicht Sophie! MICH! Und das hat nix mit dieser Seite zu tun...... Ehrlich! Weil die Meinungsbildung politisch schon so weit vorgedrungen ist, denke ich, daß JEDER auf dieser ("MEINER"-> Dreh mir keinen Strick draus "SEITE) in der Lage ist, etwas für sich herauszuziehen..... Noch etwas...... Man könnte (Ich denke so schräg) mir jetzt sogar unterstellen, Ich meinte das sogar manipulativ! Nö! Is mir zu blöd! Und deswegen mache ich das jetzt als Bulletin öffentlich! Ist gar nicht mal so uninteressant zu erfahren, wann wie und warum ich falsch liege! Bitte um VorSCHLÄGE! Im ERNST ... XX"
Ika schreibt:
Heya. Mein ganz persönliches Anliegen, meine Motivation hier bei Myspace zu sein ist folgende: Ich suche Gleichgesinnte. Darüber hinaus suche ich Inspiration und Information. Die Möglichkeiten sind enorm an Menschen, Ideen, Projekte und Organisationen zu geraten die mich inspirieren, die lust auf mehr machen. Ich kann lernen, mich austauschen, Diskutieren. Zu meinen "Freunden" gehören Individuen , Gruppen und Projekte die letztendlich Teile meiner Persönlichkeit und meiner Interessen spiegeln. Der Austausch nicht-öffentlich, sowie öffentlich, als Kommentar spiegelt das. Jede Seite meiner "Freunde" und auch jedes Forum ist letztendlich eine Möglichkeit sich gemeinsam auf eine bestimmte Ebene zu begeben, einen grundlegenden Konsens zu schaffen und dort z.B. über politisches
oder auch privates zu sprechen (die Krankenhaus-Diskussion?). Wie mir geht es sicherlich den meisten hier. Gerade auf Seiten wie deiner ist es doch eine prima Möglichkeit über das "private" auch die politische Ebene zu berühren. Alles kann- muss aber nicht. Viel fragwürdiger als diese "harmlosen" Kommentare auf deiner Seite finde ich Seiten die eindeutig politisch radikal, diskriminierend, brutal, sexistisch, pornographisch (z.B.von Mädels die sich billigst leicht bekleidet
eindeutig anbiedern) und reichlich dummes und dumpfbackiges Gelaber, das so hohl ist dass es solcherlei Kritik NIE bekommen wird. Von daher ist vielleicht die Kritik an DIR als Kompliment einer wirklich hochwertigen und gesellschaftlich wichtigen Seite zu verstehen. Deine Seite ist wichtig, gut gemacht, informativ und emotional. Deine Seite ist wichtig. Deine Seite ist MIR wichtig. Gib nichts auf die "Kritik".
Das einzige was wir als Individuen tun können und sollten ist auf die Stimme unseres Herzens zu hören um entsprechend zu handeln. Das ist das was Sophie getan hat, das ist das was du mit deiner Seite tust, und das sind natürlich auch deine privaten Dialoge.
Licht und Liebe ika
Sabina schreibt:
Hey, ich antworte mal ganze einfach auf diesen Bulletin.Klar habt ihr beide recht, aber ich find ganz ehrlich die Commis nich so dramatisch! Klar diese Seite ist über das Leben von Sophie Scholl, aber sie ist nich nur
für sie zu verstehen.Ich denke mal das sie ein symbolischen Wert hat, aber wer diese Seite gepostet hat, hat auch das Recht sie persönlich mitzugestalten und seine Person selber miteinzubeziehen! Man soll ja auch
wissen wer die Seite gemacht hat und wie es dem Menschen ergeht. Ich finde es stark das sich jemand einzelnes traut so eine Seite überhaupt ins Netz zu stellen! Mein Lob, aber echt jetz!, wegen den Commis ist es
nicht wert sich zu streiten! Und außerdem braucht die Seite etwas "lebendiges", denn Sophie ist ja schon tot! Und außerdem sollte man sich auch mit dieser Seite verewigen! Ich hoff das das jetz irgendwie weiterbringt! Gruß
Mel schreibt:
Liebe Genossin ;-) erstmal kurz zu deinem Kommentar auf meiner Seite, Wahlen könnten etwas ändern aber die Leute wollen keine Veränderung! Wenn es dich interessieren sollte, könnte ich dies später genauer erläutern. Zweitens hat deine Seite schon einen Wert und zwar für dich sonst hättest du sie nicht gemacht, vielleicht solltest du dir nur überlegen was dein Ziel war was du mit dieser Seite verfolgt hast. Du könntest im Sinne von Sophie Scholl handeln und das Internet bzw. diese Seite als Netzwerk für Aktionen gegen Rechts nutzen, genug "Anhänger" hast du ja bereits. Zum Beispiel wenn größere Nazi Demos stattfinden in verschiedenen Städten, die dortigen Sophie Scholl Anhänger (deine Myspace Freunde) dahin einladen, natürlich auf die Gegendemo! ;-) Oder Recherchen führen, Aufklärungsarbeit etc. auf deine Seite bringen, du sagtest du arbeitest im Medienbereich da hast du evtl. eine Vorstellung wie so etwas geht. Dann hast du geschrieben: "Merkst du was???" ich weiß nicht so richtig auf was sich das bezieht. Dein Bullettin mit Albi oder wie der heißt versteh ich überhaupt nicht, also rein inhaltlich schon nicht, da fehlt mir glaub ich der Zusammenhang. So sende ich solidarische Grüße, Mel
Stephanie schreibt:
Liebe Sophie, du und deine Schwester (http://www.myspace.com/sophiamagdalenascholl) leisten gute Arbeit. Es geht darum die Leute bewusst zu machen, was damals geschehen ist. Die Infos auf euren Seiten tragen dazu bei.
