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Stefan



Last Updated: 4/23/2008

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Tuesday, September 04, 2007 

Bundaberg – Das Hostel

 

Am Tag unserer Ankunft in Bundaberg hätten wir so oder so jedes Hostel genommen. Das Dingo Blue, der Name des Hostels, sah von Außen wie ein normales Hostels aus oder wir machten uns über das Hostel soweit auch keine Sorgen, denn die Arbeit war ja das Wichtigste. Am nächsten Tag, nach unserem ersten Arbeitstag fingen wir schon langsam uns Gedanken zu machen. Es gab für die 60 Backpacker 4 Duschen für die männlichen und 4 für die weiblichen Neo-Sklaven. Während ich für eine freie Dusche wartete, schaute ich mich im Duschraum um und es war nicht wirklich so berauschend bis auf den Brechreiz. An der Decke schimmelte es, es lag ein großer Haarbüschel in der Dusche und ich glaube die Duschen sollten mal weiß gewesen sein. Es war schon Überwindung am Anfang darüber hinwegzusehen. Die Toiletten waren auch nicht besser, vor allem wenn jemand Diarrhoe hatte. Ab diesen Zeitpunkt wählte ich immer die Toilette am Bahnhof gegenüber, welche jeden Tag gesäubert wurde oder die in der Bücherei, wo ich viel Zeit verbrachte, aufgrund des kostenlosen Internet. Die Duschen und die Toiletten wurden glaub ich nur alle paar Monate oder so gesäubert – sehr lecker – Schweinerei Alter!! Ein Zimmer hatte auch Bedbugs. Das sind niedliche Backpackertiere, welche eine Art von Bettflöhen sind. Die beißen einen und dann sieht man aus wie ein Streuselkuchen bzw. je nachdem wie man das Zeug abkann- ich hatte glücklicherweise keine. Unser Zimmer war von der Größe her ein übliches Hostelzimmer. Ich informierte mich bei der Rezeption nach einem Staubsauger und nach einigen Tagen bekam ich dann auch mal einen, denn nach einem Zimmerservice mit Reinigung sah das dort nicht aus. Jedenfalls konnten wir dann etwas Sauberkeit in das Hostel zaubern. Das Doppelstockbett in dem wir schliefen wurde auch nicht für 1001 Nacht gemacht. Immer wenn ich mich oder Ben sich bewegte wachte der Andere auf und dachte es wäre ein Erdbeben, doch es fehlten nur ein paar Schrauben im Bett – ich schlief übrigens unten und hab überlebt!! Weiter zur Küche. Die Küche wurde Gott sei Dank jeden Tag gesäubert, jedoch war die Ausstattung nicht die beste. Es gab kaum Töpfe zum Kochen, einige Teller, ab und zu mal ein paar Gabeln und Messer und sonstige Accessoires für die Hausfrau. So kauften wir uns das Nötigste, was man nach jeden Essen schön in seinen Kasten in der Küche einschließen musste, da manche sehr klebrige Finger haben.

Tuesday, September 04, 2007 

Bundaberg – Die Arbeit

 

Am zweiten Tag in „Bundy" ging es dann auch tatsächlich los mit dem Arbeiten! Zu pflücken gab es für uns Cherry-Tomaten. Ja, die kleinen süßen Tomaten! Pro vollen Eimer gab es knapp 3Euro und man hat fast eine Stunde gebraucht, um einen Eimer zu füllen. Das hieß am Ende des Tages 20Euro für 6h Arbeit! Wir wollten eigentlich gleich wieder umdrehen und aus der Stadt verschwinden, doch die anderen Backpacker im Hostel meinten, dass jeder mit dieser (Drecks-)Arbeit beginnt und es nach und nach besser wird. Zu pflücken gab es weiterhin große Tomaten, Zucchini, Capsicums(Paprika) und später, am Ende meines Aufenthaltes gab es noch Mandarinen und Erdbeeren. Bei den Cherrys verdiente man um die 35€, wobei ich das auch insgesamt nur 6- oder 7-mal gemacht habe. Es war dann immer soviel Geld übrig, dass man das Hostel und das Essen bezahlen konnte. Einige Tage später stiegen wir zu den Zucchini auf. Das Geld war hierbei schon mal besser und man verdiente um die 55€ pro Tag, jedoch die Arbeit selbst war die schlimmste von allen. Die komischen Früchte wachsen ja am Boden, das heißt auch, dass man den ganzen Tag in gebückter Haltung unterwegs ist. Es war so beschi…, dass man am ersten Tag gegen Mittag auch einfach nur noch erschossen werden möchte, damit diese abartigen Schmerzen im Rücken aufhören. Die Zucchini hatte ich ungefähr für 5Tage oder so, wofür ich sehr glücklich war. Dann gab es da noch die großen Tomaten, bei denen man um die 70Euro pro Tag verdienen konnte. Die Arbeit selbst war nicht die schlimmste, jedoch die Supervisor waren die größten … ihr wisst schon… der Welt. Das sind die Leute, die die ganze Zeit rumlaufen, dich rumkommandieren und dir sagen wie scheiße du bist. Vor geraumer Zeit nannte man solche Personen auch Sklaventreiber. Dies konnten wir an einen regnerischen Tag sehr gut spüren(oder so). Unser Shuttle, das jeden Tag vom Hostel einige Minuten bis zu den Feldern außerhalb von Bundy fuhr, startete an diesen Tag gegen 5.20Uhr. Ungefähr 5.50 kamen wir auf dem Feld an, es regnete und wir durften eine halbe Stunde warten bis die Sonne aufging. Dann ging es mit der Arbeit los und die rund 45 Picker bzw. Sklaven bzw. Vollidioten waren auch schon etwas angefeuchtet. Nach und nach fing es immer mehr an zu regnen und ich hatte nur ein T-Shirt an(ne Hose und Schuhe usw. natürlich auch), so dass ich komplett aufgeweicht war. Nach zwei oder drei Stunden machten wir endlich eine Pause. Wir überlegten uns, zurück ins Hostel zu gehen, was eineinhalb Stunden gedauert hätte, da glücklicherweise keiner von uns die Nummer von unseren Busfahrer hatte. Dann sagten auch noch der Chef der Farm und die Supervisor, wenn wir gehen, bekommen wir nirgendwo in der Umgebung einen Job als Fruitpicker. Mir ging vollkommen am Arsch vorbei, auf einen solchen Humbug bin ich doch nicht angewiesen, doch die Picker, die ein Auto hatte, wollten bleiben und so blieb mir auch nichts anderes übrig dort auszuharren. Dann fing ich auch schon an zu zittern und meine Lippen wurden blau. Glücklicherweise gab mir dann jemand seine Jacke, so dass ich wieder etwas Wärme in meinen Körper zurückbekommen konnte. Nach  7Stunden im Regen und in der Kälte war auch endlich Schluss mit dem Pyramidenbauen. So beschissen wurde ich nicht einmal in der Grundausbildung beim Bund behandelt. Allgemein das ganze Fruitpickingzeug hatte viel mit Armee zu tun. Früh sammelten sich die Picker und die Supervisor gaben den ganzen Tag ihre Anweisung manchmal normal, manchmal beschissen an uns weiter, wie die Ausbilder beim Bund. Nach diesem Tag hieß es wieder, zu dieser Farm werde ich ebenfalls nicht mehr gehen. Die ganze Fruitpickingsache lief so ab: Der Besitzer des Hostels macht Verträge mit den Farmern, so dass diese billige Arbeiter bekommen, d.h. der Besitzer bekommt Geld von den Farmern für die Arbeiter und er sackt zusätzlich auch noch das Geld der Backpacker ein, die in seinem Hostel übernachten. Das waren wöchentlich gute 5stellige Beträge!!

