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NosOtroS



Last Updated: 7/15/2009

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Status: Single
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Country: DE
Signup Date: 3/12/2006

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Sunday, December 16, 2007 

Current mood:  impressed
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben" heißt es ... ich denke aber, es sollte heißen „Man sollte nicht von dem Tag auf den Abend schließen" – denn gestern sah es Anfangs gar nicht rosig aus für unser erstes Konzert in Oberhausen seit nunmehr 3 Jahren.

Um 15.00 Uhr waren Renny und ich bereits in der Party Hall des Crowded House, wo wir ja bekanntlich auch proben, um raus zu finden ob Bael nun seinen Verstärker für den Abend stellen muss oder nicht. Außerdem musste ich ja noch meine Becken auf der Bühne deponieren, da das gestellte Schlagzeug lediglich ein Grundset war und ich da mit meinen 5 Becken meine Anforderungen doch arg hoch setze ;)

Einlass stand für 18.00 Uhr auf den Plakaten, doch weiß Nilz das auch? Im all-bekannten StudiVZ schaut er der Erfahrung nach selten seine Nachrichten nach und per Telefon ist er sowieso fast nie zu erreichen. Panik. Was, wenn er viel zu spät kommt ... oder gar nicht ... oder er sitzt gerade jetzt schon vor'm Proberaum weil er verpasst hat dass wir erst Abends kommen? Bael hat es dann nach mehrfachen Versuchen geschafft Nilz' Vater zu erreichen der genau letzteres bestätigt hat: Nilz ist schon am Proberaum. Na toll ...

... ein paar Minuten später klingelt's wieder. Es ist Nilz. Freude. Wann wir zum Proberaum kämen, er sei noch auf dem Weihnachtsmarkt. Na toll, von wegen bereits vor Ort. Kurz abgeklärt wie der weitere Abend verlaufen soll und gut ist. Da kann man dann auch die letzten paar Minuten noch in Ruhe Einkommenssteuern lernen -.-

Als ich im THHQ ankomme sitzen dann schon Nadine, Nilz und Sarah wohl versammelt und lassen den Motor schon mal langsam vorglühen. Nach und nach füllt sich der Raum mit Bandmitgliedern und Freunden, denn hier sitzt's sich einfach erstmal besser. Um sieben wird dann das erste Mal die Lage vor Ort untersucht und erfreut festgestellt, dass bereits bei der ersten Band, Taschakor, die Halle mehr als gut gefüllt ist. So was hab ich jedenfalls nur selten beim Opener erlebt.

Im Vorfeld hab ich mit einem Kollegen ausgemacht mich rechtzeitig vor'm THHQ zu treffen, damit er mir an dem Abend als Drum-Tech zur hand gehen kann – denn wir wollen ja so viel wie nur möglich von unseren 10 Minuten Umbauzeit mit in die aktive Spielzeit übernehmen – also brauchte ich jemanden der mir Hilft noch eben kurz Snare, DoFuMa und Hocker zur Partyhall zu tragen und auf der Bühne aktiv am Auf- und Abbau der Becken mitzuwirken. Gesagt, getan ... doch wo ist Mike? Um 20.00 Uhr wollten wir uns treffen ... um viertel nach war noch keiner zu sehen :-/ Aber wie im Eröffnungssatz schon gesagt, klappt doch meist alles noch in letzter Minute. Mike war rechtzeitig da, alle Equipmentteile sind rechtzeitig zur Bühne gekommen und ich war dadurch sogar noch eher mit dem Aufbau fertig als meine Mitstreiter.

Wie geplant haben wir die ersten Songs einfach durchgezogen ohne ein Wort an das Publikum zu verlieren, denn wir haben ja nur 30 Minuten Spielzeit, doch auch als wir das Wort an die Menge richten ist es nicht so wirklich verständlich, was am Alkoholpegel Mitglieder liegen mochte. Mir wurde direkt vorgeworfen zu nuscheln, dabei bin ich mir sicher mich im klarsten Hochdeutsch mit gebildeter Wortwahl an das werte Publikum gerichtet zu haben. Geklungen haben soll es aber eher wie „jooooooo ... hallo Oberausen ... wir hamm nur ne halbe Schdunde Spielseit, also muss das Foierschlukken ausfallen ... nächste Song ... Dreaming a Universe ..." Lustig war's jedenfalls – auch wenn Nadine mich direkt von der Bühne aus ans Publikum verkaufen wollte ...

Beim Abbauen kam dann erstmal das volle Ausmaß der NosOtroS-Army zum Vorschein denn auf einmal standen alle Freunde auf der Bühne und haben irgendwas abgebaut um es erstmal im Flur zu sammeln – was keine schlechte Idee war, denn unter den Bühnenteilen waren auch Dinge die uns gar nicht gehörten ... und die wir dann schleunigst zurück gebracht haben ^^

Die Rückreise ins THHQ ähnelte dann einer Armeisenstraße, in der jeder Helfer irgendwas instrumentenmäßiges zurück in den Bau trug. Schade, dass es davon keine Fotos gibt. Insgesamt gibt es wohl fast keine Aufnahmen von dem Abend, da der Bühnennebel die Bilder quasi unbrauchbar gemacht haben soll. Genaueres will ich aber erst festlegen wenn ich sie selber gesehen habe.

Im Nachhinein also ein mehr als gelungener Abend und meiner Meinung nach definitiv eins unserer besten Konzerte! Vielen Dank an das Crowded House-Team für die Organisation, vielen Dank an alle die da waren, an die Bands die genauso hilfreich beim Gestalten der Bühne waren wie unsere Freunde und ein „selbst schuld" an die die im letzten Moment abgesagt habe ... Ihr wisst wer ihr seid ;)
Saturday, October 06, 2007 

Current mood:  gloomy
Was kann wohl alles bei einem Konzert schief gehen? Da wäre:

• Man kommt zu spät
• Man vergisst Kram
• Man hört auf der Bühne nichts
• Das Instrument verstimmt sich ungemein

Was ist und gestern passiert:

• Wir kamen viel zu spät
• Wir haben wichtige Kabel vergessen
• Manche von uns haben einfach nichts gehört
• Meine Snare hat sich in den 45 Minuten auf der Bühne ungemein verstimmt

Aber von vorne ...

... da wir zum gestrigen Gig im Essener „Cafe Nova" quasi nichts mitbringen mussten außer Verschleißteilen, haben wir uns gedacht, es würde reichen sich eine Stunde vor Abfahrt zu treffen um die wenigen Dinge gemütlich einzupacken und dann loszutuckern – die übliche Unpünktlichkeit schon mit eingeplant. Leider gestaltete sich die Aktion dann trotzdem als unmöglich wenn erst der eine Teil eine halbe Stunde später kommt und währenddessen der andere Teil der Band noch mal kurz einkaufen fährt. Ersteres war im Zeitplan vertretbar, letzteres brachte uns dazu fünf Minuten nach der gewünschten Ankunftszeit in Essen erst am THHQ loszufahren :-/ Unterwegs haben wir uns dann im Stadtverkehr noch mal kurz verfahren und kamen dann doch etwa 30 Minuten später an als geplant.

Auf der Fahrt haben wir uns schon einige schlimme Dinge über potentielle Kommentare ausgemalt und waren sogar schon fast der Meinung, dass Cafe Nova läge direkt neben der Essener Metalkneipe „Turok" in der Innenstadt, als Bael aus dem Nichts vor einem Gemeindehaus anhält. Wir sind da ... Nils fällt das Grinsen aus dem Gesicht ...

Nach anfänglichen Schwierigkeiten den Eingang zu finden kommen wir dann in den gemütlichen Raum mit Theke, in dem das Spektakel steigen soll. Der Tontechniker stellt sich vor – ich hab leider seinen Namen vergessen – und zeigt uns alles was wir wissen müssen.

Im Keller des Gebäudes hatte das Team einen Backstage-Raum mit viel Flaschenbier und einem Klavier aufgebaut an dem Nilz und ich uns erstmal wieder an ein Revival unseres früheren Keyboard-Unterrichts gemacht haben. Später gab es dort auch Spaghetti mit Soße, aber davon haben wir dann schon nichts mehr mitbekommen, weil wir es verpasst haben dass es da steht.

