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Lucien St. John



Last Updated: 9/4/2009

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Sunday, November 09, 2008 

Current mood:  blah
Das Mädchen schrie laut auf und versuchte verzweifelt ihren Fuß aus dem Griff zu lösen. Doch war sie einfach viel zu schwach. Ein ekelhaftes Brechen der Knochen ging durch den gesamten Bus als dem Mädchen der Fuß herausgerissen wurde und der Arm mit dem Stumpf wieder unter dem Bus verschwand. Basti brüllte Florian zu, das er so schnell wie möglich aus dem Bus springen sollte um den Zombie zu killen. Er schnappte sich eine von Bastis Waffen und verließ den Bus. Basti rannte zum Hinterfenster um zu sehen ob noch mehr von den Untoten draussen seien. Währenddessen versuchten die anderen Insassen das Mädchen erst zu versorgen und Ihr den Fuß abzubinden. Doch es war zu spät. Sie war schon verblutet. Basti sah wie in einiger Entfernung einige Zombies über einer anscheinend schon toten Person knieten und sie ausweideten. So widerlich wie dieser Anblick auch war, diese waren beschäftigt und bemerkten nicht einmal den Bus.

Florian schlich langsam um das Fahrzeug. Die Waffe hatte er durchgeladen und im Anschlag. Sein Blick suchte nach dem Untoten. Er atmete schwer und sein Körper verkramfte immer mehr. Seine rechte Hand, in der er die P99 hielt, zitterte furchtbar. Unter dem Bus war niemand mehr zu sehen, deshalb ging er langsam wieder zu Eingangstür und betrat den Fahrerraum. Er sah wie viele im Bus furchtbar über das gerade Geschehene weinten und ein paar Männer den Körper des Mädchens in ein paar Decken wickelten. Basti sagte, dass sie das Mädchen in den Stauraum des Busses legen sollten. So trugen 2 Männer den leblosen Körper aus dem Fahrzeug. Basti sicherte derweil die Umgebung und Florian öffnete den Kofferraum.

Die Klappe war noch nicht mal richtig öffen als diese von innen einen heftigen Schlag bekam und ein blutverschmierter Zombie heraussprang. Er verbiss sich sofort in den Hals von einem der beiden Männer welche das Mädchen getragen haben. Die zerfetzte Halsschlagader spritzte das Blut wie eine Fontäne aus seinem Körper. Basti reagierte blitzschnell und richtete den Zombie mit einem Kopfschuss. Dieser sackte leblos zusammen. Florian, welcher ein wenig Blut im Gesicht abbekommen hatte, sah wie hypnotisch in den Kofferraum des Busses. Dort lag der aberissene Fuß. Er hatte nicht daran gedacht im Stauraum nachzusehen. Deshalb machte er sich nun schreckliche Vorwürfe. Basti beruhigte ihn und die drei gingen zurück in den Bus. Während Florian und Basti in den Bus stiegen, hörten sie ein wütendes Knurren. Der Mann, welcher gerade die ersten Stufen des Fahrzeugs betrat, wurde heftig nach hinten gerissen. Der Insasse, welcher gerade von einem Zombie angegriffen und zerfleischt wurde, hatte sich nun auch verwandelt. Er verbiss sich in den Kopf sodass Basti und Florian nichts mehr tun konnten. Basti startete schnellstmöglich den Bus. Und Sie fuhren los.


Fortsetzung folgt....

Copyright 2008 by Sebastian Thiele
Wednesday, October 22, 2008 

Current mood:  blah
Völlig benommen stieg ein junger Mann aus dem Bus aus. Er schien den Unfall auch nicht ohne Verletzungen überstanden zu haben. Sein linkes Bein konnte er nicht mehr richtig belasten, so humpelte er zu dem Polizeiwagen um zu sehen ob der Fahrer diesen Horrocrash überlebt hatte. Während er sich auf das Fahrzeug zubewegte, schweifte sein Blick immer über die Straßen und welche in die Kreuzung münden. Er schien ganz allein auf der Straße zu sein. So konnte er sich ganz dem verunfallten Polizeiwagen witmen.

Die Beifahrertür war so stark verformt, dass es nur mit einem Trennschneider möglich gewesen wäre den Wagen hier zu öffnen. Leider hatte auch die Fahrertür extrem was abbekommen. Er zog und zog an der Tür, doch sie blieb einfach verschlossen. Basti wurde langsam wieder wach. Doch hatte er höllische Kopfschmerzen. Er wusste auch nicht gleich wo er war. Langsam konnte Basti wieder klar sehen und er bemerkte, dass er noch immer in dem Wagen saß. Vor ihm sah er eine Person hecktisch um das Auto laufen. Er konnte nicht sehen wer es war, denn das Auto lag auf dem Dach und nur die Beine der Person waren zu sehen. Diese kniete sich nun vor das Auto um zu sehen ob der Fahrer des Polizeiwagens ansprechbar ist. Basti blickte ihm ins Gesicht und war erstaund. Es war Florian. Ihn kannte Basti auch aus der Schule, doch hatte er nicht damit gerechnet ihn heute noch zu Gesicht bekommen. Wir müssen dich irgendwie aus dem Wagen kreigen sagte Florian und versuchte sogleich die Frontscheibe einzudrücken. Als Basti das Geschehen beobachtete, entdeckte er in ein paar Metern Entfernung einen Untoten über einer Leiche knien und sich in die Eingeweide zu verbeißen. Er sagte zu Florian, dass er schneller machen sollte. Doch da war es schon zu spät. Der Zombie, welcher noch vor ein paar Stunden Thomas gewesen war, setzte sofort zum Angriff an. Er bewegte sich langsam auf Florian zu und aus seinem Mund tropfte noch das Blut. Nun musste es schnell gehen. Florian griff sich einen Stein vom Straßenrand und mit einem lauten Klirren zerschlug er die Frontscheibe. Doch war nun der Zombie schon hinter Florian. Er versuchte sich in den Hals zu verbeissen, doch konnte Basti noch rechtzeitig zur Pumpgun greifen. Er schoss Thomas in die Beine und dieser lief mit einem seltsamen Schrei von den Beiden weg.