Nach ungefähr 10Tagen in Bundy bekamen wir dann einen der besten, aber auch härtesten Jobs: die Paprika. Für einen 20kg Eimer, den man zu einen Traktor schleppen musste, bekam man 1$-um die 60Cent. Bei einem Firstpick konnte man hier richtig gut Kohle scheffeln. Mein bester Tag hier waren 180 Eimer(3,6t!!!), also 120 Euro in 6Stunden(3.Bester Picker!!). Das ist richtig gutes Geld, jedoch ist das auch richtig harte Arbeit. Die Paprika wachsen ebenfalls auf den Boden, sodass man wie bei den Zucchini den ganzen Tag am Boden rumhängt. Das gute ist, dass man die Eimer zu Traktor tragen muss, sodass man seinen Rücken in eine gerade Position bringen kann und es nicht so abartig wie bei den Zucchini ist. Natürlich hat man hier viel mehr zu tragen, was wiederum der Nachteil ist und so denkt man nach drei Tagen, dass der Rücken in sich zusammenfällt und man sich in der Hölle befindet. Zieht man jedoch durch, werden die Schmerzen von Tag zu Tag weniger, weil man sich ein wenig daran gewöhnt. Einer hat sogar bis zu 6Schmerztabletten am Tag zu sich genommen, damit er die Schmerzen nicht spürt und mehr picken kann. Das ist doch mal richtig krank. Wobei wir gerade bei krank sind: Da war ein Picker dabei, Graham, der war einer der besten Picker in Australien(wie auch immer die das messen) und er schaffte an einen Tag 325 Eimer Paprika!! Das sind 6,5Tonnen!! Er war auch einen Person für sich und etwas sehr komisch. In den Pausen rauchte er auch mal schön das ganz grüne Gras, damit er keine Schmerzen spürt und in seinen Pickrausch verfallen kann, der war kein Mensch mehr, das war ne Maschine!!!

Tuesday, September 04, 2007 

Childers-GinGin-Bundaberg

 

Nach Rainbow Beach ging es dann weiter ins ungewisse. Bereits in Brisbane, Noosa und Rainbow sagte uns jeder, der aus dem Norden kam bzw. in den Norden wollte, dass es den nächsten Fruitpicking Job erst in Ayr gibt und das liegt eine 14h Busfahrt entfernt. Natürlich wollten wir diese lange Fahrt nicht mit einmal auf uns nehmen, so entschieden wir uns für Childers. Alle sagten, Childers und Bundaberg, welche gute Fruitpickingregionen sind, seien komplett ausgebucht. Es gäbe zwar Jobs, aber die Hostels wären eben vollkommen belegt. Unser Bus fuhr gegen 21Uhr und die Fahrt sollte eine Stunde dauern. So kamen wir pünktlich in Childers an und der Bus hielt an einer Shell-Tankstelle. Kein Backpacker stand an der Bushaltestelle und alle im Bus wunderten sich, warum wir dort Halt machten. Dann standen zwei Personen auf, Ben und ich. Alle drehten ihren Kopf zu uns und schauten uns mit fragenden Blicken an: Seid ihr bescheuert? Macht das nicht! Das ist doch Selbstmord! In diesen Augenblick bekam ich kurz Zweifel, doch wir zogen durch. Es begann zu regnen… Keine Sau war auf der Straße in dem kompletten Kaff. Dann fanden wir ein Hostel bzw. Pub, doch es hatte keinen richtigen Eingang, es war vollkommen zu. Wir gingen weiter, zwei, drei Kilometer und wir überlegten schon uns eine Nebengasse zu suchen und dort unser Nachtlager aufzuschlagen. Doch plötzlich fanden wir einen Caravan Park. Selbstverständlich war niemand an der Rezeption, jedoch fanden wir endlich etwas Positives, ein Schild mit der Aufschrift „Workers wanted". Wir standen da, überlegten was wir machen sollen und am Ende entschlossen wir uns in einem Motel zu übernachten. Es kostete nur 60$ die Nacht für zwei Leute und es war die beste Nacht seit Wochen. Das Bett hatte eine richtig gute Matratze, eigene Dusche, eigener Fernseher, eigener Kühlschrank, achja, und jeder hatte übrigens sein eigenes Bett. Es war perfekt! Am nächsten Morgen ging es weiter zur Jobsuche. Der Caravan Par war noch geschlossen und so gingen wir zu einem anderen Caravan Park, am anderen Ende des Nests. Wir stiefelten die Straße entlang und trafen einen alten Bekannten aus Brisbane wieder. Er meinte, dass die Caravan Parks alle zusammengehören und alles Abzocke sei. Er sagte weiterhin, dass in GinGin, ein Dorf ungefähr zwischen Childers und Bundaberg, gute Chancen bestünden einen Job zu bekommen. Wir gingen trotzdem zu dem Caravan Park, um uns selbst ein Bild zu verschaffen. Sie sagten uns, dass es keine Jobs mehr gäbe und so entschieden wir nach einiger Zeit weiter nach GinGin zu trampen. Und ihr könnt es mir glauben oder nicht, aber das erste Auto hielt an und nahm uns mit. Es waren zwei andere Deutsche Backpacker. Nach einiger Zeit wollten sie plötzlich Sex von uns. Nee, nur Spaß ;-)

Nach einiger Zeit nahmen wir noch einen anderen Tramper auf. Dieser war Australier, er kam aus Perth und er wolle seinen Bruder in Cairns, genau gegenüber auf dem Kontinent, beuschen den er seit über 30 Jahren nicht gesehen hat und er war schon über 3 Monate unterwegs. Das nenn ich mal Besucherei! In GinGin angekommen suchten wir erstmal das örtliche Infocenter auf, denn es gab kein Hostel in diesen Ort! Die Grundlage eines Backpackers zum Übernachten! Die zwei netten älteren Leute im Infocenter gaben uns zwei Telefonnummern, doch beide Personen am anderen Ende der Leitung meinten, die nächsten Jobs gäbe es wahrscheinlich erst in drei Wochen, wahrscheinlich. Wir mussten wir uns umentscheiden, und wir wählten wieder Trampen und zwar diesmal nach Bundaberg, einer relativ großen Stadt für australische Verhältnisse. Diesmal dauert es ca. 10min bis uns jemand aufsackte. Es war eine ältere Dame aus England, die vor 25 Jahren nach Australien ausgewandert ist und sage und schreibe 8Kinder hat! Schwängerei Alter! Sie brachte uns direkt zu einem Hostel in Bundy, doch das war, wie uns alle sagten, voll ausgebucht. Wir suchten wieder das Infocenter, die uns eine Übersicht mit allen Hostels in Bundy gaben. Erst ruf ich ein Hostel an, dann Ben, dann ich und auf einmal: Bingo!! Ein Hostel mit freien Betten und die Dame am Apparat sagte uns, wir könnten direkt am nächsten Tag anfangen zu Arbeiten! Ende gut, alles gut(?!)