Da wir den Opener machen sollen haben wir uns auch direkt mal dran gemacht aufzubauen. Auf der Bühne wartet dann für mich eine freudige, für Bael und negative Überraschung:

Ich bekomme ein schwarzes TAMA Rockstar DX gestellt – das gleiche Set dass ich auch privat spiele ^^ *Freude*, allerdings mit etwas komischen Beckenstativen deren Feststellschrauben nicht wirklich zu den Gewinden gehörten, aber gepasst hat es dann am Ende nach viel Ausprobieren doch ... dafür hat Bael seinen Rucksack mit den Anschlusskabeln für sein Topteil im Proberaum liegen lassen und muss noch mal zurück um ihn zu holen -.- Großartige Idee in dem Moment dass Renny mitfährt, denn so haben wir keinen Gitarristen mehr vor Ort der den gewünschten Soundcheck machen soll :-/ Zuerst lässt sich der Verantwortliche für den Ton noch auf später vertrösten, denn die beiden sind schon lange weg und müssten eigentlich jede Minute wieder vor Ort eintrudeln ... doch dann bekomme ich zu ungünstigem Zeitpunkt (auf dem Pott) einen Anruf von Renny, der mir mal eben stecken wollte, dass sie unterwegs in einen Stau geraten sind und jetzt erst in Oberhausen angekommen sind ... das wird ja immer besser hier.

Notgedrungen hat Nilz dann den Gitarrensouncheck durchgeführt, zwar mehr schlecht als recht, aber das lag eher an den Störrischen Topteilen als an Nilz. Mein Soundcheck für die Drums bestand übrigens darin ein paar Mal in die Bassdrum zu treten, da eh nichts anderes abgenommen wurde :-/ Mit den abtrünnigen Gitarristen haben wir dann noch mal einen kurzen Linecheck gemacht um auch sicher zu sein dass alles angeschlossen ist – immerhin waren schon seit einer viertel Stunde die ersten Gäste im Publikum.

Nachdem ich aber zuvor mein Drumset einiger Maßen ausgerichtet habe tritt ein Mitglied einer anderen Band an mich heran – wie sich im späteren Verlauf des Abends herausstellt der Trommler von „Missing Tuesday" – und lässt mal eben locker aus der Hüfte folgenden Dialog zu Stande kommen:

Hey, ich hab momentan keine Möglichkeit an mein Schlagzeug zu kommen ... ich weiß, dass klingt komisch, ist aber so ... kann ich vielleicht über Deine Snare und DoFuMa spielen?"

Im ersten Moment denk ich mir nur das, was ein Freund von mir ständig aus „Goldständer" zitiert – „wie wär's mit nein, Du krankes Ar***loch" – aber das ist mir dann doch zu harsch, zumal er es wahrscheinlich nicht als Zitat erkannt hätte. Weiter denk ich mir „Hey, leihst Du mir im Gegenzug Deine eventuell vorhandene Freundin für ein paar Wochen?", sage dann aber schlicht und einfach „Nein", weil ich mal wieder mit der Situation überfordert bin und eigentlich lieber in Ruhe gelassen werden möchte. Was für ein großartiger Typ. Kommt zu mir ohne mich den bisherigen Verlauf des Abend auch nur eines Grußes zu würdigen, stellt sich nicht vor, nichts ... und will dann das Herzstück meines Setups haben ... ja, ne, is klar. Anschließend hat er es dann doch Konversation versucht und erzählte mir irgendwas vom angeblichen Preis meiner Snare und dass er es deswegen angeblich schon gut verstehen könnte dass ich sie ihm nicht gebe. Mir war das in dem Moment alles egal was er gesagt hat ... Hauptsache er geht wieder weg ...

Was mich dagegen tierisch gefreut hat war die Anwesenheit von Personen die es bislang nicht zu unseren Konzerten geschafft haben. Diese Personen wissen auf jeden Fall dass sie gemeint sind ^^ Danke für's kommen und anfeuern!

Das Set verlief aus meiner Sicht recht gut ... ich hab mich nicht häufiger verspielt als sonst ... aber trotzdem kam einfach keine wirkliche Stimmung auf der Bühne auf, weshalb wir auch keine langen Reden zwischen den Songs geschwungen haben. In der Mitte des Sets hat mir Bael dann schon einen Blick zugeworfen der frei übersetzt „ich geh getz nach Hause" ausgesagt hat. Im Nachhinein hab ich erfahren, dass er trotz dass er neben mir stand, fast nichts vom Drumset gehört hat. Das einzige was ich nie wirklich gehört habe war meine Snare, weshalb ich wohl später auch immer fester draufgeprügelt habe ... nach dem Konzert hab ich dann die Schlagwellen im Fell gesehen. Die Stimmschraube an der Stelle des Rims, auf die mein Stick immer und immer wieder niedergesaust ist war so locker gespielt, dass ich sie mit der Hand drehen konnte ... so sollte das nicht sein. Kein Wunder, dass sie am Ende wie ein Kackfass klang :-/

Nach dem Gig war uns allen klar ... wir müssen hier weg. Aber vorher hat der Kollege von vorhin noch mal sein Glück bei mir versucht. In Anbetracht der Schlagwellen hätte er es nichts mehr mit meiner Snare anfangen können, aber anscheinend hatte er auch nicht mitbekommen, dass der Großteil der verwendeten Hardware auch meins war:

Die HiHat-Klemme kannst Du nicht benutzen."
Warum nicht?"
Die HiHat gehört mir, die nehm ich jetzt mit"
Aso ... und der Stuhl?"

Alter, meinst Du im Ernst ein Jugendcenter hat einen Drumhocker mit Leopardenfellbezug?

Danach ging eigentlich alles recht schnell. Zeug zusammenpacken, Zeug einladen, los.

An dieser Stelle noch mal eine Entschuldigung an die Leute die für uns da waren ... normalerweise sind wir ja bekanntlich nicht so sprunghaft und bleiben gern noch auf das eine oder andere Bier und natürlich auch Gespräch, aber gestern ging es einfach nicht mehr. Das holen wir nach! Versprochen! Und die CDs gehen auch an Euch raus ;)

Ich für meinen Teil fahr auf jeden Fall gleich nachschauen ob ich jetzt dank der fehlenden Gewindeisolierungen gestern Keyholes in meinen Becken habe und bestenfalls meine Snare mit leider etwas ausgebeulten Fell wieder hinbekomme.
Sunday, September 09, 2007 
Warum holt Ihr die Leute eigentlich nicht rein wenn das Konzert anfängt?" ist eine berechtigte Frage an die Wertmarkenverkäuferin die im Eingang zur Halle sitzt. „Die Leute kommen halt für die Bands und als erstes spielen eh NosOtroS" dagegen ist keine berechtigte Antwort eines Dienstleisters, der gerade versucht Geld zu verdienen. Man sollte vorsichtig sein wem gegenüber man solche Äußerungen macht, denn diese ging an jemanden raus der sich – wohlgemerkt neben einigen anderen – nur wegen uns auf den Weg ins Duisburger Bürgerhaus Hagenshof gemacht hat. Tut mir ja leid dass wir Dir nicht Mainstream genug sind ...

Nachdem wir uns Mittags bereits getroffen haben um noch mal die letzten beiden Songs „Mexicore" und „E.M.O." (Arbeitstitel) abzustimmen ging es gestern vom Tennis Hurensohn Haupquartier in einer Kleinwagenkaravane auf ins Bürgerhaus Hagenshof ins benachbarte Duisburg um dort am Newcomer Rock-Festival 2007 teilzunehmen. Weil wir grandioser Weise die Wegbeschreibung vergessen haben mussten wir uns auf den Orientierungssinn von unserem Dipl. Bael verlassen, der uns über eine Sightseeing-Tour durch quasi alle 30er-Zonen Duisburgs geführt hat.

Am Schauplatz der Veranstaltung angekommen sind wir mit die ersten, neben ein paar Mitgliedern von Summercold und Polarstern, zwei weiteren Bands des gestrigen Abends. Etwas später treffen dann auch die Jungs von dush ein die das Drumset stellen, so dass wir dann auch mit leichter Verspätung mit dem Aufbau anfangen können.

Schon komisch, wenn der Drummer der letzten Band das Set erst einmal so aufbauen möchte wie er es braucht, inklusive penibler Ausrichtung der Becken, damit wir es danach dann so aufstellen können wie wir es brauchen o.O aber wenn er meint ... bitte ... dafür durfte er auch direkt mal den Soundcheck machen *strike* Es gibt nichts was ich mehr hasse ...

Ralf Richter, der eigentlich Tom heißt, war unser Tonmann, dem ich glaub ich 6 mal gesagt habe ich hätte gerne ein Mikrofon hinterm Schlagzeug – und jedes Mal hat er mich gefragt wofür -.- Ich glaub aber dass er mich damit aufziehen wollte ...

In der Wartezeit bis zum Einlass sind Renny und ich dann mal rüber zur hässlichsten Kirche gegangen die wir je gesehen haben und von dort aus durch das 80er-Jahre-Plattenbau-Monument dass sich direkt daran angeschlossen hat. Neben dem üblichen Hinterhofunrat haben wir dort auf einer Bank einen bewusstlosen gefunden und auch sonst schrie dort irgendwie alles nach einer neuen Folge der Super Nanny, ohne damit jetzt ein Klischee bedienen zu wollen, aber gerade in solchen Sendungen werden quasi immer diese Siedlungen gezeigt ...