Nun konnte Florian helfen Basti aus dem Fahrzeug zu ziehen. Die beiden standen sich gegenüber und Basti erklärte Florian was bisher passiert ist. Man merkte das Florian ziemlich unter Schock stand. Er wirkte seltsam abwesend und gleichgültig.Basti fragte ihn woher er denn den Bus hat und seit wann er denn Auto fahren könne. Nun, er konnte es nicht. Er erklärte Basti, das er zwar schon ein paar Mal schwarz Auto gefahren sei, doch das er das überhaupt nicht beherrscht. Er sah auch den Polizeiwagen aus der Kreuzung biegen, doch konnte er nicht mehr bremsen. Die Beiden gingen zum Bus. Glücklicherweise war dieser noch fahrbereit. Sie betraten das Fahrzeug und Basti sah, wie noch mindestens 10 Personen zwischen den Sitzen kauerten. Er ging langsam, während Florian am Eingang wartete, durch die Reihen und sah sich die Leute genau an. Es waren anscheinend mehrere Familien und Basti bat die Männer aufzustehen. Er fragte, ob irgendjemand Waffen oder ähnliches bei sich hatte und erklärte Ihnen wer er war und was draußen eigentlich vor sich geht.  In diesem Moment schlug eine Hand durch das hintere Bodenblech des Fahrzeugs und ergriff ein kleines Mädchen am Fuß.

Fortsetzung folgt....

Copyright Sebastian Thiele 2008
Wednesday, October 22, 2008 
Sein Blick streifte über die leere Straße. Es sah einfach furchtbar aus. Überall brannten Autos und nur ein paar Hunde streunten durch die Straßen. Es war ein beängstigendes Bild. Er musste auf einmal an das Ende von Resident Evil denken. Dort stand die Hauptfigur mit einer Schrotflinte bewaffnet ganz allein in Racoon City. Obwohl es Bastis Lieblingsfilmreihe war, wollte er trotzdem nicht in diese Situation geraten.
Langsam lief er los. Inzwischen war er sich nicht mehr so sicher, ob es wirklich eine gute Idee war allein loszuziehen. Aber er konnte seine Schwester nicht in dieser Stadt des Schreckens zurücklassen. Deshalb versuchte er immer wieder sie über Ihr Handy zu erreichen. Diesesmal war die Leitung frei. Es klingelte. Basti hörte eine schluchzende Stimme am anderen Ende der Leitung. Es war seine Schwester. Sie lebte also noch. Er fragte sie ob es ihr gut gehe und wo sie sich aufhielt. Sie sagte, dass Sie sich in Ihrer Wohnung verschanzt hält.

 Irgendetwas stimmte mit den Leuten in Ihrem Haus nicht. Als sie früh zum Briefkasten ging um die Zeitung zu holen stand eine alte Frau an der Tür zum Hofeingang. Sie wimmerte vor sich hin. Und als Jana diese Frau ansprach, ging diese auf einmal auf Sie los. Ihr Gesicht war schon halb weggefault und man konnte den Knochen des Unterkiefers erkennen. Sie erschrak und stieß die Frau mit voller Wucht von sich weg. Doch das schien sie nicht zu beeindrucken. Sie rappelte sich wieder auf um Jana erneut anzugreifen. Doch zum Glück rannte sie schnell die Treppe hoch und verschloss so gut es ging Ihre Eingangstür. Sie sagte, dass sie noch eine ganze Weile das Kratzen des Zombies an der Tür hörte, doch nun sei seit 10 Minuten absolute Stille in dem Haus.

Basti versuchte seine Schwester zu beruhigen. Doch als er ihr erzählte was wirklich in Berlin vor sich ging wurde seine Schwester immer hysterischer. Er redete weiter auf sie ein, dass er Sie nicht allein lassen würde und sie solange nicht die Wohnung verlassen soll, bis er Ihr Haus erreicht. Doch wurden die beiden mit einem Mal unterbrochen. Jana schrie, dass etwas mit aller Macht versuchte durch die Wohnungstür zu kommen und während sie das sagte, brach die Leitung zusammen.
Nun war Basti nicht mehr so ruhig wie vorher. Er wusste zwar, dass seine Schwester noch lebt, aber jetzt stellte sich die Frage, wie lange sie es noch durchhalten könne.
Sein Schritt durch die Straßen von Berlin wurde nun merklich schneller. Er wusste einfach nicht wie er schnellstmöglich zu seiner Schwester kommen sollte.
Da fiel sein Blick auf ein Polizeiwagen, welcher mit offenen Türen am Straßenrand stand. Er lud seine Schrotflinte durch und bewegte sich langsam zur Fahrertür. Der Wagen schien verlassen, doch glücklicherweise steckte noch der Schlüssel. Als er ihn drehte sprang der Wagen beim ersten Versuch an. Auch die Tankanzeige war noch voll. Er setzte langsam zurück und lenkte auf die Straße ein. Sein Blick fiel auf das CB-Funkgerät, welches standardmäßig in jedes Polizeifahrzeug eingebaut ist. Er versuchte damit Kontakt herzustellen.
Basti bog auf eine Kreuzung ein, doch er bemerkte nicht, wie von links ein Bus angerollt kam. Mit einem ohrenbetäubenden Krach traf dieser die Beifahrerseite des Wagens worauf sich das Auto mehrmals überschlug. Als der Wagen nach mehreren Metern endlich auf dem Dach zum stehen kam hing Basti bewusstlos im Fahrergurt. An seinem Kopf klaffte eine große Wunde.