Tuesday, September 04, 2007 

RainbowBeach – Fraser Island

 

Ich und Ben waren zusammen nach Rainbow Beach gefahren und wir hatten im Vorfeld schon überlegt die Fraser Tour von dort aus zu machen und es waren für den übernächsten Tag zufällig noch zwei frei, so buchten wir und wir gingen in unseren FigTree(so hieß der Bungalow). Am späteren Abend, als wir alle beieinander saßen vernahm ich plötzlich „Ist es Die Da" von Fanta4 und ja, es war deutscher HipHop in einem australischen Hostel. Wie sich später rausstellte, war die Dame an der Rezeption auch eine Deutsche, war gar nicht mal so übel ;-) Am nächsten Tag machten wir erstmal „the Town" unsicher, was man dort locker zu Fuß machen konnte. Es waren gerade mal 5min bis zum Strand, direkt vorbei am Businessdistrikt vorbei(8Geschäfte oder so) und der Beach war nicht wirklich so der Bringer. Danach gingen wir einkaufen und wie in jeden kleinen Kaff in Australien sind die Lebensmittel extrem teuer – ne Packung Toast um die 3Euro. Zurück im Hostel bekamen wir eine Einweisung für Fraser, wie man sich bei Dingo-Kontakt verhält, das Geländefahren, nicht im Meer baden wegen Quallen, Jelleyfischen und Haien usw usw. Dann bekamen 220$ und sollten für die drei Tage einkaufen gehen. Zum Glück hatte unser Schweizer ein Auto, so mussten wir nicht das ganze Zeug in tausend Tüten Kilometerweit schleppen. Unsere Gruppe bestand aus 11 Leuten, 2Engländerinnen, 1 Schweizer, 1 Schwedisches Pärchen, 1 Däne, 1 Hölländer und insgesamt 4 Deutsche. Die zwei Engländerinnen haben das mit dem Einkaufen in die Hand genommen und ich unterstützte sie, da ich doch Erfahrung mit Verpflegungsfahrten von Bund hatte. Am nächsten Tag ging es dann mitten in der Nacht gegen 7Uhr los. Der Jeep, neuestes Modell, wurde von einen Australier mit „leichten" Slang gegen halb Acht gebracht und wir beluden den Karren mit Essen, Campinguntensilien und ein Rucksack von jedem. Dann ging es um die Frage wer fährt und erwähnte leicht, dass ich eine Spezialausbildung bei der Armee für so was hatte und schon war ich der Fahrer -  für alle drei Tage!!! ;-)

Dann ging es endlich los, nachdem ich meine Kreditkartennummer hinterlassen habe. Aber das war nur zur Absicherung, im Schadensfall hätte jeder blechen müssen. Wir fuhren Richtung Fähre und die letzten 100m waren Sand. Allrad war drinnen, ich hielt an und schon steckten wir fest. Ich hatte nicht an das Differenzial gedacht, dass man bei den alten Geländewagen noch an den Vorderrädern einschalten muss. Nach der Beseitigung des Problems ging es auf die Fähre und schließlich landeten wir auf Fraser. Auf Fraser Island gibt es wegen der Gezeiten und bestimmte Zeiten, bei denen man am Strand fahren darf, so musste ich etwas Gas geben, da wir schon etwas spät dran waren ;-) Sollte irgendwann jemand von euch auf Fraser gehen, dann fahrt den Jeep! Das ist jede Menge Spaß – wenn man sein Auto unter Kontrolle hat (wie ich ;-).  Die erste Station war Lake McKenzie, der im Landesinneren liegt. Ich muss noch eins erwähnen: die ersten zwei Tage hatte es in Rainbow die ganze Zeit geregnet und ab Fraser war das beste Wetter, was man haben konnte. Und dieses Wetter braucht man auch für Lake McKenzie, um ihn komplett genießen zu können. Der Sand, das Wasser, die Pflanzen rundherum, es war einfach alles perfekt. Wie man es von einer Postkarte kennt. Das Wasser, Süßwasser und ist superlecker, ist einfach nur klar wie in einem Pool und der Strand ist traumhaft weiß! Nach einer Stunde ging es dann weiter zur zentralen Campingstation, wo wir unser Lager aufbauten und danach das BBQ starteten. Nach dem Abendmahl sind die zwei Engländerinnen schlafen gegangen und der Rest von uns saß mehr oder weniger im Dunkeln, erzählten ein bissel und dann ging es ins Bett, denn am nächsten morgen ging es schon um7 oder 8 Uhr los. An diesen Tag stand ein Wasserloch oder so was in der Richtung auf der Liste, wo wir unser Mittag und Nachmittag chillig verbrachten. Die  Nacht verbrachten einige von uns betrunken vom Gune(der leckere Billigwein) am Strand, auch wenn es verboten aufgrund der Dingos. Am letzten Tag starteten wir perfekt zu unseren letzten Punkt, denn wir erwischten einen traumhaften Sonnenaufgang, der besser nicht hätte sein können. Auf ging es zu einen der nördlichsten Punkte auf der Insel, wo man (auf der größten Sandinsel der Welt) auf einen riesig hohen Felsen(?!) steigt und von dort aus entweder Selbstmord begehen kann oder seine Augen aufs Äußerste anstrengt, ins Wasser schaut und versucht HAIE zu beobachten. Wir sahen nach einer Stunde viele kleine Rochen, riesige Mantas, ne putzige Schildkröte, kleine Haie und mit ein bisschen Phantasie drei große Haie. Die Bilder von diesen Punkt aus sehen auch dementsprechend aus, mehr so die Art der Suchbilder. Auf den Rückweg zur Fähre, was fast zwei Stunden dauerte, passierten wir noch ein altes Schiffswrack, dass mitten am Strand liegt. Ist ein richtig gutes Motiv für ein Foto, aber nach 20 Fotos von jeder Seite, was dann eher einer Vermessungsarbeit glich, stiegen wir wieder in den Toyota und es ging zur Fähre. Auf diesen Weg gab es zum ersten Mal Beschwerden über meinen Fahrstil, der hinter mir auf den billigen Plätzen mitfahrenden Passagiere. Von wem natürlich, von den Deutschen natürlich – zu schnell! Zu schnell?! Nicht das die anderen, nicht deutsch sprechenden sich nicht äußerten konnten, für die war es einfach in Ordnung und die zwei Engländerinnen und die Schweden haben sich sogar bei mir bedankt für meine (geniale) Leistung am Lenkrad!! ;-)