Kurz vorm Auftritt gab es dann noch lecker Brötchen vom Haus und dann aber nix wie ab auf die Bühne, Ärsche treten. Ich hab zwar schon vollere Hallen gesehen, aber leer ist definitiv auch was anderes ... und was will man als Opener um kurz nach 19 Uhr auch wirklich erwarten? Wir sind durch unsere rabiate Spielweise eh mal wieder aus dem Rahmen gefallen – und wie ich von Desesperado damals gelernt habe lohnt sich der ganze Aufwand schon wenn man nur eine einzige Person im Publikum für sich gewinnen kann. Die eine Person haben wir gestern mindestens geschafft ;)

Vorher haben wir uns noch überlegt „Mexicore" wegzulassen und dafür „Ordinary Madness" ins Programm zu nehmen, aber der erste Song ist einfach mehr der Schlag ins Gesicht den wir vermitteln wollten ... im Nachhinein wäre die ruhige Nummer aus dem Ausweichplan aber vielleicht angebrachter gewesen wie sich im Verlauf des Abends rausstellen sollte ...

Nach unserem Set denk ich mir nichts böses als ich meinen Kram zusammenpack um mich startklar zu machen – warum muss Gerri auch ausgerechnet heute Abend seine legendäre Gartenparty schmeißen? – als mich Phillip, der Drummer von Summercold, die nach uns gespielt haben, mit großen Augen anguckt. „Und was ist mit dem HiHat-Stativ?" ... „na, das gehört mir ..." ... was ich aber nicht mitbekommen habe war, dass der dush-Trommler sein Stativ im Auto gelassen hat anstatt es mit in die Halle zu bringen. Mist. Natürlich hab ich das Stativ erstmal stehen lassen um mich auf die Suche nach dem anderen zu machen. Blöd ist dann nur, wenn sich dush komplett absetzen um erst später am Abend überhaupt zurück zur Halle zu kommen. Pünktlich zur dritten Band „Residenz" kam dann aber auch die ersehnte Maschine, so dass ich frei war ...

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass das Fernsehen anwesend war? Nein? War es aber ... zumindest in Form einer kleinen Kamera des Duisburg-internen Senders „Studio 47". Blöd war nur, dass der Kollege der die Kamera generell bedienen sollte auch zu dush gehört hat, die sich ja wie eben beschrieben abgesetzt hatten ... und was meint ihr wie lange so ein Kameraband wohl Spielzeit hat ... :-/ Natürlich nicht ewig ... also ist von Summercold wohl nicht wirklich viel aufgenommen worden, was sehr schade ist, da sie zum Schluss meiner Meinung nach sehr gute Interpretationen von den StoneSour-Balladen „Bother" und „Through Glass" gespielt haben.

Außerdem wurde Nadine mal wieder von der WAZ gelöchert wie sie ausgerechnet mit so einem bekloppten Haufen wie uns zusammenarbeiten kann (natürlich nicht wörtlich ;)). Auch hier verhoffen wir uns natürlich ein wenig Resonanz indem das „Interview" abgedruckt wird und wir vom dazugehörigen Fotografen Bildmaterial bekommen.

Danach habe ich mich dann zu meinem alten Kumpel Gerri ausgeklinkt. Polarstern hätte ich dabei auf jeden Fall noch gerne gesehen, aber sollte nichts dazwischen kommen ist es von beiden Seiten nicht ausgeschlossen, dass wir noch mal was mit ihnen auf die Beine stellen werden ...
Sunday, June 03, 2007 

Current mood:  drunk
Und schon ist sie wieder vorbei, unsere Happy Weakend-Tour. Tour nur deshalb, weil wir es mal geschafft haben 2 Konzerte auf jeweils aufeinander folgende Tage zu spielen. So was muss natürlich ausgenutzt werden und sofort als Tour betitelt werden, wer weiß, wann es das nächste Mal wieder so weit ist ;)

Nachdem wir ja bereits am Vortag das Steinbruch in Duisburg in kochen gebracht haben (*harhar*) stand unser Zeugs ja noch schon schön zusammen gepackt im THHQ. Nach sehr langem hin und her und doch wieder aneinander vorbei organisieren des Equipment haben uns glücklicher Weise die Jungs von Tomfool, die noch in letzter Sekunde zur Verstärkung des Abends hinzugekommen sind, mit einem Gitarren Amp, einem Bass Amp und sogar 'nem ganzen Drumset ausgeholfen – Ihr seid so was von spitze! Danke! – dass wir den weiten Weg nach Köln lediglich mit einem Amp und Topteilen antreten mussten.

Trotz, dass Nilz noch zu Hause auf Vadder's Karre warten musste während wir schon im THHQ mit den Hufen gescharrt haben, sind wir doch noch überpünktlich am verabredeten Club in Köln angekommen ... hat uns aber nix gebracht, denn der Techniker des Blue Shell war dann doch nicht so pünktlich. Wenn wir schon nur rum stehen können wir ja auch was essen gehen. Auf der Hinfahrt haben wir ein Subway-Restaurant gesehen, also los! Doch irgendwie war das doch viel weiter weg als gedacht, also sind wir doch lieber wieder zurück gegangen ... immerhin sollte es ja auch gleich mit dem Aufbau los gehen. Der Techniker kam dann sogar auch schon nach fast zwei Stunden des Wartens -.- Dafür hatte er aber gute Sprüche:

„Was ist der Unterschied zwischen einem Keyboarder und einem Kondom? Gibt keinen. Mit is sicherer, ohne macht mehr Spaß ..."

Außerdem haben wir gelernt, dass DJ die Abkürzung für „Dumme Jungen" ist und selbige so doof sind, dass sie ihr Geld mit dem geistigen Eigentum anderer verdienen müssen ... Recht hat er ...

Wenn man mit vier Bands in einem Laden wie dem Blue Shell spielt, dann ist der Laden schon rappel voll, wenn man nur sein Equipment überall rum stehen hat. Das Blue Shell – für die die noch nicht dort waren – ist ein kleiner Club auf Eck, der von der Größe her etwa mit jeder kleinen Kneipe zu vergleichen ist. Die Bühne ist wenn es hoch kommt 3 Schritte tief und vielleicht 6 breit, was Freddy's Bedenken mit mehr als zwei Toms zu spielen im Vorfeld der Organisation hinterher endlich mit Sinn erfüllt hat :) In einem abgesteckten Raum gab's dann noch einen Kicker, einen Fernseher über den das Spiel Deutschland gegen San Marino lief und – kommen wir zum wichtigen – einen Kühlschrank der sich grandioser Weise immer wieder aufgefüllt hat :D

Bei der Reihenfolgenfestlegung für den Abend mussten wir dann mit Tomfool knobeln, da wir alle gerne an dritter Stelle spielen wollten. Wir haben sportlich beim Münzwurf verloren, weil ich lieber auf die nette Dame auf der Rückseite der Münze getippt habe anstatt auf die Zahl. Die Frau war aber anscheinend so schwer, dass sie nach dem Wurf unten lag ... :-/ Wir spielen also als zweites an dem Abend.

Nach dem üblichen Aufbauprozedere – diesmal musste ich nicht den Soundcheck machen *freu* - ging's für Nilz, Nadine, Caro von Netzbiest und mich erstmal Essen fassen. Wären wir früher am Abend in die andere Richtung gelaufen hätten wir sogar da schon ein Subway gefunden. Also wurden kurzer Hand auch zur Abwechslung mal in Köln die Subway-Mitarbeiter zu mehr Beilage auf den U-Bahnen genötigt bis ich endlich zufrieden war ^^

Dann war es auch endlich so weit. Trotz dass noch nicht so wirklich viele Gäste da waren – lag es irgendwie an uns? Haben wir dieses Wochenende schlechtes Karma? Oder lag es am happigen Eintrittspreis von 8,00 EUR? – spielten „Your Last Caress", die gar nicht so hießen, ich mir aber nicht den echten Namen merken konnte und sie deshalb trotzdem so nenne ihr kurzes Set als Opener. Solider Rock mit einer guten weiblichen Stimme im Vordergrund. Der Sound stimmte auch – sowohl der der Band, als auch das, was man im Publikum so von den Instrumenten hören konnte – schön.