Fortsetzung folgt.....

Copyright by Sebastian Thiele 2008
Sunday, July 27, 2008 

Current mood:  stoked
Jetzt wussten Sie also was hier vor sich ging. Sie sahen sich erschrocken an und überlegten, ob es nur in Berlin so einen Vorfall gegeben hat oder ob es sich auf die gesamte Bundesrepublik ausbreiten würde. Niemand sagte in diesem Moment einen Ton. Ihre Blicke gingen nur ins Leere. Die vorbeihuschenden Straßen und brennenden Wagen schienen immer mehr zu verschwimmen. Bastis Gedanken drifteten immer mehr ab. Er musste an seine Schwester und seine Familie denken. Noch vor wenigen Jahren wohnten sie alle in einem Haus und niemand hätte auch nur ansatzweise mit so einem radikalen Fallout gerechnet. Er erinnerte sich, dass er früher ein kleiner Feigling gewesen ist. Doch hatte er ja immer eine große Schwester welche auf ihn aufpasste und immer ihn an die Hand nahm wenn er sich als kleiner Junge etwas nicht getraut hatte.

Er sah immer mehr Bilder vor seinem inneren Auge aufblitzen und er spürte, wie in Ihm sich ein Gefühl  von furchtbar beklemmender Angst breit machte. Er hatte schwer mit den Tränen zu kämpfen, doch durfte er gerade in diesem Moment sich seine Angst nicht anmerken lassen. Er wollte ja mit seiner Souveränität die anderen beruhigen.

Mit einem Mal krachte es. Basti verlor die Kontrolle über den Wagen. Dieser kam schwer ins schlingern  und Basti konnte gerade noch so einen Überschlag des Wagens verhindern. Nachdem er das Auto mit Mühe und Not zum Halten gebracht hat, stiegen die Vier aus. Sie wollten wissen was diesen Unfall ausgelöst hat. Sie gingen langsam um das Auto und sahen, dass sie jemanden oder etwas angefahren hatten. Ein paar Blut und Haarreste klemmten noch in der Stoßstange, doch schien niemand in der Nähe zu sein. Die Vier standen am Auto und blickten sich um. Mit einem Mal wurde Betty am Fußknöchel gepackt. Jemand lag wohl unter dem Auto. Sie schrie auf und versuchte ihren Fuß wegzureißen. Doch schaffte sie es nicht. Chris handelte geistesgegenwärtig und trat auf den Arm ein. Dieser brach mit einem lauten knacken und nur noch eine Hand umklammerte jetzt ihren Fuß. Basti lud mehrmals seine Schrotflinte durch und schoss unter das Auto. Jetzt  war da definitiv niemand mehr. Denn auf der anderen Seite des Wagens spritze nur so das Fleisch.  Die anderen sprangen derweil in den Wagen. Sie schrieen, das er schnell einsteigen sollte doch diesesmal tat er es nicht. Er sah die drei an und fing langsam an zu sprechen. Er sagte zu Ihnen, dass er seine Schwester suchen müsste. Er könne nicht ohne sie Berlin verlassen. Betty und Laura redeten auf ihn ein, dass sie sich bestimmt schon auf den Weg zu einer Evakuierungsstelle gemacht hat. Doch wollte er sich nicht auf Vermutungen verlassen. Seine Entscheidung stand fest. Er musste sie suchen gehen. Sie verstanden es und stiegen noch einmal aus dem Auto um sich von Ihm zu verabschieden. Betty und Laura nahmen ihn in dem Arm und drückten ihn zum Abschied. In Bettys Augen sah man Tränen. Auch Basti musste schwer mit sich kämpfen. Innerlich wusste er, dass es wahrscheinlich ein Abschied für immer sein würde. Er erklärte Betty noch wie man ein Auto fährt. Glücklicherweise hatte sie schon ein paar Mal mit ihrem Freund geübt. Dann stiegen sie ein. Basti stand neben der Fahrertür. Er blickte den Dreien noch einmal in die Augen, dann fuhren sie los. Nun war er allein. 


Fortsetzung folgt....


Copyright by Sebastian Thiele (2008)
Wednesday, June 18, 2008 

Current mood:  stoked

+++++++Newsflash+++++++

 

 

 

An die Bewohner der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.

 

Wir befinden uns im Krieg. Eine noch nicht identifizierte Gruppierung hat in dieser Nacht zwischen 3-5 Uhr einen  biologisch/chemischen  Angriff auf die Hauptstädte der einzelnen Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland verübt.