Thursday, July 19, 2007 

Maroochydore-Noosa

Nach Brissy ging es dann weiter nach Maroochydore und als ich ausgestiegen war, habe ich gemerkt, mir fehtl doch ne Tasche?! Hat es auch, meine Essenstasche oder wie auch immer man das nennt. Pfeffer, Salz, Tomatensouce, Instantnudeln und ein bisschen Reis. Naja, war dann wohl weg. Im Hostel eingecheckt suchte ich erstmal Ben und Lars, denn die waren ja schon ein paar Tage zuvor dorthin gefahren. Als ich nach ihnen fragte, sagte mir der Receptionmann, ach die Deutschen, die sind bestimmt im Whirlpool und so war es auch. Da hab ich mich fix umgezogen und bin mit hinein gesprungen. Klasse Erfindung so ein Jakuzzi und dann noch in einem Hostel so was zu finden, hatte mich schon überrascht. Das Hostel war klein und jeder kannte jeden, das war recht angenehm nach dem riesen Hostel in Brisbane. Der Nachteil war allerdings auch wieder, dass dort nicht so viele „Veranstaltungen" waren wie in einem großen Hostel. Dennoch kauften wir uns erstmal Bier und sonstiges BBQ Zubehör wie Fleisch und Brot. Die Jungs wollten natürlich wieder das billigste Bier(scheiß Budget-Backpacker!) und was kam dabei raus?! Das war gar kein Bier! Das war wieder dieses hässliche Carlhton Daught oder wie auch immer diese Brühe heißt! Das Bier von dem Inzuchtstreffen bei dem Rugbyspiel mit einzigartigen 2,4% Alk drin! Naja, das Einzigste, was man davon bekommt, ist, das Bedürfnis ständig aufs Klo gehen zu müssen. Nebenbei machte ich schonmal Bekanntschaft mit dem BBQ- Grill. Ich drehte das Gas auf und ich muss dazu sagen, das wars bei den üblichen Grills in Australien bis jetzt auch immer… So wartete ich, nix passierte. Ich hob den Rost hoch und näherte mich mit einem Feuerzeug der Gasöffnung. Ich zündete das Feuerzeug und plötzlich zündete auch mein halber Arm und alle Haare an meinem rechten Unterarm waren weg, einfach weg. Es war eine schöne Stichflamme muss ich sagen, aber außer den Haaren und leichten Schmerzen an der Hand war alles OK! Ich hatte ja noch das Bier, mit dem ich mir die Schmerzen wegtrinken konnte. Am nächsten Tag haben wir uns Surfbretter ausgeliehen-kostenlos- und sind an den Strand gewandert. Die normalen Backpacker machen ja irgendeinen Learn-To-Surf-Kurs für 50 Dollar oder mehr, dass irgendein Aussie den das Surfen beibringt, aber so was brauchen wir nicht! Nach einer halben Stunde stand ich immer noch nicht und ich bin halb verzweifelt. Dann kam auf noch so ne Riesenwelle und ich wollte das Brett vor mich stellen, damit es das Wasser abblockt. Woher sollte ich aber wissen, dass die Welle so ne Menge Power hat und mir das Brett mitten ins Gesicht auf die Nase haut???! ;-) Nachdem ich dann meine ganze Dummheit ausgespielt hatte, probierte ich es weiter und plötzlich konnte ich auf der Welle reiten, zwar nicht stehend, aber es war schon mal ein cooles Gefühl. Nach und nach wurde ich besser und dann war es soweit: Ich surfte!! Das ist schon nicht schlecht, wenn es dann endlich klappt! Einfach genial! Als wir dann aus dem Wasser waren spürte ich plötzlich Schmerzen auf dem Bauch und der Brust und ich wusste nun warum die Surfer immer ein Surfshirt tragen, denn immer wenn man auf dem Brett liegt und der Welle folgt, reibt man ja die Haut auf dem Brett hin und her und das tut ganz schön weh muss ich sagen. Drei Tage später ging es dann weiter nach Noosa.

Koala-Beach-Resort hieß unser neues Hostel. Den Beach konnte ich erstmal nicht finden, zu dem musste man nämlich 10min laufen und eine Nacht war auch schon fast hinterher geworfen – 27$ für eine Nacht!! Die normalen Preise sind meistens 23Dollar und selbst Sydney war günstiger. Das Zimmer war ganz Ok, eigenes Bad mit Toilette war schon richtig gut und dann sind wir in die Küche und die war dann wieder fürn Arsch. 8Kochplatten für 140 Leute und keine Fenster bzw. ne Dunstabzugshaube. Noosa ist ein recht kleines Dörfchen, aber an der Explanade, als an der Straße am Strand, waren zich teure Restaurants, Hotels und Designerläden, also mehr was für reiche Leute. Wir haben dann noch einen Ausflug in den Nationalpark von Noosa gemacht und der war sehr schön und in der Ferne konnte ich auch Delfine entdecken und der Park selbst hat richtig schöne Vegetation. Viel mehr muss ich über das Nest auch nicht verlieren, schick, muss aber nicht sein.

Friday, June 29, 2007 

Nach langer Zeit mal wieder was Neues. Also nach Sydney ging es weiter nach Coffs Harbour  und Ports Maquarie. In Coffs Harbour konnte man kostenlos Kanus ausleihen, was Ben, Lars und ich natürlich nutzten. So schleppten wir das doch recht leichte Kanu 200m über eine 4 spurige Straße, durch ein Gebüsch, bis wir schließlich am Fluss angekommen waren. Um nicht zu vergessen, es waren sicherlich 35Grad und unser Bier hatte gute 10Grad. So paddelten wir uns den Fluss hinauf und genossen die wunderschöne Landschaft. Es war echt klasse, überall ein bisschen Urwald und komische Vogelschreie, es hatten echt nur noch die Affen an den Bäumen und die Krokodile gefehlt, doch es gab zum Glück keine Krokodile dort. Nach circa zehn Minuten waren wir schon etwas erschöpft und genossen erstmal, neben der Landschaft, unser angenehm gekühltes Bier. Danach dachte ein schlauer Mitfahrer in unserem Boot, er könnte eine Büchse Bier in den Fluss „legen", um es so besser kühlen zu können, doch bevor ich es sah, war auch nichts mehr so sehen, denn da war das Bier schon auf Grund gelaufen. Danach ließen wir uns flussabwärts treiben und haben noch drei riesige VÖGEL und tausende winzige Krebse auf einer kleinen Insel auf den Fluss gesehen. Am Abend, so sagte uns der Rezeptionist, wäre ein Jahrhundertspiel-Rugby, dass niemand verpassen sollte, das im Fernsehen übertragen wird, wo 15 000 Zuschauer erwartet werden und und und. So dachten wir uns, gehen wir mal hin. Nachdem wir wieder ordentlich Gune und Bier in uns hatten wurden wir zum Stadion gefahren, ich bin mir nicht ganz sicher, aber der Fahrer saß zuvor mit uns am Tisch und hatte ein Kleinigkeit Alkohol verköstigt. Später fragte ich ihn deswegen, doch es waren nur zwei Bier- da war ich erstmal beruhigt. Hätte ja auch Cola sein können. Jedenfalls kamen wir am Stadion an und es gab überall Einweiser, ich dachte mir, hier geht's ja ab wie bei SMS. Dachte ich. Im „International Stadion" angekommen saßen die ganzen Familien(vielleicht war es auch nur eine) an den Seiten auf dem Rasen, manche hatten einen Klappstuhl bzw eine Decke dabei. Wir nicht. So saßen wir da, es gab ein kleines Vorspiel City vs. Country( das Hauptspiel hieß übrigens genauso) und wir genossen die Stimmung, wo keine war, so besorgten wir uns erstmal Bier. Ich trank das Bier und dachte, mhh, schmeckt nicht wirklich wie Bier, es war Darghtlon Mid oder so ähnlich, mir sage und schreibe 2,4% Alkohol. Ja, das hat schon ganz schön reingehauen. Als ich mir also dieses Getränk einflösste, konnte ich mir nebenbei mal so die Menschen anschauen. Ich war mir nicht ganz sicher, aber ich glaube die betreiben da Inzucht. Aber nicht normale wie wir das in Deutschland aus Lauscha kennen, nein, ich glaube die sind alle mindestens zweimal miteinander verwandt, weil so wie die Gesichter aussahen, nee. Nicht so der Bringer. Dann endete endlich das Vorspiel und drei Mädels begannen so zu singen, Country-Music. In Deutschland hätte man sich da betrinken können, aber mit 2,4% geht das schlecht. So ließ ich auch das über mich ergehen und die restlichen Zuschauer(max.3Tausend) ebenfalls. Danach begann das Spiel der Spiele. Die eine Mannschaft machte gerade mal ein Tor und das war dann auch schon der Höhepunkt des Spiels. Die Zuschauer waren echt für'n Arsch. Null Stimmung, da ist in Lichte bei den F-Junioren um 9Uhr am Kirmessonntag mehr Stimmung. Naja, genug Worte dafür verloren, aber das zeigte mir, dass nicht alles in Australien schön sein kann. In Ports Maquarie, um zu den schönen Sachen zurück zu kommen, haben wir das erst Koala-Hospital Australiens besucht und gingen natürlich zur Fütterungszeit dorthin. Die sahen echt putzig aus und ich wollte mir eigentlich auch einen kleinen mitnehmen, doch man konnte sie nicht mal in den Arm nehmen. Das war etwas schade, doch lustig sind die Viechter schon. Um noch mal zu den Straßen zurückzukommen, die meisten Straßen in Australien sind entweder vierspurig oder einfach nur gigantisch breit, selbst in den kleinsten Nestern sind die Megabreit, die haben einfach viel zu viel Platz. Richtige Autobahnen gibt es nicht, war ja auch nicht Deutsch, und der Highway 1, der um den ganzen Kontinent geht, ist einspurig an den Stellen, an den ich bis jetzt entlang gefahren bin. Bisschen komisch. Danach ging es weiter nach Surfers Paradise, alleine, weil Ben und Lars auf ein Kifferfestival nach Nimbim sind und ich mich mit jemand in Surfers treffen wollte. Als ich in Surfers ankam dachte ich hui, der Strand 30km lang oder noch länger und überall gigantische Wolkenkratzer. Es sah zwar alles recht künstlich aus, aber irgendwie hat es schon etwas gehabt. Ich würde es am besten mit Rimini in Italien vergleichen. Ist recht ähnlich, viele Badestrände, Discos, Clubs und Einkaufsmöglichkeiten und dazu kommen in Surfers noch verschiedene Themenparks, die ich aber nicht besucht habe. Ich war leider nur wieder shoppen und hab mir ein paar schicke Surfershorts gekauft-gehört ja schon irgendwie zu Australien, deswegen habe ich regelrecht gefühlt gezwungen etwas in dieser Richtung zu kaufen. Dann war ich noch mit meinen Zimmerkollegen aus Brasilien und Holland abends am Strand und wir haben uns zwei Flaschen Wodka zu viert reingezogen, was ich schon etwas heftig fand. Dann gesellte sich noch ein Australier dazu, der mir schon von Anfang an etwas komisch vorkam. Aber ich dachte mir, lässt ihn erstmal dazugesellen. Wir saßen dann zusammen, haben miteinander erzählt usw. und dann wechselte er irgendwie das Thema und meinte, dass er schon sehr gerne andere Leute beim Sex beobachtet und ich dachte mir, mhh, ja, wieso nicht, hat ja jeder seine Vorlieben, ich spiel ja auch gern Fußball. Dann dehnte er dieses Thema aus und ich bin dann mit der einen Brasilianerin und den Holländer zurück ins Hostel und die Anderen haben noch ein Weilchen mit dem Kaputten am Strand verweilt. Was ich dann noch komisch fand am nächsten Tag war, als ich durch die Einkaufsstraße gelaufen bin und mir die City noch ein bisschen angeschaut habe, denn da lag ein Typ ohnmächtig auf dem Boden und die Polizei stand auch schon daneben. Wohl gemerkt: stand daneben. Die haben sich nicht wirklich um den Typen gekümmert, keine stabile Seitenlage oder so was, er lag so dort, wie er umgefallen war. Der Krankenwagen war auch schon angefordert und es dauerte mindestens ne 15 Stunde bis er kam- und das mitten in einer Stadt wo das eigentlich in 5 Minuten der Fall sein sollte. Natürlich standen drum herum zich andere Leute und haben aufgepasst, wie er da so rumlag- ich auch- auf Grund des Gruppenzwangs. Fand ich schon etwas komisch diese Angelegenheit, da kann man sich sicher sein, dass einem gleich geholfen wird, falls es nötig sein sollte. Naja, dass war dann der Start für Queensland, der Sunshine State von Australien.