Bei unserem Umbau hab ich dann erstmal so ziemlich alles falsch gemacht was ich falsch machen konnte: Die Becken waren in total verkehrter Reihenfolge aufgehängt und das Floortom wollte nicht in die richtige Richtung nach oben verstellt werden. Außerdem war es eng dort. Normalerweise muss ich meinen rechten Arm komplett ausstrecken um an das China zu kommen – hier hing es direkt an meinem Kopf. Das rechte Crash hing so weiter über dem Tom dass ich es immer von unten angeschlagen habe wenn ich auf's Tom hauen wollte und die Mikros für HiHat und Snare hab ich komplett vergessen auf die Instrumente zu richten ... ich war so richtig gut drauf :D Wenn ich das Set aber so hingestellt hätte wie ich's wirklich benötigt hätte, hätten meine Leute aber nicht mehr auf die Bühne gepasst ...

... da waren sie aber eh nicht oft.

Von Resurrection of Hate habe ich gestern gelernt, dass man auch im Publikum spielen kann und dass das 'ne Menge Eindruck hinterlässt – und da ich diesmal sogar wieder ein Mikro hatte, musste ich auch gleich das Motto für den heutigen Abend bekannt geben:

„Wenn das Publikum nicht zur Band kommt, kommt die Band halt zum Publikum! Jungs, wie lang sind Eure Gitarrenkabel? Geht mal da rüber. Und ihr da hinten ... wir beißen nicht, nur ich und ich kann hier nicht weg. Wenn ihr also nicht rüber kommt schick die langhaarigen Zottel hier zu Euch nach hinten ... oder ich zieh mich aus oder so ..."

Letzterer Ansporn das Publikum zu motivieren ergab zumindest den Effekt, dass das Publikum „Ausziehen, ausziehen, ..." gerufen hat ... das Eis war also gebrochen. Natürlich hat niemand sich damit zufrieden gegeben, dass ich nur mein Hemd ausgezogen habe um den durch ständiges Sitzen astrein geformten Paulaner-Bierzeps brach zu legen. „Das war doch wohl noch nicht alles, oder?" hab ich gehört ... „der Abend ist doch noch jung" war meine Antwort :D

Alles in allem ein sehr schönes Set, leider mit weniger Publikumsbeteiligung als erwartet, aber dafür mit erneut positiven Rückmeldungen später am Abend. Wir wurden nachträglich mehrfach nach Demos gefragt und ob wir nicht mal wieder nach Köln kommen wollen. Was für eine Frage ... Köln ist unsere Stadt. Sagt wann und wo und wir sind da!

Bei den aufschlussreichen Gesprächen vor dem Blue Shell mit Caro, Gästen und Studikern am Ende des Abends sind noch so manche blöde Sprüche gefallen an die ich mich auf Grund des doch dann schon stärker ausgeprägten Alkoholpegels nicht mehr erinnern kann. Festgehalten werden sollte aber definitiv folgendes:

• Ich muss mehr Sport gegen meinen Bauch machen, da ich hässliche Brustwarzen habe ... findet zumindest Caro.
• Nilz hat von uns allen die größten Hände.
• Wenn ich verspreche meine Hose anzulassen kommt uns Caro mal im THHQ besuchen und backt sogar einen Kuchen für uns.
• „Cut & Go" ist kein Frisörladen.
• Ohropax benutzt man wenn man auf die Bühne geht, nicht wenn man sie verlässt.
• Mit nacktem Oberkörper Nachts in Köln rum stehen ist Ruhrpott-Asich.
• Wir dürfen Waldemar auch „Waldi" nennen.






Saturday, June 02, 2007 
Schon im Vorhinein kann ich sagen, dass dieses Konzert heute Abend das absolute Chaos wird.

Nachdem wir im November letzten Jahres am Youth Rock Contest 2006 der Musikschule Wedau teilgenommen haben, haben wir uns in dem Zuge auch direkt um ein Konzert im Café Steinbruch in Duisburg beworben. Dort findet jeden Freitag die Veranstaltung „Rock im Steinbruch" statt – ein Abend, an dem Newcomer-Bands dort auftreten dürfen, ähnlich der Open Stage des Oberhausener Druckluft.

Schon zu Beginn der „Planung" kamen uns einige Dinge mehr als komisch vor:
• Wir bekamen nie einen Bescheid, dass wir dort spielen können
• Bael hat durch Zufall aus einem Newsletter erfahren das und wann wir dort spielen
• Niemand dort reagierte auch nur im Ansatz auf eMails und Anrufe
• Selbst zwei Wochen vor dem heutigen Abend stand der Termin noch nicht auf der Website der zweiten Band des Abends, Resurrection of Hate
• Wir bekamen keine Informationen was wir mitbringen müssen etc.

Gerade letzteres fanden wir sehr unprofessionell, gerade weil man den zuständigen Organisator trotz vorgegebener Geschäftszeiten einfach nie erreichen konnte um was abzuklären … und wenn man ihn dann doch einmal am Rohr hat (wir haben ihn genau EIN MAL erreicht!) ist seine Antwort: „Das müsst Ihr selbst mit der anderen Band klären wer was stellt … wir stellen nur den Tontechniker und die PA …". Danke für die Auskunft.

Der zweite Schock kam dann von den Jungs von Resurrection of Hate. Jene wussten Bael's Aussage nach weder wirklich wo das Café Steinbruch sein sollte, noch, dass sie dort am ersten Juni auftreten würden. Klasse. Also durften wir erstmal abwarten ob dort auch alle von der Band Zeit und Lust haben ein Konzert mit uns zu spielen. Glücklicher Weise kann die Band wohl an diesem Abend … nun die Frage nach dem Equipment:

Wir stellen das Drumset, mehr hab ich im ersten Anlauf nicht erfahren. Von mir aus. Irgendwann bin ich auch mal dran und nehm die ganze Schießbude mit, warum also nicht nach Duisburg … so weit ist es ja nicht. Ein paar Tage später kam dann die Ernüchterung, dass Resurrection of Hate wohl an besagtem Abend die Live-DVD-Bonus-Aufnahmen zu ihrer kommenden Veröffentlichung aufnehmen wollen und deshalb besser ihr eigenes Set stellen … aha … cool ... aber steht das jetzt fest, oder nicht? Auf mehrfaches Fragen hin bekamen wir leider keine Antwort, bis zum späten Donnerstag Abend, denn da kam dann die definitive Zusage vom RoH-Drummer David. Besser spät als nie :D Man muss dazu sagen, dass er aber auch in der Zwischenzeit nicht online war und demnach meine Mail nicht bekommen hatte – das Zeitalter der Technik hat also auch so seine Tücken.

Dann der Abend des Konzertes selbst.

Fast wie abgesprochen sind wir um kurz nach 17.00 Uhr im Café Steinbruch im Duisburger Stadtteil Wedau aufgeschlagen um dort die Lage zu checken. Die „Halle" im Steinbruch ist schlauchförmig mit einer zwar sehr breiten, aber nicht wirklich tiefen Bühne ... ob da das Drumset samt Käfig drauf passt? Naja ... erstmal ausladen und dann schaun 'mer mal. An einem Tisch in der Ecke sitzt Dixie, der Bassist von RoH ... leicht zu erkennen, ist er doch der einzige metal mäßig aussehende Asiat in dem Schuppen ;) Sobald seine Kollegen mit den Drums einfliegen können wir anfangen aufzubauen.

Das Drumset war ein sehr schönes Pearl-Set mit Rack und massig Toms. Schon fast zu vielen Toms für die schmale Bühne, aber es hat gepasst. Nachdem dann alles aufgebaut war wurde natürlich der übliche Soundcheck gemacht und wer war der Dumme der dann erstmal wieder 3 Minuten auf jede Trommel hauen durfte? Klar, ich. Allerdings hatte der Toni dort den Papp schon auf, da die Monitore extreme Rückkopplungen erzeugten und das Pult ja nicht seins sei und alles ... also ist er bei jedem Oberton am Drumset mit der großen Gaffarolle angetanzt und hat erstmal großzügig abgeklebt. Auf meinen Kommentar „Jetzt hast Du es getötet" meinte er nur „Ja, endlich" ... dass ich das ganze Schlagzeug meinte und nicht nur kleinen den Oberton war da egal. Es war sowieso total egal wie das Drumset klang, wie man später merken wird.

Nach dem Soundcheck erstmal lecker was essen und trinken, denn das haben wir uns den ganzen Tag aufgespart. Vom Steinbruch gab es einen Verzehrgutschein im Wert von 37,00 EUR (nicht 25, Tobi) und insgesamt 12 freie Mahlzeiten für beide Bands zusammen, mit 8,00 EUR Maximalwert der einzelnen Mahlzeit. Unsere Wahl viel auf Bier, eine Flasche Wasser, Tunfischsalat und Bratkartoffeln mit Spiegelei. Das war um punkt 19.00 Uhr. Die Flasche Wasser war für mich, weil ich mir gedacht habe Wasser sei das günstigste und eine ganze Flasche ist bei dem Wetter nicht verkehrt. Gebracht wurde aber eine kleine Flasche St. Pellegrino in einem Aluminiumkühler zu 5,00 EUR die Flasche ... -.- ... wow. Um halb acht hing unser Magen schon auf Kniehöhe und es war immer noch kein Essen zu sehen. Gleiches um kurz vor acht - um acht sollte es regulär los gehen. Auf Nachfrage kam dann zu unserer Freude die Antwort man hätte uns einfach vergessen :D Yippie. Sechs Stunden nichts gegessen und jetzt noch schnell 'ne Stunde Konzert mit vollem Körpereinsatz, na das kann ja was geben.