 

Die Regierung verhängt mit sofortiger Wirkung das Kriegsrecht. Die Genfer Konvention ist ausgesetzt.

 

Jeder männliche deutsche Staatsbürger zwischen 18 und 40 Jahren wird aufgerufen sich bei der nächst stationierten militärischen Einheit innerhalb der nächsten 6 Stunden zu melden.

 

Alle anderen Bürger sollen sich zu Abwehr der infizierten Bevölkerungsgruppen mit schweren und spitzen Gegenständen bewaffnen. Bei der Abwehr der Kreaturen ist zu beachten, dass nur eine Fraktur der Wirbelsäule oder ein schweres Schädelhirntrauma die Infizierten aufhalten kann.

 

Die Infizierung erfolgt durch mehrere Möglichkeiten. Diese sind eine Tröpfchen-, Biss- und Kratzinfektion. Die Inkubertionszeit beträgt nach ersten Beobachtungen ca. 3-4 Stunden.

 

 Sollte einer ihrer Verwandten oder Freunde bereits infiziert sein, denken sie daran, er/sie ist kein Mensch mehr. Sie müssen die betreffende Person sofort isolieren bzw. ausschalten.

 

Die Evakuierungsmaßnahmen sind bereits angelaufen. Schwer bewaffnete Kampftruppen sind zu den Evakuierungspunkten unterwegs.

 

Diese Punkte sind:

 

Alexanderplatz

 

Potsdamer Platz

 

Ostkreuz

 

Gesundbrunnen

 

Reichstagvorplatz

 

Westkreuz

 

Südkreuz

 

Bitte begeben Sie sich schnellstmöglich zu einem dieser Orte um, nach einer medizinischen Untersuchung, durch Sonderzüge evakuiert zu werden.  Die Knotenpunkte sind die nächsten 24 Stunden offen. Allerdings kann nicht garantiert werden, dass die einzelnen Bereiche durch das Militär gehalten werden können.

 

Achten sie auf die Anweisungen der Weisungspersonen. Bei Widerstand oder Verdacht einer Infizierung kann von der Schusswaffe  durch die Sicherheitsbeamten Gebrauch gemacht werden.

 

An einem Gegenmittel bzw. Immunisierungsmittel  wird bereits gearbeitet. Allerdings kann die Bereitstellung noch nicht garantiert werden.

 

 

(Dieser Bericht ist reine Fiktion und Teil des Romans: Berlin – Die Stadt der Toten. Keiner der genannten Punkte ist real. )

 

 

Copyright 2008 by Sebastian Thiele

Tuesday, June 17, 2008 

Current mood:  stoked

Während Basti Chris verarztete, hörten die Vier weitere Schreie welche von der Vorderseite des Gebäudes kamen. Betty und Laura blickten aus dem Fenster und sahen, wie die restlichen Überlebenden, welche das Gebäude panisch verließen, von einer Horde Untoter umzingelt wurden. Betty wusste, dass die Menschen vor dem Haupteingang nicht die geringste Chance haben und griff sich deshalb eine Pistole und eröffnete das Feuer auf die Untoten. Doch war sie einfach keine gute Schützin und schoss deshalb fast immer daneben. Die Zombies beachteten sie nicht weiter und gingen im Blutrausch auf die Überlebenden vor dem Gebäude los. Betty wollte weiter feuern doch Chris nahm ihr die Waffe aus der Hand. Er sagte zu ihr, dass die Leute da unten verloren seien und sie die Munition bräuchten um wenigstens eine geringe Chance zu haben Berlin lebend zu verlassen. Chris erklärte Laura und Betty den Fluchtplan und Basti munitionierte derweil die Waffen wieder auf. Allerdings zitterten seine Hände und er musste ständig an seine Schwester denken, welche sich auch noch in Berlin aufhielt. Er versuchte zwar immer wieder per Handy sie zu erreichen, doch war das Telefonnetz ständig überlastet.

Chris wollte nun los. Er erklärte die Dreien, dass der Rettungsplatz am Reichstag wohl nicht ewig vom Militär gesichert werden würde. Deshalb gingen die Vier nun langsam zum Treppenhaus. Betty schrie auf einmal Stopp. Sie sagte, dass sie sich einen anderen Ausgang suchen müssten da ja noch vor dem Haupteingang die Horde Untoter wäre. Währenddessen entdeckte Basti an der Wand vom Treppenhaus einen Fluchtplan. Dieser zeigte eine Tiefgarage. Vielleicht könnten sie ja über die Einfahrt das Gebäude unbemerkt verlassen. Sie gingen langsam die Treppen hinunter und Basti sicherte mit einer Schrotflinte  als erster die einzelnen Etagen ab.