Sophie kann es leider nicht selbst machen, aber man kann euch als Stellvertreterinnen nur loben. Ist es nicht normal, dass einer euch mal fragt, wie es euch denn so geht, euch zum Geburtstag gratuliert oder ws auch immer. Nur eine Infoseite zu machen und die dann herrenlos zu hinterlassen, ist hier keine
Option. Zwei Seiten beizubehalten ist auch eine Schwerstaufgabe, denke ich. Vielleicht, dass du die Leute darum bitten kannst, Sachen, die nichts mit Sophie zu tun haben wie z.B. persönliche Fragen in Bezug auf
dich, dir zu mailen.
Bitte mach nur weiter so!
Viele liebe Grüße aus den Niederlanden Stephanie
Powered by  | | English | | Albanian | | Arabic | | Bulgarian | | Catalan | | Chinese | | Croatian | | Czech | | Danish | | Dutch | | Estonian | | Filipino | | Finnish | | French | | Galician | | German | | Greek | | Hebrew | | Hindi | | Hungarian | | Indonesian | | Italian | | Japanese | | Korean | | Latvian | | Lithuanian | | Maltese | | Norwegian | | Polish | | Portuguese | | Romanian | | Russian | | Serbian | | Slovak | | Slovenian | | Spanish | | Swedish | | Thai | | Turkish | | Ukrainian | | Vietnamese |
|
|
|
|
Sunday, July 22, 2007
 |
Current mood:  energetic
Lest! .... bitte ....
20. JULI 1944 - DAS ATTENTAT
Am 20. Juli 1944 versuchte eine Handvoll deutscher Offiziere, Hitler durch einen Staatsstreich zu beseitigen. Geplant war ein Sprengstoffanschlag während einer Besprechung in der "Wolfsschanze", Hitlers Hauptquartier. Doch der Staatsstreich scheiterte. Hitler wurde nur leicht verletzt. Die Attentäter bezahlten die Tat dagegen mit ihrem Leben. Der Offizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Mann, der gegen Hitler aufgestanden war und ihn beinahe beseitigt hätte, ist zur Symbolfigur des deutschen Widerstands geworden.
Stauffenberg leitet den Staatsstreich Zwei Männer fahren an der zerstörten Baracke vorbei: Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg und sein Adjutant Werner von Haeften. Sie sehen das Chaos, die Verwundeten. Sie sind die einzigen, die wissen was vor sich geht. Denn Stauffenberg hat soeben versucht mit einer Bombe Adolf Hitler zu töten.Im sicheren Glauben, dass Hitler der Explosion zum Opfer gefallen ist, gelingt es ihnen die Sperrkreise der Wolfsschanze zu verlassen, obwohl der Alarm schon ausgelöst ist. Obwohl Stauffenberg während des Afrikafeldzuges 1943 schwer verwundet wurde - er besitzt nur noch ein Auge und eine Hand mit drei Fingern - hat er ein Attentat auf Hitler verübt. Ziel des Anschlags ist es, Deutschland vom Joch des Nationalsozialismus zu befreien. Stauffenberg, dem Titel nach Chef des Generalstabs beim Oberbefehlshaber des Ersatzheeres, gehört zu den wenigen Offizieren, die an den Lagebesprechungen im Führerhauptquartier teilnehmen dürfen. In einer Aktentasche hatte Stauffenberg eine präparierte Bombe in die Baracke geschmuggelt und dort unter dem Tisch, möglichst nahe bei Hitler abgestellt. Daraufhin verließ er unauffällig die Lagebaracke um der drohenden Explosion zu entgehen.Stauffenberg wird in Berlin noch gebraucht. Dort soll unter seiner Leitung die Operation "Walküre" starten, der zweite Teil des Attentats mit dem Ziel das Deutsche Reich von der Herrschaft der Nazis zu befreien.Was Stauffenberg nicht weiß: Der "Führer" lebt. Hitler, der sich eben noch über die Tischplatte gelehnt hat, wird durch die Wucht der Explosion nur leicht nach oben geschleudert. Der schwere Tisch rettet ihm das Leben. Seine Trommelfelle sind geplatzt, er trägt Prellungen und einige wenige Verbrennungen davon.