Saturday, May 19, 2007 

So,

der erst Blog zu Australien. Mittlerweile bin ich schon etwas länger als eine Woche in Down Under und es gefällt mir immer mehr muss ich sagen, obwohl der Anfang nicht ganz so toll war. Im Flughafen in Sydney hat mich die Tussi von dem Einwanderungsschalter erstmal dumm angemacht, nur weil ich die Adresse vom Hostel nicht am Mann hatte. Sophia oder so hieß die, und sie war nicht mal hübsch. Dann haben zwei stämmige Damen die zwei einzigen PCs im Flughafen ne Stunde blockiert und es hat geregnet. Auf ging es ins Hostel mit der U-Bahn. Das Hostel lag übrigens in Kings Cross, das ungefähr so als hätte man eine Jugendherberge in der Herbertstraße(?!) in Hamburg. Nachdem ich mich lebend und mit all meiner Kleidung an den Frauen und ihren Dienstleistungen gekämpft habe war ich im Hostel. Ach, es regnete übrigens immer mehr. Im Hostel bekam ich erstmal ein Handtuch von einer hübschen Frau die wie Kylie Minogue aussah und ich ging aufs Zimmer. Eine Holländerin, eine Irländerin und ein Deutscher. Am nächsten Tag merkten wir erstmal, dass wir schon bei Studivz miteinander geschrieben haben. Man wird es mir zwar nicht glauben, aber den ersten Tag in Sydney hab ich nur im Hostel verbracht, aber was soll ich machen, wenn es nur regnet. Es hat glaub ich die ersten drei Tage geregnet. Als es endlich schöner wurde, machten wir einen kleinen Spaziergang zum Botanischen Garten mit gigantischen Kolonie an Flughunden- mitten in der Stadt!- zur Oper von Sydney und zur Harbour Bridge. Zwischendrin bekamen wir noch zwei verschiedene Reiseleitungen, die uns Infos zur Geschichte, Sehenswürdigkeiten und vielen sinnlosen Zeug gaben. Einfach immer nur „yeah", „oh, real?" und „wou" sagen, weil irgendwann war es einfach zuviel Gelaber, aber die Leute waren sehr nett und haben uns immer geholfen-und sie haben uns angesprochen. Wieder im Hostel wollte ich erstmal die Deutsche Flagge hissen, weil zu 50% Deutsche in dem Hostel waren. Das hatte natürlich viele Vorteile zwecks Bankkonto, Steuernummer und Handy usw. Obwohl das mit der Aktivierung von der Prepaid-Karte gar nicht so einfach war. Am Anfang von der Aktivierung war noch ein Computer am Telefon, doch am Ende eine echte Person!! Diese nette Dame(zumindest am Anfang) musste vieles oft wiederholen und ich hab dann wieder aufgehört zu zuhören und einfach immer nur „yeah, yeah" gesagt. Plötzlich kam von ihr „What?" und ich auch „What?" und dann gab sie mir zwei mal zehn Nummern oder so, die ich soweit ich sie verstanden hatte aufgeschrieben habe und dann hat sie mir ein Passwort für irgendetwas gegeben, keine Ahnung für was und am Ende fragte sie „Can i help you with anything? – musste sie natürlich wiederholen und ich „No,no. You helped me enough!" und dann bedankte sie sich für meinen Anruf in einen ganz komischen Ton. Ich glaub sie war etwas gereizt und genervt – bestimmt Stress am Arbeitsplatz. Allgemein alle Sachen, die ich gleich am ersten Tag erledigen wollte, verzögerte sich um fünf Tage oder mehr, weil ich einfach keine Lust hatte. Bei der Bankkontoeröffnung schaute die Dame in meinen Reisepass und fand keinen Stempel, dass ich in Australien eingereist bin. Sie sagte, warten Sie einen Moment und ich komm gleich wieder. Ich hatte schon Angst die Polizei kommt gleich und verhaftet mich, weil ich unerlaubt eingereist war, doch sie wollte dann zum Glück nur mein Flugticket. Am Donnerstag ging es in die Blue Mountains, die etwas außerhalb von Sydney liegen und mehr was für Naturfreunde sind. Ich bin natürlich einer, so bin ich mit. Das Wetter war perfekt, konnten wir schön drei oder vier Stunden am Fuße der Blue Mountains entlang laufen… . Leider waren nicht alle wirklich fit. Wir waren zu Fünft und nur ein Mädel und ich waren wirklich fit und die anderen riefen keuchend „Warten, wartet" bitte hinterher. Naja, alleine wäre es wahrscheinlich schneller gegangen und auf dem Weg konnte man eh nichts sehen außer wildes Grünzeug um einen herum, obwohl zwischendrin ab und zu mal schöne Wasserfälle waren wo wir natürlich stoppten. Wir hatten auch ein paar Leute dabei, die gerne Urwälder, Wasserfälle und Klippen vermessen. Ich glaub die haben um die 500 Fotos in den drei Stunden gemacht, wenns schä mocht. Doch als wir dann wieder 600 Stufen nach oben steigen mussten und ich um die eine Kurve zu dem Aussichtspunkt gekommen bin, ja, das war schon ein schickes Gefühl und der Ausblick war der Hammer, dann hab ich gemerkt, das sich die ganze Lauferei gelohnt hatte. Ich genoss es erstmal den schönen Ausblick und was machten unsere Vermessungstechniker. Sie vermaßen erstmal die Berge, die Wolken und die Luft. Das hab ich dann allerdings auch gemacht, weil der Blick wirklich unbeschreiblich war. Wir kamen dann noch zu den den „Three Sisters" was eigentlich die Hauptatraktion in den Blue Mountains ist. Drei Schwestern wurden angeblich vor vielen Jahren dort versteinert. Egal, es waren jedenfalls drei größere Steine an der Klippe der Blue Mountains, wo am Fuße der Urwald war. Aber versteht mich nicht falsch, die Leute waren insgesamt trotzdem alle ganz cool und wir hatten unseren Spaß ;-)