Als sie im Keller ankamen schalteten Basti und Chris ihre Mag-Light ein. Sie  sahen lauter zerfetzte Körper. Der Boden war blutüberströmt und überall lagen abgerissene und halb abgenagte Gliedmaßen. Es herrschte eine seltsame Stimmung in der Tiefgarage. Es war beängstigend still und Dunkel. Einzelne Halogenlampen flackerten und bei einigen parkenden Autos waren die Scheiben blutig und eingeschlagen. Die gesamte Etage war furchtbar unübersichtlich. Hinter den verwinkelten Gängen und Parkbuchten hätte jederzeit ein Zombie lauern können. Zum Glück war niemand zu sehen. Chris entdeckte auf dem Boden einen Arm der noch irgendetwas in der Hand hielt. Er beugte sich runter und sah, dass die Finger einen Funkschlüssel für irgendeinen PKW umklammerten. Er bog die Hand auf, nahm den Schlüssel und drückte auf die Fernbedienung. Neben ihnen entriegelte ein Geländewagen und die Vier setzten sich hinein. Basti ging hinter das Steuer, denn er war der einzige der einen Führerschein besitzt und deshalb weiß wie man ein Auto fährt. Er drehte den Schlüssel und der Wagen startete. Im CD-Player war eine Schlager-CD eingelegt und das Radio auf volle Lautstärke gedreht. Die Mädchen auf der Rückbank kreischten erschreckt auf als die laute Musik begann . Chris nahm die CD aus dem Player und drehte die Lautstärke runter. Basti setzte den Wagen in Bewegung und die Vier rollten aus der Garage. Sie fuhren langsam die Straße entlang um nicht über eine Leiche zu rollen welche über die ganzen Straßen verteilt lagen.  Chris drehte den Tuner am Radio und auf einmal hörten sie etwas anderes als ständiges Rauschen.

Fortsetzung folgt.......

Copyright  (2008) by Sebastian Thiele

Saturday, April 19, 2008 

Current mood:  stoked
Basti kniete sich zu Thomas runter. Er sah wirklich schlimm aus. Kaltschweiß stand Thomas auf der Stirn und er schien immer wieder wegzutreten. Man konnte in Bastis Augen lesen, dass es ihm sehr Nahe ging seinen Freund so leiden zu sehen. Er wollte ihm helfen, doch wusste er nicht was er tun sollte. Die anderen Überlebenden bemerkten, dass es mit Thomas zuende ging und wollten ihn so schnell wie möglich aus dem Haus schaffen. Es entbrand ein regelrechter Streit und die Situation wurde immer brenzliger. Ein älterer Mann konnte sich nicht mehr beherrschen und flippte aus. Er fing an wie wild zu schreien und um sich zu schlagen. "Wir kommen hier nie mehr raus und wenn der sich auch noch verwandelt sind wir alle schon so gut wie tot." Er ging auf Thomas los und wollte ihn zum Fenster zerren. Geistesgegenwärtig ging Basti dazwischen und versuchte den Mann davon abzuhalten. Doch schlug dieser nun auch wie wild auf Basti ein, sodass er blutend zu Boden fiel. Der Mann prügelte solange auf Basti ein, bis dieser keine Reaktion mehr zeigte und sein Gesicht total blutverschmiert war. Nachdem Basti nun bewusstlos mitten in dem Raum lag, schnappte sich der Mann Thomas und wuchtete ihn zum Fenster. Er war schon dabei ihn hochzuheben und hinaus zu werfen, als dieser auf einmal von einer Kugel getroffen wurde. Der Mann sackte zusammen. Alle blickten auf den Schützen. Es war Alex. Er hatte sich von Chris eine Waffe genommen und das Feuer auf den Mann eröffnet.
Mit einem mal war es ganz still im obersten Stockwerk und die Leute beruhigten sich wieder. Sie wussten, dass wenn sie es nur wagen würden auf Thomas oder Basti loszugehen sie auch eine Kugel fangen würden. Laura lief schnell zu Basti und Chris versuchte Thomas wach zu machen . Basti kam langsam wieder zu sich und schrie laut auf vor Schmerzen. Anscheinend war seine Nase gebrochen. Laura wusste, das Thomas den Medizinschrank aus der Schule geleert hatte und nahm sich aus Thomas Tasche sofort eine Morphiumspritze um diese Basti zu verabreichen. Er wurde davon sofort ruhig und stand langsam auf. Allerdings war er durch diese so benommen, dass er sich erst einmal auf Laura stützen musste. Sie setzte ihn auf einen Stuhl und versorgte seine blutige Nase.
Mit einem Male hörten alle Chris schmerzerfüllt aufschreien. Ihre Blicke gingen sofort auf Thomas und Chris. Thomas hatte sich verwandelt und in Chris Bein verbissen. Alle Leute wurden panisch und rannten so schnell wie möglich das Treppenhaus hinunter. Jetzt befanden sich nur noch Betty, Laura, Alex, Chris und Basti in dem Stockwerk. Alex rannte sofort zu Chris und versuchte Thomas von Ihm runter zu reissen. Das gelang ihm auch, doch ging Thomas nun auf Alex los. Nach einem sehr brutalen Kampf, bei dem Thomas es schaffte Alex den linken Arm rauszureissen, stürzten die beiden aus dem offenen Fenster. Die anderen liefen sofort zu der Scheibe um zu sehen ob Alex überlebt hat. Als Erste blickte Betty hinunter. Sie sah, das Alex auf einem Autodach gelandet ist und er dies wohl nicht überlebt hat. Sein Körper war furchtbar verdreht und von dem Metalldach durchbohrt. Sie wannte sich mit Tränen in den Augen sofort ab und fing fürchterlich an zu weinen. Laura nahm sie in den Arm und versuchte Sie zu beruhigen.

Basti blickte nun auch aus dem Fenster und sah, das Thomas nicht mehr da war. Er hörte, wie eine Horde Untoter angelaufen kam und sah, wie diese Alex Leiche in kürzester Zeit auffrasen. Sein Blick drehte sich voller Ekel weg.