Operation Walküre Unmittelbar nach dem Attentat sind Stauffenberg und von Haeften auf dem Rückflug nach Berlin. Dort befindet sich in der Bendlerstraße, dem Sitz des Allgemeinen Heeresamtes, das militärische Zentrum der Verschwörung. Plan der Verschwörer ist es, den Staatsstreich mit der Operation "Walküre" zu tarnen. Ursprünglich war der "Walküre"-Plan dazu gedacht, im Falle innerer Unruhen das in der Heimat stehende Heer zu mobilisieren. Doch die führenden Köpfe des militärischen Widerstands haben im Bendlerblock die Operation "Walküre" modifiziert. Nun soll das machtvolle Instrument Operation "Walküre" dazu genutzt werden, den Nationalsozialisten die Macht zu entreißen. Zu Beginn des Staatsstreichs steht der Anschlag auf Hitler. Nach Hitlers Ableben wären die Soldaten der Wehrmacht vom Eid auf den "Führer" entbunden. Das Attentat wollen die Verschwörer als innerparteilichen Machtkampf der SS, SD und Gestapo in die Schuhe schieben. Mit Auslösung der Operation "Walküre" sollen daraufhin in der Heimat stehende Verbände der Wehrmacht innerhalb von 36 Stunden die vollziehende Gewalt im Staat übernehmen. Die Wehrmacht soll die Institutionen der NS-Dikatur, Partei, Regierung, Gestapo und SS-Verbände nach und nach ausschalten und Deutschland zu einer politischen Neuordnung verhelfen.
Aufstand der Offiziere Noch während Stauffenberg das Flugzeug zurück nach Berlin besteigt, informiert der in die Verschwörung eingeweihte General Fellgiebel von der Wolfsschanze aus die in Berlin wartenden Verschwörer, dass Hitler überlebt habe. Unsicher geworden, unternehmen die in Berlin wartenden Beteiligten keine weiteren Schritte zur Operation "Walküre". Stauffenberg landet in Berlin-Rangsdorf gegen 15.45 und übermittelt General Olbricht telefonisch den Tod Hitlers. Dabei ererfährt er, dass wertvolle Stunden vergangen sind, ohne dass der Staatsstreich vorangetrieben wurde.Als er um 16.30 im Bendlerblock eintrifft, sind schließlich durch das beherzte Vorgehen Albrecht Mertz von Quirnheims Teile der Operation "Walküre" doch noch in Gang gekommen. Stauffenberg gelingt es, mit Hilfe der Mitverschwörer Generaloberst Friedrich Fromm, den Befehlshaber des Ersatzheeres, festzunehmen.Von nun an beginnt Stauffenberg mit Hilfe der am Staatsreich beteiligten Offiziere bis um 22.30 ein aussichtsloses Rennen gegen die Zeit. Mit einer Lawine von Fernschreiben und Telefonaten versuchen sie die Operation "Walküre" durchzuführen und Wehrkreise im Deutschen Reich und den besetzen Gebieten zum Staatstreich zu bewegen. Doch bis um 19.00 Uhr sind der Rundfunk, die Reichskanzlei, das Reichspropagandaministerium und das Reichssicherheitshauptamt immer noch nicht besetzt. Fatalerweise wird im Rundfunk bereits mehrfach vom fehlgeschlagenen Attentat auf Hitler berichtet. Am Abend entgleitet den Verschwörern die Operation endgültig aus den Händen. Ihre Befehle werden kaum mehr befolgt, die ersten Gegenbefehle aus der Wolfsschanze dringen durch.Major Remer, glühender Nationalsozialist und Kommandeur des Berliner Wachbataillons, will sich von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels den angeblichen Tod des "Führers" bestätigen lassen. Goebbels erkennt sofort die Chance und stellt ein Blitzgespräch zwischen Remer und Hitler persönlich her. Hitler befördert Remer auf der Stelle durchs Telefon zum Oberst und befiehlt ihm mit seinen Truppen den Putsch niederzuschlagen. Gegen 22.40 belagert Remers Wachbataillon den Gebäudekomplex der Bendlerstraße. Die Verschwörer sind eingeschlossen, der Staatsstreich ist gescheitert.