Abends sind wir öfters in Pubs. In dem einen war ne Karaoke Show und ich war dann ganz schön angetrunken. Ich hab dann mit Leuten aus Alaska, Kalifornien, England … gesprochen. Waren alle in Ordnung und so voll wie ich. Das hab ich dann auch gemerkt als ich mich die Tussi aus Kalifornien angelabert hat. Ich konnte sie am Anfang auch ganz gut verstehen und sie war ganz in Ordnung( ;-) ) und als ich ne Stunde später wieder zu ihr bin, war es bei ihr und bei schon etwas dunkler. Ich versuchte mit ihr zu reden, doch irgendwie waren immer unsere Köpfe dazwischen. Die hatte nen ganz schön harten Kopf. Ich bin dann einfach wieder weggegangen ohne was zu sagen. War eben schon recht dunkel draußen ;-) Am nächsten Tag war Anzac Day, ein Feiertag bei denen die Australier feiern, dass die Engländer im ersten Weltkrieg die Türken besiegt hatten- soweit ich das verstanden habe. Würden das die Deutschen machen… nur als Beispiel. Und ich glaub den Australiern ist es egal, was da für ein Tag ist. Es sind glaub ich alle ab 15Uhr in die Pubs und haben sich die Kante gegeben, denn als wir abends in ein altes irisches Pub in den hinteren Gassen von the Rocks gegangen sind, waren alle granatenvoll. Irgendein Typ war am Klavier und eine ältere Dame war am Mikro. Naja, da ich noch nicht kurz vor der Rente bin, machte ich den Vorschlag zu gehen. Zwei gingen mit und der Rest blieb und versteinerte wahrscheinlich. Am nächsten Tag schrieb ich bei Myspace nen PR Mann von einem Club aus Sydney, der mich dann glücklicherweise auf die Gästeliste schrieb. In diesen Club bin zur Sicherheit mal alleine gegangen, zwecks Clubtauglichkeit usw. Als ich gegen Elf dort war, war der Club recht voll und die Leute waren auch schon wieder alle total dicht. Entweder vertragen sie nicht viel oder sie haben zuviel Kohle. Am beliebtesten ist natürlich ein deutsches Getränk – Jägermeister! Die gehen hier voll ab, wenn du das Wort auch nur in den Mund nimmst. Crazy people eben.

So, das ist erstmal genug und ehrlich gesagt komm ich auch kaum noch hinterher mit dem Schreiben, weil alles so schnell geht und man soviel erlebt, aber keine Angst, das Wichtigste notier ich mir ;-)

Friday, April 27, 2007 
Moin,
so,endlich komm ich dazu den letzten Tag von Tokyo festzuhalten.

Am dritten Tag musste ich ziemlich früh raus, da ich noch ein straffes Programm bis 15 vor mir hatte, so hatte ich meinen Wecker auf um Sieben gestellt, damit ich pünktlich Acht munter war, um den Tag zu beginnen. Also ging es los zur U-Bahn, diesmal konnte ich noch etwas die RushHour miterleben, sodass es etwas sehr sehr eng wurde. Ausgestiegen bin ich dann in Yoyogi. Das erste Ziel war der Meiji-Schrein, der wohl bekannteste Schrein in Tokyo. Es ist dort eine gigantische Parkanlage und vergisst total, dass man mitten in einer Millionenmetropole ist, man denk eher, man befindet sich im Dschungel. Die verschiedensten Pflanzenarten,Bäche und kleine Wasserfälle waren schon recht beeindruckend. Auf dem Weg zum Schrein durchquerte man ewig hohe  geschwungeneTore aus Holz wie man sie aus asiatischen Filmen usw kennt. Der Schrein selbst war ganz ok, Kultur eben, aber ich sehr interessantes gefunden hatte, war eine Hütte an der Wunschtafeln hingen. Für 3Euro circa konnte man sich eine Tafel kaufen und drei Wünsche draufschreiben. Ich laß mir ein paar durch und es standen eben Sachen wie Weltfrieden, Glück und Geld auf den meisten Tafeln-soweit nicht wirklich komisch, doch sah ich eine Tafel auf der in Englisch stand: Ich wünsche mir eine Pistole mir vollem Magazin, dass nie leer wird. Entweder ein begeisteter Schusswaffensportler oder amerikanischer Schüler. Der Name stand leider nicht dort. Naja, ich hatte wichtigeres zutun. Weiter ging es in den Yoyogi Park, welcher sehr schön ist. Es liefen dort hunderte von Joggern herum. Was lustig daran war, die eine Gruppe lief bestimmt zehn Minuten neben mir her und machte, wenns hochkommt, 1m gut. Diese Extremsportler sahen auch dementsprechend aus, aber was zählt ist ja der Wille! So, das war erstmal genug Kultur. Weiter ging es wieder nach Haraijuku. Ich wollte noch ein paar schicke Sachen einkaufen, doch die Geschäfte öffneten erst gegen 10Uhr, sodass ich nochmal ein Meeresfrüchtefrühstück machte. Frisch gestärkt ging es an die Arbeit. Durch die zich Läden in den Straßen fiel die Auswahl recht schwer, doch ich hatte nicht mehr viel Zeit, so ging ich total spontan in irgendeinen rein. Und ich denke, es war der richtige für mich und den Besitzer des Ladens, denn als ich den Laden verließ war ich knapp 20 000Yen ärmer und der Verkäufer rund 120 Euro reicher. Aber die Klamotten sind der Wahnsinn, sowas bekommt man in Deutschland nirgends - einfach genial. Doch eine Hose fand ich leider nicht, weswegen ich eigentlich Einkaufen war ;-) Zurück im Hostel packte ich meine Sachen und einen Smalltalk mit einer der dort ansässigen Reinigungskräfte. War eine der hübscheren Tokioterinnen. Das Hostel allgemein war übrigens sehr gut. Sauber, sicher und perfekt gelegen. Und kostenloses W-Lan. Da ich nun noch knapp über ne Stunde Zeit hatte, ging ich nochmal in den Yoyogi Park. Wieder mit ein paar Statuen, traditionellen Gebäuden usw. Kann man schlecht beschreiben, war auf jedenfall sehr schön anzusehen, vor allem die Kirschbaumblüten-ganze Wegränder sind damit im April geschmückt. Und ein gigantischer See gehört zu den Park, was einfach nur wieder beeindruckend ist, da es ebenfalls mitten in der Stadt ist. Tokyo war insgesamt ziemlich perfekt. Ich dachte am Anfang, dass es ja nur eine gigantische Stadt ist, wofür drei Tage locker reichen, doch am Ende hab ich mich glaub ich ein bisschen verliebt und die Tage sind dort viel zu schnell vergangen, wie alles eben. Naja,...
Weiter ging es zum Flughafen und insgesamt knapp 15Stunden Flug von Tokyo nach Christchurch-Neuseeland, nach Auckland-ebenfalls NZ und dann Sydney. Auf dem Flug von Tokyo nach Christchurch hatte ich zwei nette Koreaner aus Korea neben mir sitzen. Als unsere Flughöhe ereicht hatten, konnte jeder für sich einen Film schauen, als das der Koreaner neben mir sah wollte er es natürlich auch, aber die Menüführung war komplett in Englisch und er bat mich es ihm einzustellen. Ich wusste am Anfang allerdings nicht, was er so richtig von mir wollte, erst Film, dann doch nicht, dann Radio, dann doch wieder Film. So suchte ich nach einen Film in Koreanischer Sprache, bis ich nach einer halben Stunden endlich einen fand. War sogar mit Koreanischer Sprache, nicht nur Untertitel,  dafür mit englischen und chinesichen Untertitel, was er mir sehr lange erklärte. Netter Mann, er war dann überglücklich wie ein kleines Schulkind und ich konnte meine Film weiterschauen. Doch dann wollte seine Frau auch noch einen Film sehen, wobei sie viel einfacher war, sie brauchte nur das Bild und keinen Ton dazu. Auch nicht schlecht. Nach Stunden kam ich in dann auch mal in Sydney an, wo es regnete und ich Richtung Hostel machte. Der nnächste Teil kommt soon.
Ahoi

