Werte Goldkinder,
seit geraumer Zeit stehen wir in Verbindung mit einem Verein, der sich 'Musiker ohne Grenzen e.V.' ( www.musikerohnegrenzen.de ) nennt.
Dieser Verein unterstützt zur Zeit vor allem eine selbstaufgebaute Musikschule in Ecuador. Sie geben zum Beispiel vor Ort Unterricht, lernen einheimische Lehrer an und sammeln Spenden.
Wir, 'Letzte Instanz' wollen diesen Verein unterstützen, in dem wir Instrumente sammeln, die wir weiterleiten werden.
Wir möchten Euch aufrufen, funktionsfähige Musikinstrumente jeglicher Art und Form (von Flöte bis Zither) bei uns abzugeben. Fast jeder hat doch irgendwo ein Musikinstrument verkramt oder verstaubt in der Wohnung liegen, was jungen Menschen in Ecuador eine große Freude machen kann!
Oder ihr wisst, dass in der Familie, in der Verwandschaft oder im Freundeskreis ein Musikinstrument einfach verstaubt...
Wir bitten Euch, die Instrumente mit auf unsere Konzerte zu bringen oder auf anderen Wegen zu uns zu bringen.
Denkt einmal darüber nach - wir würden uns freuen!
Vielen Dank!
Letzte Instanz
Im Pressetext von 'Musiker ohne Grenzen' wird das Projekt wie folgt beschrieben:
Seit August 2005 entwickelt sich in dem Armenviertel Guasmo Sur mit Hilfe des Vereins „Musiker ohne Grenzen" und der Dachorganisation „Asociación Movimiento Mi Cometa" eine Musikschule, in der die Kinder und Jugendlichen des Stadtteils gratis ein Musikinstrument erlernen können. Zudem bekommen die Musikschüler die Räumlichkeiten und das Equipment zur Verfügung gestellt, um gemeinsam in Bands und anderen Gruppierungen zu musizieren und natürlich auch aufzutreten.
Damit die Musikschule ein langfristiges, nachhaltiges Projekt ist, wurde ein Prozess initiiert, innerhalb welchem die älteren und fortgeschrittenen Jugendlichen die Kinder und neue Schüler unterrichten. Auf diese Weise kann die Musikschule hoffentlich eines Tages unabhängig von ausländischer Unterstützung funktionieren.
Momentan ist diese jedoch noch sowohl auf Geldspenden, als auch auf professionelle Musiklehrer angewiesen, welche die Schüler (und gleichzeitig potentiellen Musiklehrer) der Musikschule ausreichend kapazitieren. Hierfür setzt sich der Verein „Musiker ohne Grenzen" ein, indem er sich um die Sponsorensuche kümmert, und der „Musikschule Mi Cometa" Musiklehrer vermittelt, die freiwillig dort unterrichten. Leider gibt es noch keine Lehrer, die kontinuierlich vor Ort unterrichten, so dass der professionelle Unterricht immer nur schubweise erteilt werden kann.
Demzufolge organisiert sich die Musikschule, die aus ca. 30 Jugendlichen und 20 Kindern besteht, momentan alleine. Ca. 10 der Jugendlichen engagieren sich als Musiklehrer und unterrichten freiwillig jüngere oder weniger fortgeschrittene Schüler – jedoch sind ihnen hierbei Grenzen gesetzt, wenn es nicht in absehbarer Zeit professionelle Lehrer vor Ort gibt. Es gibt drei Jugendbands und eine Kinderband, die regelmäßig proben und auftreten. Die Probenzeiten werden in Stundenplänen festgehalten und koordiniert. Einmal wöchentlich treffen sich die Jugendlichen und beraten, besprechen und entscheiden über das Geschehen in der Musikschule. Die gesamte Organisation wird von einem, von der Gruppe gewählten Koordinator in die Hand genommen. Die beherrschten Instrumente sind: Klassische Gitarre, E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Klavier, Klarinette, Saxofon und Gesang.
Dass die Musikschule sich innerhalb kurzer Zeit zu einem starken, dynamischen Prozess entwickelt hat, der immer mehr Zulauf findet, verdeutlicht, dass Armenviertel wie der Guasmo einen ausgezeichneten Nährboden für solche kreativen Bildungsprojekte liefern.
Die Kinder und Jugendlichen suchen nach Möglichkeiten, ihre Realität zu artikulieren. Zudem haben sie kaum Freizeitangebote, gehen zu 44% nicht zur Schule und wissen nicht viel mit sich anzufangen. Wie alle Jugendlichen haben sie jedoch das Bedürfnis, Gruppen mit Gleichaltrigen anzugehören, wobei sie nur auf die vorherrschenden kriminellen Jugendbanden zurückgreifen können, was sie zu ca. 80% auch tun. Unter diesen Gesichtspunkten erfüllt die Musikschule Aufgaben, die darüber hinaus gehen, den Kindern und Jugendlichen das Musizieren beizubringen: Sie bietet eine Alternative zu den Jugendbanden. Zudem veranlasst sie die Jugendlichen, nicht nur Verantwortung für sich selbst, sondern auch für Mitmenschen und Wertgegenstände zu übernehmen, ein Pflichtbewusstsein zu entwickeln. Darüber hinaus regt das Musizieren bei den Jugendlichen kreative Denkprozesse an und hilft ihnen, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln.
So wird das Projekt „Musica con Vida" seinem Namen gerecht, denn es kann den Kindern und Jugendlichen zu einer gesunden Lebensqualität verhelfen.