Vernichtung des Widerstands Mit unvorstellbarer Grausamkeit übt das nationalsozialistische Regime Vergeltung an den Verschwörern. General Ludwig Beck, der nach dem Putsch das neue Staatsoberhaupt werden sollte, wird am selben Abend in den Selbstmord getrieben. Um Mitternacht werden im Hof des Bendlerblocks Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Werner von Haeften, Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim und Friedrich Olbricht im Scheinwerferlicht der Wehrmachtsfahrzeuge standrechtlich erschossen. An der Ostfront nimmt sich der Mitverschwörer Henning von Tresckow einen Tag später mit einer Handgranate das Leben.Die übrigen Verschwörer werden fast ausnahmslos festgenommen, tagelang verhört und gefoltert. Eine Welle der Verfolgung setzt ein, die den militärischen und zivilen Widerstand gegen das Regime endgültig bricht.Ziel der Nationalsozialisten ist es, die Widerständler nicht nur zu beseitigen, sondern sie bis in den Tod zu demütigen und jedes Andenken an sie zu vernichten. In einem beispiellosen Schauprozeß werden die Männer des militärischen Widerstands vor dem Volksgerichtshof einzeln vorgeführt und des Hochverrats bezichtigt. Der berüchtigte vorsitzende Richter Roland Freisler schreit ihnen die vorher festgelegten Todesurteile förmlich ins Gesicht. Oft werden die Todesurteile nur wenige Stunden nach der Verkündung vollstreckt. Hitler will die Männer "wie Schlachtvieh aufgehängt" sehen. In der Hinrichtungsstätte Plötzensee werden die Verschwörer und Mitlieder des Widerstands in Drahtschlingen langsam erhängt.Ihre Familien fallen der Sippenhaft zum Opfer. Zwei Wochen nach dem Stauffenberg-Attentat kündigt Himmler auf der Gauleitertagung in Posen an, er werde "eine absolute Sippenhaftung einführen... Sie brauchen bloß die germanischen Sagas nachzulesen.Wenn... eine Blutrache in einer Familie war, dann war man maßlos konsequent. Wenn die Familie vogelfrei erklärt wird und in Acht und Bann getan wird, sagten sie: Dieser Mann hat Verrat geübt, das Blut ist schlecht, da ist Verräterblut drin, das wird ausgerottet. Und bei der Blutrache wurde ausgerottet bis zum letzten Glied in der ganzen Sippe. Die Familie Graf Stauffenberg wird ausgelöscht werden bis ins letzte Glied." Doch das nahende Ende des Krieges verhindert die Pläne der kollektiven Auslöschung durch das NS-Regime. Die meisten Angehörigen der Verschwörer überleben.
Bilanz des Schreckens Die Bilanz des gescheiterten Attentats lässt sich in ihrer Tragweite kaum beziffern. Nach dem 20. Juli 1944 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs sterben fast ebenso viele Menschen wie in den ganzen Kriegsjahren zuvor. Die letzte Gelegenheit dem Morden in Konzentrations- und Vernichtungslagern, dem Sterben an den Fronten, der Zerstörung durch Bombenangriffe und den großen Fluchtbewegungen Einhalt zu gebieten, war gescheitert. Himmler gelangte erst durch den 20. Juli 1944 auf den absoluten Höhepunkt seiner Macht, als er einen Tag nach dem Attentat zum Befehlshaber des Ersatzheeres ernannt wurde. Hitler wurde wie nie zuvor, als von der Vorhersehung begünstigt, eine fast kultische Verehrung zuteil. Doch dem Triumph der Nationalsozialisten zum Trotz war durch das Attentat des 20. Juli sichtbar geworden, dass es im Dritten Reich noch Vertreter eines anderen, nicht gleichgeschalteten Deutschland gab.
(Gregor Delvaux de Fenffe)
(Stand vom 14.06.2004)
Powered by  | | English | | Albanian | | Arabic | | Bulgarian | | Catalan | | Chinese | | Croatian | | Czech | | Danish | | Dutch | | Estonian | | Filipino | | Finnish | | French | | Galician | | German | | Greek | | Hebrew | | Hindi | | Hungarian | | Indonesian | | Italian | | Japanese | | Korean | | Latvian | | Lithuanian | | Maltese | | Norwegian | | Polish | | Portuguese | | Romanian | | Russian | | Serbian | | Slovak | | Slovenian | | Spanish | | Swedish | | Thai | | Turkish | | Ukrainian | | Vietnamese |
|
|
|
|