 Chris hockte an der Wand unter dem Fenster. Seine Verletzung war sehr schlimm. Die Jeans färbte sich von dem Blut rot. Basti kniete sich zu ihm hinunter und schob Chris Hosenbein hoch. Er sah eine sehr tiefe Bisswunde und er wusste, dass wenn er nicht das Bein abbinden würde, Chris innerhalb kürzester Zeit am Blutverlust sterben oder gar sich verwandeln würde. Deshalb schnappte er sich eine Tischdecke und riss diese in Fetzen. Er legte sie um Chris Bein und zog, so fest wie er konnte, die Schlinge zu.


Copyright (2008)
Friday, April 18, 2008 

Current mood:  stoked
Die Situation schien aussichtslos. Die Beiden hatten Ihre Freunde verloren und der Reichstag war viel zuweit weg um in kürzester Zeit hinzulaufen. Wenigstens waren die Beiden bewaffnet, sodass sie den nächsten Angriff wohl einigermaßen unbeschadet überstehen könnten. Sie bewegten sich langsam in Richtung der Deutschen  Oper. Es war ein unheimliches Bild. Die Straßen waren wie leer gefegt und nur ein paar Spatzen flogen noch durch die Luft. Anscheinend griff der Virus, oder was es auch immer war, nicht auf die Vögel über.
Ihre Blicke tasteten den Straßenrand und die Fenster der angrenzenden Häuser ab. Sollte hier wirklich keiner mehr am Leben oder in der Nähe sein?? Immerhin befanden sich die Beiden in der Hauptstadt und es schien doch sehr unwahrscheinlich, dass innerhalb einer Nacht die gesamte Stadt schon evakuiert oder vielleicht sogar infiziert worden sei. Doch war einfach niemand zu sehen. Chris bemerkte das Bastis Hände zitterten. Er fragte ihn ob alles in Ordnung sei. Doch Basti antwortete nicht und warf Chris nur einen sarkastischen Blick zu. Was sollte denn schon in Ordnung sein? Immerhin hatte sich die Welt innerhalb einer Nacht komplett geändert. Die gesamten Zukunftspläne waren mit einem Mal unwichtig geworden. Jetzt zählte nur noch das blanke Überleben.

Die Beiden erreichten die Kreuzung an welcher das Scientology Hauptzentrum stand. Chris bemerkte, dass in der obersten Etage noch Licht brannte und fragte Basti ob sie da nicht einmal nachschauen sollten ob dort noch jemand am Leben sei. Vielleicht haben es ja auch Ihre Freunde geschafft dort einen Unterschlupf zu finden. Sie gingen langsam die Treppen zum Haupteingang hinauf und bemerkten, dass hinter dem Foyer-Schalter sich irgendetwas aufhielt. Chris versuchte die Glastür zu öffnen. Doch diese war verschlossen. Daraufhin zog Basti eine P99 aus dem Halfter und schoss auf die Tür. Diese zersplitterte mit einem lauten Knall und der Eingang war nun frei. Noch während die Glassplitter zu Boden fielen wurden die Beiden angegriffen. Fünf bis zu Unkenntlichkeit verstümmelte Zombies rannten aus der Haupthalle auf die Beiden zu. Jetzt mussten Sie schnell handeln. Chris entsicherte seine Schrotflinte und schoss auf den ersten Untoten. Der Schädel zerflog dabei in tausend Stücke und Fetzen aus Fleisch und Gehirn verteilten sich in der Eingangshalle. Währenddessen eröffnete Basti das Feuer auf die anderen Gestalten. Innerhalb kürzester Zeit war die Situation unter Kontrolle und die beiden betraten, mit den Waffen im Anschag, die Vorhalle. Anscheinend war diese nun frei von Untoten und sie sicherten ihre Waffen.
Basti ging langsam hinter den Schalter um nachzusehen ob noch ein Untoter sich dahinter aufhielt. Er erblickte einen Torso einer jungen Frau. Ihr fehlten komplett die Gliedmaßen und Ihr Bauch war zerrissen als ob ein Rudel Löwen sich über sie hergemacht hat. Ihm wurde bei diesem Anblick sofort schlecht und er übergab sich neben der zerfetzten Leiche. Chris musste ihn stützen, da Basti kurz vor der Ohnmacht stand.
Seltsamerweise brannte die Tischlampe auf dem Foyerschalter. Anscheinend war hier der Strom noch komplett intakt. Chris sagte zu Basti, dass sie doch jetzt versuchen sollten ins oberste Stockwerk zu kommen. Die beiden liefen langsam zu Fahrstuhl welcher sich rechts in der Eingangshalle befand. Chris drückte den Aufzugsknopf und die beiden warteten, das der Fahrstuhl aus dem dritten Stock nun endlich unten ankam. Basti bemerkte ein Bild von Tom Cruise neben dem Treppenhaus. Chris sah es auch und sagte nur das Tom Cruise wohl doch die falsche Religion gewählt hatte. Immerhin schienen ja die Scientologen auch nicht von dem Virus verschont. Während die Beiden einen furchtbar grinsenden Cruise auf dem Bild betrachteten hörte Basti auf einmal ein furchtbares quälendes Stöhnen. Er drehte sich um und blickte auf eine Horde von mindestens 30 Zombies. Die beiden richteten sofort Ihre Waffen auf diese Menge. Im selbem Moment öffnete sich die Fahrstuhltür und sie betraten rückwärts die Kabine. Nur mit Mühe konnten sie verhindern das einer der Untoten zu Ihnen hereinkam. Chris drückte den Knopf der obersten Etage und die Beiden fuhren aufwärts. Ironischerweise lief im Fahrstuhl der Titel " Don..t worry be happy". Als die beiden oben ankamen und die Fahrstuhltür sich öffnete blickten sie in den Lauf mehrerer Gewehre. Hier hatte sich eine Gruppe aus 20 Überlebenden verschanzt und Chris und Basti wurden nach kurzem mustern sofort aufgenommen. Basti lief langsam durch das oberste Stockwerk und entdeckte auf einmal Thomas in einer Ecke sitzen. Ihm schien es immer schlechter zu gehen.