Und der Abend sollte noch besser werden, denn neben dem üblichen Anhang den wir eigentlich immer dabei haben, haben sich von uns genau 7 Leute die wegen uns da waren nach Duisburg verirrt. Sieben – das muss einfach noch mal betont und ausgeschrieben werden ^^ RoH hatten da auch nicht viel mehr Glück wie wir, demnach wurde es ein kleines, gemütliches Konzert in familiärem Kreis.

An dieser Stelle sei auf jeden Fall den anwesenden Namentlich gedankt, so viel Platz haben wir hier in diesem Blog: Danke an Mirko, danke an Sarah und Freund, danke an Thommek und Kollegen, danke an Suse und natürlich danke an Waldemar! Danke aber erst Recht an die Jungs von RoH, die mit ihren Freunden und Freundinnen den Abend durch energische Beifallsstürme und Stadionmengen-Imitationen für uns noch sehr angenehm gemacht haben !!!

Schöne Erinnerung in diesem Fall – verursacht durch die kleine Diashow im Hintergrund:
„LEGO! Kann man Euch kaufen?"
„Ja natürlich!"
„Mit Batmobil?"

Während des Sets von RoH haben wir dann sogar endlich nach mehrfachem Nachfragen unser Essen bekommen – zumindest 3 von uns, denn der Kellner hat Nilz' und René's Bratkartoffeln auf dem Weg fallen lassen ... ihre Augen sprachen für sich: „Sag mir einfach wo die jetzt liegen ... ich hab HUNGER!"

Durch Zufall haben wir mitbekommen, dass die Konzerte von der Musikschule Wedau mitgeschnitten werden. Sollte die Kontaktaufnahme also diesmal schneller von Statten gehen haben wir in absehbarer Zukunft eine Live-Bootleg-Split mit Resurrection of Hate :) Ich bin gespannt ...

... und müde ... und nachher geht's auf nach Köln ... also, stay tuned ... bis morgen!








Tuesday, May 01, 2007 

Current mood:  giddy
Tag eins, Freitag, 27. April 2oo7

Es ist punkt viertel vor zwölf als ich auf der Arbeit den Griffel fallen lasse um mich auf den Weg nach Hause und im direkten Anschluss daran zum THHQ mache. Heute geht's mal wieder um die Wurst, denn wir werden heute die Schlagzeug- und Bass-Spuren unseres neuen Songs (Arbeitstitel: Gimme Some Light) und des exklusiven Caputt-Coversongs Geistreich einspielen.

Im THHQ sitzt bereits Bael und wartet auf mich und Daniel vom Candy Shop Studio um endlich das bereits abgebaute Drumset und die Verstärker in die Autos zu laden, doch Daniel steckt auf dem Weg nach Oberhausen im Stau ... also bleibt uns nichts anderes übrig als zu warten. Während dessen kommen dafür Daniel und Rüdiger von Path of Golconda auf ein kurzes Stelldichein zur Tür herein. Nur kurz zwei Fässer kalt stellen und die Zapfanlage bereit machen, denn Daniel will die heutige Probe nutzen um in seinen Geburtstag reinzufeiern. Proben kann zwar getrost geknickt werden – ohne Drumset – aber gefeiert wird trotzdem. Doch zuerst muss eine volle Druckluftflasche her, denn mit der mitgebrachten lässt sich nicht mehr zapfen ...

In etwa zum gleichen Zeitpunkt kommt dann auch Daniel und schon kann es losgehen. Kurz noch seinen Wagen beladen und ab dafür. Die Verkehrslage besagt zwar 6km Stau kurz vor Köln, aber was will man machen? Der Weg lässt sich auch ganz gut zurücklegen ... bis halt auf die sechs Kilometer, die ausgerechnet zwei davon vor unserer Ausfahrt in Köln-Dellbrück anfangen :-/

Es folgt das übliche Rumgehampel nach der Ankunft im Studio … ihr kennt das ja:

  • Auto ausladen
  • Sachen reinkarren
  • Rechner hochfahren
  • Drumset aufbauen und nachstimmen
  • Drumset verkabeln und Mikrofone genauestens ausrichten
  • Drumset danach noch mal umstellen um den Bael zu ärgern
  • Soundcheck

Der Soundcheck ist das dümmste was sich Menschen haben einfallen lassen. Man stelle sich vor:

Ein Drummer – in dem Falle ich – sitzt in seiner Kabine hinter seinem Lieblingsspielzeug und hat nichts weiter zu tun, als 5 Minuten am Stück langsam das zweite Tom zu schlagen. Natürlich erweckt das Aufbauen und Spielen eines Instrumentes natürlich die Aufmerksamkeit der übrigen Unibesucher, die sich dann vor dem Fenster der Aufnahmekabine aufbauen und einem genau dabei zusehen wie man sich wie ein Idiot anstellt >_<

Für den heutigen Tag stehen zwei Songs zur Debatte. Zum einen der eigene Song ohne Namen, der im internen einfach nur „der Nilz-Song" heißt, weil Nilz mit einem Basslauf den Song einleitet; und zum anderen eine Cover-Version der besonderen Art, denn nach den Aufnahmen im Oktober letzten Jahres hat uns Mattes von Caputt gefragt, ob wir nicht für die Bonusdisc seines kommenden Albums Djindustrie einen seiner Songs nach unseren wünschen umstrukturieren und einspielen wollen. So eine Gelegenheit – die Scheibe wird wohl wieder über den Vertrieb auch bei Amazon und anderen ausgewählten Musikhändlern im ganzen Land zu haben sein – lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Meinen Wunschsong Kaufrausch, von der €KZ-EP, dürfen wir allerdings nicht nehmen, da dieser Song wohl aus dem Caputt-Programm genommen wird und damit keinen echten Bezug mehr zur Band habe wenn wir ihn übernehmen würden. Die zu diesem Zeitpunkt neueste EP-Auskopplung Mach Mich ist mir dagegen zu sehr elektronisch als dass ich sie mir als Gitarrenversion vorstellen kann, also übergibt mir Mattes einen bereits fertigen aber noch komplett unveröffentlichten Song des neuen Albums der wohl wie für uns gemacht scheint. Der soll es sein, der ist es geworden.

Angefangen wird heute mit dem Caputt-Song. Die Clicktempi haben Bael und ich bereits eine Woche vorher wieder festgelegt und uns mal wieder um längen verhauen. Ähnlich wie im Oktober bei den Aufnahmen zu Wake Up v2 und Cats in the Cradle sind wir mal wieder mindestens 15bpm zu langsam um überhaupt starten zu können – aber auch nach der Fertigstellung der Drumspuren sind einige Teile noch um einiges langsamer als wir sie im Proberaum vorher wochenlang geübt haben. Bael's einziger Kommentar dazu: „Besser zu langsam und dafür sauber, als zu schnell und hektisch". OK.

Trotz einiger Tempiwechsel im Song gehen die Aufnahmen ganz gut von der Hand … komischer Weise hab ich aber genau ab der Stelle Probleme, an der wir auch wirklich anfangen aufzunehmen :-/ Die ersten Durchläufe über, in denen Bael noch die letzten Feinjustierungen der Pegel am Mischpult anstellt laufen wie geschmiert, dann gibt er das OK und schon fall ich noch im ersten SKA-Teil auseinander … :P Am Ende hab' ich es aber dann doch noch geschafft den Song zu komplettieren. Selbiges gilt für den eigenen Titel. Auch hier gab es natürlich Stellen die nachgerückt werden mussten, aber dafür ist man ja schließlich Amateur.