Monday, April 23, 2007 
Servus,
was ich beim ersten Tag vergessen hatte. Jetlag - das ist was für Weicheier, die nicht bis Mittags durchfeiern können ;-)
So, jetzt noch etwas über die Japaner selbst. An fast jeder Ecke von öffentlich Plätzen wie Kreuzungen oder Bahnhöfen stehen Leute, ich denk mal Studenten ;-) die Taschentücher und Mundschutz verteilen. Die Mundschützer haben mich am anfang schon etwas verwundert, doch es hilft eben der Hygiene, jeder der krank ist und es deswegen tragen will tut es, oder eben weil es oft sehr gut in Tokyo riecht. Wobei ich der zweiten Sache wäre. Die meisten stinken. Wenn man mal Parfüm riecht, dann ist das schon eine Seltenheit wie ein Pinguin am Nordpol oder ein Eisbär am Südpol. Es gibt schon hübsche Japanerinnen, doch interessiert einen die eben genannte Detail nicht, dann darf man auch nicht auf die Gangweise der Japanerinnen achten, denn bei vielen sind die Schuhe oft zwei Nummern zu groß, damit sie so laufen wie sie eben laufen. Das ist eben so bei denen - hab ich aus 10.Hand(Händen) erfahren - das deswegen so, damit sie etwas dümmlich, besser gesagt tollpatschich erscheinen - für die Männer natürlich(die wissen eben was sich gehört ;-)) Späßle. Jedenfalls, ist das auch nicht weiter von Bedeutung, dann muss man noch warten bis sie den Mund öffnen. Nein, die Sprache, die Zähne. Bei vielen sind sie nicht nur schief und krumm sondern auch noch etwas verfärbt. Vielleicht haben die es nicht so mit der eigenen Hygiene. Doch sie nehmen eben Rücksicht auf andere, zum Beispiel eben die Mundschützer. Man findet auch sehr selten einen Mülleimer auf der Straße-auf dem Gehweg besser gesagt. Ab und zu sieht man mal an Häuser ein ca.7cm großes Loch und dort kann man seinen Müll loswerden, wenn er denn reinpasst. Auch die Menschen sind sehr nett. Ich stand an der Kreuzung und schaute auf meinen Plan, dann kam ein Tokioter an und hat gefragt, ob er mir helfen kann. Dann hat er mir den Weg auf der Karte erklärt und hat mich zur nächsten U-Bahn geführt. Das ist mir mehrmals passiert, der eine war Geschäftsmann und hatte es eilig, ich musste zu einer Bank, dann hat er wegen mir die Richtung gewechselt und hat mich hingeführt, der andere war Arzt-so wie er aussah- und ich suchte einen bestimmten Platz. Er ist bestimmt fünf Minuten mit mir durch die Gegend gelaufen, echt klasse, aber das waren die Japaner ja schon immer ;-) Dann noch ein Wörtchen zu den Japanischen Männern. Das ist fast jeder, bis auf die Obdachlosen, komplett durchgestylt. Je nach Style eben mit Anzug oder der neuesten Fashion von Japan. Die sehen kleidungstechnisch ganz gut aus. Laufen tuen sie auch ganz normal, doch auf mehr habe ich dann net geachtet.
Am zweiten Tag habe ich mich gegen eins auf den Weg gemacht, um mich wieder mit den bayrischen Mädels zu treffen, doch davor hab ich noch schön in einem französischen Laden Frühstück gemacht. Ich wollte einen Kakao, doch bei den Japanern wird wahrscheinlich das A mit dem O getauscht, am Ende habe ich dann einen Kokoa bestellt. Dann ging es weiter nach Shimbashi-wischiwaschi oder so. Dort habe ich mich wieder mit den Mädels getroffen, wir sind dann an den Hafen gefahren und haben eine Hafenrundfahrt gemacht. Krasser Ausblick sag ich nur und man fährt unter der Rainbow-Bridge durch-sehr schick. Wir sind mit der Fähre nach Odaiba gefahren, einen Rieseninsel, weiß garnet ob die künstlich war oder nicht. Dort gibt es unzählige riesige Gebäude, einen künstlichen Strand und natürlich wieder viel zum Einkaufen. Und was ganz lustiges, zwischen den Hochhäusern ein Wedding Center Village zum Heiraten, viele kleine süße Häuse wie die Kirchen in Las Vegas. Ein bisschen kaputt im Kopf würde ich sagen, aber egal... Dann ging es weiter nach Harajuku, einem Viertel der Mode nenne ich es mal. Dort gibt es die verrücktesten Leute, die stylischten und und und. Dort gibt es die neueste Mode für junge Leute von jungen Leute, und daneben große Kaufhäuser und in einem davon ist auch der größte Prade-Store der Welt, da bin ich allerdings nicht rein. War mir zu Discountmäßig. In Harajuko haben wir auch lecker Crepes gegessen. Es gibt dort Crepes mit Eis,Bananen,Schinken,Salat,alles zusammen.... . LECKER. Danach sind wir noch ein bisschen Spazieren gegangen und es ging wieder nach Hause, diesmal ganz normal.
Monday, April 23, 2007 
Konnichiwa,
so, jetzt hab ich endlich mal Zeit gefunden, um über meinen ersten Halt zu berichten.