Fortsetzung folgt......


Copyright 2007/2008 by Sebastian Thiele
Thursday, November 15, 2007 
Ohne zu zögern griffen die beiden zu. Nun hatten sie endlich eine realistische Chance diesen Albtraum durchzustehen.
Neben dem Waffenschrank hingen zwei schwarze Einsatzwesten und das nötige Geschirr um die Waffen am Körper zu tragen. Da Basti ja schon bei der Bundeswehr gedient hatte und er seitdem ein Fan von Military-KLeidung und Zubehör war, ließ er es sich nicht nehmen diese Kleidung überzuwerfen. Er zog sich die Weste an, legte die beiden Bein und Schulterhalfter an und half Chris sich die zweite Uniform anzuziehen. Beide sahen mit den Outfit sehr gefährlich aus. Sie hätten auch als zwei Söldner durchgehen können.
Jetzt fehlten nur noch die Waffen. Basti gab Chris zu diesen noch kurz eine Schnelleinweisung und beide begannen auf zu munitionieren. Beim durchladen sagte Chris mit einem Unterton  wie aus einem schlechten Schwarzenegger Film, dass sie nun eine echte Chance hätten diese Zombies wieder zurück in die Hölle zu schicken.

Basti griff sich noch schnell die MAG-light und beide rannten aus dem hinteren Raum zur Scheibe durch die sie eingestiegen waren. Sie konnten schon von drinnen sehen, dass der Transporter mit ihren Freunden nicht mehr bei der Pforte sondern mitten vor dem Gewerbekomplex auf der Kreuzung stand. Sie liefen zum Wagen und konnten an der linken Seitenscheibe einen blutigen Handabdruck von Innen sehen. Basti zog sofort eine Pistole und beide gingen langsam an den Wagen heran. Niemand saß am Steuer. Nur aus dem hinteren Teil kamen komische Geräusche.
Nun war die Lage richtig ernst. Nicht nur, dass in dieser Stadt wohl nie mehr der "Normalzustand" eintreten würde, jetzt waren auch noch nur noch zu zweit. Die Gruppe hatte sich gegenseitig halt gegeben und sie wollten ja zusammen versuchen aus der Hölle, welche noch vor kurzem die Hauptstadt gewesen war, zu entkommen.

Chris öffnete langsam die Heckklappe des Transporters.Sie wussten ja nicht wer oder was sich noch im Wagen aufhielt. Als sie oben war, sprang Chris auf einmal ein sehr übel zugerichtetes Mädchen entgegen. Sie war ungefähr im Alter von 12 Jahren. Man konnte aber sofort sehen, dass Sie auch eine der Untoten sein muss. Ihr linker Unterarm fehlte komplett. Vom Knochen des Ellenbogengelenkes hingen Fleisch und Sehnenfetzen herunter, ein Fuß war so sehr verdreht, dass das Fußgelenk nur noch aus Knochensplittern bestand und an Ihrem Kopf blitzte stellenweise die Schädeldecke hervor.

Chris schrie, dass Basti ihm helfen sollte doch der stand nur noch wie angewurzelt da. Glücklicherweise konnte Chris sich noch eine Schrotflinte greifen und diese am Unterkiefer des Mädchens abdrücken. Der regelrecht explodierte Kopf machte eine ziemliche Sauerei. Zwar konnte der Zombie jetzt definitiv nicht mehr aufstehen, doch dafür war nun der gesamte Kopf auf den Klamotten der beiden verteilt.

Basti half Chris auf und beide überlegten, wie sie weitermachen sollten. Da Chris schon seit Jahren in Berlin wohnt, hatte er die Idee zum Reichstag zu gehen. Er erklärte Basti, dass dieser immer schwer abgesichert sei und das dort bestimmt die die Überlebenden ausgeflogen würden. Immerhin hatte er schon einige großangelegte Katastrophenschutzübungen mitgemacht und jedesmal sei dort das Rettungszelt aufgebaut worden.
Als sie den Transporter starten wollten bemerkten sie, dass der Autoschlüssel nicht da war. Jetzt mussten sie also laufen.

Fortsetzung folgt.....



(Copyright)2007

Friday, September 21, 2007 

Mit einer 180 Grad Drehung hielt er vor den Jugendlichen. Im ersten Augenblick wussten sie nicht wer hier angefahren kam. Aber das war auch nicht verwunderlich, denn die Ereignisse der letzten Stunden ließen jeden vernünftigen Menschverstand aussetzen. Selbst die Apokalypse wäre für alle Beteiligten glimpflicher abgelaufen und niemand hatte auch nur im Geringsten damit gerechnet, dass der schlimmste Albtraum der Menschheit mit einem Schlag eintreten würde. Das dramatischste an der Situation war allerdings, dass niemand auch nur im Ansatz wusste, woher die ganzen Untoten kamen und wie es überhaupt zu diesem ultimativen Fallout gekommen ist. 