Noch während der Aufnahmen der Drumspuren trudelten dann auch Nilz und Renny im Studio ein um es sich in der Regie bei bollernder Klimaanlage gemütlich zu machen. Nilz hat sogar an seine Kamera gedacht mit der er mich auch sofort zu nerven beginnt. Aufnahmen machen ist ja schon ein wenig stressig, aber wenn dann auch noch jemand mit einer Kamera hinter einem steht – schlimmer war es nur, wenn er vor mir stand – ist die Konzentration erst recht hin ;) Hintergrund der ganzen Belagerung ist die Idee, aus den Videoschnitten der Aufnahme später eine Art B-Movie Musikvideo zum eigenen Song zu schneiden, da ja generell die Bewegungen über die fertig abgemixte Version des Song passen müssten … nur leider hat Nilz am zweiten Tag die Kamera zu Hause vergessen und somit haben wir nur Aufnahmen von mir, Nilz und Bael :-/ Mal schauen was wir draus machen …

Nilz war jedenfalls als nächstes dran. Auch er hat mit dem Caputt-Song angefangen und sich zum eigenen vorgearbeitet. Nur dadurch, dass er eigentlich das Intro des eigenen Songs spielt war es für ihn anfangs trotz Click etwas tricky den Einstieg zu finden. Natürlich habe ich mich so gut es ging mit der Videokamera an ihm während seinen Takes gerrächt ;D

Dann gab es erstmal eine Stärkung in Form von Pizza und Salat. Warum ich das schreibe? Nun ja, die Tatsache, dass Daniel zu seinem Capricciosa-Salat anstatt der üblichen Cocktailsoße einen Becher voll fluoreszierender, gelber Flüssigkeit bekommen hat, ist meiner Meinung nach schon bemerkenswert. Schade, dass wir davon keine Fotos gemacht haben … denn das Zeug hat tatsächlich im dunkeln geleuchtet O.O Gegessen hat er es natürlich nicht!

Trotz dass wir auch noch den nächsten Tag für die Aufnahmen zur Verfügung hatten, haben auch Bael und Renny noch den einen oder anderen Take in den Computer geschreddert bevor wir uns dann um etwa 23.00 Uhr wieder auf den Heimweg ins THHQ gemacht haben … immerhin wollten wir ja noch das Drumset zurück bringen um es nicht am nächsten Tag sinnloser Weise wieder nach Köln zu karren … kost ja alles nur teuer Sprit und ist bei den momentanen Außentemperaturen auch bestimmt nicht so gut für das Holz in den Kesseln :-/ Doch da war doch noch was … ach ja … der Geburtstag des PoG-Bassisten …

Als wir am THHQ ankommen ist der Raum voll mit biersüchtigem Partyvolk und alle sind sie mal wieder vertreten: Natürlich die Jungs von PoG selbst (man munkelt sogar Christ gesehen zu haben, aber sicher ist sich im Nachhinein keiner), Kai von Downstroke, Maddin und Katja von meiner alten Band The Booze Trap, Andrew, Louis, Kubi, Fred … sogar der Gevatter Tot höchstpersönlich, Sven Elsing hat Einzug in die geheiligten Hallen gefunden. Bei so einer netten Gesellschaft lässt man sich doch nicht zweimal bitten und nimmt noch das eine oder andere Feierabendbier in trauter Runde bei guter – und vor allem lauter – Musik. Doch so ziemlich das erste, was ich von Fred höre ist „wärt Ihr mal eher gekommen … da wurd grad das letzte Bier rausgegeben" … und nun? Es ist doch erst halb eins … „wer kann denn noch Bier hol'n fahren?" „Die Jungs von NosOtroS waren doch bis gerade noch nüchtern …"

Na gut, auch wenn Daniel eigentlich nichts mit der Partygesellschaft zu tun hat erklärt er sich natürlich gerne dazu bereit sich noch mal hinter's Steuer zu klemmen und loszudüsen. Daniel (der von PoG) und Andrew begleiten ihn. Währenddessen läuft Rüdiger zu Hochtouren auf und schmeißt eine 90er-Revival-Party. Es wird nur das feinste aufgelegt: Das Culture Beat Album! Ich glaube, dafür, dass ich Rüdiger die geschenkt habe werden mir noch einige Leute Jahre später böse sein ;D

Etwa eine dreiviertel Stunde später schaffen es die drei von der Tankstelle dann auch wieder zurück zum THHQ. Der Nachtschalter durfte aus Versicherungstechnischen Gründen die Türen nicht mehr öffnen, konnte demnach auch keine zwei Kästen am Stück verkaufen. „Dann nehmen wir halt 48 einzelne Flaschen …" Das hat dann mit dem rausreichen aber doch etwas länger gedauert als geplant … da wir allerdings am nächsten Tag wieder frisch ans Werk mussten, sind wir dann auch so langsam wieder abgedüst.


Tag zwei, Samstag, 28. April 2oo7

Am Vortag hat sich unser Captain Hans einer persönlichen Operation unterzogen, was uns schon allen irgendwie Unbehagen bereitet hat, denn immerhin soll der Caputt-Song in großem Zuge veröffentlicht werden und der eigene unserem Tobi als Abschlussarbeit dienen. Da können wir es uns nicht leisten auf Nadine's Stimme verzichte zu müssen. Im Telefonat, dass wir am Freitag Abend kurz geführt hatten um die Tagesplanung für heute zu besprechen klang sie soweit schon wieder normal, aber wie wird das erst sein wenn sie sich für kräftige Parts anstrengen muss?

Ausgemacht war jedenfalls, dass wir uns um viertel nach eins am Oberhausener Hbf treffen um von dort aus mit dem RE5 nach Köln zu fahren. Bael und Renny sind schon morgens mit dem Auto vorgefahren um die Gitarren fertig einzuspielen, aber was sollten wir auch den ganzen Tag dumm in der Ecke sitzen wenn wir eh nichts machen können? In letzter Sekunde hat sich aber noch Nilz, der normaler Weise direkt in Köln wohnt, aber trotzdem die Nacht in Oberhausen verbracht hat, zu uns gesellt, weshalb es sinnvoller war mit ihm loszufahren – denn er hat ein Ticket das ab Langenfeld gilt, ich eins, das bis Langenfeld gilt. Jeder von uns kann am Wochenende eine Person mit auf das Ticket nehmen … die perfekte Symbiose also. Doch Nilz wollte von Sterkrade aus fahren, was mir auch besser gepasst hätte … wenn ich nur Nadine erreicht hätte um ihr zu sagen sie soll am Gleis warten und zusteigen wenn wir kommen.

Müll nur, dass Nadine ausgerechnet heute ihr Handy zu Hause vergessen hat und deshalb nicht erreichbar ist. Im letzten Moment mach ich mich also auf die Socken nach Oberhausen, verpasse den richtigen Bus und muss auf den nächsten warten, der natürlich Verspätung hat. Warum auch nicht? Um zehn nach kommt dann endlich ein Anschlussbus zum Hauptbahnhof und ich überlege mir schon am Bahnhof in Sterkrade wieder auszusteigen, doch die Busfahrerin versichert mir wir würden es noch rechtzeitig schaffen. Erwähnte ich bereits, dass der Zug nur einmal pro Stunde fährt und die Abfahrt um 13.32 Uhr am hinterletzten Gleis des Hbf, drei Stadtteile von meinem momentanen Standpunkt entfernt ist? Nilz blieb dabei von Sterkrade aus zu fahren und wollte im letzten Abteil auf uns warten. Und soll ich Euch was sagen? Wir haben es tatsächlich geschafft!

In Köln-Mülheim angekommen grummelt uns dafür der Magen, also beschließe ich, noch vor dem Studiobesuch bei Aldi vorbeizuschauen und ein weiteres Paket dieser köstlichen Stinkefrikkos für 1,65 EUR zu besorgen, welches ich auch prompt unterwegs verzehre – scheiß drauf, dass wir uns nachher mit vier Mann in die Aufnahmekabine quetschen dürfen um den Chor für den Caputt-Song zu bestreiten :D Diese Frikadellen waren später auch Anlass für einen neuen Arbeits-Titel des eigenen Songs: Nadine singt in der ersten Strophe etwas wie „Gimme some light … I cannot see", woraus dann „Gimme some Fleisch … I cannot eat" wurde.

Auch hier zeigt sich mal wieder, dass ich nicht gerade vom Glück gesegnet bin, denn als wir ankommen, machen sich Daniel und Renny mit dem Auto auf den Weg nach Aldi um selbiges einzukaufen -.- Und ich lauf die zwei Kilometer durch Asihausen bei gefühlten 50° im Schatten … yeah …

Nadine hat dann tatsächlich ihr Wort halten können und schmetterte eine Passage nach der anderen ins Mikrofon dass es nur eine Pracht war. Selbst die Ideen die ihr spontan eingefallen waren, die nie geprobt und einfach nur auf gut Glück in die Songs eingebaut wurden saßen auf Anhieb und fanden sofort kollektiven Anklang beim Rest der Band. Dann mussten wir selber ran.