Als ich am Donnerstagmorgen in Tokyo-Narita angekommen bin war es ca.um 9, so genau weiß ich das leider nicht mehr, da ich dank Lufthansa die meiste Zeit während des 12h Fluges Rotwein getrunken hatte-war übrigens sehr lecker ;-)
Dann hab ich mich auf den Weg zum Hostel gemacht. Mit einer süßen Bahn bin ich rund 90Minuten vom Flughafen in Tokyos Innenleben gefahren. Es hat mich ein kleinwenig erschlagen muss ich sagen, doch viel Zeit darüber nachzudenken hatte ich garnicht. Man wird automatisch in den ganzen Fluss und Strom mit hinein gezogen-wie ein Fisch in einen riesen Schwarm. Zug, S-Bahn, U-Bahn( wie in Lichte eben) - ich weiß garnicht mehr wie ich das alles geschafft habe. Es hate jedenfalls geklappt und ich hatte mich nur einmal um 50m verlaufen. Das Hostel war richtig gut, sauber,W-Lan,ein schickes Bett, mehr brauchte ich ja net. Ich habe die drei Tage mit keinen einzigen auf meinem Zimmer gesprochen, weil ein drittel nicht da war,ein drittel geschlafen hat oder ich eben mal geschlafen habe. Waren glaub ich Finnländer dabei oder so, ist ja auch egal. Dann habe ich mich gleich mal auf den Weg zum Rathaus gemacht, da es dort Hilfsmittel für Deutsche gab wie Stadtplan usw. Auf dem 43.Stock des Rathauses kann man übrigens für nix sich einen Teil von Tokyo anschauen und sich erstmal einen leichten Eindruck davon holen wie groß diese Stadt eigentlich ist. Ganz wird man die Stadt auch nicht bei wolkenfreiem Himmel sehen, weil sie einfach zu groß ist-mit Vordörfern usw glaube ich 18Millionen Einwohner. Und da sagen manche Berlin Wäre groß ;-) Ich habe mir dann noch ein paar kleine Parks und Einkaufsstraßen in Shinjuku angeschaut. Überall Werbung,alles bunt, einfach alles in allen Mengen. Wahnsinn. Am Abend habe ich mich dann mit fünf netten Damen aus München getroffen, die in Tokyo für fünf Wochen auf eine Schule für Mode gehen und die nächstes Jahr ihr Diplom schreiben-viel Gück. Melanie-eine der Fünf- hat mir gemailt, wir treffen uns an der Kreuzung in Shibuya. Wer schonmal Tokyo-Drift gesehen hat-der Drift durch die Menschenmassen bei der einen Verfolgungsjagd. Diese Kreuzung ist genauso verrückt wie die ganze Stadt. Aus acht Richtungen laufen die Menschen über die Kreuzung-mit einmal, keiner stößt den anderen weg oder so, es funktioniert einfach alles. Das muss man echt mal gesehen haben. Voll die Kreuzerei Alder ;-) Tatsächlich haben wir uns am Starbucks treffen können, was ich nicht gedacht hätte. Danach sind wir in ein richtiges Nobelrestaurant gegangen. Ich habe Seeigel gegessen-lecker und schick- und die Mädels haben ganz japanisch Rissoto und Pizza gegessen. Die Pizza hat übrigens besser geschmeckt als in Deutschland. Ich schätze mal am Anfang haben die Kellner gedacht, dass wir nur arme Schlucker sind, die nichtmal Wein trinken und sie nichts verdienen, doch sie haben nicht mit dem Deutschen Magen gerechnet. Wir haben insgesamt dreimal Essen bestellt. Und alles war lecker. Ich hatte dann noch Nudeln mit Kaviar vom fliegenden Fisch gegessen...mhhhh. Das Restaurant hatte zum golden-verspiegelte Wände, ein drei Meter hohes und drei Meter Breites Aquarium an der Wand stehen, worin die Außergeöhnlichsten Fische waren und drei kleine Haie. Die Preise waren gut für das was man geboten bekommen hat. Ich habe für Essen und Wasser-das ständig nachgeschenkt wurde um die 25Euro bezahlt. Nach dem Essen begann das erste krasse Abenteuer. Meine Freunde aus München kennen sich ja mit der U-Bahn usw aus, da sie ja schon drei Wochen dort wohnten. Sie haben mich zu der Bahn geschickt, dort bin ich auch angekommen, doch ich muss dazu sagen- zwischen 1 und 5 in der Nacht fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel und es war schon 0.20 und auf meiner Strecke ist ab 0Uhr schon nichts mehr gefahren-konnten die Mädels ja net wissen-leider. Super dachte ich, ich hatte nämlich auch keine Yen mehr in der Tasche. Ich war am anderen Ende der Stadt, 35min U-BahnFahrt wäre es gewesen, zu Fuß vier Stunden würde ich mal sagen. So bin ich erstmal raus, hab mir von dem U-Bahn Kollegen mein Geld für das nicht genutzte Ticket wieder geben lassen. So stand ich dort mit meinen 170 Yen, etwas mehr wie ein Euro. Taxi fiel auch weg, da sie ab 23Uhr 30% mehr kosten, kein Englisch können, ich zu einer Bank mit Visa oder Maestro gemusst hätte und die Fahrt am Ende bestimmt 80 Euro gekostet hätte. Ich nahm mir meinen Plan vor, und dachte, nimmst die Bahn, die dich zumindest ein bisschen in die Richtung von meinem Hostel bringt. Ich fand eine,es war die letzte dieser Rundstrecke und die Türen Schlossen direkt nachdem ich eingestiegen bin,saß in der Bahn und war glücklich. Die ersten 10Min, denn dann stoppte die Bahn und alle stiegen aus,doch ich wollte nicht. Denn ich war immer noch über 20min von meiner Station entfernt und es war 10 vor eins. Ich fragte jeden Japaner und Bahnangestellten, doch keiner konnte mir helfen. Ich schaute wieder auf den Plan, fand eine Bahn die von der gleichen Station abfuhr. Ich rannte, recht schnell möchte ich sagen. Ich sah die Bahn,ich sah die offenen Türen, dann war ich drinnen. Ein weinig Glück hatte ich da denk ich mal. Ich bin dann am Ende circa 2km von meinen Hostel entfernt ausgestiegen und den Rest gelaufen. Ich war der einzigste auf der Straße. Ab und zu mal ein Auto und an jeder dritten Kreuzung war eine Baustelle. Was daran lustig war,einer oder zwei arbeiteten und ein dritter stand daneben mit einer Warnweste und einer Leuchte, mit der er die "Massen an Touristen" vorbeileiten konnte. Endlich war ich im Hostel ging schlafen...endlich

Zusatz:
Ich hatte ja gesagt, dass ich kein Geld mehr hatte, bis auf den Euro. Damit hatte ich mir eine neue Karte gekauft, welche nur bis zur nächsten Station gegolten hätte. Es wird immer erst nach der Fahrt von Automaten geprüft, ob alles ok ist oder ob man nachzahlen muss. Doch dank der Mädels habe ich einen Trick gelernt. Läuft man ganz dicht hinter einer Person durch das Drehkreuz/Durchgang wo man seine Karte reinsteckt, dann passiert entweder nichts,wenn man nahgenug an der Person ist, es piept und man zahlt nach oder man muss schnell sein. Ich sah den einen Mann vor mir, hab mich an seinen Arsch gehangen und bin mit durchgelaufen ohne meine Ticket in die Maschine zu stecken und es passierte nichts. Danke :-)