 

Alex sprang aus seinem Wagen und zitterte am ganzen Körper. Sein Gesicht war bleich und er konnte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten. Obwohl er sonst immer sich nie für einen kleinen Scherz zu Schade war, war seine Miene wie versteinert. Auch an ihm ging der vergangene Vormittag nicht spurlos vorbei. Er wirkte zwar noch sehr gefasst aber auch sehr verängstigt. Er öffnete die Seitentür und alle sprangen in den Wagen. Allerdings wurde die Gruppe von den noch nicht verbrannten Zombies bemerkt und der Transporter innerhalb von wenigen Sekunden umzingelt. Diese schlugen wie wild auf den Wagen ein und versuchten mit aller Macht in das Innere des Autos zu kommen. Anscheinend haben sie die Verletzung von Thomas gewittert und waren nun noch wilder als vorher. Laura schrie verzweifelt Alex an, dass er doch den Wagen starten sollte damit sie endlich die Flucht ergreifen könnten. Doch ließ er mehrmals die Schlüssel vor Angst und Hektik fallen. Als die Heckscheibe brach und die ersten Kreaturen ins Innere des Wagens krochen, schlugen Betty und Chris wie wild auf die Angreifer ein. Da Chris noch die Axt von Laura hatte, schaffte er es einer Bestie den Arm abzuschlagen, der nun zuckend in den Kofferraum viel. Mit einem Mal konnte Alex den Wagen starten und mit einem regelrechten Burnout verließen sie den Hof. Dabei wurden mehrere Untote überfahren und das Auto durchgeschüttelt.

 

Als sie zur Schranke vom Ausgang des Gewerbegeländes kamen hatte Basti eine Idee. Er sagte zu den anderen, das die Security, welche das Gelände eigentlich bewacht, doch mit Sicherheit einen Waffenschrank im Pförtnerhäuschen stehen hat. Deshalb hielt Alex neben dem Gebäude an und Chris und Basti sprangen schnell aus dem Wagen. Basti sagte zu den im Wagen wartenden Leuten, dass sie, wenn sie innerhalb von 10 Minuten nicht wieder draußen sein würden, schnellstmöglich das Gelände verlassen sollten.

 

  Chris schlug mit der Axt die Scheibe ein und beide kletterten hinein. Da das Gebäude nicht direkt an den Komplex der Schule angeschlossen war, stand es glücklicher Weise noch nicht in Flammen. Allerdings war aufgrund des Brandes auf dem gesamten Gelände der Strom ausgefallen, weshalb es in den Räumen der Security stockdunkel war. Basti zog sein Feuerzeug aus der Tasche um wenigstens ein wenig Licht zu haben und beide gingen langsam immer tiefer in das Gebäude. Es herrschte im Inneren eine regelrechte militärische Ordnung. Der Schreibtisch war feinsäuberlich sortiert und die Stühle und Tische ordentlich ausgerichtet.

Sie kamen zu einer Tür auf der „Sicherheitsbereich" stand. Chris drückte die Türklinke nach unten und die Tür war seltsamerweise sofort offen. Sie betraten den Raum und hatten das Gefühl mitten in einen Mordschauplatz geraten zu sein. Die Spinte waren teilweise umgestürzt, die Drähte des Hundezwingers aufgebogen und an den Wänden und auf dem Boden war überall Blut verteilt. Chris musste würgen. In der Luft lag ein Duft aus Blut und rohem vergammelten Fleisch. Die Beiden atmeten schwer, doch mussten sie unbedingt den Waffenschrank finden. Sie gingen langsam um die Spinte und entdeckten auf einmal einen regelrecht zerfetzten Körper der wohl noch vor wenigen Stunden der Mensch von der Security gewesen sein musste. Über ihn stand eine Dogge, die ihm die Eingeweide schon teilweise rausgerissen und gefressen hatte. Basti erschrak und die Kreatur bemerkte die Beiden und setzte sofort zum Angriff an.

Chris reagierte geistesgegenwärtig und zerteilte den Höllenhund mit einem Schlag den Körper. Nun konnte sich Basti nicht mehr beherrschen und es schossen ihm Tränen in die Augen. Er fing an zu schluchzen und fiel zu Boden.  Wir kommen niemals hier raus, schrie er und schleppte sich in eine Ecke des Raumes. Chris versuchte ihn zu beruhigen und redete auf ihn ein, dass sie es schon schaffen werden. Doch Basti wollte nicht auf ihn hören. Er sagte, dass auch seine Schwester in Berlin wohnt und sie bestimmt schon längst tot sei. Es würde alles keinen Sinn mehr machen und es wäre nur eine Frage der Zeit bis sie auch drauf gehen würden. Das wollte Chris das nicht hören. Seine Familie wohnte ja auch in Berlin und er hatte genauso Angst. Er wurde wütend, dass sich Basti mit einem Mal so aufgab und schlug mit der Faust gegen den neben ihn stehenden Metallspint. Auf einmal sagte Chris nichts mehr und starrte mit offenen Mund in den Schrank. Basti sah dies und fragte ihn was los sei. Er sagte, dass er sich das selbst ansehen sollte. So stand er auf und blickte auf sechs Schrotflinten, 2 P99 und jede menge Munition.