Mittlerweile hatte sich auch Daniel die eine oder andere Frikko zu Leibe geführt und sofort wusste ich wie sich meine Mitstreiter den ganzen Tag über gefühlt hatten. Im Aufnahmeraum, in dem Daniel die Gesangskabine für vier „Sänger" ausgereichtet hat, stank es so bestialisch nach … keine Ahnung, aber es war widerlich … und Daniel kaute noch … :P Mit einem einzigen Kopfhörer, der gleichzeitig als Box für uns dienen sollte haben wir dann versucht den letzten Teil des Caputt-Refrains einzusingen, doch wir waren natürlich immer sofort so laut, dass wir die Musik nicht mehr hören konnten und dadurch den Takt verloren haben. Es mussten weitere Kopfhörer her … und Bael musste raus. Das war unfair, wir anderen wollten auch mit, aber Daniel und/ oder Nadine hatten beschlossen, dass Bael komplett nicht in die Männerrunde passte. Dieser war so gerührt über sein plötzliches Glück, dass er anstatt ins Mikrofon direkt vor ihm, lieber in die Ohrmuschel seines Kopfhörers gesprochen hat um anzukündigen dass er nun rüber in die Regie käme. Mit den weiteren Kopfhörern für jeden von uns hat es dann auch sofort geklappt und ich muss sagen, dass ich im Nachhinein richtig begeistern von der Idee des Chores bin, auch wenn ich mich nur ungern selber darin höre … was mit Hall und Nadine's Solo darüber daraus wurde kann sich sehen lassen.

Den fertigen eigenen Song gibt es natürlich mal wieder auf unserer Website und im MySpace-Profil für lau zum download, auf den Caputt-Song müsst Ihr aber noch bis zur Veröffentlichung der Djindustrie warten, so leid es mir tut. Abschließend, Ihr ahnt es, die üblichen Impressionen aus dem Studio:



Profis am Werk ;)



wenn's nicht klingt ... er ist schuld ;)


Spaß am anders sein

Thursday, April 05, 2007 
Everybody is invited to download our new coversong for free by clicking this link. Share and enjoy it!

NosOtroS
Tuesday, November 14, 2006 

Current mood:  busy
Category: Music
Unser erster Contest! Who-Hoo!

Natürlich beginnt mal wieder alles im THHQ - für die, die es nicht wissen, das THHQ ist das offizielle Tennis-Hurensohn-Hauptquartier von Path of Golconda, Blood Red Sky und uns. Diesmal brauchten wir nicht mal unser komplettes Equipment abbauen ... denn die Musikschule Wedau stellt ja alles notwendige. Komischer Weise mussten wir trotzdem mit zwei Autos fahren, da wir noch unsere Uhren-Lady für die Zeitanzeige während des 15-Minuten-Gigs und die Topteile der Verstärker unterbringen mussten.

Am Parkhaus angekommen - mittlerweile schon fast unsere 2te Heimat - werden wir am Eingang von 2 freiwilligen Mitarbeiterinnen der Musikschule gefragt ob wir zur "Band" gehören oder Gäste seien ... naja ... wir haben Koffer unterm Arm und Gitarren auf dem Rücken, also denke ich, werden wir wohl "Band" sein. OK, Stempel auf die Hand. "Stempel" bedeutet in diesem Zusammenhang übrigens einen kurzen Abstrich mit einer Zeichenhilfe für Notenlinien auf dem Handrücken, aber die Veranstaltung wird ja auch von einer Musikschule gestellt. Im Eingangsbereich werden wir dann auch direkt von jemandem ausgefragt der - glaube ich - ein Interview vorgesehen hatte, doch mit Fragen wie "was erhofft Ihr Euch von heute Abend" nicht wirklich viel von uns erfährt ... "Spaß" ist die kurze aber präzise Antwort von Bael.

Zielsicher begeben wir uns als nächstes zum Backstage-Raum um die geschulterten Instrumente und die Jacken abzulegen, doch dort sitzen zwei weitere, einfrige Helferlein die uns den Zutritt verweigern. Wir dürften erst um 17:50 Uhr in den Raum - auf der Bühne sollen wir laut Zeitplan eine halbe Stunde später stehen - doch wohin so lange mit den Instrumenten? In den Autos lassen ist die Antwort, die von uns nicht akzeptiert wird, da es draußen kalt und dunkel ist und unsere Instrumente sich dann fürchten. Aber mal im Ernst, wie sollen wir denn die verzogenen Instrumente (Kälte = schlecht) so schnell dann startklar machen? Sehen die jungen Damen auch ein, also dürfen wir wenigstens ablegen, müssen uns dann aber wieder entfernen.

In der Halle selbst wird munter für die Opener-Band gearbeitet ... und weil uns das egal ist begeben wir uns auf die Reise zur nächstgelegenen Tankstelle um Bier zu kaufen, denn auch das gibt es heute Abend nicht für uns im Parkhaus. Wir dürfen weder eigene Getränke mitbringen, noch gekaufte Getränke auf die Bühne mitnehmen *ächtz* ... noch bekommen wir überhaupt irgendwas Getränke-mäßiges gestellt ... nicht mals ein simples Wasser!

Auf dem Weg zur Tankstelle sind wir einem Gruppenausflug der anonymen Emo-Kinder begegnet, die alle wie ein Ei dem anderen glichen. Alle irgendwo zwischen 13 und 16, die Jungs mit Röhrenjeans und schwarzer Tolle über'm Auge, die Mädchen toupiert und Betty-mäßig aufgebrezelt. Die übrlichen Erkennungsmerkmale Leopardenfell, Würfel, Eightballs, Nautiksterne und Schwalben kreuz und quer über der "Uniform" sind sie uns zu 100ten entgegen gekommen. Ich will ja nichts sagen, aber ich finde die Jugendbewegungen von früher hatten mehr Fantasie ...

Als wir dann endlich nach unserem Sixpack auf dem Parkplatz in den Backstageraum dürfen fällt den dortigen Aufpassern recht schnell auf, dass wir zu viele sind, denn wir haben uns noch Daniel vom Candy-Shop-Studio mitgebracht. Aber auch auf dem Notiz-Zettel vom Parkhaus fehlt ein wichtiges Bandmitglied: ICH, der Drummer. "Wir haben uns schon gewundert" kommt es uns da entgegen, "aber jetzt ist ja alles klar". Dankeschön.

Da wohl alles fixer ging als geplant stehen wir dann bereits um 18:00 Uhr auf der Bühne und haben entgegen aller Erwartungen doch noch genügend Zeit alles zu unserer Zufriedenheit einzurichten, was mich ehrlich gesagt sehr erleichtert hat. Den Auftakt machen wir mit dem Intro von "Leave it All Behind", worüber Nadine dann erstmal klarstellt wer wir überhaupt sind und wo wir herkommen. Das Intro endet im schnellen "Banal Nature", was sich für Bael im Nachhinein als Fehlentscheidung rausstellt, da er mit kalten Fingern echt dran zu kämpfen hatte. Nahtlos vollziehen wir den Wechsel zu "Patrick's Foot" um danach mit "Right Here" auch den letzten zahlenden Gast zu verwirren :D

Ein Blick auf die Uhr sagt uns, dass wir von den versprochenen 15 Minuten erst 10 verbraucht haben, also greifen wir zu Plan B und stimmen "Dreaming a Universe" an - doch der Veranstalter gönnt es uns nicht und veranlasst die Räumung der Bühne. Das Publikum dankt es ihm mit Missgunst (cool!). Nicht mal mehr eine kurze Info zur Website oder unseren CDs dürfen wir absetzen, denn das Mikrofon ist bereits ausgeschaltet und die Überbrückungsmusik hochgefahren ...

Zurück im Backstageraum wartet auch schon das nächste Interview, diesmal mit einer netten Dame der NRZ Duisburg. Da bereits die nächsten Bands die Vorbereitungen für ihren Auftritt treffen müssen wir natürlich auch sofort unser Zeug packen und abreisen ... aber nicht, ohne vorher noch ein paar CDs zu verteilen. Entgegen der Opener-Band, die 10,00 Euronen für ihren Silberling genommen hat, verscherbeln wir die ganze Schose für lau unter den Willigen Leuten im Publikum und vor der Halle ...

... ein kurzer, aber doch irgendwie interessanter Auftritt. Mal schaun was da noch kommt ... anbei noch die üblichen Impressionen:





Thursday, October 26, 2006 

Current mood:  pissed off
Category: Music
Der erste Gig dessen Anreise wir vom neuen Porberaum aus gestartet haben ... und ich muss sagen, es ist eine Wohltat nicht ständig 4 Etagen in diesem Stinkebunker - der übrigens erst letzte Woche zum zweiten mal in diesem Jahr gebrannt hat - hoch und runter latschen zu dürfen um nochmal nachzuschauen ob nicht doch noch was vergessen wurde.

Um kurz vor 15.00h wollte man sich also treffen um nochmal das Intro, unseren neuesten Song der leider nur noch nicht fertig wurde, durchzusprechen und ggf. nochmals durchzuspielen - doch die ersten liefen gegen viertel nach erst langsam am Proberaum ein ... wo ich bereits lange genug gewartet und das Schlagzeug dann doch schonmal zusammengesammelt habe. Schade, konnten wir den Song halt doch nicht mehr durchplanen ... aber ich war dann ja auch später auf der Bühne derjenige der dabei ganz klassisch verkackt hat -.-

Die Fahrt nach Bergisch Gladbach ins Q1 wurde lang und warm, denn die komplette Band musste sich nebst Instrumente in Bael's Mondeo ohne Klimaanlage klemmen. "Pumakäfig" trifft das schon recht gut - ein Glück also, dass die Fahrt in den Vorhof von Köln nur etwas über eine Stunde dauert o.O. Unterwegs haben wir schön die deutsche Fahne geschwenkt, denn man is ja doch irgendwie Stolz auf die eigene Manschaft, auch wenn man von Haus aus kein Fußballfan ist.
Dann die große Ernüchterung am Zielort: Das Q1 liegt, wie der Stadtname es schon vermuten lässt, auf einem Berg. Toll. Und wir müssen da irgendwie hoch.

Zeitgleich mit uns ist ebenfalls die eine Hälfte von Van Skaat, einer grandiosen SKA-Band wie ich an dieser Stelle anmerken muss, angekommen. Ohne die Jungs hätten wir bestimmt den ersten Teil des Abends damit verbracht den Eingang zu suchen.
Anna von RfdR hat uns dann im Q1 rumgeführt und uns einen Backstage-Raum überlassen der definitiv seines Gleichen sucht:
* 2 Fernseh-Geräte
* Riesige Kühlschränke
* Süßigkeiten :D
* 4 Kästen Kölsch (Nein, ich schreibe mit Absicht nicht BIER)
* ein Klavier o.O

Was macht man wohl als erstes, wenn man an einem 24. Juni 2006 gegen 16.50h in einen gut klimatisierten Raum mit 2 TV-Geräten und einen Arsch voll Kölsch kommt? Richtig. Wir haben uns mit den anderen Bands hingehockt, die ersten Kannen geöffnet und der deutschen Nationalmannschaft beim Einzug ins Viertelfinale zugeprostet ^^
Schade nur für Strandgut, die erst wegen ihrem Maskottchen Arne zu spät kamen und das 1:0 in der 4ten Minute verpasst haben und dann auch noch im entscheidenen Moment mit dem Soundcheck dran waren ... aber die Hauptsache ist ja, dass wir gewonnen haben!
Dieses Mal durfte übrigens jeder mal 'nen Soundcheck machen, keine schlechte Sache, auch wenn man dafür alles mehrmals auf und abbauen durfte.

Im Backstageraum hat uns dann ein Freund von Stradgut den ganzen Abend mit klassischer Musik am Klavier begeistern - und überhaupt konnte da irgendwie jeder Klavier spielen, wie gespenstisch.

Als wir dann so gegen 22.00h die Bühne betraten war die Hütte gerade mal nicht so voll, denn wegen den herschenden Temperaturen verflüchtigte sich das bis vor wenigen Minuten noch ausdauernd zu Van Skaat tanzende Publikum nach draußen um frische Luft zu schnappen. Ob es dann bei unserem Gig schnell wieder voller wurde, oder ob sich die zumeist 14 Jährigen erst am Ende unseres Sets wieder reingetraut haben kann ich nicht sagen, denn die Scheinwerfer standen mir mal wieder genau in die Visage ausgerichtet, weshalb ich beim spielen auch wieder lieber den treuen Ventilator neben mir oder die Fußmaschine unter mir angeschaut habe.

Außerdem hatten wir diesmal die Premiere, dass sowohl Bael als auch ich mit einem Mikrofon ausgestattet wurden um nicht alle Laberarbeit an Nadine hängen zu lassen ... ich weiß auf jeden Fall jetzt auf ein neues, warum ich nicht der Sänger dieser Band bin! ;)
Einziges Problem bei unseren Mikrofonen war nur leider, dass sie während den Songs immer vom Toni abgeschaltet wurden und deshalb die ersten Redeschwälle von uns im Applaus des Publikums untergegangen sind ...

Als Zugabe gab's diesmal "Cats in the Cradle" von uns ... schon cool wie ein total verunstalteter Cover-Song so gut bei den Gästen ankommen kann :D

Dieses Mal werde ich bei den Fotos wohl auch eins von Jonas, dem Drummer von DROW, einstellen ... der hat präventiv das komplette Schlagzeug mit Gaffa-Tape an der Bühne festgeklebt nachdem er nun wohl mehrfach schlechte Erfahrung mit geliehener Hardware gemacht hat. Es hat uns schon 'ne ganze Menge Kraft gekostet das Set danach wieder zu befreien ... wir hatten ja keine Schere ...

Bilder:






... mehr auf der Website.
Sunday, May 21, 2006 

Current mood:  stressed
Category: Music
Und schon wieder lecker den Wanzt am fein aufgefahrenen Buffet im Parkhaus vollgeschlagen. Diesmal kam es mir so vor, als hätte das Parkhaus aus dem letzten Konzert gelernt - denn trotz kleinerer Konzertbesetzung wurde definitiv mehr aufgefahren. Löblich ... und lecker ...

Wie immer begann alles in unserem Bunker-Muff-Raum von dem wir uns dieses Mal ein letztes Mal verabschiedet haben ... denn ab heute geht's zum Proben immer ins Holtener Crowded House *freu*
Ich hab also vor dem Auftritt mein Drumset zerlegt und gereinigt, denn für das Konzert brauchte ich nur kleines Gepäck, da der Trommler von Captured Dreams alles bereit gestellt hat, und wenn wir schon umziehen, dann soll der ganze Bunkergestank doch auch bitte so gut es nur geht aus dem neuen Raum fern bleiben.

Im Gegensatz zum letzten Konzert war uns dieses Mal der Wettergott Raiden nicht so wirklich gut gesonnen, denn bereits auf dem Weg nach Duisburg fing es wie aus Eimern an zu schütten ... dann machen wir halt dieses Mal keinen Spaziergang durch den Park wie beim letzten Mal ...

Dieses Mal waren wir sogar mal nicht als letztes am Platz. Craze waren gerade dabei auszuladen und die Tontechnik verkabelte die Bühne.
Der Backstageraum war wie gewohnt gefüllt mit Flüssigbrot ... da kann der Abend ja nur gut werden ^^
Noch während wir ausgeladen haben kamen dann auch schon die Jungs und das Mädel von Captured Dreams und weil wir gestern den Opener miemen durften waren wir dieses Mal dran mit Aufbauen und Soundcheck.

Für mich gab es ein schickes TAMA Starcast Set (8", 10", 12", 14", 16", 22"), mit Reck, welches ich mir dann so gut es nur ging auf meine Bedürfnisse eingestellt habe, auch wenn es so einige Schwierigkeiten gab:
* das 14er Tom konnte man nicht auf die Tomhalterung auf der Bass montieren, da es dann beim spielen auflag,
* der Snareständer ließ sich nicht in der Höhe verstellen und da der Trommler von Captured Dreams fast im stehen spielt und meine Snare mal eben 6,5" tief ist hing sie mir unterm Kinn,
* wir hatten bei weitem nicht genug Mikros für's Drumset ...
... solche Sachen halt. Egal. Das is Rock'n Roll ...

Genauso wie die Tatsache, dass es kaum einen Kartenvorverkauf gab. Wir wurden immerhin erst vor 2 Wochen für das Konzert eingeladen (standen nichtmals auf den Plakaten) und von den Leuten, die uns vor 2 Wochen gesehen hatten hatten natürlich nur wenige Lust schon wieder die horrenden Eintrittspreise des Parkhauses zu zahlen. Ähnlich ging es Craze, die ihr Gefolge bereits für ein Konzert in 2 Wochen mobilisiert hatten und demnach gestern nicht so viel Zulauf wie vom Parkhaus erwartet mitbringen konnten.
Also haben wir vor halbvollem Haus gespielt, was ja eigentlich nich schlimm ist ... muss halt auch mal sein ... aber die Tatsache, dass wir nach dem Set noch etwa 5 Minuten bei gedämmtem Licht auf der Bühne hockten bevor die Musik und das Licht wieder eingeschaltet wurde - als käme da noch was - fand ich persönlich mehr als unprofessionell.

Ansonsten war es ein Konzert wie jedes andere auch. Wir haben erneut die Playlist vom letzten Mal gespielt, da wir natürlich in der kurzen Zeit keine neuen Songs schreiben konnten ... und weil die Abrechnung dieses Mal wohl nicht so rosig aussehen wird haben wir uns selbst in Freibier bezahlt ... immerhin etwas.

Jetzt freuen wir uns auf jeden Fall erstmal auf unsere Scumbar! Und wenn das alles richtig eingerichtet ist werden wir dort auf jeden Fall mal das eine oder andere Bier mit Craze trinken gehen ...